Wie erkenne und behebe ich eine Google Penalty?

Titelbild für Google Penalty erkennen und beheben: Hand mit roter Karte mit Google Logo vor Website
Anna Maria von Kentzinsky

Anna Maria von Kentzinsky | 25.04.2019

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Google Penalty?

Richte in der XOVI Suite Alerts ein und lasse dich rechtzeitig über starke Veränderungen in den Rankings informieren. Per Mail, SMS oder Push-Nachricht.

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Das erklärte Ziel von Google ist es, die Suchintention des Users bestmöglich zu befriedigen. Das bedeutet, die Suchmaschine durchsucht und priorisiert die im Index befindlichen Seiten nach den Inhalten, die ihrer ‘Ansicht’ (a.k.a. dem Ranking-Algorithmus) nach der Suchanfrage entsprechen.

Mit der Technologie (Smartphones, Smart Devices, Internet der Dinge) entwickelt sich aber auch das Nutzerverhalten beständig weiter, was wiederum zu einer ständigen Weiterentwicklung der Suchalgorithmen führt und mit ihnen die Google Richtlinien für Webmaster.

Zum Beispiel: Den Versuch, durch sogenanntes Black Hat SEO zu schnellen Rankings zu kommen, sieht der Suchmaschinengigant gar nicht gern. Wer sich nicht an diese Richtlinien hält, wird abgestraft und bekommt eine sogenannte Google Penalty. Das gleiche gilt bei Google Updates, die unausweichlich immer wieder auf uns zukommen.

Inhalt:
Warum ist eine Google Penalty so gefürchtet?
Wie erkenne ich eine Google Penalty?
Was kann eine Google Penalty auslösen?
Wie vermeide ich eine Google Penalty?
Welche Google Penalties gibt es?
Wie lange wirkt eine Google Penalty?
Wie kann ich eine Google Penalty beheben?

Warum ist eine Google Penalty so gefürchtet?

Ob über das Smartphone, den Laptop oder das Tablet, of für die Recherche im Job, die Planung der nächsten Reise oder die Bauanleitung für die Gartenschaukel: Immer mehr Menschen nutzen Suchmaschinen, um sich im Web zu bewegen.

Statistik zur Nutzung von Suchmaschinen bis 2018

Damit steigt auch die Abhängigkeit an der Platzierung in den Suchergebnissen. Google ist für viele Websites ein wichtiger Traffic-Lieferant – wenn nicht gar die wichtigste Traffic-Quelle. Natürlich gibt es auch andere Suchmaschinen (z.B. DuckDuckGo, Bing, Yahoo…), Google hat allerdings bis heute mobil und auf dem Desktop Marktanteile von über 90%.

Fakt ist jedenfalls: Eine Google Penalty kann zu Ranking-Einbußen oder sogar zur Deindexierung führen. Das kann für jedes Unternehmen dramatische Folgen haben, wenn wichtige Keywords, URLs oder gar die gesamte Website von der Penalty betroffen sind.

Je nach Schwere kann das zu signifikanten Umsatzeinbußen führen, wenn die Webpräsenz und damit an den Traffic von Google gebunden ist. Dabei reicht es schon auf die zweite oder dritte Suchergebnisseite abzurutschen, denn hier nimmt der Traffic bereits rapide ab.

SEO Tipp Vermeide Abhängigkeiten. Sicher ist es verlockend, auf das schnellste Pferd zu setzen. Aber sobald es lahmt, ist das Rennen für dich verloren. Versuche, den Mix der Traffic Quellen (Suchmaschinen, Social Media, Backlinks) möglichst breit zu streuen, damit die Abhängigkeit von Google nicht zu hoch ist.

Wie erkenne ich eine Google Penalty?

Hinweise auf eine Google Penalty erkennst du an einem Einbruch der Sichtbarkeit deiner Website und an plötzlichen, rapiden Rankingverlusten einzelner URLs, bei einzelnen Keywords oder sogar bei der gesamten Website. Und das, ohne dass du gerade größere Änderungen an deiner Website vorgenommen hast (zum Beispiel Änderungen an der robots.txt Datei, die das Crawling deiner Seite steuert?)

Dann kann es sich um eine Google Penalty handeln.

In der XOVI Suite wird die Sichtbarkeit deiner Seite durch den OVI, kurz für den Online Value Index, dargestellt. Bricht er plötzlich ein, kann das ein Indikator für eine Google Penalty sein.

