Diese 8 Content-Marketing-Fehler sollten Sie vermeiden!

11.08.2015

Content Marketing erfordert Analysen, Kreativität und natürlich Mut. Und: Content Marketing ist schwierig. PR, Social Media, Suchmaschinenoptimierung, Conversion Optimierung – das alles gehört dazu und noch viel mehr. Bei einem so komplexen Thema sind also Fehler vorprogrammiert. Und um diese aber schon im Vorfeld zu minimieren, werfen wir jetzt einen Blick auf typische Fehler und darauf, wie sie sich vermeiden lassen!

Fehler 1: Sparen Sie Zeit und Nerven – Strategie und Planung im Content Marketing werden definitiv überbewertet!

Das Gegenteil ist der Fall! Wie viele Versuche in der Kommunikationswelt zeigen, wird heute Content immer noch oft genug willkürlich erstellt. Denn das ist einfach: Ein Texter überlegt sich ein Thema, das er spannend findet – und die Leser vielleicht auch – und es wird wild drauf los geschrieben. Das ist falsch! Strategisches Denken im Vorfeld und gute Vorausplanung sind beim Content Marketing entscheidend! Ein zumindest mittelfristiger Weg muss gefunden werden, der sich sowohl an Unternehmenszielen als auch an den Zielgruppe der Firma orientiert. Ansonsten ist der erstellte Content für die Mülltonne produziert – weil er einfach nicht funktioniert. Intern wie extern. Dazu kommt ein wichtiger Fakt: Schon zu Beginn müssen konkrete Ziele definiert werden! Bitte nicht erst im Prozess schauen, wo die Reise hingeht. Die Ziele müssen messbar, realistisch und klar terminierbar sein. Denn beginnt man ohne Plan und Ziel die tägliche Arbeit im Content-Marketing, wird man irgendwann falsch abbiegen – ohne es zu bemerken.

Fehler 2: Erwarten Sie jeden Tag ein Feuerwerk! Oder hören Sie auf!

Grundsätzlich ist ja falsches Abbiegen erstmal kein Problem im Content Marketing. Abseits des Weges wird man viel über die Zielgruppen lernen. Und gibt es eine vorher festgelegte Strategie kann man immer wieder auf den „richtigen Pfad“ zurückkehren. Was aber das viel größere Problem als das Blumenpfücken am Wegesrand ist, ist die Ungeduld der handelnden Personen im Content Marketing und die ihrer Vorgesetzten. Denn das Ausbleiben von kurzfristigen Erfolgen ist oft ein Grund, warum Unternehmen dem Weg skeptisch gegenüberstehen. Aber: Eine Content-Strategie geht nicht von heute auf morgen in einem großen Feuerwerk auf – und löst mit bunten Farben und viel Getöse alle Probleme auf einmal! Nicht jeder Beitrag sorgt für virale Effekte und lässt die Besucher in den Kanälen jubilieren. Zudem benötigen Inhalte auch in den Suchmaschinen Zeit, sich zu entwickeln, zu vernetzen und zu entfalten. Werfen Sie also nicht nach ein paar Wochen das Handtuch! Und ja, Content Marketing ist komplex: Öffentlichkeitsarbeit, Social Networks, Google-Wissen, Tracking – das alles gehört dazu. Hier darf man auch abseits des Weges seine eigenen Fehler machen und daraus lernen! Aber das braucht Zeit.

Fehler 3: Entscheidungen im Content Marketing brauchen Zeit!

Wo Zeit – im Gegensatz zum vorhergehenden Punkt – ein großes Problem darstellt, ist der Bereich „Entscheidungen“ im alltäglichen Produktionsprozess. Grundsätzlich gilt hier: Nur effiziente Abstimmungsprozesse schaffen die Grundlage für Erfolg im Content Marketing. Schnelligkeit, Respekt vor der Sache – und Mut sind hier entscheidend. Und die Erfahrung zeigt: Mutlose Content-Marketing-Manager haben geradezu Panik vor zügigen Entscheidungen in der täglichen Praxis. Doch dieses Zögern frisst im Alltag Ressourcen, Ideen, Motivation und behindert die Möglichkeit zu lernen. Bis zur Perfektion ausdiskutierte Themen und überkontrollierter Content gehen an allen Zielen vorbei und sind kontraproduktiv. Ja, das Gegenteil ist hier im Content Marketing notwendig. Viele Spontanurteile im Produktionsprozess treffen wir unbewusst und aus dem Bauch heraus. Aber sind sie deswegen besser? Erstaunlicherweise: ja. Das sagt nicht nur die Erfahrung, auch wissenschaftliche Vergleiche kommen zu dem Schluss. Hören Sie also im täglichen Produktionsprozess auf Ihren Bauch. Und wenn der Kopf der vorab gewählten Strategie folgt, ergänzen sich im Alltag Spontanität, Mut, Entscheidungsfreude mitsamt den konzeptionellen Überlegungen aus der Strategiephase zu einem perfekten Content Marketing.

Fehler 4: Noch mehr Content über das eigene Unternehmen!

