Linkbuilding 2017 – 3 Linkaufbau-Strategien, die immer (noch) funktionieren

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13.12.2016

Über die Jahre wird es immer schwieriger, Top-Positionen bei Google zu erreichen und dauerhaft zu behalten. Dies liegt nicht zuletzt an der stetigen Anpassung des Google-Algorithmus, wobei das Penguin-Update seit Jahren zu einer der wichtigsten Modifikationen der Suchmaschine geworden ist. Nach mehrfachen Ankündigungen und einer langen Vorbereitungsphase, ist Penguin 4.0 mittlerweile ausgerollt worden, arbeitet in “Echtzeit” und ist somit Teil des Core-Algorithmus.

Penguin-Update 4.0 und seine Folgen

XOVI PinguinDas erste Google Penguin Update wurde im April 2012 vollzogen, die Nachfolger 2.0 und 3.0 folgten im Mai 2013 und im August 2015. Vom ersten Update waren ca 3,1 % sämtlicher, organischer Suchanfragen betroffen, die weiteren Updates betrafen in etwa nur noch 1,0 %.

In den abgelaufenen Jahren war immer wieder von einem weiteren Penguin zu hören. Erst im Herbst 2016 wurde dies nach zweijähriger Entwicklungs- und Testphase umgesetzt.

Bisher wurden die Folgen des Penguin-Filters in den Algorithmus eingespielt und mit Penalty versehene Domains verloren direkt an Rankings. Dies hat sich nun mit 4.0 geändert. Penguin läuft nun in “Echtzeit”, d.h. Veränderungen werden nun direkt sichtbar, sobald Google eine URL crawlt. Es wurde allerdings noch nicht bestätigt, ob der Penguin-Filter greift, sobald die Domain gecrawlt wird oder ob die Linkstruktur erst dann neu bewertet wird, sobald die verlinkenden Webseiten neu gecrawlt werden. Wurde bisher immer die komplette Domain abgestraft, sollen zukünftig einzelne URLs bewertet werden können.

Die Integration von Penguin in den Core-Algorithmus hat zur Folge, dass der Filter nun laufend verändert wird und es deshalb keine klassischen Penguin-Updates mehr geben wird. Dies macht die Analyse für SEOs zunehmend schwerer, weshalb sich noch kritischer mit bereits gesetzten Links auseinandergesetzt und bei zukünftigen Verlinkungen noch genauer auf Inhalt und Aufbau geachtet werden sollte. Die folgenden drei Tipps sollen dabei helfen, nach dem Update weiterhin sinnvollen Linkaufbau zu betreiben – ohne eine Penalty zu riskieren.

Strategie 1: Kreativer Linkaufbau mit vielen Extras und Informationen

Kreativität ist beim Linkaufbau entscheidend – dies gilt heute wie vor zehn Jahren. Diese Kreativität endet bei vielen Webseitenbetreibern jedoch schon bei dem Inhalt der verlinkt wird. Längst muss nicht auf komplette Internetseiten verwiesen werden, um einen nützlichen oder kreativen Backlink zu setzen. Bilder, Videos, Fonts und weitere Elemente von Webseiten bieten sich ebenfalls an und können beispielsweise zum Download bereitgestellt werden.

Ein wesentliches Element des Linkaufbaus ist der unique und hochwertige Charakter des verlinkten Inhaltes.

Einzigartigkeit ist entscheidend und sorgt für einen echten Mehrwert.

Zu den wichtigsten Elementen dieser Art gehören:

  • Webseite mit einzigartigen Texten (z. B. Tutorials, Fachtexte)
  • selbst aufgenommene Fotos oder Videos
  • ein selbst entwickelter Font
  • eigens ausgearbeitete Statistiken und Grafiken
  • interaktive Inhalte

Die jeweiligen Inhalte sollten natürlich zum Thema der Webseite passen und dem Mehrwert-Gedanken folgen. Nur weil ein thematisch fremdes Foto selbst aufgenommen und eingebunden wurde, wird es nicht den Qualitätsanspruch des Users und letztlich auch von Google erfüllen. Eine redaktionelle Herangehensweise ist deshalb bereits für kleinere Webprojekte empfehlenswert.

