Linkprofil-Analyse mit dem Link-Tool von XOVI

14.01.2016

Schon seit Februar 2010 bieten wir von XOVI schon ein eigenes Linktool an. Dieses wurde immer wieder ausgebaut und neue Funktionen hinzu gefügt. Wie geht XOVI hier vor? XOVI kauft keine Banklink-Datenbank auf, sondern crawlt selbst das Internet mit eigenen Crawlern und speichert die Backlinks dabei in einer eigenen Datenbank ab und bereitet dieses Daten nutzergerecht im Tool auf. Seit der dmexco 2015 haben wir die Kapazitäten der Backlink-Crawler massiv erweitert.

In den Verlaufscharts zur Entwicklung der Anzahl der gefundenen Backlinks haben Sie sicher die Sprünge gesehen. Seit diesem Herbst sieht man deutlich, dass XOVI ständig neue Backlinks sucht und findet und auch die Datenbank öfter re-crawlt und nicht mehr existierende Backlinks aus der Datenbank löscht. Man findet jetzt auch eine Angabe, wann der Link zuletzt auf der Linkquelle gefunden wurde.

Warum ein Backlink-Tool?

Backlinks dürften nach wie vor der wichtigste Ranking-Faktor für Google sein. Als Google seine Dienste startete waren Backlinks der fast allein entscheidende Faktor. Die Herkunft der Backlinks war fast egal – es kam einfach darauf an wie viele Verweise von anderen Websites auf eine Domain gesetzt waren. Das hat sich wahrlich mit der Zeit geändert. Nicht erst seit dem ersten Pinguin-Update im April 2012 hat Google an seinem Algorithmus geschraubt und bewertet Links nun völlig anders.

Es ist nun nicht mehr egal, wo ein Link gesetzt wird oder wie viele es sind. Themenrelevanz ist das Stichwort. Es gibt explizite Qualitätskriterien für einen Link und Google beschäftigt auch ein Anti-Spam-Team. Der derzeit im Sabbatical-Year befindliche Matt Cutts ist der Kopf dieser Truppe, die darauf achtet, dass möglichst nicht manipuliert wird und empfindliche manuelle Strafen (Penalties) vornehmen kann und Domains so aus dem Google-Index verbannen kann.

Wie hilft das XOVI Backlink-Tool?

Nun gibt es zwei Dinge, die man besonders gut mit dem Linktool von XOVI vornehmen kann: zum einen die Analyse des Linkprofils der eigenen Domain und zum anderen ein Konkurrenzvergleich, um neue Backlinkquellen für die eigene Offpage-Optimierung zu ermitteln.

Bei beiden Anwendungsfällen ist die Handhabung die gleiche. Wir rufen also rechts oben die zu untersuchende Domain auf. Wir nehmen mal koeln.de als Beispiel und dann wechseln wir in den Bereich „Links“ > „Überblick“. Übrigens: für das Linktool müssen Sie kein Projekt anlegen. Analysieren Sie einfach jede Domain, die Sie möchten.

Link Performance Indikatoren

Wir finden hier ganz oben die Link Performance Indikatoren. Auf einen Blick sehen wir ganz schnell die wichtigsten Kennzahlen im Bereich Links. Die Domain hat z. B. über 2 Millionen Backlinks von 364.146 verschiedenen Seiten, die sich auf 8.284 Domains befinden. Die Anzahl Domains nennt man auch Domain-Pop bzw. Domain-Popularity. Sicher ist Ihnen der Begriff schon mal vorgekommen.

Im Sinne der Optimierung einer Seite ist es am besten, wenn die Anzahl der linkgebenden Domains möglichst hoch ist. Das bedeutet ja, dass die Links nicht von wenigen Domains kommen, sondern die Links, die man ja auch als Empfehlungen anderer Websites ansehen kann, von verschiedenen Domains kommt. Je höher also die Domain-Pop, desto besser. In den Performance Indikatoren wird auch angegeben, von wie vielen verschiedenen IP-Adressen die Links kommen. Google schaut bei der Bewertung von Links natürlich auch, ob einem Besitzer viele Domains gehören und diese z. B. auf dem gleichen Server gehostet werden. Dann liegt für Google nahe, dass es sich nicht um natürlichen Linkaufbau handelt. Je höher die Zahl der IPs liegt, desto besser.