Content Marketing ist keine Dauerwerbeschleife! Sehr leicht vergessen Marketer, dass Kunden sich nicht für das Unternehmen und die Produkte interessieren – Kunden interessieren sich „nur“ für sich selbst und für ihre Probleme. Ziel im Content-Marketing muss es deshalb in allererster Linie sein, Inhalte anzubieten, die Probleme lösen. Gute Produktionsarbeit stellt daher die Zielgruppe und deren Bedürfnisse in den Mittelpunkt. Und dafür müssen Online-Marketer auch mal hinter ihrem Rechner hervorkommen – und mit den Kunden reden. Ja, reden. Was interessiert sie? Was haben sie aktuell für Probleme? Worüber wollen die Kunden mehr wissen? Gewinnen Sie die absolute Aufmerksamkeit, in dem Sie die Bedürfnisse ihrer Zielgruppe ansprechen!

Fehler 5: Redaktionsplanung ist in der schnellen Online-Welt überflüssig

Planung ist nicht nur in der „echten“ Welt das halbe Leben. Darum sind auch im Content-Marketing kurz-, mittel- und langfristige Redaktionspläne wichtig. Von der Rechercheplanung über das Storytelling bishin zum konkreten Facebook-Post. Der Vorteil: So kann man sich auch in turbulenten Zeiten darauf verlassen, dass immer genügend Themen vorhanden sind. Und bei einem gemeinsamen Brainstorming kommen in der Regel deutlich mehr Geschichten und Wissenswertes für die Zielgruppe zusammen, als wenn man jeden Tag aufs Neue sich ein Thema überlegen muss. Übrigens sollte bei dem Redaktionsplan auch immer die Bebilderung der kleinen und großen Stories mit überdacht werden. Denn nichts ist schlimmer, als bei einem guten Thema fototechnisch „auf dem Trockenen“ zu stehen. Dann kann die gesamte Content-Maschinerie ins Stocken geraten. Oder die Artikel werden schnell und lieblos bebildert – und die Leser erreicht man nicht mehr.

Fehler 6: Textproduktion geht vor Multimedia – das ist nur aufwendig und teuer!

Unternehmen produzieren immer noch in großer Zahl Hochglanz-Werbespots – und hoffen auf virale Effekte. Dabei sind es im Content Marketing tatsächlich nur die wirklich nützlichen Videos, die bei der Zielgruppe funktionieren. Wie wechsle ich das Akku im Handy? Wie koche ich eine wirklich tolle Tomatensauce? Wie schminke ich mich für den Job? Online wird der Content „geliebt“, der sinnvolle textliche Inhalte in noch sinnvollere Tutorials übersetzt. Damit nimmt Bewegtbild dem User die „Übersetzungsarbeit“ ab. Im Idealfall sind die Videos dann auch noch leicht konsumierbar, also unterhaltend. YouTuber und ihre Formate zu verstehen, muss daher für Content Marketer zu den wichtigen Aufgaben gehören!

Fehler 7: SEO ist ein technischer Prozess – und hat nichts mit Content-Marketing zu tun!

Google hat gelernt umzudenken: Gute und vor allem für den User nützliche Inhalte werden in den Rankings der Suchmaschine zukünftig immer besser abschneiden! SEO ist also wichtig, wenn Content Marketing funktionieren soll. Mit gutem Content lassen sich sogar sogenannte „Evergreens“ erzeugen, die nachhaltig für stetigen Traffic sorgen – und so im Idealfall immer wieder neue Besucher auf eine Website locken. Und natürlich lassen sich Kampagnen auch in Form von Linkbaits so planen und konzipieren, sodass neue Backlinks, die dadurch entstehen, vorhersagbarer werden. Aber beim Content-Marketing geht nicht primär um Linkaufbau, vielmehr verkauft man gutes Content-Marketing auch völlig unter Wert, wenn man nur die Optimierung für die Suchmaschine als Ziel definiert. Denn der Content erfüllt, wenn er gut gemacht ist, richtig geplant und beworben wurde, seinen eigentlichen Hauptzweck viel besser.

Fehler 8: Content-Marketing ist die Aufgabe eines perfekten Allrounders!

Die Erfolgs-Kette ist einfach: Content Marketing lebt von gutem Inhalt. Guter Inhalt findet sich in der Regel dort, wo Menschen täglich mit eben diesen Themen zu kämpfen haben. Und das oft genug in dem eigenen Unternehmen! Im Marketing, Vertrieb, Entwicklung, Personalwesen oder in der Geschäftsführung –  in jeder Struktur wimmelt es nur so von Spezialisten. Gute Content Manager schaffen es, hier Themen für die eigene Arbeit abzuzapfen. Auch in der täglichen Produktion ist ein Team wichtig, das Bereiche wie PR, Social Media, Suchmaschinenoptimierung, Conversion Optimierung abdeckt. Content Marketing ist komplex – kein Allrounder kann das langfristig alleine richtig gut!

Fazit

Viele Unternehmen stürzen sich auf Content Marketing, unterstützen damit einen Hype – und stellen später fest: Bis auf hohe Ausgaben hat das Ganze nicht viel gebracht. Dabei können die wichtigsten Fehler schon im Vorfeld vermieden werden – und die Lösungen dafür sind oft gar nicht so schwer: Strategie und Planung sind die ersten wichtigen Grundlagen, ebenso wie eine realistische Erwartung bei den Ergebnissen. Dabei spielen im Alltag Unkompliziertheit, Entscheidungsfreude und Kreativität bei der Themenfindung eine große Rolle. Geplant werden muss aber trotzdem – ob Text, Bild oder Video oder seo-relevante Aspekte, hier zählt Durchhaltevermögen. Und mit einem guten Team im Hintergrund wird Content-Marketing dann auch nachhaltig Erfolge für das Unternehmen erzielen!

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