Usability

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Die Benutzerfreundlichkeit (Usability) einer Internetseite ist von entscheidender Bedeutung, nicht nur für den Besucher selbst, denn auch Google wertet diesen Punkt sehr hoch in seinem Ranking. Design und Bedienung müssen so gestaltet sein, dass der Betrachter den bestmöglichen Komfort genießt. Im Online Marketing nimmt die Webseiten-Usability deshalb einen hohen Stellenwert ein. Es geht hierbei um eine schnelle Ladezeit, eine durchgehende Erreichbarkeit sowie die einfach und intuitive Bedienung der Seite durch den Nutzer. Das Gegenteil wäre eine Seite die keine Anreize für einen längeren Besuch setzt. Ein weiterer Aspekt besteht in dem schnellen Auffinden der gewünschten Inhalte. Hierfür kann die Google Custom Search integriert werden.

Haupt-Kriterien für gute Usability

Bei der Gestaltung und dem Betrieb einer Webseite sollte im Bezug auf Usability hierauf geachtet werden:

  • Erreichbarkeit: Eine Website muss schnell laden und direkt zum Ziel führen.
  • Effizienz: In welchem Tempo kann der Nutzer die gewünschte Aufgabe erledigen bzw. die erforderlichen Inhalte finden.
  • Zufriedenheit: Dies bezieht sich auf das Design und wie dieses mit den Funktionen harmoniert.
  • Wiedererkennungswert: Wenn ein Benutzer die Seite erneut besucht, sollte er sich schneller zurechtfinden.
  • Fehler: Kann der Benutzer Fehler auf der Seite vermeiden? Falls nicht, wie problematisch sind diese? Kann man die Chance auf Vermeidung irgendwie erhöhen, damit der Besucher mehr Usability verspürt?

Zählen wir noch weitere Faktoren zusammen, so bekommen wir die wichtigsten Qualitätsmerkmale über die Seite, was auch als User Experience bezeichnet wird.

Usabilty testen

Heutzutage kann jeder eine Webseite in wenigen Schritten erstellen, der Test von Usability ist dagegen Sache von erfahrenen Online Marketern. Usability Tests klären auf wo die Besucher die meisten Fehler begehen und wie man diese künftig vermeiden kann. Neben einer ausführlichen Analyse besteht auch die Möglichkeit eines Schnelltests mit dem System Usability Scale. Wer die Usability auf professioneller Ebene testen möchte, der kann Live-Tests, Eye Tracking, die heuristische Evaluation und andere Techniken verwenden. Mehrere Nutzer besuchen die Webseite und deren natürliches Verhalten wird aufgezeichnet. Dadurch sollen sich Maßnahmen zur Verbesserung der User Experience ableiten lassen. Der Fachmann spricht unter anderem von Heatmaps die häufig ein F-Muster ergeben, weil der Nutzer meist die linke Spalte sondiert und von dort aus zur rechten Seite schweift. Scrollmaps ergänzen diese Analyse durch die Feststellung besonders interessanter Seitenabschnitte für den Nutzer. Hinsichtlich der einfachen Navigation wurde das Card Sorting entwickelt. Nutzer erhalten für einen Test alle Wörter aus der Navigation in Form von Karten vorgelegt und sollen diese nach einer für sie sinnvollen Reihenfolge anordnen. Ein partizipatives Design schließt bei der Entwicklung und Gestaltung die Meinung von Nutzern mit ein.

Barrierefreie Seiten

Ebenso entscheidend ist der Abschnitt zur Barrierefreiheit (Accessibility). Menschen mit Behinderungen sollen sich dennoch auf der Webseite zurechtfinden können. Dafür werden spezielle Hilfsgeräte und Programme verwendet, die bspw. den Text vorlesen können. Alt-Tags bei Bildern sind hierfür ebenso nützlich, auch hinsichtlich der Onpage-Optimierung.

Usability und Suchmaschinenranking

Suchmaschinen können die Usability nicht direkt auswerten. Jedoch erkennen sie wenn ein Benutzer die Seite frühzeitig verlässt, weil er sich nicht zurechtgefunden hat. Er kehrt dann häufig direkt zur Suchmaschine zurück, was in der Bounce Rate ausgedrückt wird. Google rät deshalb zu ausgiebigen Tests und Verbesserungen der Usability, damit die Seiten ihre Bounce Rate verringern und das Ranking somit steigt. Ein leichter Zugang, möglichst bariierefrei, steht als ein Faktor für die gute Qualität einer Webseite. Wenn ein Nutzer sich besonders vom Inhalt angesprochen fühlt, teilt er diese Seite womöglich in sozialen Netzwerken oder legt sich ein Bookmark an. Experten verwenden zudem Codes wie CommonJS um die Webseite flexibler zu gestalten. Auch dies kann, bei korrekter Verwendung, von Google & Co positiv aufgenommen werden.

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