Tipp: Es empfiehlt sich die Inhalte der Konkurrenz zu analysieren und den eigenen Inhalt mindestens 10x besser als den der Konkurrenz zu gestalten. Es sollte kein Zweifel daran bestehen, dass der eigene Content der qualitativ hochwertigste ist.

Nutzung und Download bewusst erlauben

Ob Grafik oder Font – noch immer ist die Angst vor einem Datendiebstahl im Netz groß. Geht man jedoch in die Gegenoffensive, kann das große Vorteile haben. Webseitenbesucher sollten dazu ermutigt werden, verlinkte Inhalte herunterzuladen. Die Nutzung von Fotos wird dabei an die entsprechende Lizenz und die Erwähnung des eigenen Namens gekoppelt. Neben der kommerziellen Vermarktung von Bildern sorgt eine Creative-Commons-Lizenz für die faire Weitergabe von Inhalten. Gleiches gilt für die Bereitstellung von selbst entwickelten Schriftarten. Viele Webseiten und Portale erlauben die Verlinkung der Seite des Designers, was zusätzlichen Schwung in die Backlinking-Struktur bringt.

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Strategie 2: Tun Sie Gutes und lassen Sie hierüber berichten

Für jedes Projekt wird ein gewisses Werbebudget einkalkuliert. Ein Teil hiervon sollte genutzt und bewusst für Aktionen, Spenden oder Gewinnspiele eingesetzt werden. Passend zur Branche und den Inhalten der Webseite können kostenlose Produkte oder Services angeboten werden, die gleich für mehrere Vorteile sorgen:

  • Sie erzeugen einen echten Mehrwert.
  • Sie machen neue Nutzer auf die Webseite und Aktion aufmerksam.
  • Sie lassen den Betreiber spendabel wirken und erzeugen ein positives Markenimage.
  • Sie erhöhen die Chance auf eine Weiterverlinkung.

Gerade Letzteres ist im Social Media Zeitalter nicht zu unterschätzen, weshalb die Aktion bewusst als Kampagne angelegt werden sollte, die bei Facebook, Twitter & Co. beworben wird. Trifft die Kampagne die Vorstellungen Ihrer Zielgruppe, wird sie stetig neue Besucher und Verlinkungen generieren. Sofern die Zielgruppe im Vorfeld klar umrissen ist, kann man auf einer guten Basis entscheiden, ob ein Gewinnspiel, eine Geschenkaktion oder eine Pressemeldung über eine getätigte Spende die jeweils beste Wahl ist.

Partner und mediale Aufmerksamkeit finden

Noch mehr Reichweite kann erzielt werden, wenn auf betrieblicher und medialer Ebene mit den richtigen Partnern zusammengearbeitet wird. So sucht man idealerweise nach bekannten Unternehmen oder Webseiten, die in der Branche oder bei der jeweiligen Zielgruppe als „trusted“ gelten. Erfahrungsgemäß sind Kooperationspartner bereit einen Link zur betreffenden Kampagne oder Startseite zu setzen.

Wichtig: Mit der Aktion sollte ein wirklicher Mehrwert für die User geschaffen werden. Eine Aktion nur um Links zu generieren wird nicht funktionieren. Nur bei echten Vorteilen für Endverbraucher wird der erhoffte “Link-Effekt” erfolgen. Gute Ansätze sind seriöse Pressemeldungen oder sachliche Hinweise auf die betreffende Aktion an online- und offline-Medien. Hierdurch steigt die Aussicht auf redaktionelle Berichterstattung.

Strategie 3: Lassen Sie Gastartikel verfassen!

