Sechs Gründe, warum Sie heute noch die Google Search Console einrichten sollten

Search Console Setup

20.06.2017

Für viele von Ihnen ist es längst ein alter Hut, aber wir erfahren immer wieder, dass Webmaster nicht die kostenlosen Hilfen für Webmaster von Google nutzen. Gemeint ist die Google Search Console. Manchen ist dieses Tool auch noch unter dem Begriff „Webmaster Tools“ bekannt.

Als Webmaster und erst recht als SEO sollte man auf diese Ressource für wichtige Informationen nicht verzichten. Wir zeigen heute sechs Features der Google Search Console. Danach wollen Sie die Search Console auch für Ihre Website einrichten!

1. Das Dashboard

Um einen schnellen Überblick zu erhalten, gibt es gleich nach dem Einloggen ein Dashboard als Übersicht.

Search Console Dashboard

Neben dem Menü findet man oben neue Nachrichten. Hier schickt Google Nachrichten an Webmaster, wenn etwas auffällt oder nicht funktioniert. Das könnte z. B. eine stark ansteigende Anzahl von nicht erreichbare Seiten sein oder die Nachricht über Änderungen an den Einstellungen, die vorgenommen wurden.

Darunter findet man drei Bereich. Einmal die Crawling-Fehler: dort sieht man direkt beim Einstieg, ob Google Probleme beim Crawling auf Ihrer Webseite hatte. Mit Klick auf das Symbol „>>“ erhält man weitere Informationen. Dazu später hier mehr.

In der Mitte sieht man die Anzahl der Zugriffe im Zeitverlauf. Es werden hier nur die organischen Zugriffe gemessen. Mit Klick auf „>>“ erhält man Infos über die Keywords, die zum Klick in der Google-Suche auf Ihre Webseite geführt haben. Dazu auch später mehr.

In der rechten Spalte schließlich findet man Infos über eine eingereichte Sitemap. In diesem Beispiel ist keine Sitemap bei Google eingereicht worden, was dringend nachgeholt werden sollte. Auch dazu dann in den weiteren Punkten mehr.

2. HTML-Verbesserungen

Wer möchte nicht eine saubere Website ohne HTML-Fehler haben? Google hilft hier ein Stück weit mit. In der Search Console werden über den Pfad „Darstellung in der Suche“ >> „HTML Verbesserungen“ einige Punkte angezeigt, die man verbessern sollte.

Search Console HTML Verbesserungen

Man kann diese Funktion auch als kleines Onpage-Tool betrachten. Es werden hier aber nicht alle Fehler und Optimierungspotentiale aufgelistet, wie das mit dem XOVI Onpage-Tool möglich ist. Einen Blick ist diese Funktion aber wirklich wert, immerhin kommt es direkt von Google.

3. Suchanalyse

Über welches Keyword kamen die Besucher auf meine Website? Diese Info ist sehr wichtig für einen SEO, damit er seine Strategie entwickeln kann. Über Google Analytics gibt es dazu ja keine Daten mehr. Einen Auszug bietet Google in der Google Search Console selbst an – und dazu weitere Daten wie der Klickrate, den Impressionen und der durchschnittlichen Position.

Search Console Suchanalyse

Zudem gibt es viele Filtermöglichkeiten wie man über dem Diagramm sehen kann. Man kann z. B. einen Filter auf eine spezielle URL setzen, wenn man wissen möchte, zu welchen Keywords eine URL Rankings besitzt und ob es darüber auch Impressionen und Klicks gegeben hat.

Kleiner Tipp: Wenn die Zahl der Impressionen hoch ist, die Klickzahl im Vergleich dazu aber niedrig, dann kann man dort ggf. durch eine Snippet-Optimierung Quick-Wins rausholen.

Die Daten hier in der Suchanalyse werden von Google maximal 90 Tage gespeichert. Man kann sich natürlich alle 90 Tage einen Export der Daten ziehen. Man kann aber auch mit dem Search Analytics Tool von XOVI die XOVI Suite mit der Search Console verbinden und damit die Daten länger als 90 Tage speichern. In unserem Blog finden Sie einen Artikel zu „Google Search Console Daten in XOVI“. Eine wirklich praktische Sache.

