Linkgewinnung nach Pinguin – 10 konkrete Tipps für Linkbaits

14.01.2016

Backlinks zählen noch immer zu den wertvollsten Rankingkriterien. Wer viele und hochwertige externe Links auf seine Website verzeichnet, steigert nicht nur den Traffic-Fluss, sondern darüber hinaus die Domainpopularität. Eine bewährte Methode ist dabei Linkbaiting, um auf sein Ranking positiv einzuwirken. Anhand einiger Beispiele können auch Sie ganz leicht Linkbait-Ideen übernehmen und an Ihre Überlegungen anpassen.

1) Wettbewerbe und Preisverleihungen

Durch Wettbewerbe, Gewinnspiele und Preisverleihungen lassen sich User und Multiplikatoren zur Interaktion anregen. Besonders in sozialen Netzwerken erfreuen sich diese großer Beliebtheit und eignen sich hervorragend als Linkbaits. Attraktive Preise können dabei viele neue Besucher anziehen und die Teilnehmeranzahl vergrößern. Wer die Hürde zur Mitwirkung gering hält, lockt noch mehr motivierte Interessenten an. Die teilnehmenden Multiplikatoren sorgen für eine hohe Anzahl von wertvollen Links, da sie, um auf ihre eingereichten Werke aufmerksam zu machen, den Wettbewerb auf ihren Websites verlinken. Wichtig ist hier vor allem, dass die Aufmerksamkeit der User auch nach Ende der Aktion gehalten wird.

Beispiel:
Intrepidtravel ruft zu einem Foto-Wettbewerb auf und bittet Urlauber ihre Bilder einzusenden. Um viele Teilnehmer zu finden, wird gleich erwähnt, dass man kein professioneller Fotograf sein muss um mitmachen zu können. www.intrepidtravel.com/photo-competition

2) Studien, Meinungsforschung und Kundenbefragungen

Die Erhebung verschiedenster Kundendaten lässt sich ebenfalls als Linkbait nutzen. Hier bieten sich vor allem Studien, Meinungsforschung und Kundenbefragungen an. Deren Ergebnisse können für Multiplikatoren, vor allem Fachzeitschriften und -Magazine interessant und von diesen aufgegriffen und verlinkt werden. Dabei sollte genau darauf geachtet werden, dass an die Auswertung der gewonnenen Daten wissenschaftliche Maßstäbe angelegt werden um diese für die Multiplikatoren überprüfbar zu machen.
Wissenschaftliche Studien gehen meist mit hohen Kosten einher, verfügen aber auch über hohe Glaubwürdigkeitswerte und Strahlkraft und generieren qualitativ hohe Links. Anders verhält es sich bei selbst erhobenen Daten. Diese sind zwar kostengünstiger zu gewinnen, aber für Multiplikatoren auch weniger relevant, da sie selten objektiv nachprüfbar sind. Am effektivsten, aber auch kostenintensivsten ist die Beauftragung von repräsentativen Umfragen durch renommierte Meinungsforschungsinstitute. Deren Renommee und Seriosität wirken sich sehr positiv auf die Links aus.

Beispiel:
AutoScout24 hat in einer großen Umfrage seine Kunden dazu aufgerufen, Ihre Wünsche an das Auto der Zukunft zu einzusenden. Die daraus entstehende Studie steht kostenlos auf der Website zum Download bereit. autoscout24.de

3) Tools, Generatoren und Rechner

Hilfreiche Tools, wie beispielsweise Rechner oder Generatoren zum Lösen von Problemen werden seit längerem als Linkbait genutzt. Hierbei sollte besonders auf eine möglichst organische Einbindung in der Vernetzung geachtet werden. So kann aus einem Linkbait ein Toolbait werden, wenn Multiplikatoren die Möglichkeit bekommen das Software-Tool kostenlos einzubinden. Für Toolbaits eignen sich vor allem leicht verständliche und hilfreiche Rechner und Generatoren, die dem User einen offensichtlichen Mehrwert bieten. Dabei ist unbedingt auf den Einbettungscode zu achten. Besonders bei beliebten Helfern kann ein häufiges standardisiertes Einbinden zu unnatürlich wirkenden Linkstrukturen führen. Aus diesem Grund sollte der Backlink nie direkt im Tool enthalten sein. Multiplikatoren, welche den Rechner auf der eigenen Seite zur Verfügung stellen wollen, sollten stattdessen um eine separate Verlinkung gebeten werden. Solche manuellen Verlinkungen erzeugen eine zukunftssichere Linkstruktur, die auch Google-Updates problemlos übersteht.

Beispiel:
Der BAföG-Rechner ermittelt für die Interessenten, mit wie viel Geld Sie zu rechnen haben. Daneben werden in gesonderten FAQs die wichtigsten Fragen beantwortet. Beispielsweise, ob diesen überhaupt ein Anrecht zusteht. www.bafoeg-rechner.de/Rechner/

4) Interaktive Geschichten & Grafiken

Relevante Themen können mit einer multimedialen Darstellung ein großes Publikum begeistern. Bewegtbild und Sound gewinnen dabei immer mehr an Bedeutung. Durch professionelle gestalterische Umsetzung lässt sich nicht nur die Interaktion innerhalb einer Anwendung, sondern auch deren Verbreitung steigern.