Neben den in Strategie 1 erwähnten Tipps bleiben Texte mit hochwertigen und interessanten Inhalten weiterhin im Fokus für eine seriöse Linkaufbau-Strategie. Nicht immer möchte oder kann man die Webseite oder den eigenen Blog selbst mit neuen Inhalten füllen. Deshalb sollte man versichen, Autoren für sich zu gewinnen, die mit Gastartikeln zum Lesen anregen. Ein Blog ist hierfür die ideale Basis, um aktuelle Themen rund um die eigene Branche oder Webseite von kompetenten Menschen schreiben zu lassen. Die Vorteile dieser Strategie sind ebenfalls vielschichtig:

  • Die Besucher der Webseite gewinnen den Eindruck, dass man selbst viele kompetente Köpfe aus der eigenen Branche kennt, was für Vertrauen sorgt.
  • Die eigene Reputation ist für Gastautoren sehr wichtig. Aus diesem Grund ist es wahrscheinlich, dass Autoren den Gastartikel im eigenen Bekanntenkreis und vielleicht auch auf der eigenen Homepage verbreiten.
  • Gastbeiträge ergänzen die bestehenden Inhalte mit interessanten Input, der bei der eigenen alltäglichen Arbeit hilft und eine wertvolle Inspiration für die Leser und einen selbst darstellt.
  • Auf der Suche nach Gastautoren baut man das Netzwerk innerhalb der eigenen Branche langsam aus und lernt wertvolle Kontakte für die Zukunft kennen.

In allen Fällen ist die gehobene Qualität der Artikel entscheidend. Es sollte bereits nach wenigen Sätzen deutlich werden, dass es sich um einen Fachartikel handelt. Werden wirklich gute und hilfreiche Inhalte angeboten, erhöht sich die Chance auf eine Weiterverlinkung.

Nicht nur auf der eigenen Webseite Fachartikel zum Linkaufbau nutzen

linkaufbauNatürlich funktioniert der Linkaufbau durch Fachartikel in beide Richtungen. Neben dem Einbinden von Gastautoren innerhalb des eigenen Blogs ist die Verlinkung Ihrer Webseite auf fremden Portalen sinnvoll. Bei der Auswahl ist dringend darauf zu achten, dass es sich ausschließlich um seriöse und themenrelevante Portale handelt. Im Zweifelsfall entscheidet man sich lieber für kleinere Plattformen und Webseiten mit einer thematisch eindeutigen Ausrichtung als für große Portale, in denen hunderte Artikel zu allen möglichen Themen zu finden sind. Hierbei hilft der Blick über den Tellerrand: Die Suche nach Fachartikeln zur eigenen Branche und die Recherche, auf welchen Portalen diese vorrangig zu finden sind, lohnt sich. Keinesfalls sollten danach jedoch Themen und Inhalte kopiert, sondern stets eigene Akzente gesetzt werden.

Fazit

Die Zeiten, in denen mit wenig Aufwand viele und hochwertige Links für Spitzenpositionen bei Google & Co. gesetzt wurden, sind vorbei. Mit jedem Jahr wird der Linkaufbau schwieriger, dennoch sind gute Positionen bei einer durchdachten Strategie weiterhin erreichbar. Die Bereitschaft, etwas Budget in die Hand zu nehmen und mit diesem qualifizierte Inhalte für Backlinks zu erzeugen, sollte in jedem Fall gegeben sein. Wer wirklich einzigartige, gute und spannende Inhalte in Text- oder Bildform liefert, wird von Backlinks und neuen Besuchern profitieren.

Dabei sollte man sich konsequent an der Grundlogik von Google orientieren. Google’s Hauptziel ist es, dem User auf seine Suchanfrage den hilfreichsten und qualitativ hochwertigsten Inhalt zu liefern. Daher wird die Strategie, mit hochwertigem Content Backlinks für die eigene Webseite zu generieren, vermutlich auch zukünftig einen positiven Rankingeffekt haben.

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