Wieso es sich aus SEO Sicht auch lohnt, ein Influencer zu werden

Influencer SEO

06.04.2017

Wir müssen bei der Suchmaschinenoptimierung auf so viele Dinge achten, dass manchmal keine Zeit für die offensichtlichen Dinge bleibt.

Die Zeiten, in denen wir Suchmaschinen manipulieren müssen, um nach vorne zu gelangen, sind vorbei. Heute geht es vor allem um die Qualität und die Beantwortung von Suchintentionen.

Influencer / Brand was ist das?

Unter einem Influencer (Einzelperson) oder einem Brand (Firma) versteht man jemanden, der in seinem jeweiligen Bereich allgemein anerkannt und bekannt ist. Es geht darum, dass Influencer und Brands sich einen gewissen Stellenwert erarbeitet haben und eine erhöhte Bekanntheit genießen.

Suchmaschinen lieben Brands

Suchmaschinen lieben Brands. Durch die große Beliebtheit beim Zielpublikum werden hier positive Nutzersignale gesendet. Auch ist es oftmals so, dass Influencer / Brands generell eine ordentliche Marketingstrategie fahren und qualitativ hochwertig arbeiten. Google selber empfiehlt Seitenbetreibern ausdrücklich, wenn möglich zu einer “Marke” zu werden. Nicht von ungefähr kommt ja der Leitsatz:

“Warum soll Google eine Seite weit oben anzeigen – und nicht die direkte Konkurrenz?“

Wie werde ich zu einem Influencer / Brand?

Markenaufbau ist ein langwieriger Prozess, in dem es vor allem um eines geht: Herausfinden, was die Zielgruppe will; und ihr genau das bieten. Da oftmals eine gewisse Außendarstellung damit verbunden ist, muss man sich schon zu Beginn überlegen, welche Botschaft die eigene Marke übermitteln soll. Wie möchte man sich also positionieren?

Im Idealfall baut man sich einen positiven Ruf auf. Es gibt natürlich auch Unternehmen, die mit negativen Schlagzeilen erfolgreich sind, aber darauf setzen würde ich zu Beginn wohl eher nicht.

Dort sein, wo die Zielgruppe ist

Zu Beginn ist es wichtig, nicht nur auf die Webseite zu setzen und zu glauben, dass man damit von alleine bekannt werden kann. Es ist wichtig, zu wissen, wo sich die Zielgruppe überall aufhält – und genau dort muss man dann auch sein.

Man sollte sich dort dann immer wieder positionieren und einprägsam ins Gespräch bringen. Influencer machen das häufig, indem sie auf den Bildern selber mit zu sehen sind. Brands setzen auf ihr Logo.

Qualität entscheidet

In erster Linie muss man es aber schaffen, bei Problemen als Helfer, Problemlöser und Antwortgeber anerkannt zu werden. Möchte ich als Social Media Experte wahrgenommen werden, muss ich mich bei Fragen und News in diesem Bereich immer wieder einbringen. Dies am besten dort, wo die Zielgruppe ist.

Über Fachwissen zum Expertenstatus

Viele Influencer / Brands werden als Experten wahrgenommen. Auch Modeblogger mit mehreren Millionen Follower, die sich den Top Influencern zählen, sind für deren Fans nicht nur eine Ikone, sondern auch ein Stilberater. Ihnen wird ein Fachwissen nachgesagt – ob sie es nun tatsächlich haben oder nicht.

Eine einheitliche Strategie haben

Wichtig für das Google Ranking sind natürlich die externen Signale. Brands / Influencer werden häufig starke Links aus der Presse und von Fachportalen erhalten. Wichtig ist hier vor allem die Regelmäßigkeit. Eine einmalige Aktion wird vielleicht kurzfristige Aufmerksamkeit bringen, aber niemanden direkt zum Influencer / Brand machen. Man muss hinter dem stehen, was man macht und dies auch so verkörpern. Man muss etwas aussagen und dabei sowohl authentisch als auch einzigartig sein. Eine Kopie hat es heutzutage auf dem übersättigten Markt sehr schwer.

90 % Zielgruppe bespaßen

Wichtig ist es, der Zielgruppe nicht jeden Tag mit Werbung auf die Nerven zu gehen. Gerade auf den Social Media Kanälen gehört neben dem Fachwissen eine große Portion Entertainment dazu. Man muss die Zielgruppe animieren und unterhalten, damit sie glücklich ist. Nur dann kann man auch etwas von der Zielgruppe zurückbekommen – sei es Aufmerksamkeit, Empfehlungen oder eine andere Art der Conversions. Auf jeden Fall werden die bestehenden Follower dafür sorgen, den Influencer / Brand noch bekannter zu machen.

