OMX 2017 Recap

OMX 2017 Recap

22.11.2017

Am 16. und 17. November fanden in Salzburg die OMX und die SEOkomm (SEOkomm Recap) statt. Die von Uschi und Oliver Hauser veranstalteten Konferenzen zu den Themen Online-Marketing und Suchmaschinenoptimierung zogen dieses Jahr eine Rekordzahl von ca. 900 SEOs und Online-Marketing Experten in die viertgrößte Stadt Österreichs. Als Sponsor der Konferenzen waren wir von XOVI natürlich auch mit einem Stand vertreten, um eure Fragen zu beantworten und neue Einblicke in die Suite zu geben.

Der Fokus der Konferenz lag natürlich bei den 50 Speakern, die auf drei Tracks ihr Wissen mit der Szene geteilt haben. Neben der Beratung am XOVI-Stand konnten wir auch viele der interessanten Vorträge ansehen, um unser SEO- und Online-Marketing-Wissen zu erweitern.

Keynote: Die Kunst digitaler Verführung II – Du bist Architekt

Karl Kratz | @karlkratz

Nach einer kurzen Anmoderation und Begrüßung durch den Moderator Andi Knoll und die “Eltern” der Konferenz, Uschi und Oliver Hauser, ging es auch direkt los. Mit dem zweiten Teil seiner Reihe “Die Kunst digitaler Verführung” zeigte Karl Kratz, wie wir selbst der Architekt unserer digitalen Präsenz werden und diese bewusster lenken können. Immer wieder mussten wir uns dabei ertappen, wie wir selbst ein Teil der von Karl Kratz im Zuge des Vortrags erstellten Realität wurden. Weiter ging es mit Schrauben und Apfelkuchen. Eigentlich zwei Gegenstände, die keine erkennbaren Gemeinsamkeiten besitzen, doch für beide gibt es einen (Online-)Markt. Anhand dieser Beispiele hat Karl Kratz demonstriert, wie Sensorik genutzt werden kann, um auch bei einem zugegeben emotionslosen Gegenstand wie einer Schraube, Emotionen zu erzeugen. Nach ca. 45 Minuten endete der interessante und unterhaltsame Vortrag, aber es sollten noch viele weitere folgen. Als Abschluss wurden noch einmal die wichtigsten Punkte aufgezählt, die alle Web-Architekten beherzigen sollten:  

  • Erzeuge gezielt eine neue Realität
  • Leite Aufmerksamkeit
  • Intensiviere Verortung durch Sensorik
  • Erzeuge Resonanz
  • Verwende Symbolik

Digital Smart Shopping: Ort, Zeit und Emotionen entscheiden

Prof. Dr. Dieter Georg Adlmaier-Herbst

Prof. Dr. Adlmaier-Herbst knüpfte mit seinem Vortrag zum Thema der kontextabhängigen Personalisierung an einen Bereich an, der schon in der Keynote angeschnitten wurde und sich auch in vielen weiteren Vorträgen finden sollte. Prof. Dr. Adlmaier-Herbst schaffte durch seinen wissenschaftlichen Ansatz allerdings eine ganz andere Herangehensweise. Ausgehend von drei Richtlinien ging er auf das Thema ein:

  • Beachtet die Situation des Konsumenten
  • Richtet Euer mCommerce an dessen Motiven aus
  • Schafft ein einzigartiges, mobiles Kauferlebnis

Wie unterschiedlich die Motive und die Kaufentscheidungen der Kunden für ein Produkt sein können, wurde dann am Beispiel eines Kaffees erklärt.

Ein Kaffee kann getrunken werden um wach zu werden, aber auch in einem Café zum Genuss und zur Geselligkeit.

Emotionen und der Kontext, zwei Dinge, die leicht beeinflusst werden können, sind also entscheidend für den Kauf eines Produktes. (siehe Keynote).

Mit einem Exkurs zu der Entwicklung von Maschinen, die jetzt schon Emotionen besser erkennen können als der Mensch selber, schloss Prof. Dr. Adlmaier-Herbst den Vortrag ab. Welche Möglichkeiten solche Maschinen für den Verkauf von Produkten haben können, ist auf der einen Seite sehr interessant, auf der anderen Seite wird sicherlich eine Linie überschritten. Auf die Entwicklung dieses Bereichs darf man mit Sicherheit gespannt sein.

Digitale Sprachassistenten: viel mehr als nur Voice Search!

