Die wichtigsten HTTP-Statuscodes und was sie bedeuten

HTTP Statuscodes

09.05.2017

Immer wieder begegnet man sogenannten HTTP-Statuscodes, wenn man SEO betreibt. Man soll 301-Weiterleitungen einrichten, 404-Fehler vermeiden und am besten gibt jede Seite den Status 200 zurück. In diesem Artikel erklären wir mal die wichtigsten Statuscodes und was sie bedeuten.

Ein HTTP-Statuscode wird vom Webserver auf jede http-Anfrage als Antwort gegeben. Wenn also beispielsweise ein Browser auf dem Webserver eine URL aufrufen wird, dann signalisiert der Server über diese Statuscodes wie serverseitig mit der Anfrage umgegangen wird. Die angefragte Ressource wird z.B. erfolgreich angezeigt oder weitergeleitet. Je nach Anwendungsfall sind verschiedene Statuscodes die jeweils richtigen und sollten gezielt eingesetzt werden.

Hier zunächst eine Übersicht:

Statuscode Bedeutung
200 OK
301 Permanente Weiterleitung
302 Found
303 See other
307 Temporäre Weiterleitung
404 Not found
410 Gone
500 Internal Server Error
503 Objekt nicht gefunden

Nun gehen wir auf jeden dieser Codes ausführlicher ein:

200 – OK

Hier ist alles in Ordnung. Der Client, also z.B. der Webbrowser, sendet eine Anfrage an den Server und erhält den Statuscode 200. Die Anfrage war erfolgreich und das Ergebnis wird als Antwort übertragen. In der Praxis wird dann im Browser die Website aufgebaut.

301 – Permanent Redirect

Wenn Inhalte einer Website von einer URL auf eine andere URL „umziehen“ und unter der neuen URL auch dauerhaft erreichbar sein sollen, dann sollte man eine 301-Weiterleitung einrichten. Das heißt, dass sowohl der Besucher der Website als auch Suchmaschinen direkt an die neue Adresse weitergeleitet werden. Stellen Sie sich das wie ein Postnachsendeantrag vor, wenn Sie umgezogen sind. Ihre Post wird dann direkt durch die Post an ihre neue Adresse zugeleitet.

302 – Found

Der Statuscode 302 wurde früher ausschließlich als temporäre Weiterleitung genutzt. Spätestens seit der Einführung von HTML 2 im Jahre 2012 bedeutet der Statuscode einfach nur noch „gefunden“. Der Server hat eine Anfrage nach einem Dokument erhalten und gibt als Antwort zurück, dass das Dokument dort gefunden wurde. Browser interpretieren dies immer noch als temporäre Weiterleitungen. Diese werden jedoch eigentlich jetzt über die Codes 303 oder 307 realisiert.

303 – See other

Dieser Statuscode wird oft als Weiterleitung genutzt, die jedoch temporär zu sehen ist. Die alte Adresse ist weiterhin gültig. Stellen Sie sich wieder den Nachsendeantrag bei der Post vor – hier mit dem Unterschied, dass Sie der Post sagen, dass Sie bald wieder in die alte Wohnung ziehen und die Post nur zweitweise weitergeleitet haben möchten. Der Browser soll mit einem GET folgen, auch wenn der ursprüngliche Request ein POST war.

307 – Temporär weitergeleitet

Auch bei einer 307-Weiterleitung verhält es sich so wie bei einer 303-Weiterleitung. Der wesentliche Unterschied hier ist, dass der Browser mit derselben Methode folgen soll wie bei der ursprünglichen Anfrage (d. h. bei einem POST folgt ein POST).

Kleiner Exkurs: Abfragemethoden

GET

ist die gebräuchlichste Methode. Mit ihr wird eine Ressource (zum Beispiel eine Datei) unter Angabe eines URI vom Server angefordert. Als Argumente in dem URI können also auch Inhalte zum Server übertragen werden, allerdings soll laut Standard eine GET-Anfrage nur Daten abrufen und sonst keine Auswirkungen haben (wie Datenänderungen auf dem Server oder ausloggen). Die Länge des URIs ist je nach eingesetztem Server begrenzt und sollte aus Gründen der Abwärtskompatibilität nicht länger als 255 Bytes sein.