Wichtig ist dabei, dass ein multimediales Format gewählt wird, welches ohne zusätzliche Tools auskommt. Den Nutzern sollte eine direkte Interaktion ermöglicht werden, die selbsterklärend ist. Durch interaktive Grafiken lassen sich selbst komplexe Zusammenhänge spielerisch erklären und deutlich leichter verstehen. Außerdem ermöglicht es die Betrachtung einer Situation aus einem ganz anderen Blickwinkel. Mit Bildern und Tonaufnahmen versehen, lassen sich Eindrücke auch für andere erlebbar aufbereiten.

Beispiel:
Die interaktive Grafik Hungry Tech Giants präsentiert die jeweiligen Akquisitionsstrategien von 5 Tech-Riesen der letzten 15 Jahren. Dabei ist jeder einzelne Punkt anwählbar und zeigt das investierte Geld auf. Mit einem Klick gelangt man zur offiziellen Verkündung und erhält weitere Informationen über den Kauf. www.simplybusiness.co.uk/microsites/hungry-tech/

5) Skandal und Exklusivmeldungen

Eine aus den Medien wohl bekannte Methode, ist das Berichten über Skandale und aktuelle Geschehnisse. Über Spektakel, Skandale und aktuelle Geschehnisse wird exklusiv und breitenwirksam berichtet. Frei nach dem Motto „Auch schlechte Publicity ist gute Publicity“, lassen sich wirkungsvolle Newsbaits aus der Kombination von exklusiven Meldungen mit skandalöser Anmutung generieren. Wer dazu exklusiven Content bietet und diesen mit seriösen Quellen versieht, ist auch für Multiplikatoren, wie Journalisten, interessant.
Essenziell für Newsbaits ist die Einbindung von Journalisten, da deren Standing als Multiplikatoren die nötige Relevanz und Seriosität vermittelt. Daher ist die Verknüpfung von Newsbaits mit klassischen PR-Kampagnen am sinnvollsten um einen möglichst hohen Mehrwert sicherzustellen.

6) Ebooks, Whitepaper und digitale Broschüre

Die Bedeutung von digitalen Informationsträgern wächst ständig. Immer häufiger werden Ratgeber und Broschüren auch online zur Verfügung gestellt. Dabei ist weniger das Format als vielmehr die Qualität des Inhalts relevant. Wer bereits vor seiner Dienstleistung mit inhaltlichem Mehrwert punktet, wirkt auf die Zielgruppe seriös und wird gerne für spätere Fragen und Aufträge angesprochen.

Der Schlüsselfaktor ist hier die professionelle Aufbereitung. Der bereitgestellte Content muss von professionellen Autoren erstellt werden und grafisch ansprechend aufbereitet sein, damit Langlebigkeit und Mehrwert garantiert werden können. Dies ist meist zeit- und kostenintensiv, das fertige Produkt lässt sich dafür aber mehrfach nutzen. So kann es als Print-Version in die Kundenbindungsmaßnahmen integriert werden, aber auch als Teil des Dialog-Marketings verwendet werden.

Beispiel:
Die Seite intelligentsiacoffee.com stellt ihren Nutzern verschiedene Anleitungen zur Kaffeezubereitung als Ebook zur Verfügung. In diesen werden präzise Anleitungen mit nützlichen, grafisch anspruchsvollen Illustrationen kombiniert. www.intelligentsiacoffee.com/brewing-guides

7) Infografik, Schaubild und Strukturbild

Visuell aufbereitete Inhalte sind meist besser verständlich als Texte und haben aufgrund ihres visuellen Charakters eine sehr große Zielgruppe. Wer es versteht, relevante Themen logisch aufzubereiten und in einer ansprechenden Grafik darzustellen, kann solche Bilder hervorragend zum Linkbaiting nutzen.

Um die Zielgruppe sinnvoll anzusprechen, müssen die Informationen innerhalb einer Infografik klar verständlich dargestellt werden. Eine präzise und möglichst knappe Betextung unterstützt die Wissensvermittlung. Damit eine Verbreitung erfolgen kann, darf ein Einbettungscode, zum Beispiel in HTML, nicht fehlen. Nur dadurch können Sie die gewünschte Wirkung erreichen und das virale Potenzial abrufen.