Google Penalty OVI Sichtbarkeit

Auch ein Blick in Google Analytics kann helfen. Denn in der Regel gehen deutliche Rankingverluste mit starken Traffic-Einbußen einher. Bei einer manuellen Penalty wirst du in der Google Search Console darüber informiert.

Was löst eine Google Penalty aus?

Die Gründe für eine Google Penalty können unterschiedlich sein. Der Großteil der Penalties entstand durch die großen Google Updates der letzten Jahre. Suchmaschinen werden immer intelligenter und passen sich zunehmend an die menschliche Sprache und das sich mit der fortschreitenden Technologie entwickelnde Userverhalten an. Dadurch ändern und erweitern sich die Ranking-Faktoren, die „guter Inhalt“ liefern müssen. Kann deine Seite da nicht (mehr) mithalten, wirkt sich das ggf. in einer Google Penalty aus.

Image Panda UpdateZu nennen sind da beispielsweise das Panda Update, das mit Thin Content kurzen Prozess machte – und damit einen Strich durch die Rechnung jener Webmaster und SEOs, die mit wenig (und für den User noch weniger brauchbaren) Content möglichst viele URLs erschafften.

Image Google Penguin UpdateDann wäre da auch noch das Penguin Update, das massivem Linkaufbau durch Linkkauf von irrelevanten Inhalten ein Ende bereitete.

Viele der Google Updates hatten zahlreiche Penalties zufolge, da die entsprechenden Domains zuvor Maßnahmen ergriffen hatten, die dann nicht mehr den neuen Google Richtlinien entsprachen. Zack – Penalty.

Allerdings haben auch die User die Möglichkeit, eine Seite bei Google als Spam zu melden. In seltenen Fällen kann es auch Gerichtsbeschlüsse geben die dazu führen, dass eine Seite aus dem Index der Suchmaschinen entfernt wird.

Eine andere Möglichkeit ist die manuelle Abstrafung durch das Google Search Team. Dazu weiter unten mehr.

Wie vermeide ich eine Google Penalty?

Grundsätzlich gilt immer: Halte dich bei den Entwicklungen in der Suchmaschinenoptimierung auf dem Laufenden. Informiere dich über größere Google Updates, denn sie sind Meilensteine in der Weiterentwicklung der Google Algorithmen. Ganz wichtig: Stelle regelmäßig sicher, dass du dich an die Google Richtlinien für Webmaster hältst! Darüber hinaus kannst du folgendes tun:

1. Vermeide den Linkkauf oder -Verkauf

Linkbuilding zählt zu den Grundpfeilern der Suchmaschinenoptimierung. Lange Zeit galt: Je mehr Backlinks eine Domain verzeichnen konnte, desto besser – ungeachtet dessen, ob diese Verlinkungen thematisch irgendeinen Sinn ergaben, oder nicht. Also wurden Backlinks in Massen ver- und gekauft. Das verstößt allerdings gegen die Google Richtlinien und so wurden aus den einst aus SEO-Sicht nützen Links schädliche Backlinks. Setze stattdessen auf Links mit Mehrwert für den User.

SEO Tipp Nutze das XOVI Disavow Tool, um deine Backlinks auf ihre Qualität zu untersuchen und schädliche Links zu entfernen.

2. Vermeide Über-Optimierung deiner Website

Übertreibe es nicht mit reinen SEO-Maßnahmen. Denn Google will nicht, dass du deine Seite für die Suchmaschine optimierst, sondern für den User. Oder anders ausgedrückt: Google möchte, dass du in erster Linie UEO betreibst – User Experience Optimization. Das ist zwar kein etablierter Begriff, trifft den Fokus aber am besten. Zu viele Maßnahmen, die Eindeutig auf die Verbesserung deiner Rankings abzielen, werden nicht gern gesehen.

3. Nutze unterschiedliche Ankertexte bei deinen Links

Schau, dass du deine Ankertexte variierst und nicht immer denselben harten, Keyword-optimierten Ankertext für eine URL verwendest. Harte, Keyword-fokussierte Linktexte geben dem User ggf. zu wenig Hintergrundinformationen über die Inhalte hinter dem Link (UEO!) und stoßen der Suchmaschine immens auf, da es einfach unnatürlich ist.