Bastian Grimm | @basgr

Der Director Organic Search der Peak Ace AG., Sebastian Grimm, thematisierte mit seinem Vortrag die digitalen Sprachassistenten. Schnell wurde klar, wie groß dieser Bereich eigentlich ist, denn neben Mobiltelefonen tauchen nun immer mehr Geräte auf, die den digitalen Assistenten verwenden. Neben Smart-Home-Geräten wie z.B. Amazon Echo und Google Home verwenden nun auch Navigationssysteme, Smartwatches, Fernseher und sogar Kühlschränke die Spracheingabe. Aktuelle Statistiken zeigen, dass bereits 20% aller mobilen Suchanfragen sprachgesteuert abgeschickt werden.
Die Sprachsuche unterscheidet sich durch folgende Punkte von der herkömmlichen Textsuche:

  • Keine Eingabemaske, keine Tastatur
  • (Häufig) keine Ausgabemaske
  • Sprache als Eingabe

Vor allem SEOs stehen durch die Sprachsuche vor neuen Herausforderungen, denn wie Bastian Grimm verdeutlichte, ist die Sprachsuche “deutlich mehr konversationsgeprägt”. Wenn mit der Textsuche nach “Wetter” gesucht wird, bildet “Wie ist das Wetter” das entsprechende Keyword, nachdem mit der Sprachsuche gesucht wird. “W-Fragen” dominieren die Sprachsuchen. Um eine Seite (nicht nur) für die Sprachsuche zu optimieren, sollten Metadaten hinterlegt werden. Dazu gehören unter anderem:

  • Google My Business
  • Schema.org Mark-Up
  • Facebook Open Graph
  • Twitter Cards
  • JSON-LD

Digitale Assistenten besitzen häufig keine oder nur eine kleine Ausgabemaske. Daher lesen sie häufig das erste Suchergebnis vor. Das “Featured-Snippet” von Google trägt zu einer verbesserten Qualität dieser Ausgaben bei. Das Featured-Snippet steht vor allen anderen Suchergebnissen und wird auch als “Position 0” bezeichnet.

Wie man Google dazu bringt, die eigene Seite als Featured-Snippet auszuwählen, fasste Bastian Grimm in einigen Stichpunkten zusammen:

  • Keyword- & Themenrecherche (inkl. „Wird auch oft gesucht”) zu Produkt, Dienstleistung etc.
  • Relevanteste Fragen zum Seed-Keywordset ermitteln
  • Kurze Antworten (50-60 Wörter) pro Frage genügen, diese stehen ebenfalls auf der Seite
  • Der Content muss einfach zu konsumieren sein (Listen, Zwischenüberschriften, Tabellen)
  • Structured Data (z.B. schema.org) dort verwenden, wo es semantisch passt
  • Branding und Call-to-Action bedenken

Mit einem Ausblick in die nächsten Jahre beendete Bastian Grimm, den spannenden Vortrag, der die Wichtigkeit von digitalen Sprachassistenten sehr gut aufgezeigt hat.

Die Influencer-Strategie bei Sixt: Starke Geschichten statt plattes Product-Placement

Christoph Assmann | @OnlineSein

Eine ganz andere Strategie zum Verkauf von Produkten zeigte Christoph Assmann mit seinem Vortrag zum Influencer Marketing. Anhand von Praxisbeispielen wurden die einzelnen Punkte der Agenda immer wieder verdeutlicht.

Bei der Suche nach einem Influencer kann auf Vermittlungsportale zurückgegriffen werden oder selbst auf den Sozialen Netzwerken gesucht werden. Ab einer bestimmten Attraktivität, werden Unternehmen auch häufig direkt von den Influencern angefragt.
Für den Erfolg einer Influencer-Kampagne stellt Christoph Assmann 4 Schlüsselpunkte auf:

  • Nur die Ziele zählen
  • Wer eine Story hat braucht kein Geld
  • Reichweite ist nur die Spitze des Eisbergs
  • Sei bereit zu lernen

Abschließend mahnt Christoph Assmann, wie wichtig es ist einen Vertrag abzuschließen, um sich die Rechte zu sichern.

Fazit OMX

Mit vielen tollen Vorträgen und Gesprächen am XOVI-Stand ging die OMX zu Ende. Abgebaut wurde natürlich nicht, denn am nächsten Tag folgte schon die SEOkomm mit dem Fokus auf Suchmaschinenoptimierung. Damit wir auch am nächsten Tag wieder fit in die nächste Runde gehen konnten, wurde die Networking Party ausgelassen und stattdessen die schöne Salzburger Altstadt besichtigt.

Das Fazit zu Standort, Essen und allem was da noch zu gehört gibt’s zusammen mit dem Fazit zur SEOkomm und der XOVI SEOkomm Party. Bis dahin!

Mehr Recaps zur OMX und SEOkomm auf www.onlinemarketing.at

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