Traffic steigern, kostengünstig und gezielt? So geht’s!

Traffic XOVI

11.03.2016

Das wär’s doch: Die Besucherzahlen explodieren, die Anfragen erfolgen in der richtigen Qualität und Quantität, sind per Knopfdruck steuerbar, mit kontrollierbaren und skalierbaren Ausgaben. Eine Trafficmaximierung, welche zudem auch noch bezahlbar, ja sogar günstig ist?

Auch noch im Jahr 2016 gibt es diese Möglichkeit, wie so oft müssen jedoch einige Details beachtet werden, denn ganz von alleine geht es (leider) nicht.

Die Gießkanne ist nur noch für Blumen gut

Ihre Gießkanne können Sie getrost beiseitelegen, es sei denn, Sie möchten Ihre Pflanzen damit gießen. Bei uns in der Agentur nutzen wir auch eine, allerdings um die Kaffeemaschine zu befüllen. Läuft super! Im Zeitalter von Targeting, Geotracking und ausgereiften Analytikwerkzeugen jedoch gehören die Werbestrategien von gestern bestenfalls noch zu den ergänzenden Maßnahmen und nicht zum Hauptprogramm. Just heute haben wir ein Analytikwerkzeug getestet, welches uns datenschutzkonform nicht nur die Besucherzahlen offenlegt (das können Google Analytics und Co. ja auch), sondern uns ganz klar und namentlich zeigt, welche Firmen genau uns besucht haben. Wettbewerber, Kunden, potentielle Kunden und zahlreiche andere Besucher wie öffentliche Einrichtungen oder Universitäten – es funktioniert. Vertriebsrelevant, aber auch einfach interessant ist es zu sehen, dass ein Besucher einer Wettbewerbsagentur in unseren Stellenangeboten stöbert…

Facebook-Anzeigen und was Sie garantiert nicht wussten!

Wenn das „normale Surfen“ längst nicht mehr so anonym ist, wie die meisten denken, gar überhaupt nicht anonym, wie exakt fallen die User-Cluster von Plattformen wie Facebook dann eigentlich aus?

Zielgruppengenau werben? Na ja…

Wenn wir über Zielgruppen sprechen und diese auch ansprechen möchten, müssen wir zunächst einmal wissen, wie genau Facebook seine Zielgruppen definiert. Wenn Sie auf Facebook unterwegs sind, Ihnen z.B. ein Beitrag über einen Hasen gefällt und Sie auf „Gefällt mir“ klicken, schlussfolgert Facebook automatisch, dass Sie sich für Hasen interessieren. Für Eichhörnchen gilt übrigens das Gleiche. Für den Strickclub Ihrer Schwiegermutter ebenso. Nehmen wir an, diese lädt Sie sogar ein, den Clubeintrag mit einem „Gefällt mir“ zu markieren. Entweder aus Solidarität oder um des häuslichen Friedens willen werden Sie höchstwahrscheinlich dieser Einladung folgen und mehr oder minder überzeugt den „Gefällt mir“-Button betätigen. In logischer Konsequenz bedeutet dies – das haben wir bereits gelernt –, dass Sie nun drei Zielgruppen angehören. Facebook schlussfolgert nun vollautomatisch, dass Sie sich für Hasen, Eichhörnchen und auch Stricken interessieren. Oder für strickende Eichhörnchen? Nein, das nun wirklich nicht…

Facebook-Anzeigen – zielgruppengenau, effektiv und effizient!

Bei Facebook Werbung zu schalten ist ein Kinderspiel. Mit wenigen Klicks können Sie Ihre Werbeanzeigen formulieren, mit Bildern versehen und online stellen. Selbstverständlich alles „zielgruppengenau“, denn wenn Sie Zielgruppen und Regionen auswählen, erweist sich die Facebook-Plattform als äußerst bequem, viele Vorschläge bekommen Sie nach der Eingabe der Kategorie automatisch. Sie geben „Hase“ ein und Facebook liefert Ihnen Tausende Userinnen und User, welche Sie dann als Ihren Werbekreis deklarieren und berieseln können – Ihre Zielgruppe eben.

Keine Angst, es geht wirklich GANZ GENAU!

