Contentmarketing mit Infografiken

25.06.2015

Die Möglichkeiten, Content für einen gelungenen Digitalmarketingmix zu kreieren, sind vielfältig. Neben dem reinen Storytelling in Wort (wie Blogposts) und Ton (wie Podcasts), sind auch die Darstellungen des visuellen Storytellings (Vines, Videos & Imageposts) beliebt. Zu letzteren gehören auch die nur zu gerne im Socialweb weitergereichten Infografiken. Und diese kann dank hervorragender Onlinetools inzwischen jeder selbst erstellen. Folgende vier Dinge sollte man dabei aber beachten.

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1. Die Daten

Sie müssen relevant, aktuell und nützlich sein. Niemand interessiert sich für Informationen, die bereits mehrfach in einer Infografik aufgegriffen oder total veraltet sind. Am besten man informiert sich über offizielle Seiten zum eigenen Thema oder der eigenen Branche nach interessantem Input – wie zum Beispiel bei Branchenverbänden.

Achten Sie darauf, dass Umfrage- oder Studienergebnisse eine valide Menge enthalten und damit repräsentativ sind. Studienergebnisse und offizielle Statistiken, wie sie beispielweise das Statistische Bundesamt bereithält, können ebenfalls interessante Aspekte zu einem Thema eröffenen.
Eine weitere Möglichkeit: Man startet unter den Fans und Followern der eigenen Social-Media-Kanäle eine Umfrage und präsentiert die gewonnen Erkenntnisse dann gleich der zugehörigen Zielgruppe.

2. Das Design

Suchen Sie zunächst ein herausstechendes Element, das die Kernaussage Ihrer Infografik auf den ersten Blick verdeutlicht. Erstellen Sie dann ein sogenanntes Storyboard – also eine Skizze. Im Anschluss erarbeiten Sie ein harmonisches Gesamtdesign. Das heißt: Definieren Sie Schriftart und Schriftgröße sowie ein Farbkonzept. Wählen Sie hierzu eine Farbgestaltung, die das ganze Bild ausgewogen erscheinen lässt. Tipp: Wer nicht CI-konform arbeiten muss, sondern seine Farbpalette frei wählen darf, findet hierzu Hilfe beim adobe color wheel.

Heben sich einzelne Sinnabschnitte voneinander ab, ist es dennoch wichtig, mittels Farben, Linien, Pfeilen oder Ähnlichem optische Verbindungen zwischen den einzelnen Bereichen zu schaffen, um so eine Klammer um das Gesamte zu bilden.

3. Der Text

Insgesamt kommen Infografiken ohne viele Worte aus. Umso wichtig ist deshalb die Überschrift. Dieses sollte aussagekräftig, aber möglichst kurze sein. Je nach Thema und Komplexität der visualisierten Infos, kann eine Subline unter der Überschrift stehen. Auch diese möglichst knapp und knackig halten! Ansonsten lautet die Devise für alle anderen Bereiche einer gut konsumierbaren Infografik: wenige Worte, diese aber gut gewählt. Und: Achten Sie auch bei dem wenigen Text auf einen einheitlichen Duktus!

Von besonderer Bedeutung sind bei dieser Form des „visual storytellings“ damit die Icons, Symbole oder synonymen grafischen Elemente, die die zu verdeutlichen Kernpunkte Ihrer Aussage auf einen Blick greifbar machen sollen. „Keep it simple, but obvious!“, heißt hier die einfache Formel.
Was noch? Heben Sie besondere Aspekte optisch hervor – zum Beispiel durch Farbe, Textfettung oder Ähnliches –, und passen Sie den Stil der Infografik und der einzelnen Elemente insgesamt an das Thema an.

4. Das Sharen

Damit Ihre Infografik auch beim Zielpublikum ankommt, geht es nach der Erstellung ans „Streuen“. Stellen Sie Ihre Arbeit auf dem eigenen Blog zur Verfügung. Embedden Sie diese mit kurzem Teaser-Text und der Möglichkeit, die ganze Infografik auf einer seperaten Seite in ihrer Gänze sichtbar zu machen.
Anschließend geht es an das Verteilen im Social Web – sowohl über die eigenen Social-Media-Kanäle, als vielleicht auch über die Ihrer Mitarbeiter.
Erwähnen Sie Ihre in einer aufwendig gestalteten Infografik zusammengefassten Erkenntnisse zudem in einer Pressemitteilung, die Sie auf den einschlägigen Onlinepresseportalen zur Verfügung stellen. Teasern Sie die Infografik mit einem „Häppchen“-Screenshot derselbigen an, und verweisen dann auf die entsprechende Seite Ihrer Homepage.

Weitere Maßnahmen: Reichen Sie Ihr Werk an sogenannte Infografic-Directories weiter. Bieten Sie anderen Blogs zu Ihrem Themenbereich die Infografik mit Verweis auf Sie zur Veröffentlichung an, und lassen Sie Ihre Daten-Quelle wissen, dass Sie deren Informationen in einer Infografik aufgebreitet haben.

Drei Tools zum Erstellen von Infografiken

Wer jetzt Lust bekommen hat, loszulegen und eine Infografik zu erstellen, kann inzwischen auf eine ganze Reihe kostenfreier Tools zurückgreifen. Alle bieten in der Regel auch eine Pro-Version mit umfangreicheren Features an.

Die Auswahl des jeweiligen Tools sollte man in Anlehnung an die eigenen Bedürfnisse treffen. Wer eher puristisch an die Sache herangehen möchte, für den reicht zum Beispiel easel.ly. Für alle, die im Wesentlichen nur Fakten und Statistiken visualisieren möchten, könnte infogr.am eine zufriedenstellende Lösung sein. Wesentlich umfangreicher, dafür aber auch mit einem höheren Aufwand bei der Einarbeitung ins Tool verbunden, ist piktochart.com. Hier lassen sich sowohl Kartenmaterial, Charts als auch weitreichende Icons einbinden und viele davon sogar individuell farblich anpassen.

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