Wie du garantiert viel mehr neue und qualifizierte Follower auf Pinterest bekommst

20.10.2015

Pinterest? Ja, das „soziale Netzwerk für Bilder“. Diese Bezeichnung wurde in den vergangenen Jahren oft genutzt, mittlerweile hat sich Instagram diesen Titel geschnappt. Letztendlich kann Pinterest das aber auch egal sein, denn mit 100 Millionen Nutzerinnen und Nutzern weltweit ist Pinterest mittlerweile im Marketing Mix angekommen. Und im Vergleich zu Instagram spricht ein Punkt ganz klar für Pinterest: die Bereitschaft der User, die Plattform als Shopping Channel zu nutzen. Ganz anders als Instagram hat Pinterest es schon früh verstanden, den dort entstehenden Traffic in bare Münze für die Publisher umzuwandeln – oft durch cleveres Affiliate Marketing. Das klappt aber für Publisher nur, wenn sie selbst eine ordentliche Reichweite auf Pinterest haben. Und wenn du Publisher und/oder Affiliate bist und wissen willst, wie du diese Reichweite erzeugst, dann lies dir den folgenden Artikel durch:

Pinterest ist scharf auf Interaktionen

Für den Aufbau einer qualifizierten Reichweite sind vor allem Interaktionen wichtig. Pinterest bietet dir in dieser Hinsicht eine ansehnliche Palette: Kommentare, Repins, Likes oder auch ganz normale Klicks und Ansichten eines „Pins“ (so nennt man ein Bild, das auf Pinterest eingestellt wurde). Im Schnitt wird jeder Pin auf Pinterest 10 Mal gerepinnt (was einer Weiterleitungsrate entspricht, von der andere Plattformen wie zum Beispiel Twitter nur träumen können).

Mit Pinterest kannst du also:

  • Traffic für deine Website erzeugen
  • Neue Kundenkontakte (Leads) generieren
  • Deinen Umsatz durch Abverkäufe steigern
  • Das Branding deiner Marke verbessern

Diese vier Faktoren sind Folgeerscheinungen einer sorgfältig erdachten Strategie. Ohne diese Strategie geht es nicht, da ist Pinterest keine Ausnahme. Spontane Stunts wie „Wir machen jetzt auch mal was mit Social Media“ funktionieren 2015 nicht mehr – wenn du nicht genau weißt, was dein Ziel ist und wie du dieses Ziel erreichst, wirst du scheitern und genau aus diesem Grund brauchst du eine hervorragende Strategie.

Finde deine Nische und sei überzeugend

Dein Ziel kennst du bereits: Du willst auf Pinterest eine qualifizierte Reichweite aufbauen. Mit anderen Worten: Du willst Pinterest User erreichen, die sich für deine Themen interessieren und im Idealfall bereit sind, ihre Customer Journey mit deinem Content auf Pinterest zu beginnen, damit sie am Ende in (d)einem Shop landen und du an diesen Usern verdienst.

Doch wie kommst du zu dieser Reichweite? Im ersten Schritt kümmerst du dich um dein Pinterest Profil und wählst dort einen Usernamen, der entweder für dich als Person, für deine Firma oder für das Thema deines Produkts steht. Erliege nicht der Versuchung, einen thematisch bunt durcheinandergewürfelten Account zu eröffnen, der mit einem nichtssagenden Namen alles Mögliche anbietet – das wird nicht funktionieren.

Füll also die Profilbeschreibung aus und zeichne dabei ein ehrliches Bild, das aber trotzdem niemanden zum Einschlafen bringt. Weise auf deine Themen hin und erkläre potenziellen Followern, worum es auf deiner Pinterest Page geht. Vergiss auch nicht einen Link zu deiner Website oder zu deinem Online Shop im Profil zu hinterlegen – in der Regel entsteht der Traffic zwar direkt aus einem Pin heraus, es kann aber nicht schaden, eben auch im Profil einen Link zu haben.

Zeige (fast) immer Menschen statt Produkte

Damit dein Profil wirklich aussagekräftig ist, muss natürlich noch ein Foto her. Auch hier gilt die gleiche Vorgehensweise wie bei dem Namen deinen Profils: Du musst mit deinem Foto punkten – je nachdem, was du erreichen willst.