Beispiel:
Die Statista Weihnachtsgrafik bedient sich einem saisonalen, aktuellen Thema und bereitet die gesammelten Daten in Form einer Infografik anschaulich und leicht verständlich auf. Darüber hinaus lässt sich diese herunterladen und leicht auf der eigenen Website einbinden. statista.com

8) Fake-Produkte

Was sich im ersten Moment illegal anhört, kann eine große Reichweite erzielen und für viel Verwirrung sowie Unterhaltung sorgen. Fiktive Produkte sind eine kreative Abwechslung zur Steigerung des Bekanntheitsgrades. Dabei sollte die entwickelte Ware oder Dienstleistung markant und außergewöhnlich sein, aber dennoch glaubwürdig und professionell präsentiert werden.

Für einen nachhaltigen Effekt auf die Link-Gewinnung wird ein Fake-Produkt benötigt, welches erkennbar zu den realen Produkten oder Leistungen des Unternehmens passt. Generell senken starke Übertreibungen die Glaubwürdigkeit und wenn erst einmal die Fiktion aufgeflogen ist, nimmt die Aufmerksamkeit schnell wieder ab. Im Idealfall ist das Fake-Produkt so überzeugend und neuartig, dass es eine breite mediale Aufmerksamkeit erzeugt und damit zur Gewinnsteigerung beiträgt. Fake-Produkte sind auf eine kurzwertige Aufmerksamkeitssteigerung ausgelegt und lassen sich gut mit langfristig angelegten Content-Marketing-Maßnahmen kombinieren.

Beispiel:
Der Online-Shop Desirable Body wirbt mit dem fiktiven „ToneFone“, einem vermeintlich neuen Produkt für den täglichen Trainingsbedarf. www.cnet.com

9) Webvideos, Webisodes und Virals

Bewegtbild-Formate werden immer beliebter, da sie die Zielgruppe emotional ansprechen können. Allerdings sollte man hierbei nicht bestehende Anbieter wie YouTube oder Vimeo nutzen, da sich über diese nicht der eigene Traffic steigern lässt. Hierfür ist selbstständiges Hosten unausweichlich. Wie auch bei den Ebooks und Ratgebern ist der wichtigste Faktor bei Bewegtbild-Formaten deren Qualität. Diese müssen sowohl einen inhaltlichen Mehrwert als auch einen hohen Unterhaltungswert aufbieten, um ein hohes virales Potenzial zu entwickeln.
Mit Hilfe von HTML und JavaScript Codes können die zur Verfügung gestellten Inhalte verbreitet werden. Die Produktion von Videos erfordert hohes finanzielles Engagement, führt im Idealfall aber auch zu einer starken Verbreitung und bietet sich hervorragend für die Platzierung auf Social-Media-Kanälen an. Dies hat den weiteren Vorteil, dass sich die Effektivität anhand von Views, Shares und Likes genau messen lässt.

10) Sponsoring und Spenden

Durch die Vernetzung haben Sponsoring und Spenden als Linkbait-Faktoren eine ganz neue Dynamik erhalten. Durch die Förderung von karitativen oder gemeinwohlorientierten Vereinen und Einrichtungen, die ihre Spender nennen und verlinken, werden positive Branding-Effekte erzeugt und durch Kommunikation an Multiplikatoren Reichweite geschaffen. Dabei sollte darauf geachtet, werden, dass der Sponsor oder Spender immer verlinkt wird.

Im Fokus der Aktion muss unbedingt auf einen Mehrwert geachtet werden, der ein Sponsoring auch unabhängig von möglichen Danksagungen rechtfertigt. Die kommerziellen Interessen müssen in den Hintergrund treten und der Partner auch inhaltlich zur Marke passen. Diese Maßnahme ist relativ kostspielig, positioniert die Marke dafür aber als sozial aktiv.

Beispiel:
LadenZeile.de fördert das Institut für Sportwissenschaften der Universität Tübingen. Passenderweise findet man auf dem Internetportal auch eine große Auswahl an Sportbekleidung und -Zubehör. www.uni-tuebingen.de

Diesen Beitrag teilen

  • Hi Fionn,

    schöne Auflistung.

    Woran würdest du bei der autoscout24-Kampagne den großen Linkbuilding-Erfolg abmessen?

    Bei http://www.intelligentsiacoffee.com/brewing-guides finde ich interessant, dass die besten Links von Artikeln wie diesem Gastartikel kommen.

    Beste Grüße

    Hendrik

  • Diese Zusammenstellung zeigt eigentlich an sich, worauf es ankommt: Content, der so gut ist, dass man ihn teilen will. (hört sich natürlich völlig abgedroschen an, ist aber nach wie vor wahr.)

    Fake-Produkte kannte ich bislang noch nicht, könnte mir aber auch vorstellen, dass so etwas nach hinten losgeht…

    Ergänzen würde ich die Liste um kostenlose Tests (der eigenen Produkte/Services) wie z.B. einen kostenlosen Usability-Test. Checklisten als pdf sind ebenfalls recht beliebt (shameless plug ;-)):

    http://www.meineseiteaufplatzeins.de/index.php/onpage-seo-checkliste-20-punkte-pdf-jetzt-kostenlos-runterladen/

    Mit sonnigen Grüßen aus Wuppertal,

    Boris