In 6 wirksamen Schritten zum perfekt-viralen Content

19.02.2015

Gib es zu, auch du träumst von viralem Content, der seinen Weg durch das Internet nimmt und für dich gigantische Reichweiten erzeugt. Ein Traum ist das nicht. Schon das „Blair Witch Project“ hat 1999 gezeigt, wie gut und vor allem schnell sich virale Inhalte im Internet verbreiten – und damals war die potenzielle Reichweite verglichen mit heute ein Witz. Problem: Diese Idee mit den viralen Inhalten haben mittlerweile ziemlich viele Leute, weltweit und jeden Tag aufs Neue. Folge: Die Konkurrenz wird immer größer und für dich wird es immer schwieriger, aus dieser Konkurrenz hervorzustechen. Erschwerend kommt hinzu, dass auch immer mehr mangelhafte Inhalte im Netz vorhanden sind, die manchmal die Sicht auf das Wesentliche verdecken – weil die User einfach täglich mit gigantischen Mengen an Content überschüttet werden. Deine Mission ist es also, nur solche Inhalte zu produzieren, die es schaffen, organische und menschliche Barrieren im Netz zu durchbrechen – und wie du das schaffst, zeige ich dir im folgenden Artikel!

1. Alles über die eigene Zielgruppe erfahren

Hast du dich schon mal gefragt, wie deine Zielgruppe aufgebaut ist? Weißt du überhaupt, welche User in deine Zielgruppe gehören?

Viele Publisher machen sich genau darüber keine Gedanken. Sie brennen für ein Thema und wollen dazu unbedingt Content produzieren – wissen aber teilweise gar nicht, ob es überhaupt einen Bedarf für diesen Inhalt gibt.

Und das ist nur ein Faktor von vielen. Ganz simple Dinge wie Alter oder Wohnort spielen ebenfalls eine Rolle.

Stell dir vor, du wärst Autoverkäufer. Wenn du für eine große Marke arbeitest, dann wirst du sehr unterschiedliche Kunden haben.

Mercedes baut schnelle und teure Autos. Gleichzeitig gibt es dort aber auch Autos, die sich für Familien eignen.

Es gibt also unterschiedliche Zielgruppen, denen du nicht die gleichen Produkte anbieten kannst. Ein dynamischer 30-jähriger will sich vermutlich einen schönen Sportwagen gönnen – 10 Jahre kommt er eventuell wieder und braucht dann eher ein Auto, in das auch seine 2 Kinder und der Hund (mitsamt dem ganzen „Zubehör“) reinpassen.

Warum ich dir hier was von Autos erzähle? Ganz einfach, es geht darum, dass du ein Gespür dafür bekommst, mit welchen Inhalten du deine Zielgruppe wirklich begeistern kannst.

Denn genau das musst du tun! Wenn du deine Zielgruppe nicht begeisterst, dann hast du bereits die erste Chance vertan, um deinen Content auf die virale Reise zu schicken.

Sorge also dafür, dass dein Wissen über deine Zielgruppe so detailliert wie möglich ist. Um das herauszufinden, haben sich übrigens Umfragen bewährt: Frag die Besucher deiner Website einfach, welchen Content sie konsumieren wollen – auf diese Weise wirst du erfahren, was genau deine User begeistert.

2. Herausfinden, was der eigenen Zielgruppe nützt

Nachdem du erfahren hast, was deine Zielgruppe will und wie sie überhaupt aufgebaut ist, musst du mit deinem Content dahin gehen, wo es deiner Zielgruppe „weh tut“. Es gibt immer Probleme oder Schwierigkeiten, mit denen die Leute zu kämpfen haben.

Hilf deinen Usern dabei, diese Probleme zu überwinden. Entwickle individuelle Lösungen für die Probleme und erreiche damit die Menschen – du wirst sehen, dass sie es dir danken.

Ich weiß, wie das klingt: Wie irgendwelche abgedroschenen Lebensweisheiten von dubiosen Internet-Gurus. Fakt ist aber, dass viele Leute täglich stundenlang im Internet unterwegs sind (zum Beispiel bei Google), um praktikable Lösungen für konkrete Probleme zu finden.

Und dabei ist es völlig egal wie der Satz „Du musst den Menschen helfen, ein Problem zu lösen!“ für dich klingt – denn so ist es einfach. Es gibt niemanden, der sich nicht freuen wird, wenn dein Content dafür sorgt, dass ein Problem gelöst wird.

