Suchmaschinenoptimierung ist kein Hexenwerk: 12 Tipps für SEO-Einsteiger

Hexenwerk SEO
Nadine Winkler

Nadine Winkler | 25.10.2016

Heuten nennen wir ein paar Tipps für Beginner im Bereich SEO, da gerade diese sich am Anfang häufig schwer tun. Mit den folgenden Punkten sollten Sie sich beschäftigen, wenn Sie Ihre Seite fit für Google & Co machen möchten.

1. Seite in der Search Console anmelden

Wer Suchmaschinenoptimierung betreibt, der braucht die Google Search Console. Melden Sie Ihre Seite in der Google Search Console an. Sie erhalten dort wichtige Informationen von Google zum Crawling und zur Indexierung Ihrer Website. So erhalten Sie zum Beispiel Daten über die Suchanfragen, die zu Ihrer Seite führen und können verschiedene Einstellungen vornehmen.

2. Sitemap.xml anlegen, in Search Console hinterlegen und in der Robots.txt angeben

Die meisten Redaktions- und Shopsysteme bieten die Möglichkeit, eine Sitemap anzulegen. Eine Sitemap ist eine Datei, die als Inhaltsverzeichnis für Ihren Webauftritt dient. Dort werden alle Unterseiten aufgelistet. Die Sitemap ist in der Regel eine XML-Datei. Der Googlebot und andere Suchmaschinen greifen auf diese Sitemap zurück, um die Struktur Ihrer Seite zu erfassen. Sie können die Seite auch zusätzlich in der Search Console hinterlegen. Auch sollten Sie eine robots.txt-Datei erstellen und den Speicherort der Sitemap dort hinterlegen.

Schreiben Sie in die robot.txt einfach den Speicherort Ihrer Sitemap:
„Sitemap: http://www.beispiel.de/sitemap.xml“

Google Search Console Sitemap

3. Seite sofort indexieren lassen

Durch eine Funktion in der Search Console können Sie Ihre Seite an den Google-Index senden. Nutzen Sie dazu unter „Crawling“ die Funktion „Abruf wie durch Google“. Dies bietet sich insbesondere dann an, wenn Ihre Seite schon länger besteht, Sie aber z.B. in Ihrem Blog einen neuen Beitrag erstellt haben. Sie können hier einzelne URLs an den Index senden. In der Regel erfolgt die Aufnahme in den Index in Kürze.

Google Search Console Abruf wie durch Google

4. www versus non-www

Wenn man keine besondere Einstellung vornimmt, ist eine Website sowohl mit www also auch ohne www erreichbar. Also z.B. www.beispiel.de und beispiel.de. Technisch gesehen sind dies zwei verschiedene URLs und wenn Ihre Seite unter beiden Versionen erreichbar ist, dann weiß Google nicht, welche denn Ihre bevorzugte Version ist. Leiten Sie deshalb eine Version per 301-Weiterleitung um. Gängig ist in Deutschland die www-Version. Leiten Sie z. B. also von beispiel.de auf www.beispiel.de um. Anders herum ist es auch möglich – Sie müssen sich nur für eine Variante entscheiden. Ansonsten entsteht sog. Duplicate Content: Ihre Inhalte existieren dann exakt gleich auf zwei URLs. In der Search Console können Sie Google mitteilen, welche Version die Bevorzugte ist.

5. SSL-Verschlüsselung einsetzen

Die Sicherheit bei der Datenübertragung wird auch bei Websites immer wichtiger. Insbesondere wenn Sie einen Shop betreiben und sensible Daten über das Internet übertragen, ist eine Verschlüsselung mittels SSL-Zertifikat notwendig. Sie erkennen eine Verschlüsselung leicht, weil das Internetprotokoll von http in https geändert wird. Das können Sie oben im Browser in der Adresszeile sehen. Google belohnt sichere Websites auch in den Rankings. Eine SSL-Verschlüsselung ist einer von ca. 200 Rankingfaktoren.

6. Responsives Design

Immer mehr Websiteaufrufe geschehen mittlerweile von einem mobilen Endgerät aus. Sorgen Sie dafür, dass Ihre Website responsiv, also mobilfähig ist. Im Jahre 2016 möchte niemand mehr eine Website auf dem Smartphone zoomen müssen. Die Lesbarkeit muss mittlerweile standardmäßig gegeben sein. Dazu ist nicht zwingend eine zweite Version der Website notwenig, wie es früher oft gemacht wurde. Viele unserer Kunden nutzen Content-Management-Systeme wie WordPress oder Joomla. Dort ist die Mobilfähigkeit bei Themes bzw. Templates von Beginn an gegeben. Auch Shopsysteme bieten diese Möglichkeiten direkt mit an.

Mobilfähigkeit ist seitens Google auch ein Rankingfaktor in der mobilen Suche. Webseiten die nicht für mobile Endgeräte optimiert sind erhalten einen Malus im Ranking. Ob Ihre Seite für die mobile Suche geeignet ist, können Sie leicht mit einem Google-Tool ermitteln.

