Onlineshop-Optimierung für Google Shopping (Google Merchant)

19.02.2015

google-shopping-anzeigen-serpsGoogle Merchant, besser bekannt unter Google Shopping, ist seit Mitte 2012 nicht mehr kostenlos, sondern wird über Google AdWords abgerechnet. Die farbenfrohen Shopping-Anzeigen – auch PLAs (Product Listing Ads) genannt – sind beliebt bei den Besuchern: viele Eye-Tracking-Studien beweisen, wie sehr Bilder in der Google Suchergebnisseite die Aufmerksamkeit und damit die Klicks anziehen.

Google-Shopping-Anzeigen über AdWords

adwords-faktenFast jeder Onlineshop-Betreiber ist auch in AdWords vertreten und macht sich Gedanken, ob er seine Ausgaben hier sinnvoll einsetzt. Mal ganz davon abgesehen, dass häufig sogar dort viele wichtige Fakten unbekannt sind: Wer weiß denn z.B. schon, dass Google AdWords 20.000 Anzeigengruppen pro Konto anbietet (Stand der Daten: 2014) und wie man das effektiv nutzen kann?

Viele AdWords-Werbetreibende wissen daher auch nicht, dass die Google-Shopping-Anzeigen über AdWords nur einen Bruchteil im Gegensatz zu den AdWords-Textanzeigen kosten. Laut Aussage von Google im Partner-Chat kosten die Shopping-Anzeigen im Durchschnitt nur 1/3 zu den AdWords-Textanzeigen.

Doch warum ist dann Google-Shopping im Vergleich zu AdWords immer noch so günstig? Ganz einfach: weil viele Onlineshopbetreiber hier stiefmütterlich bis grob fahrlässig vorgehen und die Konkurrenz in Shopping (noch nicht) so groß ist. Genau darum ist es sinnvoll hier 2015 einzusteigen. Doch dafür gilt es ein paar Punkte zu berücksichtigen.
Link: Google Shopping Richtlinien

Fehler im Umgang mit Google Merchant

google-merchant-daten-feedDie allgemeine Vorgehensweise bei Onlineshops ist einfach das Feed zu exportieren und es in Google Merchant hochzuladen. Dabei ist der erste Fehler schon mal, dass das Feed nicht händisch geprüft wird (wie es im übrigen auch von Google selbst empfohlen wird). Ja, Sie lesen richtig: händisch!

Das bedeutet Arbeit: jedes einzelne Produkt prüfen und ggf. korrigieren. Das geht los bei den Meta-Daten, über die Bild-URL bis hin zum korrekten GTIN (EAN-Code heißt das seit 2009 nicht mehr, auch wenn es häufig noch falsch so benannt wird).
Link: Google-Attributsanforderungen

Der nächste Fehler hängt meistens mit dem ersten Fehler zusammen, denn normalerweise wird kein Verantwortlicher für Google Merchant im Unternehmen benannt. In den seltenen Fällen wo es jemand gibt, ist der sich der Aufgabe in dem Umfang häufig nicht bewusst und/oder hat eigentlich zu wenig Kenntnisse von den Google-Tools, sodass er für die Aufgabe gar nicht in Frage kommen sollte. Denn hier liegt der Fehler im Detail: nur im Zusammenspiel von 3 Google-Tools kann ich das Feed tatsächlich ordentlich optimieren. Das sind Google Webmaster-Tools, Google AdWords und schließlich Google Merchant. Wenn ich in den Google Webmaster-Tools nicht die Kontrolle über meine Fehler habe, an diesen auch regelmäßig arbeite (mind. wöchentlich), ziehen sich die Fehler rüber ins Merchant-Feed.

google-merchant-daten-feed-fehler

Das ist häufig bei 404-Fehlern von Produkten der Fall, die dann im Feed ausgegeben werden und im schlimmsten Fall sogar noch mit AdWords-Anzeigen (die schon länger laufen), auch noch für teures Geld beworben werden. Mal kommt es davon, dass das Feed nicht regelmäßig (täglich? wöchentlich?) aktualisiert wird: so werden Produkt-URLs, z.B. wegen Tippfehlern, geändert und die neue Produkt-URL kommt nicht ins Feed. Oder die Bild-URL ist kaputt, was logischerweise für das Inserat in Google-Shopping das Aus ist. Auch ein häufiger Fehler: niemand fällt auf, dass die AdWords-Anzeigen auf 404-Fehlerseiten auflaufen und dafür wird sogar noch Geld ausgegeben. Zugegeben, das ist kein Standard-Fall, doch würde ich wetten dass bei jedem Shopping-Feed mindestens bei einem Produkt so ein grober Fehler auftaucht. Hier ist jeder ausgegebene Euro ein Euro zuviel.

Gewinn für Onlineshop-Betreiber

Die Optimierung von Google Merchant für Shopping-Anzeigen ist in jedem Bereich ein Gewinn für Onlineshop-Betreiber: das Tool zeigt detailliert wo bei den Produkten die Fehler liegen. Wird das ordentlich abgearbeitet, freut das nicht nur Google und die eigene Kasse, sondern auch die Besucher. Denn gerade bei größeren Shops fällt häufig nicht auf, wenn ein Bild nicht funktioniert, aber Merchant gibt den Fehler aus.

Neugierig geworden?
Wenn Sie nun mit Google-Shopping starten möchten, folgende Tipps:
Laden Sie das Feed ruhig aus dem Shop runter, aber bearbeiten Sie es vor dem 1. Upload in Google unbedingt händisch
Sie müssen nicht alle Produkte auf einmal hochschieben, starten Sie lieber mit einer Auswahl ihrer wichtigsten Produkte, bzw. den Produkten die Sie auch auf AdWords bewerben
Nehmen Sie Warnungen in Google Merchant ernst. Wenn dort „kritische Fehler“ auftauchen: nehmen Sie die fehlerhaften Produkte sofort raus und bearbeiten Sie diese nach.

Typische Fehler hier sind:

  • Auf Produktseiten kann nicht zugegriffen werden
  • Bilder fehlen / Ungültige Bilder
  • Sprachprobleme

Wenn Sie kritische Fehler nicht beachten, kann es sein dass Google Ihren Merchant-Account schließt. Im Gegensatz zu den Google-Rankings können Sie hier keine Antrag auf Wiederaufnahme stellen. Lassen Sie es auf keinen Fall soweit kommen, nutzen Sie lieber die Vorteile die Shopping Ihnen 2015 bietet, viel Spaß!

Diesen Beitrag teilen