SEO TippDu musst deine Ankertexte jetzt nicht mühsam durchsuchen, sondern kannst sie dir ganz bequem im Link-Tool der XOVI Suite anzeigen lassen.

4. Vermeide Duplicate Content und Inhalte schlechter Qualität

Content is King – aber kein Zwilling. Kopiere nicht einfach den Inhalt von anderen (das wäre auch noch ein Plagiat und kann rechtlich Ärger geben) oder eigenen. Das gilt besonders für Shopseiten für Produktvariationen. Ja, es ist mühselig. Aber der User merkts und verzieht sich schnell dorthin, wo er auch inhaltlich Mehrwert bekommt statt einen Einheitsbrei. Die Suchmaschine merkt es erst recht und weiß dann nicht, mit welcher Produktvariation du jetzt ranken möchtest. Das kann zu Keyword-Kannibalisierung führen

SEO TippWenn es sich nicht vermeiden lässt, dass sich die Inhalte sehr ähneln (z.B. bei Produktvariationen), dann arbeite mit Canonical Tags. Dadurch markierst du eine deiner Produktvarianten als das Original und verweist auf allen anderen Variationen auf diese URL. Dann kommt die Suchmaschine nicht ins Straucheln und muss sich auch nicht fragen, welche dieser Variationen nun wichtig ist.

Canonical Tags können damit zu stabileren Rankings führen: Du hast nur noch eine URL in den SERPs, machst dir nicht mehr selbst Konkurrenz und die Suchmaschine muss nicht ständig testen, welche Variante auf welcher Position besser funktioniert.

5. Stelle sicher, dass deine Seite für Mobilgeräte optimiert ist

Du kennst es wahrscheinlich von dir selbst: für die Suche nach dem nächsten Restaurant wird das Handy gezückt. Für den Weg dorthin auch. Und in der Bahn liest du Nachrichten oder informierst dich über Themen, die dich interessieren. Auf. dem. Handy. Bitte stell sicher, dass sich User auch auf deiner Website mit dem Handy problemlos bewegen können. Wie wichtig eine mobil optimierte Seite ist, zeigt auch das Mobile First Update von Google, das im März 2018 gestartet ist. Auch das Google Core Update von März 2019 deutet darauf hin, dass die mobile Erreichbarkeit (zusammen mit der User Experience) immer wichtiger wird.

Um deine Website fit für Mobile First zu machen, muss vor allem die Ladezeit rucki-zucki sein. Ein häufiges Hindernis für schnellen Seitenaufbau sind viel zu große Bilddateien oder ein komplettes Laden der Website. Progressive Web Apps (PWA) oder Accelerated Mobile Pages (AMP) sind zwei Wege, wie du Mobile First gut umsetzen kannst.

Welche Arten von Penalties gibt es?

Bei den Abstrafungen durch Google wird in erster Linie zwischen Penalties durch den Algorithmus und manuellen Penalties unterschieden. Erstere werden durch den Algorithmus verhängt, wenn er beim Crawling deiner Seite Verstöße gegen die Google Richtlinien entdeckt. Diese Penalties können sich gegen Rankings bei bestimmten Keywords, gegen bestimmte URLS oder Verzeichnisse oder die gesamte Domain richten. Punkt 1 bis 4 schlüsseln die Abstrafungen durch den Algorithmus weiter auf. Punkt 5 geht dann genauer auf manuelle Abstrafungen ein.

1. Keyword-Ebene

Eine Keyword Penalty bedeutet, dass du für ein spezielles Keyword oder wenige weitere in den SERPs von den Top-Positionen verbannt wirst. Rankings zu anderen Keywords sind dann nicht betroffen, sondern nur einzelne.

War deine Domain für das spezielle Keyword seit Wochen oder Monaten auf Platz 1 oder auf der ersten Seite, verschlechtert sich deine Position zu diesem Keyword plötzlich drastisch. Oft stürzt die Domain in den Suchergebnissen dann plötzlich auf Seite 3 oder 4 der Suchergebnisseite von Google oder noch weiter hinten.

2. URL- oder Verzeichnisebene

Bei dieser Penalty ist ein spezielles Verzeichnis oder eine spezielle URL einer Domain betroffen, unabhängig davon, zu welchen Keywords sie ranken. Es kann ja durchaus sein, dass eine Unterseite einer Domain zu mehreren Keywords rankt. Das ist sogar sehr wahrscheinlich bei umfangreichem Content. Bei einer Abstrafung dieser Unterseite würden alle Rankings für diese URL bestraft werden. Die Unterseite oder ein ganzes Verzeichnis würden also entweder aus dem Google-Index entfernt oder nur noch sehr weit hinten in den Ergebnissen zu finden sein.