Zusätzlich zeigt XOVI noch die Anzahl der gefundenen Subnetze (C-Class-Netze) an. Das ursprünglich eingesetzte Konzept der IP-Adressen sah nur eine starre Aufteilung vor. Hierbei waren 8 Bit für die Adressierung des Netzes vorgesehen, die übrigen 24 Bit adressierten einen spezifischen Teilnehmer des Netzes. Bei diesem Konzept waren aber nur 256 Netze möglich. Dies wurde als zu wenig erkannt. Daher wurden im September 1981 die sogenannten Netzklassen eingeführt, die diese Aufteilung neu gestalteten. Auch hier gilt, dass es je besser ist, desto höher die Zahl der Subnetze ist.
In der XOVI Suite finden Sie unter den Link-Perfomance Indikatoren auf der Überblick-Seite dann verschiedene weitere Auswertungen in verschiedenen Charts oder Tabellen.

Hier z. B. der Chart für die Veränderung der Kennzahlen. So hat man schön grafisch im Blick, wie sich die Anzahl der DomainPop, Anzahl IP-Adressen und der Subnetze entwickelt hat. Sollten die Kurven keinen ähnlichen Verlauf haben, so sollte man sich die Links nochmal besonders anschauen.

Verlaufschart Kennzahlen

In einer Tabelle im Überblick kann man schon die am meisten verlinkten Unterseiten meiner Domain erkennen.

Linkziele

Weitere Charts darunter zeigen z. B. die Statistik der Top-Level-Domains von denen die Links gesetzt werden. Hier wäre im Rahmen des Linkaudits z. B. zu prüfen, ob für eine rein deutschprachige Domain viele Links mit TLD .ru oder.com oder anderer Länder zu finden sind. Das ist in der Regel unnatürlich, wenn vielen Links aus Russland auf eine rein deutschsprachige Website verlinken. Hier gilt es dann mal näher nachzuschauen.

Man erhält auch ein Diagramm zum Start-Deeplink-Verhältnis. Hier wird prozentual angezeigt, welcher Anteil der Links auf die Startseite der Domain verweisen und welcher Anteil auf Unterseiten. Da ein Link zu einer Unterseite spezifischer und genauer erscheint, ist ein Verhältnis von 30% (Startseite) zu 70% (Unterseite) anzustreben. Abweichungen davon sind natürlich möglich und nicht direkt eine schlechte Bewertung durch Google schuld.

Das Verhältnis von Nofollow– und Dofollow-Links ist wiederum interessant. Ein unnatürliches Linkprofil weist hier ein Missverhältnis zugunsten von Dofollow-Links auf. Es ist nicht natürlich, wenn eine Domain ausschließlich oder zu einem sehr sehr hohen Prozentsatz nur Dofollow-Links bekommt. Im Bereich des Linkaufbaus sollte darauf geachtet werden, dass auch Links mit Nofollow-Attribut entstehen und gesetzt werden. Es kann sonst durchaus eine Strafe von Google drohen. Das kommt natürlich zusätzlich noch auf die Linkquellen und die jeweilige Anzahl an.

Wichtiger Faktor zur Beurteilung eines Linkprofils sind auch die verwendeten Ankertexte. Ankertexte sind die Texte auf die man klickt, wenn man einen Link anklickt. Er wird auch „Linktext“ genannt. Auch hier sollte man beim Linkaufbau sehr natürlich vorgehen.

Was ist natürlich?

  • Nutzung der Domain als Linktext (z. B. xovi.de)
  • Nutzung einer URL als Linktext (z. B. https://www.xovi.de/blog)
  • Nutzung einer Marke (Das beste Tool von XOVI ist das Linktool)
  • Nutzung von Wörtern oder Phrasen wie „hier“, „Finden Sie hier“, „Erfahren Sie mehr“
  • Eher unnatürliche Linktexte wären als Beispiel:

  • Harte Keywords verlinkt wie „SEO-Tool“, „Online-Marketing-Tool“, „Linktool“.
  • Diese nennt man auch “Money-Keywords”.