Wenn es um dich geht, dann such ein tolles Bild von dir aus, wenn es aber um deine Firma geht, dann nimm besser auch ein Foto von dir (oder von einem/r attraktiven Mitarbeiter/in) und stelle zum Beispiel mit einem zusätzlichen Logo im Bild einen persönlichen Bezug her (Menschen kaufen halt von Menschen und nicht von Logos). Bei einem Produkt oder einer Dienstleistung empfehle ich diese Vorgehensweise auch, weil ich selbst damit bei eigenen Projekten und solchen für Kunden positive Erfahrungen gemacht habe.

Wie gesagt, es ist immer besser, ansehnliche und im Idealfall gut gelaunte Menschen zu zeigen, als ein Logo oder die Abbildung eines Produkts. Ausnahme sind Produkte mit einem sehr starken emotionalen Bezug, wie zum Beispiel Autos – da ist es dann tatsächlich besser, den neuen Mercedes im Profilbild zu zeigen und eben nicht den Vorstandsvorsitzenden.

Wenn du nicht selbst handelst, wird nichts passieren

80 Prozent aller Pins auf Pinterest sind Repins. Du fragst dich, warum ich diese Zahl nenne? Nun, wenn du weißt, dass 8 von 10 Pins eigentlich Inhalte von Dritten sind, die aufgrund ihrer Qualität weitergeleitet werden, dann musst du kein Genie sein – es liegt auf der Hand, dass auch du solch qualitativ hochwertige Pins produzieren musst, um dich von der Masse abzuheben.

So werden deine Inhalte entsprechend öfter weiterverbreitet. Folge: Du hast innerhalb von Pinterest eine deutlich höhere Reichweite und bekommst konsequenterweise auch mehr neue Follower. Dein immer größeres Publikum teilt deine Inhalte immer mehr und so steigt die Reichweite wieder…

Eigentlich ziemlich simpel – wenn du entsprechend handelst! Pinterest ist nun mal eine visuelle Plattform und deswegen muss dein Content auch hochgradig visuell ansprechend sein, damit er aus der Masse hervorsticht. Allerdings funktionieren auf Pinterest auch Infografiken sehr gut – weil dort oft viele Fakten genannt und damit konkrete Probleme gelöst werden können. Letztendlich bist du auf Pinterest erst dann ein Vollprofi, wenn du es schaffst, genau diese Art von Content zu produzieren: Schön anzusehen und gleichzeitig mit hilfreichem Mehrwert.

Bunt ist besser!

Und wo ich schon auf diesem „visuellen“ Thema herumreite: Farben spielen auf Pinterest eine große Rolle! Bilder, die farbenfroh sind, haben auf Pinterest bessere Chancen als Bilder, die das nicht sind. Das gilt auch für helle und dunkle Bilder – wenn du deine Pins ein bisschen aufhellst, dann steigen die Chancen, dass andere Pinner deine Bilder teilen, stark an.

Deine eigene Aktivität und deine Interaktionen sind auf Pinterest sehr wichtig. Aus diesem Grund wird es sich für dich auszahlen, wenn du interessante Pins von anderen Pinnern kräftig teilst (denk an die 80 Prozent). Das ist für dich gleich aus zwei Gründen sinnvoll: Erstens fällst du den Leuten, deren Pins du repinnst, natürlich viel stärker auf und zweitens kannst du auf diesem Weg selbst zu einem wichtigen Multiplikator werden, der dann letztendlich auch mehr Follower bekommt – weil du ja gute Inhalte verbreitest und das kommt immer gut an.

Gleiches gilt für das Kommentieren von Pins. Geh also einfach zu den populärsten Pins auf Pinterest und sag deine Meinung. Freundlichkeit und Sachlichkeit zahlen sich hier aus, aber du darfst auch gern mal kritisches Feedback geben – das macht dich selbst deutlich authentischer und solchen Leuten wird generell mehr gefolgt, weil die Menschen eben auf Echtheit stehen (was leider viel zu selten vorkommt).

