XOVI Expertenrat

4 nützliche Tipps für erfolgreiche Voice Search Optimierung

Björn Tantau | 28.06.2018

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Sprachsuche ist kein Trend mehr, sie ist auf dem Weg, in der Mitte der Gesellschaft anzukommen. Google hat in den vergangenen Jahren viel dafür getan, die Sprachsuche zu verbessern, doch auch Amazon oder Apple sind ganz klar an dem Thema dran. Wichtige Gründe, warum auch du das Thema definitiv auf dem Schirm haben musst, wenn du willst, dass deine Inhalte in Zukunft noch „gefunden“ werden – denn da beginnt schon die Herausforderung: Wie genau wird dein Content via Sprachsuche „gefunden“? Der folgende Artikel präsentiert dir 4 Tipps zur erfolgreichen Voice Search Optimierung…

Ohne Sprachsuche geht‘s bald nicht mehr

Dank Siri und dem Google Assistant kann jeder Nutzer eines Smartphones sein Gerät direkt fragen und bekommt eine Antwort. Dieses Verhalten hat sich inzwischen auch auf das eigene Zuhause ausgeweitet, denn die Smart Speaker von Amazon (Echo) sowie Google (Home) stehen mittlerweile in vielen Häusern und es werden täglich mehr.

ComScore hat in einer Studie vorausgesagt, dass bis zum Jahr 2020 50% aller Anfragen über die Sprachsuche abgewickelt werden und dass 30% der Anfragen auch nicht mehr über einen Bildschirm laufen. Höchste Zeit also, selbst tätig zu werden, denn die Sprachsuche an sich mag noch zu bewältigen sein, schließlich sind da noch Displays im Spiel.

Die Wahrscheinlichkeit, dass der oder die Suchende anschließend zusätzlich etwas „googelt“, so wie es in den letzten Jahren der Fall war, ist dann noch recht groß. Wenn aber die Suchanfrage nur noch über ein Gerät wie Amazon Echo oder Google Home abgewickelt wird, dann sieht die Sache ganz anders aus.

1. Bring deinen Content in die Featured Snippets

Das Featured Snippet wird den Kampf um die erfolgreichsten Inhalte in Sachen Voice Search gewinnen. Schon jetzt ist die „Position Null“ bei vielen SEOs sehr begehrt, schließlich landest du so wirklich ganz oben bei Google. Und weil sich viele Anbieter bei den Suchergebnissen von Google bedienen, ist das zunächst die wichtigste Aufgabe für dich.

Obwohl es aus meiner Sicht noch keine definitive Antwort darauf gibt, wie du diesen Spitzenplatz erreichst, wurde viel Forschung betrieben, um die optimale Vorgehensweise nachzuvollziehen. Auch ich hab mich mit dem Thema schon befasst und kann inzwischen sagen, dass es auf jeden Fall ein paar Dinge gibt, die du mit deinem Content tun solltest, um auf die berüchtigte „Position Null“ zu kommen. So musst du zum Beispiel spezifische Fragen mit deinen Inhalten beantworten. Google selbst will immer die beste Antwort bieten, also musst du die entsprechende Vorarbeit leisten.

Schau dir also an, welche Fragen denn tatsächlich zu bestimmten Themen gestellt werden.

Das bekommst du leicht raus, indem du zum Beispiel Portale wie Quora konsultierst. Dort findest du die Fragen, die den Usern wirklich unter den Nägeln brennen – und baust deinen Content um diese Fragen herum detailliert und nachhaltig auf. Wichtig: Stelle selbst direkt die Frage, um die es geht, versehe sie mit einem H2 Tag als Signal für Google und liefere sofort danach die Antwort direkt im anschließenden Text. Versuch bitte auch, dich kurz zu halten: Ich habe bemerkt, dass Antworten in Form von Listen besonders gut funktionieren und dass deine Chance, im Featured Snippet zu landen, am besten ist.

