Social Signals versus Social Media

26.10.2015

Die beiden in der Überschrift genannten Begriffe werden gerne durcheinander geworfen – gerade im Zusammenhang mit den beiden Tools, die XOVI anbietet. Wir machen hier mal eine Abgrenzung zum besseren Verständnis. Wie wird was gemessen und wofür?

Social Signals

Schon lange bietet XOVI ein Social Signals-Tool an. Hier geht es um die virale Verbreitung einer Domain oder ihrer Unterseiten in den sozialen Netzwerken. Es wird also untersucht, ob und welche URLs einer Domain z. B. bei Facebook geteilt werden oder sich in einem Tweet befinden etc. XOVI hat sich hier bisher auf die Signale aus Facebook, Twitter, Google+ und LinkedIn focussiert. Bei Facebook wird nochmal die Unterscheidung zwischen Shares, Comments und Likes getroffen. Die Daten hierzu kommen von den Netzwerken selbst. XOVI fragt für die ihr bekannten URLs die Signale per API bei den Netzwerken ab. Es wird also konkret abgefragt wie oft eine bestimmte URL bei Facebook geteilt wurde oder diese Shares dann auch geliked werden etc. Genauso fragt XOVI bei Twitter die Tweets ab, in denen eine URL vorkommt.

Wie kommen die „Signale“ in die sozialen Netzwerke? Dabei gibt es zwei Möglichkeiten. Ein Szenario, dass sehr oft vorkommt ist, dass jemand eine Seite im Netz findet und diese Quelle für interessant erachtet und diese URL dann im Browser einfach in die Zwischenablage kopiert und dann in seiner Chronik postet. Man teilt quasi den Link zur Quelle. Das wird sicher die häufigste Methode für einen Share oder eine URL in einem Tweet sein.

Eine zweite Möglichkeit sind Buttons auf den Webseiten, die ein Share oder Like anbieten. Unter diesem Beitrag hier bietet XOVI auch per Button an diesen Artikel weiter zum empfehlen (darf gerne gemacht werden).
abb1

Wenn man hier auf die entsprechende Schaltfläche klickt, dann öffnet sich das jeweilige Netzwerk und man kann dort die URL posten. Es ist also eigentlich nur eine kleine Hilfe für die erste Methode.
In einem eigenen Blogartikel haben wir die Anwendung der Social Signals für das Online-Marketing und die Bedeutung im Bereich Suchmaschinenoptimierung erläutert.

Social Analytics

Seit wenigen Wochen bietet XOVI nun auch ein Social Analytics-Tool an. Jetzt gilt es zu unterscheiden in dem, was hier gemessen wird. Durch das Anlegen der Profile der Netzwerke wird hier tatsächlich die Aktivität z. B. auf der Facebook-Fanseite betrachtet. Man kann also die Entwicklung seiner eigenen Fanseite beobachten und analysieren als auch die der Konkurrenz. Gerade im Social Media Marketing eine spannende Sache. Wie schnell wächst die Fanzahl des Mitbewerbers? Aus welchen Ländern kommen die Fans? Wie hoch sind die Interaktionsraten der einzelnen Postings? Wie viele Postings gibt es überhaupt? Welche Kommentare werden von Fans der Fanseite gepostet? All diese Dinge wertet XOVI aus.

Zunächst findet man oben wie üblich in den XOVI Tool die Perfomance Indikatoren.

abb2

Hier habe ich mal die Indikatoren für die Facebook-Seite von blume2000.de rauskopiert. Blume2000 ist ein Blumenversand-Händler. Hier sieht man, dass Blume2000 bisher schon über 41.000 Fans aufbauen konnte. Darunter sind 1285 sog. Top Influencers, also User, die durch ihre hohe Interaktion besonders aufgefallen sind. Von den 41.566 Fans sind schon 14.707 aktiv geworden. Blume2000 hat 831 Postings veröffentlicht – Fans aber mit 930 noch mehr. Über 256.000 Kommentare wurden unter die Postings geschrieben. Durch Klick auf die jeweiligen Zahlen kann man sich die Informationen konkreter anzeigen.
Darunter bekommt man gleich in der Überblick-Seite noch einige Informationen. Wer sind die Top Influencer und wie viele Interaktionen in welcher Anzahl hat sie dazu gemacht? Wozu ist diese Information hilfreich?

Nehmen wir mal an, ich gründe ein Business oder erweitere es auf ein anderes Land. Ich möchte also einen Markt erschließen und suche Menschen, die einen gewissen Einfluss auf die Branche haben und in den sozialen Netzwerken dazu kommentieren oder teilen. Man analysiert also nun z. B. die Facebook-Fanseite eines Mitbewerbers. Ich kann mir nun anschauen, wer ein Influencer, also ein Meinungsmacher, jemand mit Einfluss ist. Man kann sich dann näher mit seinem Profil auseinander setzen (wenn nicht Privatsphäreneinstellungen des Users dagegen sprechen) und vor allem – ich kann diese Personen kontaktieren und auf meine Dienstleistung oder mein Produkt aufmerksam machen und so versuchen eine virale Marketing-Aktivität zu starten – und das mit Menschen, die sich eh schon für das Thema interessieren.

Aus den vielen Angaben picke ich noch ein Beispiel heraus. Unter Social Analytics > Facebook > Seiten Posts erhalte ich u. a. diese vier Charts.

abb3

Ich kann dort genau analysieren, zu welcher Uhrzeit meine Fans bei Facebook besonders oft teilen und kommentieren (links oben), an welchen Tagen die größte Interaktion stattfindet (rechts oben), zu welchen Uhrzeiten die meisten Postings erstellt werden (links unten) und an welchen Wochentagen die meisten Postings erstellt werden (rechts unten). Für Blume2000 kann man wohl sagen, dass die größte Aktivität zur Mittagszeit und vor allem nach Feierabend stattfindet. Im Diagramm links oben kann man das schön ablesen. Um 17 Uhr finden die meisten Shares und Kommentare statt. Auch gut zu sehen, dass die Interaktion fast ausschließlich unter der Woche und weniger am Wochenende stattfindet (rechts oben). Da besteht natürlich ein Zusammenhang, denn wenn man wie unten zu sehen fast nur unter der Woche postet, dann sind bei frischen Postings die Interaktionen natürlich am höchsten. Wenn die Werte von einander mal gravierend abweichend wäre das sehr spannend zu sehen.

Die vielfältigen Auswertungsmöglichkeiten haben wir hier am Beispiel einer Facebook-Seite mal gezeigt. Es gibt natürlich noch viel mehr Möglichkeiten ein Social Media Profil bzw. eine Fanseite zu analysieren und auszuwerten. Gleiches geht natürlich auch in ähnlicher Weise mit Twitter und Youtube. Weitere Netzwerke sind noch in Planung.

Ein ausführliches Tutorial-Video zum neuen Social Analytics Tool finden Sie hier:

Fazit

Wir haben nun also den Unterschied zwischen Social Signals (Verbreitung einer Domain in den Netzwerken) und Social Media Analytics (Analyse von Fanseiten und Twitter-Accounts sowie Youtube-Kanälen) heraus gearbeitet. Beides hat nur gemeinsam, dass es etwas mit Social Media zu tun hat. Die Analyse-Herangehensweisen und die daraus resultierenden Daten bedeuten aber etwas völlig unterschiedliches.

Diesen Beitrag teilen