Social Analytics: Was kann das Analyse-Tool von XOVI?

19.11.2015

XOVI ist um ein Tool reicher: Mit der XOVI-Suite kann man nun auch Social Media Aktivitäten auswerten. Dafür wird zunächst auf die Daten der sozialen Netzwerke zurückgegriffen. Das Tool kann jedoch noch mehr: die Statistiken der Mitbewerber offenbaren zum Beispiel.

Um mit dem Social Analytics in der XOVI Suite loszulegen, braucht man zunächst ein Projekt. Das macht man über die Projektverwaltung ganz oben im Browserfenster. Wer die Suite bereits nutzt, hat die Sorge natürlich nicht, die Projekte sind vermutlich bereits angelegt. Dann muss man in der Profilverwaltung (unter Social Analytics, links im Menü) die Social Media Profile zu einem Projekt hinzufügen. Praktisch ist, dass das Tool die verlinkten Profile zu einer Domain automatisch ergänzt. Falls das nicht klappt, kann man Profile aus sozialen Netzwerken noch manuell eingeben.

Was machen die anderen?

Die Analyse funktioniert aktuell mit den Netzwerken Facebook, Twitter, Google+ und YouTube. Aber Achtung: Persönliche Facebook-Profile sind davon natürlich ausgeschlossen. Nur Fanseiten können analysiert werden. Dafür aber das große Plus: Hier können auch fremde Websites eingespielt werden. Die Analyse der Profile funktioniert genauso, wie bei den eigenen. Im Gegensatz zu den Statistiken, die von Facebook, Twitter & Co. zur Verfügung gestellt werden, kann man den Content und die Social Media Performance von anderen Akteuren ebenso analysieren. Damit behält man Mitstreiter beispielsweise gut im Blick, aber auch Profile, die man schlicht aus Inspirationsgründen beobachtet – weil sie ihre Sache gut machen.

Den Multiplikatoren auf der Spur

Für jedes Netzwerk gibt es den Menüpunkt „Überblick“. Dort findet man zunächst die typischen Kennzahlen: Anzahl Fans (oder Follower), Posts, Kommentare etc. mit der prozentualen Veränderung zur Vorwoche bzw. dem individuell gewählten Analysezeitraum. Darunter wird es spannend: Das Social Analytics Tool der XOVI SEO Tools listet die User auf, die für das jeweilige Profil besonders wichtig sind. Hier finden Unternehmen ihre Top Influencer, also diejenigen Fans, die besonders aktiv sind, mit entsprechenden Zahlen. Am besten sortiert man die Liste dafür nach „Aktivität“. Die besonders umtriebigen Nutzer erscheinen dann ganz oben.
Diese Funktion ist hilfreich, wenn man beispielsweise im Rahmen von Influencer Marketing nach entsprechenden Personen sucht. Dabei kann auch der Blick auf andere Fanseiten und deren Benutzer von großem Wert sein. Vielleicht möchte man aber besonders aktive Markenbotschafter beim nächsten Gewinnspiel belohnen. Diese Liste zeigt, wer es verdient hat, ausgelobt zu werden.

Der gläserne Fan

social_analytics_xovi_fanveraenderungNoch mehr Details über die Nutzer eines Profils erfährt man unter dem Menüpunkt „Fans“. Einige der Daten hier sind aus den Statistiken von Twitter oder Facebook sicherlich bekannt. Die Zahlen sind aber etwas kompakter aufbereitet. Hinzu kommen weitere Auswertungen wie die Fanveränderung nach Wochentagen. Gibt es in diesem Chart besondere Ausschläge, kann man Rückschlüsse auf das eigene Postingverhalten ziehen. Zum Beispiel zeigte mein Testprofil, dass besonders an Freitagen neue Facebook-Fans hinzukamen. Um die Reichweite weiterzuentwickeln, sollte man also den Freitag beim Posten auf dieser Fanseite nicht vergessen.

