Cost Per Click (CPC)

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Die Übersetzung von Cost Per Click (CPC) liegt nahe: Kosten pro Klick. Ein alternativer Begriff ist Pay Per Click. CPC ist eine gängige Methode der Vergütung im Online-Marketing. Bucht ein Unternehmen zum Beispiel ein Banner auf einer Website, vergütet es den Publisher bzw. Websitebetreiber nach dem Cost-Per-Click-Verfahren. Das heißt, dass der Publisher für jeden Klick eines Besuchers auf das Banner vergütet wird. Auch Google AdWords und Google AdSense funktionieren in weiten Teilen nach diesem Prinzip.

Entwicklung

Printanzeigen werden entsprechend der Reichweite eines Mediums vergütet. Welche Wirkung die Anzeige beim Rezipienten hat, ist allerdings nicht nachzuvollziehen. Im Internet ist das anders. So kann eine Website mittels eines Analysetools wie Google Analytics genau feststellen, von welcher Quelle die Besucher kommen. Gleichzeitig kann der Betreiber einer Website auch innerhalb der Website feststellen, wie viele Nutzer auf ein bestimmtes Banner geklickt haben. Wird das Banner mithilfe eines AdServers platziert, ist auch dieser in der Lage, die Anzahl der Klicks zu zählen (Tracking). Im Internet ist die Basis für die Vergütung des werbenden Unternehmens an den Publisher also wesentlich genauer als im Prinsektor.

Welche Kriterien bestimmen den Preis?

Die tatsächlichen Kosten pro Klick werden individuell verhandelt. Eine Vielzahl von Faktoren spielt bei der Preisgestaltung eine Rolle: Zunächst geht es um die Qualität der Website. Eine Website mit qualitativen Inhalten und großer Reichweite (z. B. eine große Nachrichtenseite wie spiegel.de) hat in der Regel einen höheren Preis pro Klick, als ein kleiner Blog. Textlinks werden wiederum anders vergütet als Banner oder Layer-Ads. Und auch die Positionierung innerhalb der Website ist entscheidend. Bei einem Startseitenbanner ist der Preis pro Klick eher höher, als bei einem Banner auf einer Unterseite. Zudem hängt die Höhe der Kosten mit der Branche und dem Gesamtvolumen der gebuchten Werbung zusammen. Google AdWords arbeitet nach dem Auktionsverfahren, dabei spielt die Anzahl der Mitbewerber und deren Gebote eine Rolle. Der Publisher sollte dementsprechend für eine möglichst hohe Click-Through-Rate sorgen, um eine maximale Vergütung zu erreichen. Dazu muss die Anzeige auch zur Zielgruppe des Publishers passen.

Cost per Click hat Vor- und Nachteile

Ein Vorteil des CPC-Verfahrens liegt in der unkomplizierten Auswertung. Die Anzahl der Klicks auf einen Banner- oder Textlink lässt sich sehr leicht bestimmen, das Verfahren ist genauer als TKP bzw. CPM. Damit ist das CPC-Verfahren für nahezu jede Website geeignet. Leider lassen sich diese Zahlen auch leicht manipulieren, weshalb viele Unternehmen Affiliate-Marketing betreiben, bei dem der Publisher nur eine Provision für tatsächlich über den Link getätigte Bestellungen bekommt (Cost per Order). Als werbendes Unternehmen sollte man zudem immer ein maximales Budget festlegen, das aufgebraucht werden kann. Anschließend wird die Anzeige von der Seite genommen. So lässt sich unerwarteten Kostenexplosionen durch überdurchschnittlich viele Klicks vorbeugen.