3. Domain oder Subdomain-Ebene

Die Abstrafung erfolgt hier nach demselben Muster wie bei der Penalty auf Verzeichnis- oder URL-Ebene, jedoch für die ganze Domain oder Subdomain (Host). Die Domain bzw. Subdomain bleibt zwar im Index und über eine Site-Abfrage sind die URLs noch auffindbar, deine Rankings sind allerdings verloren. Google-Nutzer werden deine Webseite nicht mehr finden. Sämtliche Positionen bei Google sind weg. Der OVI-Wert in der XOVI Suite würde dann übrigens auch den Wert Null und keine gerankten Keywords mehr anzeigen.

4. Deindexierung

Die Deindexierung (auch Delisting genannt) ist die härteste Google Penalty. Die Domain mit all ihren Unterseiten wird komplett aus dem Index genommen und aus der Datenbank der Suchmaschine gelöscht. Auch eine Siteabfrage würde dann ergeben, dass keine Seiten anzeigt werden können. Siehe das folgende Beispiel:
Google Penalty Site Search
Ein Delisting bzw. eine Deindexierung folgt meistens aufgrund eines massiven Verstoßes gegen die Richtlinien oder eine Häufung von verschiedenen Verstößen. Auch ein Gerichtsbeschluss kann dazu führen, dass Google komplette Domains aus dem Index entfernen muss.

5. Manuelle Maßnahmen durch das Google-Spam-Team

Prüfe zunächst, ob deine Seite durch einen Algorithmus von Google abgestraft wurde oder durch eine manuelle Maßnahme.
Der Unterschied ist: Über eine automatische Abstrafung wirst du nicht informiert, über eine manuelle schon.

Es ist also für jeden SEO wichtig, seine Domains in der Search Console anzulegen. Dort wirst du auch über manuelle Penalties informiert. Darüber hinaus gibt es natürlich noch mehr Gründe, die Search Console einzurichten.

Die Nachricht einer manuellen Abstrafung würdest du im Postfach der Search Console als auch unter „Suchanfragen“ > „Manuelle Maßnahmen“:

Google Penalty Search Console

In diesem Falle hier liegen keine manuellen Spam-Maßnahmen vor. Sollte die Domain also an Sichtbarkeit verloren haben, dann könnte ein automatisches Update die Ursache sein.

Leider verrät Google in den Benachrichtigungen nicht genau, welche Maßnahmen genau unternommen werden müssen, um die Abstrafung wieder aufheben zu lassen. Das Spam-Team gibt jedoch Anhaltspunkte, wenn es z.B. um unnatürliches Linkbuilding geht. Es werden bis zu drei Beispiel-Links genannt, die zur Abstrafung geführt haben. Es handelt sich dabei aber nicht um eine vollständige Liste, sondern nur um Beispiele.

Die Ursachen für manuelle Abstrafungen sind beispielsweise unnatürliche Backlinks, Doorway Pages, Cloaking und Spam.

SEO Tipp Natürlich kannst du die Search Console mit der XOVI Suite verknüpfen, dann hast du alle Daten auf einen Blick.

In diesem Video (Englisch mit deutschem Untertitel) erklärt Matt Cuts von Google das Vorgehen des Google Spam-Teams:

Folgende Gründe können z.B. Auslöser für eine manuelle Maßnahme sein:

  • Unnatürliche eingehende Backlinks
  • Unnatürliche ausgehende Backlinks
  • Nicht gekennzeichneter bezahlter Content mit ausgehenden Follow-Links (Paid Links)
  • Spam-Seiten
  • Inhalte mit geringem Inhalt mit wenig oder keinen Mehrwert für den Nutzer
  • Versteckte Inhalte (z.B. weißer Text auf weißem Grund)
  • Keyword-Spamming (unnatürlich häufige Verwendung eines Keywords im Text) usw.

Das Search Quality Team von Google nutzt dabei auch von Usern gemeldet Spam Seiten. Man kann diese Seiten direkt an Google per Spam-Report melden.

Wie lange wirkt eine Penalty?