POST

schickt unbegrenzte, je nach physischer Ausstattung des eingesetzten Servers, Mengen an Daten zur weiteren Verarbeitung zum Server, diese werden als Inhalt der Nachricht übertragen und können beispielsweise aus Name-Wert-Paaren bestehen, die aus einem HTML-Formular stammen. Es können so neue Ressourcen auf dem Server entstehen oder bestehende modifiziert werden. POST-Daten werden im Allgemeinen nicht von Caches zwischengespeichert. Zusätzlich können bei dieser Art der Übermittlung auch Daten wie in der GET-Methode an den URI gehängt werden.

Quelle: Wikipedia

404 – Not found

Der klassische 404-Fehler. Sicher ist Ihnen dieser auch schon mal aufgefallen, wenn Sie eine Internetseite aufrufen, indem Sie z.B. einem Link folgen und die Seite nicht erreichbar ist. Sie erhalten dann eine Fehlermeldung. Der Server gibt dem Client, also dem Browser dann den Hinweis über den Statuscode, dass die URL nicht mehr existiert. Aus SEO Sicht sollte dies vermieden werden. Eine Fehlerseite stellt sowohl für den User als auch für die Crawler der Suchmaschinen eine Sackgasse dar. Leiten Sie die alte URL auf die neue URL weiter per 301 Weiterleitung (siehe oben), wenn der Inhalt jetzt auf einer neuen URL verfügbar ist.

Sollte der Inhalt wirklich dauerhaft nicht mehr existieren empfehlen wir Ihnen die Umleitung auf eine individuelle Fehlerseite. Vor nicht langer Zeit haben wir hierzu auch einen Artikel geschrieben, wo wir auf die Bedeutung der 404-Seite eingegangen sind.

In der Google Search Console gibt Ihnen Google eine Übersicht über fehlerhafte Seiten an. Hier lohnt es sich, die Liste regelmäßig durchzugehen und dann zu entscheiden, ob die fehlerhaften URLs auf neue adäquate URLs oder auf eine 404 Fehlerseite weitergeleitet werden sollten.

Search Console 404 Fehler

410 – Gone

Bei diesem Statuscode wird signalisiert, dass das abgerufene Dokument nicht länger bereitgestellt wird und dauerhaft entfernt wurde. Das ist z.B. bei Webshops eine gute Methode um auch der Suchmaschine mitzuteilen, dass es bestimmte Produktseiten nicht mehr gibt, weil sie z.B. aus dem Sortiment genommen wurde. Google wird diese Seiten dann nach und nach aus dem Suchindex nehmen, da sie für den User ja auch nicht mehr erreichbar sind.

500 – Internal Server Error

Hier wird dem Client wie dem Browser oder eben auch einem Bot von Suchmaschinen ein allgemeiner Serverfehler angezeigt. Die Ursache für den Serverfehler wird hier nicht näher bezeichnet. So kann der Server down sein oder ähnliche Probleme haben. Sollten Sie auf einen solchen Fehlercode bei Ihrer Website stoßen, sollten Sie die Ursache also auf dem Server suchen.

503 – Objekt nicht gefunden

Auch diesen Statuscode haben Sie vielleicht schon mal gesehen. Er wird immer dann angezeigt, wenn der Server temporär gerade nicht zur Verfügung steht. Noch nie gesehen? Dann versuchen Sie mal auf einer der Ticketplattformen beim Vorverkaufsstart Karten für Konzerte von Helene Fischer zu bekommen. Trotz Vorsorge sind dann immer wieder Server wegen Überlastung nicht erreichbar. Sobald die Serverlast sinkt, erfolgt in der Regel wieder die Übergabe des Status 200 – also OK. Das ist nur ein Beispiel, wann dieser Code 503 angezeigt wird.

Fazit

Es gibt noch eine ganze Menge weiterer http-Statuscodes, aber die von uns aufgelisteten sollten Sie als SEO kennen und wissen, wie man mit ihnen umgeht. Eine vollständige Liste finden Sie hier bei Selfhtml.org zum Nachlesen.

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