4. Crawling-Fehler

Zu den wichtigsten Aufgaben für einen SEO gehört es, alle Seiten, die in Google gefunden werden sollen, crawlbar zu machen. Super praktisch ist dabei, dass in der Google Search Console angezeigt wird, wenn Google beim Crawling Ihrer Seite Probleme hatte. Es werden sogar die betroffenen URLs genannt.

Search Console Crawlingfehler

Besonders nützlich: Es werden die Daten sowohl für den Desktop-Crawler als auch den Googlebot für mobile Seiten angezeigt. Im Beispielfall hier haben wir sechs URLs, die nicht erreichbar sind und einen http-Statuscode 404 ausspielen. Hier sollte man sich die URLs genau anschauen. Ist der Inhalt vielleicht nun auf einer anderen URL, dann sollte man die URL per 301-Weiterleitung auf die neue URL umleiten. Ist der Inhalt wirklich endgültig weg, dann kann der Status 404 ruhig so belassen werden, denn dann ist der Inhalt ja wirklich nicht mehr erreichbar. Umleitungen auf die Startseite sollte man vermeiden, dies nennt Google „Soft-404“ und wird ebenfalls hier angezeigt.

5. Sitemaps

Wie im Abschnitt zum Dashboard schon erläutert, sollte man seine Sitemap bei Google auch einreichen. Zwar sagt Google selbst, dass eine Sitemap für Seiten unter 10.000 URLs eigentlich nicht notwendig ist, aber andererseits schadet sie auch nicht. Dafür hilft sie Google, die Struktur einer Seite zu verstehen.

Search Console Sitemaps

In einem früheren Blogartikel haben wir schon mal erläutert, wie man eine Sitemap erstellt und bei Google einreicht.

6. Manuelle Maßnahme

Vielleicht haben Sie durch die Überwachung Ihrer Keywords im XOVI Keywords Tool oder im Monitoring-Tool bemerkt, dass Ihre Rankings in kurzer Zeit massiv gesunken sind und können sich das nicht erklären? Dafür kann es natürlich viele Ursachen geben. Ihre Website und Ihr Content könnten durch den Google Algorithmus schlecht bewertet worden sein. Stichworte sind hier Panda und Pinguin. Hier werden die Qualitätsrichtlinien von Google algorithmisch durch die Crawler geprüft und ggf. das Ranking aufgrund Verstößen gegen die Richtlinien verschlechtert. Das blöde dabei ist, dass Google Ihnen das nicht genau mitteilt, weil es sich um algorithmische Änderungen handelt. Hier agiert kein Mensch, sondern eine Maschine. Wenn Sie diesen Verdacht haben, dann machen Sie sich mit den Merkmalen insbesondere des Panda-Algorithmus und des Pinguin-Algorithmus vertraut.

Ein weiterer Grund kann aber auch eine manuelle Maßnahme seitens Google sein. Google unterhält Teams mit „echten Menschen“, die Websites auf die Einhaltung von Qualitätsrichtlinien untersuchen und Spamtechniken aufspüren. Jetzt die gute Nachricht: Hier teilt Ihnen Google mit, wenn Ihre Website manuell durch dieses Team herabgestuft wird.

Man findet die Angaben unter „Suchanfragen“ > „Manuelle Maßnahmen“.

Search Console Penalty

In diesem Beispiel liegt glücklicherweise keine manuelle Maßnahme seitens Google vor. Hier wurden keine Spam-Maßnahmen gefunden. Diese manuellen Maßnahmen nennt man auch „Google Penalty“.

Weitere Infos zum Thema Google Penalty erkennen und beheben finden Sie in unserem Blog.

Fazit

Wie man dem Menübaum der Screenshots schon entnehmen kann, hat die Search Console noch viel mehr Features, die es sich anzuschauen lohnen. Hier seien ein Test-Tool für Markups, ein robots.txt-Tester, die Auswertung von internen und externen Links, die Prüfung auf Nutzerfreundlichkeit auf mobilen Geräten und viele weitere Dinge genannt.
Google hat eine umfangreiche Hilfe zur Search Console ins Internet gestellt. Wie man diese einrichtet und mit der Website verknüpft erfährt man dort am besten in den entsprechenden Artikeln.

Also los: wenn Sie Ihre Seite noch nicht mithilfe der Search Console überwachen, dann wird es Zeit.

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