Außerdem stammt der übergroße Teil der Featured Snippets von Ergebnissen, die ohnehin schon in den Top 10 bei Google gelistet sind. Ergo musst auch du ganz unabhängig von deiner sonstigen Suchmaschinenoptimierung darauf achten, perfekten Content abzuliefern und dabei ist die Klasse entscheidend, nicht die Masse. Mach also deine Hausaufgaben und optimiere deinen Content, nicht nur inhaltlich, sondern auch technisch.

Strukturierte Daten sind wichtig, produziere leserliche Texte, achte auf deine technische SEO, auf interne und externe Links. Denk auch daran, dass die Sprachsuche umgangssprachlicher ist, als du das von der „normalen“ Suche kennst. Wenn du es also schaffst, auch diese Aspekte zu berücksichtigen, dann sollte es mit dem Featured Snippet klappen.

2. Verbessere deine lokale Suchmaschinenoptimierung

39% der Sprachsuchen entfallen auf die Suche nach Geschäftsinformationen vor Ort. Es zahlt sich also mehr denn je aus, wenn du einen intensiveren Blick auf deine lokale SEO wirfst und sie verbesserst. Dazu musst du im ersten Schritt sicherstellen, dass deine Google MyBusiness Seite auf dem aktuellen Stand ist. Schau also nach, ob deine Kontaktdaten korrekt sind, ob die Adresse richtig ist, ob die Öffnungszeiten stimmen und so weiter.

Das mag banal klingen, aber wenn jemand via Voice Search in sein Smartphone spricht und „Wie lange hat der Supermarkt geöffnet?“, dann wird auch eine korrekte Antwort erwartet. Was glaubst du, wie diese Person reagieren wird, wenn sie beim Supermarkt ankommt, weil sie über die Voice Search erfahren hat, dass bis 22 Uhr geöffnet ist und dann feststellt, dass die Türen schon um 21 Uhr geschlossen wurden?

Richtig, sie wird nicht begeistert sein und das ist ein Problem für dich. Diese Person hat eine sehr schlechte Nutzererfahrung gehabt und wird es sich beim nächsten Mal genau überlegen, ob sie erneut zu diesem Supermarkt fährt. Ja, für die großen Supermarktketten mag das vielleicht zu verkraften sein, aber denk auch an Frisöre, Handwerker, Metzger oder all die anderen kleinen Geschäfte, die es sich nicht leisten können, Kunden leichtfertig zu verärgern.

Zusätzlich musst du auch im Bereich der lokalen SEO verstärkt auf strukturierte Daten setzen. Google liebt es, wenn du gut vorarbeitest und es somit weniger zu tun gibt. Genau das ist der Sinn von strukturierten Daten, denn mit ihnen erleichterst du Google die Arbeit. Der Lohn für diese Vorgehensweise ist nach meiner Erfahrung fast immer ein besseres Ranking in den Suchergebnissen – und somit perspektivisch auch mehr Erfolg bei der Sprachsuche.

3. Mach deine Website schneller denn je

Die Sprachsuche wird fast ausschließlich auf Smartphones verwendet und deine Website sollte natürlich entsprechend für Mobilgeräte optimiert sein. Wenn das nicht der Fall ist, dann werden die User deine Seite verlassen und zurück zu den Suchergebnissen gehen. Dadurch steigt die Absprungrate („Bounce Rate“), was für dein Ranking nicht gut ist. Eine Seite, die 5 Sekunden zum Laden benötigt, hat mit 90%-iger Wahrscheinlichkeit eine viel höhere Absprungrate, als wenn sie nur eine Sekunde lädt.

Die Absprungrate bei mobilen Geräten ist generell höher als am Desktop. Daran kannst du erkennen, wie wichtig die Ladegeschwindigkeit deiner mobilen Website ist, denn offensichtlich haben mobile User noch weniger Zeit und wollen die richtigen Antworten schneller haben. Google bietet selbst ein Tool an, mit dem du feststellen kannst, wie schnell deine Website lädt. Dieses Tool kann ich dir nur empfehlen (https://developers.google.com/speed/pagespeed/insights/). Schau dir die Ergebnisse an und optimiere deine Seite dann entsprechend, denn das ist wirklich wichtig.