Auch hier ist wieder zu unterscheiden, ob es sich um eine algorithmische Abstrafung handelt oder um eine manuelle Maßnahme.

Die algorithmische Strafe wird in dem Moment aufgehoben, in dem nach einem Crawling durch Google die Gründe für die Abstrafung nicht mehr gefunden werden. Der Algorithmus springt dann auf die abstrafungswürdigen Signale nicht mehr an und entlässt die Domain meist vollständig aus der Penalty. Rankingverluste werden meist vollständig wieder wett gemacht.

Bei einer manuellen Strafe ist ein Antrag auf erneute Prüfung, ein sog. Reconsideration Request bei Google einzureichen. Das funktioniert über die Search Console. Dort kannst du darlegen, welche Maßnahmen du unternommen hast, um die beanstandeten Regelverstöße zu beseitigen. Sobald der Antrag gestellt wird, wertet das Google Team diese Requests aus und entscheidet, ob es die die Google Penalty aufhebt oder nicht. Es gibt keine Garantie, dass eine Aufhebung erfolgt und liegt allein im Ermessen von Google. Sollte beim ersten Antrag keine Aufhebung erfolgen, so kann man immer wieder einen neuen Antrag stellen. Allerdings hat dies dann nur eine höhere Aussicht auf Erfolg, wenn weitere Maßnahmen durch den Webmaster erfolgt sind.

Google erklärt in seiner Webmaster-Hilfe das Verfahren des Antrags auf eine erneute Prüfung.

Johannes Mehlem vom Search Quality Team von Google hat in einem Interview auf der SEO Campixx in 2014 einige Tipps gegeben, wie ein Reconsideration Request aussehen und was er beinhalten sollte. An den Aussagen hat sich bis heute nichts verändert.

Wie kann ich eine Google Penalty beheben?

Ob deine Domain durch eine manuelle Maßnahme oder durch eine Abstrafung durch den Google-Algorithmus an Sichtbarkeit verloren hat, ist eigentlich unerheblich. Wichtig ist jetzt, dass du die Abstrafung zeitnah behebst, um weiteren Verlusten in Sachen Rankings, Traffic und natürlich Umsätzen schnell entgegen zu wirken.

Um eine Google Penalty zu beheben musst du zunächst herausfinden, welches die wahrscheinlichste Ursache für die Abstrafung ist. Bei einer manuellen Maßnahme durch Google werden dir hierzu in der Search Console Hinweise gegeben.

Bei algorithmischen Abstrafungen bekommst du keine Informationen. Du musst also den SEO-Sherlock in dir hervorkramen. Überprüfen, ob kürzlich (vielleicht längst veraltete) SEO-Maßnahmen durchgeführt wurden, die gegen die Google Quality Guidelines verstoßen und somit die Sirenen der vergangenen Google Updates schrillen lassen.

Wenn das nicht der Fall ist, solltest du überprüfen, ob es kürzlich ein neues Google Update gab, das deine Website in den Sturzflug geschickt hat. Das war beispielsweise im Sommer 2018 im sogenannten ‘Medic Update’ oder kürzlich im Core Update im März 2019.

SEO TippDer OVI der XOVI Suite zeigt dir auch Meilensteine in der Zeitachse an, die bestätigte, größere Google Updates markieren. Daran kannst du relativ einfach ablesen, ob es zum Zeitpunkt deines Sichtbarkeitseinbruchs ein Google Update gab und um was es sich dabei dreht.

Wichtig ist dabei allerdings, dass du bei Google Updates einen kühlen Kopf bewahrst und erst einmal einige Tage abwartest, ob sich deine Rankings nicht wieder von selbst fangen.

Fazit

Eine Abstrafung (Penalty) durch Google kann massive Schäden anrichten. Sinkt oder verschwindet die Sichtbarkeit von Seiten in den Suchergebnisseiten finden weniger potentielle Kunden deine Website. Die Folge: Neuaufträge sinken oder brechen ein, der Umsatz bleibt aus. Insbesondere wenn ein großer Traffic-Anteil von Google kommt, können die Auswirkungen dramatisch sein. Die gute Nachricht: sowohl aus einer algorithmischen Penalty als auch aus einer manuellen Spam-Maßnahme kommt man heraus – meistens jedenfalls. Eine Garantie gibt Google nicht, aber wir haben schon viele Domains gesehen, die sich nach einer Abstrafung wieder erholen konnten.