Google Groups

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Google Groups bedeutet in deutscher Sprache Google Gruppen und ist der Name eines kostenlosen Zusatzdienstes vom Suchmaschinenbetreiber Google. Google Groups verbindet Funktionen aus Foren, Usenets und sozialen Communitys.

Die Geschicht

e Seinen Ursprung hat Google Groups in einer ganz speziellen Begebenheit im Jahre 2001. Damals kaufte der Suchmaschinenbetreiber Google Inc. etwa eine halbe Milliarde Artikel aus dem Archiv von Usenet. Usenet ist ein eigenständiges Netzwerk im Internet, das parallel zum World Wide Web existiert. Die Artikel und Beiträge in den Diskussionsforen des Usenets sind reine Texteinheiten, die üblicherweise über einen Newsreader ausgelesen werden. Inzwischen verliert das Usenet aber an Relevanz, ein Großteil der Wissenssammlungen wird heute über das WWW ausgegeben, Diskussionen und Support finden in zahlreichen Webforen statt. Google kaufte die Fachartikel des Usenets und stellte sie über Google Groups der Öffentlichkeit zur Verfügung. Damit ist Google Groups zum wichtigsten und umfassendsten Usenet-Archiv geworden. Zusätzlich können die Nutzer in Google Groups Themen in selbst angelegten Diskussionsforen behandeln.

Wie funktioniert's?

Als durchsuchbares Usenet-Archiv gestartet, weißt Google Groups heute eine deutlich höhere Funktionalität auf, als noch vor einigen Jahren. Trotzdem ist der Dienst nur wenigen Anwendern wirklich bekannt, zumal die reguläre Google-Suche, anders als bei News oder Videos, keine Ergebnisse der Google-Groups-Suche anzeigt. Diese muss speziell ausgewählt werden. Trotzdem ist Google-Groups hilfreich. So durchsucht der Dienst nicht mehr nur das Usenet-Archiv, sondern Internetforen generell. Zudem lassen sich in Google Groups direkt Gruppen und Diskussionsforen einrichtigen, kommuniziert werden kann via Mail, RSS oder Browser. Im eigenen Profil können interessante Inhalte und Themen vom Nutzer gesammelt werden, sodass dieser ohne Probleme den Überblick behalten kann. Mitglieder einer Gruppe können über den Dienst Events organisieren und andere Mitglieder auffinden, selbstverständlich ist der mobile Zugriff auf Google Groups gewährleistet.

Voraussetzungen für die Nutzung

Wer Google Groups nutzen möchte, um das Usenet-Archiv oder andere Internetforen zu durchforsten, benötigt keinen Benutzeraccount und muss sich nicht registrieren. Wer allerdings eigene Themen erstellen oder sich mit anderen Mitgliedern vernetzen möchte, ist auf einen Google-Account angewiesen. Praktischerweise ist kein spezieller Account für Google Groups notwendig. Der Dienst kann genau wie viele andere Google-Dienste über den zentralen Account bedient werden.

Vor- und Nachteile von Google Groups

Ein entscheidender Vorteil von Google Groups liegt darin, dass wertvolle Informationen des Usenets auch außerhalb des Usenets zugänglich gemacht wurden. Dazu kommen stets aktuelle Diskussionen und Themen, die das Angebot an Informationen weiter ergänzen. Praktischerweise kann man auch ohne Account und Login auf diese Informationen zugreifen. Außerdem hat Google Groups einen starken Community-Charakter. Mitglieder einer Gruppe können Artikel innerhalb der Gruppe auch im Nachhinein ergänzen und verändern. Doch Google Groups ist nicht gänzlich ohne Nachteile. Der Dienst stand immer wieder in der Kritik, da anhand der Autoren von Beiträgen entsprechende Profile gebildet werden, die wiederum durch Personensuchmaschinen wie Yasni ausgelesen werden können. Das ist nicht im Interesse aller Nutzer. Wer unter seinem Klarnamen einen Beitrag verfasst hat, ist durch den Beitrag im Internet auffindbar.

Die Relevanz von Google Groups für die Suchmaschinenoptimierung

Der Dienst Google Groups hat von Anfang an eine Rolle für das Linkbuilding der Suchmaschinenoptimierer gespielt. Die hohe Bewertung der Links innerhalb von Google Groups führte allerdings schnell zu Linkspamming, sodass inzwischen jeder Link innerhalb von Google Groups mit einem Nofollow-Befehl versehen ist, der verhindert, dass die Suchmaschine die Seite hinter einem Link indiziert. Als Maßnahme für das Linkbuilding ist Google Groups daher nicht mehr geeignet. SEOs finden mithilfe von Google Groups viele nützliche Informationen, als direktes Instrument zur Verbesserung des Rankings einer Seite spielt Google Groups allerdings keine Rolle mehr.