Als ich neulich in meinem Badezimmer einen Spiegel anbringen wollte musste ich durch die Fliesen bohren – leider hatte ich das zuvor noch nie gemacht, allerdings gehört, dass die Fliesen einen derben Sprung bekommen können, wenn man das falsch macht. Also hab ich auf YouTube nach einem Video gesucht, wo erklärt wird, wie das geht – und natürlich fand ich ein passendes Video, so dass ich problemlos Löcher in die Fliesen bohren konnte.

Ich hatte also ein konkretes Problem, das Video verhalf mir zu einer sicheren Lösung. Und du wirst es dir denken können: Natürlich hab ich den Kanal auf YouTube abonniert, denn wenn ich später mal wieder ein Heimwerker-Problem habe, dann schau ich doch zunächst dort nach, wo ich schon mal gute Hilfe bekommen habe.

Auf die gleiche Art und Weise musst du ans Werk gehen. Sei nützlich, löse ein Problem und mach als sinnvoller Publisher auf dich aufmerksam.

Wenn man dir nämlich vertraut, dann werden deine Inhalte viel besser und quasi ohne Bedenken verbreitet. Eine wichtige Voraussetzung dafür, dass dein Content deutlich schneller viral geht.

3. Jeden Content so detailliert wie möglich produzieren

Das Beispiel mit den Fliesen ist ein Beispiel von YouTube – und so viel gibt es dazu ehrlich gesagt nicht zu erklären. Ein kompetenter Handwerker bohrt Löcher in Fliesen, ohne dass diese Fliesen springen – that’s it!

Was ich meine: Das ist keine Aufgabe, mit der du einen Roman füllen kannst – solche Art von Content ist relativ schnell abgefrühstückt und das Video dauert auch nur ein paar Minuten.

Bei anderen Inhalten sieht das anders aus. Kommen wir nochmal auf den dynamischen 30-Jährigen zurück, der sich einen Sportwagen bei Mercedes kauft: Er ist möglicherweise auch ein begeisterter Hobby-Autoschrauber und will alles an seinem Wagen selbst reparieren (oder aufmotzen).

Er ist also angewiesen auf Content, der in die Tiefe geht. Content, der die Dinge genau erklärt und keine Fragen offen lässt, dabei aber auch möglichst leicht verständlich und in der Praxis anwendbar ist.

Er braucht Inhalte, die das Problem genau beschreiben und die Lösung dafür so genau und gleichzeitig einfach präsentieren, dass er letztendlich ans Ziel kommt und auf dem Weg dorthin nicht verzweifelt.

Wenn dein Inhalte es schafft, genau das zu vermitteln, dann wird dieser Autoschrauber dich anderen Leuten weiterempfehlen. Das kann im normalen Leben sein, aber selbstverständlich auch digital.

Je genauer du also bist und je besser du andere in die Lage versetzt, von deinen Inhalten sinnvoll und erfolgreich zu partizipieren, desto größer sind deine Chancen, dass dein Content massiv verbreitet wird – ohne diese wichtige Voraussetzung werden deine Inhalte allerdings höchstwahrscheinlich nur ein Dasein im digitalen Nirwana des Internets fristen.

Denk daran, dass es nicht darum geht, auf Biegen und Brechen viel Content zu produzieren. Du musst mit diesem Content auch wirklich in der Lage sein, deinen Usern zu helfen – sonst fühlen die sich schnell gelangweilt.

4. Suchmaschinenfreundlichkeit beachten und ausnutzen

Inhaltliche Viralität hat immer auch etwas mit Suchmaschinen zu tun. Ich verzichte an dieser Stelle darauf, mich lächerlich zu machen und spreche nachfolgend nur noch von Google – mal ehrlich, andere „Suchmaschinen“ gibt es im deutschsprachigen Raum nicht, zumindest keine relevanten.

Im weiteren Verlauf dieses Artikels komme ich auch noch auf Social Media zu sprechen, alles andere wäre fahrlässig. Google allerdings muss in deiner viralen Content-Strategie definitiv ebenfalls eine wichtige Rolle spielen, deswegen fange ich mal damit an.

Google selbst ist kein Multiplikator – und Google selbst ist auch kein Influencer. Google ist im Prinzip nur ein gigantischer digitaler Staubsauger, der alle Informationen vereinnahmen, aufbereiten und für die eigenen Zwecke nutzen will.