Eigentlich ist es auch hier – wie im wahren Leben – ein Geben und Nehmen. Viele große Namen haben dies leider vergessen und wollen nur noch nehmen. Hier kommen neue Player ins Spiel, die es anders machen können!

Checkliste für die Praxis

  • Zielgruppe ermittelt?
    Was kommt gut bei der Zielgruppe an? Wie ist die Zusammenstellung nach Alter, Geschlecht usw.
  • Wo befindet sich die Zielgruppe? Man muss z.B. nicht alle Social Media Kanäle bespielen, sondern nur die, auf denen große Teile der Zielgruppe unterwegs sind.
  • Strategisches Vorgehen planen
    Wie sieht die Zeit aus? In welchen Intervallen kann man in den sozialen Medien posten, wie oft neue Artikel auf der Webseite veröffentlichen?
  • Ratgeber – Wir beantworten Fragen!
    Die Zielgruppe möchte nicht hören, wie toll die Firma oder Dienstleistung ist. Man muss es praktisch zeigen, indem man Fachwissen veröffentlicht und die Fragen der Zielgruppe beantwortet.
  • Themen überlegen, die möglichst mediale Aufmerksamkeit bekommen könnten
    Das können besondere Ereignisse sein. Oder man ist der erste, der über etwas schreibt oder etwas tut.
  • Andere Influencer mit ins Boot holen. Diese werden dann auf das gemeinsame Werk verweisen, was wieder Backlinks bringt und die Reichweite erhöht.
  • Ist die Arbeit für einen Presseartikel geeignet? Wenn ja, dann kann man die DPA nutzen, um an echte Journalisten zu gelangen. Oder man baut ein eigenes Netzwerk auf.
  • Bei Journalisten beachten, dass diese meist nur die Überschrift einer E-Mail lesen:
    Man muss ihnen also in der Überschrift einen Grund geben, die E-Mail überhaupt zu öffnen. Beispielsweise kann das bei örtlichen Redaktionen der Hinweis auf den örtlichen Bezug eines Artikels sein.
  • Wenn eine Aktion gut gelungen ist und man sie z.B. jährlich wiederholen kann, dann sollte man das auch machen. So wird man ein fester Bestandteil und macht sich unentbehrlich. Das können z.B. Top-Listen sein oder auch wiederkehrende Testberichte.
  • Man muss die Zielgruppe mediengerecht ansprechen. Auch wenn man die Leser auf der Website siezt, kann es bei zum Beispiel bei Facebook mit einem du besser vorangehen. Hier muss man sich nach der Zielgruppe richten.
  • Als Influencer braucht man Reichweite. Auch fürs Ranking ist Reichweite ein guter Faktor. Ggf. kann es sich lohnen, zu Beginn bestehende Domains mit passenden Rankings zu kaufen und zusammen zu führen. Hier muss man aber überprüfen, ob ggf. Altlasten bestehen. Auch im Social Media Bereich kann man Profile, Seiten, Gruppen aufkaufen und ggf. zusammenführen. Man muss also nicht zwingend bei null anfangen.
  • Man muss sich Zeit lassen. Gerade der Anfang ist sehr zäh. Je mehr Reichweite man mit der Zeit generiert, desto einfacher wird es werden.
  • Wenn die Strategie nicht funktioniert, muss sie angepasst werden? Ist die Ausrichtung zu allgemein – muss man spezieller werden. Es ist immer einfacher, sich als Experte auf einem kleinen Gebiet zu behaupten, als auf einer großen Spielwiese. Oftmals werden gerade von der Presse Fachexperten aus einem Bereich bevorzugt befragt.
  • Das Vorgehen planen. Vorher festlegen, wann man was machen möchte. Wann erfolgen die Artikel auf der Seite? Wann wird ein Podcast aufgenommen, wann ein Video? Beständigkeit ist immer wichtig.
  • Man hat einen super Beitrag, der durch die Decke geht und massig Links einbringt? Sehr gut, dann hat man ca. 6 Monate, um den Erfolg zu wiederholen. Ansonsten wird das von den Suchmaschinen als Peak angesehen und man wird von dem Hoch auch wieder runtergeholt. Man sollte auch bei hochwertigen Links zusehen, dass sie nicht einmalig erfolgen!
  • Wird man auch verlinkt? Viele Leute werden über einen Influencer / Brand schreiben, ohne diesen direkt zu verlinken. Hier muss man sich melden und um eine direkte Verlinkung bitten. Dabei immer ehrlich sein und sagen, dass dies natürlich nicht nur für die Besucher gut ist, sondern auch für einen selbst.

Fazit

Influencer und Brands, die Mehrwert liefern, werden schnell sehen, dass es sich auf allen Ebenen lohnt. So wird man zur Marke und damit unverzichtbar in der Zielgruppe.

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