Die Ladegeschwindigkeit zahlt übrigens auch direkt auf die User Experience deiner Nutzer ein. Geh im Idealfall immer von dir selbst aus: Wie lange willst du auf ein Ergebnis warten? Wie groß ist deine Geduld, wenn sich eine Seite nur langsam öffnet? Und ärgert es dich nicht auch, wenn du dann auf der Seite nicht das findest, wonach du eigentlich gesucht hast? So geht es auch deinem Publikum. Überleg dir also insbesondere für die Sprachsuche genau, welche Vorteile du deinen Usern bieten kannst. Einer dieser Vorteile ist ganz klar die schnelle Auslieferung deiner Seite, wenn du dich für das Sprachsuchergebnis qualifiziert hast.

4. Finde heraus, was dein Publikum will

Schon vor einer Weile hat Google angekündigt, dass in der Search Console künftig auch die Sprachsuche berücksichtigt werden soll. Dafür wird es eine eigene Übersicht geben, weil sich die Sprachsuchen nicht einfach mit den herkömmlichen Suchanfragen nach Keywords mischen lassen. Sprachsuchen sind naturgemäß länger, weil sie auch, wie schon erwähnt, umgangssprachlicher sind. Auch wegen der Komplexität von Sprachsuchen ist das Suchvolumen nicht ohne Weiteres zu ermitteln und oft einfach auch zu gering.

Früher oder später wird Google dafür eine Lösung finden und diese dann in der Search Console präsentieren, schau also immer mal wieder, ob du davon schon was siehst. Unabhängig davon kannst du in der Search Console natürlich auch so herausfinden, was dein Publikum wirklich will. Überprüfe die Suchanfragen, zu denen du bereits rankst und teste, ob du diese Suchanfragen für die Sprachsuche anpassen kannst oder sogar musst. Wenn du ein Geschäft hast und feststellst, dass die Leute immer wieder nach deinen Öffnungszeiten suchen, dann kannst du davon profitieren und deine Website entsprechend optimieren.

Sehr gute Informationen bekommst du auch bei Google Trends, denn dort kannst du nachschauen, wie sich die grundsätzlichen Suchanfragen zu bestimmten Themen entwickelt haben. Das SEO Tool deines Vertrauens ist natürlich auch noch eine gute Anlaufstelle, denn dort kannst du eine komplette Keyword Recherche machen und so genau herausfinden, welche Suchbegriffe sich für dich lohnen.

Fazit

Voice Search wird weiter erfolgreich seinen Siegeszug fortsetzen. Es geht um viel Traffic und damit auch um viel Geld. Der Markt wird schon in den nächsten Jahren deutlich mehr wert sein und selbstverständlich kann es dabei auch um deine Umsätze gehen. Wenn du dir diese Umsätze und vor allem den Traffic nicht entgehen lassen willst, dann musst du jetzt handeln.

In ein paar Jahren könnte es zu spät sein und auch wenn Voice Search jetzt in diesem Augenblick aus deiner Sicht noch nicht relevant sein mag – bitte glaub mir, sie wird relevant. Prozesse wie dieser wiederholen sich immer wieder, auch dem mobilen Internet wurde lange Jahre immer wieder der Durchbruch prophezeit, bis es dann endlich tatsächlich passierte.

An dieser Entwicklung kannst du erkennen, dass sich auch bei der Sprachsuche viel verändern wird. Der wichtigste Grund aber, warum sich Voice Search durchsetzen wird: Es ist einfacher, deinem Smartphone eine Frage zu stellen, als diese Frage in den Suchschlitz von Google einzutippen. Und Dinge, die den Menschen das Leben erleichtern, setzen sich immer durch.

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