Das funktioniert nicht ohne User, die Inhalte via Google konsumieren. Und das sind auf jeden Fall immer noch eine ganze Menge – genau die User, die für Überschneidungen mit deiner Zielgruppe sorgen und deshalb wichtig für dich sind.

Via Google erreichst du so gut wie jeden – wenn sich er oder sie aktiv für deinen Content interessiert und aktiv danach sucht. Du musst also bei Google möglichst weit oben stehen!

Was jetzt eher wie ein Fall für die SEO-Agentur deines Vertrauens klingt, liegt zu großen Teilen natürlich zunächst in deiner Hand. Du hast gelernt, dass du in erster Linie Inhalte brauchst, die „Mind Blowing“ sind (wie der Amerikaner so gern sagt).

Sofern du es also schaffst, deine User „vom Hocker zu reißen“ (wie der Deutsche so gern sagt), dann ist der erste Schritt getan – deine Inhalte werden aktiv verbreitet, über welchen Kanal auch immer. Dieser Effekt ist aber schnell vorbei, wenn du deine Hausaufgaben nicht gemacht hast.

Schreibe für deine User, die kommen immer an erster Stelle – vergiss das nie! Denke aber gleichzeitig daran, dich auch mit Google gut zu stellen, denn bei Google musst du vernünftige Rankings haben.

Hast du das nicht, dann findet dich niemand und der Effekt, dass neue potenzielle Multiplikatoren über Google auf dich und deinen Content aufmerksam werden, tritt so gut wie nie ein. Mehr noch, schlechte Rankings bei Google verschließen dir den Eintritt in die wunderbare Welt des Journalismus!

Journalisten recherchieren sehr viel mit Google. Ist auch logisch, schließlich ist dort alles auf einem Haufen versammelt – alle von Google indexierten Websites werden vorgehalten und es muss nur nach ihnen gesucht werden.

Leichter geht es nicht und Journalisten haben täglich so viele Infos zu bewältigen, dass sie es sich möglichst leicht machen wollen. Das ist kein Vorwurf, nur eine Tatsache – und für mich völlig verständlich, denn bei den Massen an Informationen würde ich auch nach Möglichkeiten suchen, mir den Arbeitsalltag zu erleichtern.

Journalisten aber sind besonders wichtige Multiplikatoren, denn sie bringen deinen Content manchmal „groß raus“. Das können mittlerweile auch andere Personen machen, nach wie vor aber ist es ein extremer Verbreitungseffekt, wenn zum Beispiel ein großes Nachrichtenmagazin deinen Content in seiner Online-Ausgabe referenziert.

Mach deinen Content also fit für Google – es wird sich nicht vermeiden lassen, wenn du wirklich viral durchstarten willst. Einziges Problem: SEO für Google kann dauern und du siehst nicht sofort durschlagende Ergebnisse – da musst du dich leider in der Tugend der Geduld üben, letztendlich wirst du aber belohnt werden.

5. Aktive Verbreitung in Social Media forcieren

Nach der Pflicht kommt die Kür. Das hätte ich vor ein paar Jahren auch noch genau so gemeint – aber eigentlich ist es mittlerweile entgegengesetzt. Social Media ist meiner Meinung nach Pflicht, alles andere Kür.

Darüber lässt sich streiten und selbstverständlich will ich hier keine absolutistischen Thesen verbreiten – nur eben meine persönliche Herangehensweise, in der Hoffnung, dass sie für deinen digitalen Arbeitsalltag einen Mehrwert darstellt.

Social Media also… natürlich geht es da in erster Linie um Facebook. Mit mehr als 27 Millionen Nutzerinnen und Nutzern allein in Deutschland eine echte Macht und absolut unverzichtbar, wenn es darum geht, die virale Verbreitung anzustoßen.

Damit das klappt, muss dein Content außergewöhnlich gut sein. Detailliert, nützlich und so weiter… das habe ich dir bereits alles erzählt. Inhaltlich bist du also schon auf einem sehr guten Weg.

Wenn du jetzt noch zwei weitere wichtige Dinge berücksichtigst, dann kann es für dich nur nach oben gehen! Erstens: Sei gern ein bisschen provokativ und arbeite auch mal mit Thesen, die noch nicht so weichgespült sind – lauf den Trends nicht hinterher sondern sei selbst der/diejenige, der/die Trends setzt.