Wenn Sie also irgendetwas mit „Gefällt mir“ markieren, schlussfolgert Facebook automatisch, dass Sie sich für selbiges Thema interessieren, und kategorisiert Sie in die entsprechende Zielgruppe. So weit, so fatal, denn genau das wollen wir nicht. Und hier kommt die erweiterte Überlegung ins Spiel. Was machen User normalerweise aus eigenem, wirklichem Interesse und nicht aus reiner Solidarität? Wie verhalten sich User in der Regel?

Sie treten keinen Facebook-Gruppen bei.

Wer einer Gruppe beitritt, hat mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch großes und ernsthaftes Interesse an dem entsprechenden Thema. Den Hasen markiere ich schon mal schnell mit einem „Gefällt mir“, trete jedoch nicht der Gruppe Hase4Ever bei. Verzeihen Sie mir bitte den animalischen Vergleich, aber zuhause bin ich schon mal der „Hase“ oder „Pfirsichhase“, so die Kosenamen, die ich täglich von meiner zukünftigen Ehegattin höre.

Die einzige Aufgabe muss es also sein, eigene, benutzerdefinierte Zielgruppen zu erstellen und diese mit Extrakten von entsprechenden Gruppen zu befüllen. Die Mitglieder einer Gruppe können nämlich (leider nicht bequem) exportiert werden. Unsere Erfahrung zeigt, dass auf diese Art und Weise die Streuverluste um bis zu 90 % reduziert werden konnten. Das bedeutet, dass ihre Audienz signifikant dezimiert wird, jedoch die übrig gebliebenen User eher konvertieren. Die so geschaltete Werbung ist somit günstig bis sehr günstig, erreicht Ihre Zielgruppe, und zwar Ihre wirkliche Zielgruppe, erzielt höchste Conversionraten und ist somit der richtige Multiplikator für Ihren Werbeeinsatz, Stichwort ROI. Die Extraktion der entsprechenden Gruppen und die Generierung von benutzerdefinierten Zielgruppen über die IDs ist zugegebenermaßen aufwendig. Es gibt jedoch inzwischen verschiedene Softwarelösungen, welche den Extraktionsprozess vereinfachen und auch den Vorgang der Erzeugung von benutzerdefinierten Zielgruppen möglich und erträglich machen. So sind neben dem Social Lead Freak auch der Facebook ID Scraper oder der Facebook Lead Chef einsetzbar.

facebook_gruppe

Facebook mag diesen Ansatz nicht

Doch Facebook hat inzwischen reagiert und das Anlegen der benutzerdefinierten Zielgruppe über IDs mit einem Softwareupdate ausgeschlossen. Was jedoch nach wie vor geht, ist die Erzeugung von benutzerdefinierten Zielgruppen anhand von E-Mail-Adressen. Auch hier haben die Softwareanbieter nachgezogen und entsprechende Konverter programmiert. So lassen sich die IDs in E-Mails umwandeln, womit wieder einiges möglich wird. Zugegeben, die Plattformen mit den entsprechenden Möglichkeiten sind alle werbelastig ausgelegt, eigentlich nicht meine Welt, denn in einem Meer aus Pop-ups und „Exit-Intent-Funktionen“ und Co. fühle ich mich nicht wohl. Dennoch funktioniert das, was wir an einem ausrangierten Mac erfolgreich testen konnten, da ich persönlich auf nicht verifizierte Software aus dem Internet grundsätzlich sensibel reagiere.

Der Facebook ID Scraper geht inzwischen einen Schritt weiter und bietet den bereits erwähnten Konverter an, um die IDs zu E-Mails zu konvertieren, womit der Prozess nach wie vor durchführbar ist.

Unsere Meinung

Fakt ist, dass man heutzutage als User im gesamten Internet stark mit entsprechender Werbung frequentiert wird. Persönlich zähle ich eher zu den Geschäftsführern, welche auch Kaltakquise-Anrufen gegenüber sehr aufgeschlossen sind. Selbst habe ich die Bereitschaft zuzuhören, ja auch zuzusehen, denn auch wenn ich weiß, dass 90 % aller Anrufe oder Anzeigen nur meine Zeit verschwenden, freue ich mich über die 10 %, welche womöglich wirklich ein passendes Angebot für mich haben. Und genau in diesem Verhältnis steht die User-Extraktion: 10/90.

Wirklich zielgerichtete Werbung zu erhalten ist somit meines Erachtens eher als das geringere Übel zu sehen, denn an der Werbung kommen wir kaum noch vorbei. Das Internet ist neben allen Vorzügen in den letzten Jahren vor allem eines geworden: eine gigantische Litfaßsäule.

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