Warum du nicht zum Spammer werden darfst

Übertreibe es aber auch nicht mit deinen Kommentaren! Selbst wenn du nette Comments schreibst, wird Pinterest dich als Spammer betrachten und deinen Account im schlimmsten Fall sperren, wenn du zu viele Kommentare absetzt. Bewege dich also in einem normalen Rahmen und mach nur ein paar Kommentare pro Tag, denn damit bist du in der Regel auf der sicheren Seite.

Ebenfalls empfehlenswert ist das Erwähnen von anderen Accounts. Du kennst das von Twitter, denn dort kannst du andere User mit einer „Mention“ beglücken – ob du das bei einem Repin oder bei einem Kommentar machst, spielt letztendlich keine Rolle. Die Person(en), die du markierst, werden das mitbekommen und sich in vielen Fällen dann auch deinen Account ansehen – und wenn du dort was zu bieten hast, dann wird man dir auch folgen, was deine Reichweite natürlich erhöht.

Und selbstverständlich kannst du auch für dich interessanten Leuten auf Pinterest folgen. Die Chancen stehen gut, dass sie sich auf jeden Fall dann auch dein Profil anschauen – und dir möglicherweise auch zurückfolgen. Die Masche „Folge mir, denn ich folge dir“ mag dank Twitter nicht mehr sehr attraktiv sein, funktioniert aber immer noch, wenn du eben den richtigen Leuten folgst – du kannst zwischen 100 und 300 Leuten pro Tag neu folgen, dann etwas abwarten und schauen, ob dir diese Leute zurückfolgen.

Von Folgern und Verfolgern

Am allerbesten klappt diese Taktik, wenn du selbst wirklich sehenswerte und/oder nützliche Inhalte hast. In dem Fall ist es nämlich so gut wie sicher, dass man dir zurückfolgt, wenn der Themenbereich stimmt. Grundsätzlich empfehle ich ohnehin, dass du deinen Account im ersten Schritt mit tollen Inhalten ausrüstest – und erst dann auf Followerfang gehst. Das ist im Prinzip wie auf einer Party im Club – wenn es noch leer ist, dann zögert man reinzugehen. Wenn die Bude aber schon voll ist, dann kommen ganz von selbst immer mehr Leute.

Helfen kann es auch, wenn du deinen Pinterest Account von Zeit zu Zeit auf anderen sozialen Netzwerken promotest. Denk aber auch hier bitte daran, dass du erst für Inhalte sorgst und dann mit der Werbung anfängst (gleiches Prinzip wie eben schon genannt). Und wenn du ganz besonders clever bist, dann promotest du auch nicht deinen kompletten Account, sondern nur einzelne Boards – ich mache das selbst auch so, und habe damit mein Board „Geniale Infografiken“ auf Pinterest ein nach vorn gebracht.

Zum Abschluss darf der Hinweis nicht fehlen, dass du auch auf Pinterest Gewinnspiele durchführen kannst – und genau wie auf anderen sozialen Netzwerken musst du einen themenrelevanten Preis ausloben, damit du die richtigen Follower bekommst. Je wertvoller der Preis ist, desto mehr Follower wirst du bekommen, achte aber darauf, dass die Einstiegshürde zur Teilnahme an dem Contest nicht zu hoch ist (zum Beispiel 30 Pins repinnen oder sich für deinen Newsletter eintragen). Vergiss bitte auch nicht so wichtige Dinge wie den Zeitraum der Aktion zu erwähnen und weise auf die Teilnahmebedingungen hin.

Fazit

In diesem Artikel habe ich dir ein paar wichtige Hinweise und Anleitungen an die Hand gegeben, wie auch du deine Reichweite auf Pinterest vergrößern kannst. Ganz am Ende will ich aber nochmals darauf hinweisen, dass du deine Chancen drastisch vergrößern kannst, wenn du initial jede Menge sehenswerten und praktischen Content zur Verfügung stellst. Dann musst du dir Zeit geben und etwas Geduld haben – wenn du deine Strategie stringent verfolgt und deine Strategie auch etwas taugt, dann wirst du erfolgreich sein. Erliege bitte nicht der Versuchung und kaufe dir Follower, denn auch auf Pinterest gibst du damit sinnlos Geld aus und bekommst zu 99 Prozent Karteileichen – und das willst du nicht wirklich. Happy Pinning!

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