Auf dieses Weise wirst du in Social Media deutlich mehr erreichen. Versuche, dich als Multiplikator und/oder Influencer zu etablieren. Geh immer einen Schritte weiter als deine Konkurrenten, leg immer eine Schippe mehr drauf – und übe dich im Polarisieren.

Das ist eine Herangehensweise, die sich lohnt. Ob du so auftreten willst, musst du selbst entscheiden.

Zweitens: Dein Content muss deine Website verlassen können. Ich spreche also von ganz banalen Dingen wie Buttons zum Social Sharing.

Leider ist das, was Facebook und Co. zur Verfügung stellen, grafisch nicht wirklich überzeugend. Sei also clever und investiere etwas Zeit (oder Geld) ist das optische Aufpumpen deiner Social-Sharing-Buttons – das wird sich auf lange Sicht rentieren, denn du sorgst mit mehr Aufmerksamkeit viel eher dafür, dass deine Inhalte geteilt werden.

Apropos „geteilt“: Schmeiß den „Like“-Button von deiner Website, wenn du ihn noch benutzt. Der „Like“-Button bringt viel weniger als der „Share“-Button von Facebook.

Der „Share“-Button sorgt dafür, dass dein Content direkt geteilt und nicht nur geliked wird. Ein stärkeres Social Signal gibt es bei Facebook nicht.

Zusätzlich ist es extrem sinnvoll, wenn du nicht nur an einer Stelle auf deine sozialen Profile hinweist. Fordere deine User aktiv dazu auf, dir auf Facebook (oder wo immer du verfolgt werden willst) zu folgen und biete zahlreiche Möglichkeiten, damit die User genau das tun können.

So wächst deine Fanbase und je größer deine Fanbase ist, desto besser sind die Chancen, dass deine Inhalte immer mehr verbreitet werden. Es muss dein Ziel sein, so viele Follower wie möglich zu bekommen (auf allen relevanten Kanälen, inklusive RSS, obwohl das mit Social Media nur indirekt zu tun hat).

6. Jeden Content testen, messen und optimieren

Du hast jetzt das komplette Setup für möglichst virale Inhalte: Der Content an sich in einer hohen Detail-Dichte, die Aufbereitung für Google und die geschmackvolle Präsentation mit einer gewissen Portion Provokanz, damit die User auch ein bisschen „angepackt“ werden.

Zusätzlich weißt du sehr genau, welche User sich überhaupt in der Zielgruppe tummeln und mit welchen Inhalten du diesen Nutzerinnen und Nutzern helfen kannst. Du weißt, wie du dich nützlich machst und du willst anderen Usern aktiv helfen und sie an deinem Wissen teilhaben lassen.

Dein Ziel: Möglichst hohe Verbreitung deiner Inhalte, um auf diese Weise noch mehr und besser auf die aufmerksam machen zu können. Auf diese Weise wächst deine Fanbase über die unterschiedlichen Plattformen hinaus und auch auf Google wirst du immer besser gefunden.

Klingt gut, oder? Glaub mir, genau so wird es kommen – wenn du dich noch an eine letzte Regel halten kannst. Das Problem: Diese Regel wird dir einiges abverlangen.

Grund: Deine Inhalte werden nicht vom ersten Tag an so gut performen. Hinter jeder erfolgreichen Strategie steht fast immer ein Lern- und Entwicklungsprozess, den sehr wahrscheinlich auch du durchmachen wirst.

Dein Vorteil dabei ist jedoch, dass du nur gewinnen kannst. Wenn du an dir und einen Inhalten arbeitest und jeden Content genau unter die Lupe nimmst und analysierst, dann wirst du immer besser werden.

Mit der Zeit entwickelst du dann auch ein Gespür für Inhalte, die am besten funktionieren. Basierend auf diesen Erkenntnissen kannst du dann nur noch solchen Content produzieren, der bei deiner Zielgruppe am allerbesten ankommt.

Solcher Content wird sich dann auch entsprechend gut verbreiten – und damit kommt ein Kreislauf in Gang, der immer besser funktioniert, je öfter mehr du ihn optimierst und schleifst. Teste also, was funktioniert und was nicht – dann wirst du mit der Zeit immer öfter virale Inhalte produzieren und deine Reichweite dauerhaft verbessern.

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