Google Pagespeed Insights

7. Ladezeit

Neben der mobilefähigkeit einer Website, sollte die Wartezeit für den User sehr kurz sein. Nutzen Sie alle Möglichkeiten wie GZIP-Komprimierung, Browser-Caching und komprimierte Bilddateien, um das Laden der Seite so schnell wie möglich zu gestalten. Dazu gehört auch ein leistungsfähiger Server, auf dem Ihre Seite gehostet ist. In der XOVI Suite finden Sie im Bereich Onpage auch unser Pagespeed-Monitoring. Dort werden die Ladezeiten gemessen und auch Tipps zur Optimierung gegeben. Die Verbesserung der Ladezeiten erfordern Programmierkenntnisse. Wenn Sie diese nicht haben, dann wenden Sie sich hier am besten an einen Fachmann, der Ihnen dann sachkundig hilft.

8. URL-Struktur

Wichtig ist ferner, dass Ihre URL nicht zu lang ist. Zwar kann Google durchaus URL-Längen von mehr als 1000 Zeichen verarbeiten, aber diese sind nicht sehr nutzerfreundlich. Gestalten Sie „sprechende URLs“, also Webadressen, die schon in der URL aussagen, was sich an Inhalten dahinter verbirgt. Das hilft übrigens auch Google bei der Einordnung der Seite und der Bewertung bei der Relevanz.

Beispiel schlecht: www.beispiel.de/kasis/shop/prod/art4998278943/
Beispiel gut: www.beispiel.de/quadrokopter

Verwenden Sie zudem keine Sonderzeichen in der URL und vermeiden Sie, dass ein Trailing-Slash am Ende der URL angezeigt wird (Schrägstrich / am Ende der URL).

9. Meta-Title und Meta-Description

Nutzen Sie den Title-Tag und die Meta-Description zur Erhöhung der Relevanz Ihrer Seite. Vergeben Sie für jede Unterseite einzigartige Meta-Angaben. Der Meta-Title ist Ranking-Relevant und darin sollte ganz am Anfang das Keyword vorkommen, auf das die Seite optimiert wird. Die Description sollte den Inhalt der Seite beschreiben und gleichzeitig eine Aufforderung zu einer Handlung enthalten – z. B. „Informieren Sie sich jetzt“ oder „Kaufen Sie jetzt online den Quadrokopter“. Die Description ist zwar nicht direkt für das Ranking relevant, aber indirekt schon. Google nutzt Title und Description in der Regel für die Darstellung in der Suche.

Hier erklärt Matt Cutts, ehem. Mitarbeiter im Google Search Team Meta Titles:

und hier erläutert er die Nutzung der Meta-Beschreibung:

Wenn Sie die Angaben nicht optimal ausrichten, dann wird Ihr Eintrag in den Suchergebnistreffern vielleicht weniger geklickt, obwohl Sie hochwertige Inhalte auf Ihrer Website haben.

Google SERP Snippet

10. Qualitative Inhalte mit Mehrwert

Schlechte Seiten gibt es genug im Internet. Gute Rankings erhalten Sie, wenn Sie hochwertige Inhalte erstellen, die einen echten Mehrwert für Ihre Zielgruppe liefern. Fragen Sie sich immer ehrlich: Warum sollte meine Seite auf Platz eins bei Google stehen und nicht die, die jetzt da stehen? Was bietet mein Inhalt an Mehrwert gegenüber den bestehenden Seiten im Netz zu Ihrem Thema? Welches Problem löse ich für die Leser meiner Seite. Inhalt ist nicht nur Text. Betten Sie Videos mit ein, machen Sie Aufzählungen mit Bulletpoints, bieten Sie ein Whitepaper als Download an, nutzen Sie Fotos und Grafiken, um Ihre Seite interessant zu gestalten. Google belohnt Webseiten mit Mehrwert und dann kommt das Ranking von allein.

11. Interne Verlinkung

Verlinken Sie Ihre Unterseiten untereinander sinnvoll. Google nutzt mit seinem Crawler interne Links, um Ihre Seite zu erfassen und anschließend zu indexieren. Auch Ihre Nutzer werden dankbar sein, wenn Sie weiter geführt werden innerhalb Ihrer Website. Einen ausführlichen Blogartikel zum Thema interne Verlinkung finden Sie auch bei uns.

12. Erstellen Sie Inhalte für Nutzer – nicht für die Suchmaschine

Richten Sie sich bei der Erstellung Ihrer Inhalte immer nach dem Nutzer. Was würden Sie als Besucher der Website erwarten vorzufinden. Welche Problemlösungen sucht er und wie können Sie ihm helfen. Welche Nutzerintention hat er. Schreiben Sie nicht für die Suchmaschine. Ein Absatz von 30 Wörtern in dem ein Keyword 10x vorkommt liest sich nicht gut. Ihre Websitebesucher werden es Ihnen danken, wenn Sie gut lesbare Texte schreiben und belohnen das mit einer hohen Verweildauer auf Ihrer Seite und einer niedrigen Absprungrate. Auch das sind Signale für Google, die sich im besten Fall positiv auf Ihre Rankings auswirken können.

Fazit

Suchmaschinenoptimerung ist kein Hexenwerk, sondern ein Handwerk. Diese 12 Tipps sind ein Auszug aus den vielen Möglichkeiten, Ihre Website zu optimieren. Die XOVI Suite unterstützt Sie übrigens in vielen dieser Themen, z.B. mit dem Onpage-Tool, welches für Sie Fehler in der Programmierung aufdeckt, die sich negativ auf SEO auswirken können.