    Es kommt natürlich immer etwas auf den Kontext an in dem der Link gesetzt ist. Nicht alles ist unnatürlich, aber wenn man das Gefühl hat, dass der Link nicht freiwillig gesetzt wurde, um einen Leser auf eine interessante Website hinzuweisen, sondern unnatürlich nur des Links Willen, gilt aufzupassen, dass Google das nicht als Linkspam ansieht. Diesem hat Google den Kampf angesagt.

    Im Submenü des Linktools in XOVI finden sich vertiefende Informationen zu den einzelnen Links. Uns interessiert natürlich nicht nur die reine Anzahl der Links, sondern wir möchten uns die Links auch ansehen. Alle in der Datenbank von XOVI gespeicherten Backlinks für eine Domain findet man im Menüpunkt „Alle Links“

    Alle Links

    Hier finden Sie eben Informationen zur linkenden Website, zum Linkziel, zum Ankertext. Int & Ext zeigt die Anzahl der internen und externen Links, die auf der linkenden Website insgesamt zu finden sind. Die nächste Spalte enthält die Information, wann der Link durch die Crawler von XOVI zum ersten Mal gefunden wurde und die letzte Spalte die Anzahl der Tage, vor denen dieser Link zuletzt auf seine weitere Existenz geprüft wurde. So kann man einschätzen wie frisch der Link sein könnte. Bitte beachten Sie, dass ein Link auch älter sein kann. Google stellt uns als Tool-Anbieter natürlich nicht ihre Linkdatenbank zur Verfügung. Die Daten beschreiben also wirklich, wann die XOVI-Crawler den Link erstmals oder später auch wieder gefunden haben.

    Klicken Sie sich einfach mal durch die ganzen Submenü-Punkte durch und sehen Sie, welche Informationen Sie darin bekommen.

    Konkurrenzanalyse:

    Einen Tipp haben wir noch: Der große Vorteil eines Backlink-Tools ist es, dass man im Gegensatz zur Google Search Console (ehem. Webmaster Tools) nicht nur seine eigenen Backlinks aufgelistet bekommt, sondern eben auch die der Mitbewerber. Man kann jede Domain oben rechts in das Eingabefeld eingeben und die Funktionen im Linktool aufrufen.

    Beim Aufbau von Backlinks ist man ja immer auf der Suche nach möglichen Linkquellen. Schauen Sie doch mal in die Backlink-Liste Ihrer Konkurrenz. Damit die Tabelle der Links etwas übersichtlicher ist empfehlen wir ihnen die Liste der linkenden Domains dafür zu nehmen. Sie finden Sie unter Links > Domains > Überblick. Dort ist nicht jeder einzelne Backlink aufgelistet, sondern jede linkende Domain mit verschiedenen KPI, die man sich dann genauer anschauen kann.

    Domains

    Warum wird der PageRank nicht im Tool angegeben?

    Warum zeigen wir den PageRank (PR) nicht mehr für die Domains an? Laut Aussage von Google selbst ist der PageRank seit einiger Zeit nicht mehr durch Google aktualisiert worden bzw. eine mögliche interne Aktualisierung nicht mehr veröffentlicht worden. Es wurde bisher auch kein neues Update angekündigt. In einem Blogbeitrag zum Thema PageRank haben wir dieses Thema vor kurzem besonders beleuchtet.

    Es macht also kein Sinn mehr die Qualität eines Backlinks am PageRank festzumachen und würde in der Linkbewertung heute sicherlich in vielen Fällen zu Fehlurteilen führen, da der alte PageRank gar nicht mehr aktuell sein könnte.

    Fazit:

    Nutzen Sie das Backlink-Tool gezielt um das eigene Linkprofil und das Ihrer Mitbewerber auszuwerten und legen Sie sich dann eine Linkauf- oder auch Abbau-Strategie fest. Kevin Jackowski hat in einem weiteren Blog-Artikel bei XOVI erläutert, was ein guter Backlink ist. Analysieren Sie Ihr Linkprofil nach diesen Kriterien und optimieren Sie. Es wird sich lohnen.

    Hier nochmal in 30 Sekunden das Linktool vorgestellt:

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