Interaktion: Das perfekte Timing

social_analytics_xovi_aktivitaet_nach_stundenWeitere interessante Kennzahlen, die die sozialen Netzwerke in der Form nicht zeigen, findet man unter Benutzer-Beiträge. Hier gibt es nämlich einige sehr aufschlussreiche Auswertungen zur Aktivität der User auf den eigenen Netzwerk-Profilen. Das Social Analytics zeigt exakt an, an welchen Wochentagen die User besonders häufig kommentieren, teilen oder eigene Beiträge in meinen Profilen posten. Auch zu welcher Tageszeit besonders viel Interaktion stattfindet (Posts/Aktivität nach Stunden), ist auf die Stunde exakt abrufbar. Selbst die Facebook-Statistik ist hier nicht so genau. Warum diese Zahlen so wichtig sind? Interaktion vonseiten der User ist für das eigene Social Media Marketing goldwert: Die erzielten Kontakte sind nachhaltiger, und auf Facebook beispielsweise ist Reichweite nur mit Interaktion zu erzielen – selbst bei Promoted Posts. Sicherlich steht und fällt ein Posting mit der Qualität des Inhalts. Nichtsdestotrotz ist auch der richtige Zeitpunkt maßgeblich für die Interaktion und damit den Erfolg. Wenn die User beispielsweise eher am frühen Abend aktiv sind, sollten Postings daher vermehrt in diesem Zeitraum ausgespielt werden, um ein Maximum an Interaktion zu erzielen.

Seitenbeiträge plattformübergreifend auswerten

Was die Analyse der eigenen Beiträge angeht, orientiert sich das Social Analytics von XOVI an den Daten, die Facebook zur Verfügung stellt: Die Seiten-Posts lassen sich nach Typ (Link, Video, Foto, Status) oder Aktivität (Likes, Shares, Kommentare) sortieren. So erhält man recht bequem eine Top 10 der erfolgreichsten Postings. Sortiert man die Postings beispielsweise nach Shares und es erscheinen vorwiegend Video-Posts, weiß man, dass dieser Content bei den Fans besonders beliebt ist.

Übrigens bieten Twitter, Google+ und YouTube bisher nicht so übersichtliche und ausführliche Daten zu den eigenen Beiträgen. Wer diese Netzwerke nutzt, hat mit dem Social Analytics Tool definitiv bessere Voraussetzungen für die Evaluation.

Content Marketing mit Labels evaluieren

Eine sehr schönes Funktionalität sind die Labels. Jeder Seiten Post kann mit einem solchen „Etikett“ versehen werden. XOVI bietet eine Auswahl vorgegebener Labels wie Blog, Onlineshop oder Kundenprojekte. Die Postings können dann nach diesen Labels gefiltert und ausgewertet werden. Noch besser ist es, wenn man Labels individuell anlegt. Damit hat man die Möglichkeit den eigenen Social Media Content nach bestimmten Themen zu analysieren. So kann man beispielsweise alle Postings, die auf den eigenen Blog verlinken, mit dem Label „Blog“ versehen, und den Erfolg aller verbreiteten Blogbeiträge in den sozialen Netzwerken vergleichen. Mit individuellen Labels ist der Spielraum noch größer, denn damit können auch bestimmte Themenwelten im Blog evaluiert werden. Ein weiteres Beispiel: Unternehmen, die mit Personas arbeiten, könnten jedes Posting mit Labels der dazugehörigen Personas versehen. Nach ein paar Monaten wäre es so möglich, zu überprüfen, ob der Content für eine Persona besser ankam, als der für eine andere.

Vergleich: Wer ist der Klassenbeste?

Richtig spannend wird es im Vergleich. Das Tool stellt unter diesem Menüpunkt die Profile, die zu einem Projekt hinzugefügt wurden, nebeneinander dar. Unter dem orangenen Button „Profilvergleich“ (oben rechts) können Profile entfernt oder ergänzt werden, um die Auswertung noch gezielter vorzunehmen. Hier lässt sich analysieren, ob die Kanäle eines Unternehmens unterschiedlich oder ähnlich gut performen.

Spielt man die Profile von Mitbewerbern aus der Branche ein, hilft es, den eigenen Erfolg besser einzuschätzen. Das Tool hilft übrigens auch dabei, herauszufinden, welche Profile für einen Branchenvergleich infrage kommen: Ruft man sich per Klick auf den Namen die Detailansicht eines Top Influencers („Überblick“) auf, listet das Tool weitere Profile auf, die der Nutzer beeinflusst bzw. denen er folgt.

Ein Tipp zum Schluss: Fast alle Indikatoren lassen sich per Klick in den Wochenreport aufnehmen. Dann erhält man einmal pro Woche die Hauptkennzahlen per E-Mail zugeschickt.

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