Recap zum SEO Day 2013

25.10.2013

Auch wir wollten es uns nicht nehmen lassen und haben Fabian zu seinem dritten SEO Day im RheinEnergieStadion einen Besuch abgestattet. Das wir das zusammen mit unserem gesamten Stand durften, dafür noch einmal an dieser Stelle ein ganz herzliches Danke!

Der SEO Day ist mehr und mehr die Gelegenheit die Großen der SEO-Branche kennen zu lernen und zu treffen. Auch dieses Jahr konnten wieder die ganz Großen der Szene mobilisiert werden und so waren Karl Kratz, Jens Fauldrath, Niels Dörje, Marco Janck, Dominik Wojcik und viele viele andere mit dabei. Ähnlich hochwertige Besetzungen findet man sonst nur noch auf der Campixx und der SEOKomm.

Man durfte also gespannt auf die kommenden Vorträge sein, die ein riesiges Manko hatten: Sie liefen parallel. Es war also notwendig sich zu entscheiden und damit den einen Vortrag einem anderen vorzuziehen. Eine übermenschliche Aufgabe, wollte man doch eigentlich lieber bei allen dabei sein :-)

Daher nun eine kleine Übersicht der besuchten Vorträge.

Björn Tantau – „Compelling Content, #ForTheWin!, WDF*P*IDF, Linkbait, EdgeRank – alles sinnlos? Was WIRKLICH wichtig ist!”

Allein die Benennung des Vortrages sprach für sich und war Beispiel für einen überzeugenden Inhalt. Und genau darum sollte es ja gehen.

Björns verblüffend einfache Antwort auf die Frage, was einen Inhalt letztlich überzeugend macht ist im Kern, dass er hilfreich ist. Denn auch wenn die Menschheit alles gesehen haben sollte, alles zu Wissen, ist im Einzelfall doch weit aus schwieriger und gerade daher Einstiegspunkt für eine gute Kampagne.

Natürlich aber auch sind nützliche Inhalte keine Selbstläufer, doch der wichtige Anfangspunkt, um überhaupt weiter zu überlegen. Welche Überlegung dabei konkret zu machen ist, konnte und wollte uns Björn jedoch nicht geben. Dafür kommt es jeweils zu sehr auf den Einzelfall an. Um uns dennoch weiter zu helfen, gab es abschließend allgemeine Maximen:

  • Kein blindes Vertrauen in Formeln, so gut sie auch immer sein mögen. Stimmt der Inhalt nicht, werden Formeln nicht weit führen.
  • Verbiegt euch nicht zu sehr – Authentizität wird vom Publikum erkannt, ebenso deren Gegenteil. Also konstruiert nicht.
  • Geht auch ruhig abseits ausgetretener Wege, denn Vorschriften können auch an den richtigen Stellen übergangen werden. Seid also kreativ.

Dominik Wojcik – Bericht über ein eigenes Projekt

Allein der Ursprung seines Vortrags, die Vorgeschichte also, ist überzeugend und spannend zugleich. Worum also ging es? Um eine Wette mit dem Ziel über eine Million Seiten einer Domain in den Index von Google zu pressen. Sollte das möglich sein?

Es sollte möglich sein, und das sogar in zwei Tagen! Der Weg dahin war Inhalt des Vortrages. Kurz zusammengefasst, ergaben sich folgende wichtige Punkte:

  • Brich die herkömmlichen Muster. Wieso nicht einmal mehrere Subdomains hintereinander schalten?
  • Schaffe Vertrauen zu Google und nutze deren Services und Tools.
  • Sei ein Spieler und lege den White-Hat zur Seite: Wieso nicht also nicht beispielsweise die Bouncerate senken indem man die Zurück-Buttons deaktiviert?

Und was war das Ergebnis bei den Zuhörern? Neben einem Hauch Verwunderung wohl ganz besonders die Erkenntnis, dass Google nicht allmächtig ist und es sich lohnen kann als SEO auch scheinbar echte Wahrheiten zu hinterfragen. Denn zumindest als Testprojekt war Dominiks Arbeit definitiv ein Erfolg – wie viel Freiheiten gegenüber Google man sich bei einem Kundenprojekt nehmen möchte, muss natürlich ein jeder selbst für den Einzelfall entscheiden. Und natürlich bleiben auch weiterhin Fragen.

Siwen Zhang – SEO Insights Baidu
Google, Bing, Yandex – diese Namen sind allesamt ja bereits mehr oder minder bekannt. Aber Baidu stellt noch immer für viele aus der Szene ein ausgewachsenes Fragezeichen dar. Und ganz genau deswegen war der Vortrag auch so spannend.

Mit Siwen Zhang hatte der SEODay eine kompetente Führerin durch Baidu, in deren Vortrag ganz besonders eine Sache überdeutlich wurde: Baidu hat Potential.

Und das ruhig im doppelten Wortsinne.
So ist auf der einen Seite nämlich ganz klar festzuhalten, dass Baidu durchaus noch ein paar Jahre hinter Google zurück ist und damit noch Wege der ‚Optimierung‘ möglich sind, die bei Google keinen Erfolg mehr haben. Hier geht es also um das Entwicklungspotential Baidus und das damit verbundene Nutzungspotential von SEOs.
Auf der anderen Seite aber stellt China auch immer mehr einen Markt dar, der genutzt werden will. Westliche Marken und Produkte stehen bei den Chinesen mit dem nötigen Kleingeld vermehrt hoch im Kurs und finden daher reißenden Absatz. Gut bei Baidu gefunden zu werden also, zahlt sich aus.

Fazit
SEO Day, wir kommen wieder. Ein toller Job von Fabian, aber auch all den anderen, die zum SEO Day mitgewirkt haben, und so gern dabei vergessen werden. Dank euch, zusammen mit all den interessierten Besuchern, war Köln zumindest am 16. Oktober Meister.

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  • Pingback: Unser SEODay 2013 - ein ReCap zu einer interessanten Veranstaltung › trafficmaxx()

  • Ich für meinen Teil habe mir auf dem SEOday vor allen Dingen den Beta-Code für v3 mitgenommen, Xovi getestet und ein Jahresabo abgeschlossen. Über die Vorträge wurde an anderer Stelle schon viel berichtet und kommentiert, aber das ist ein Punkt, den ich im Zusammenhang mit euch erwähnen kann. Nächstes Mal sind eure Energydrinks wieder fällig. 😉

  • Toller Recap. Da bekommt man richtig Lust darauf selber einmal live dabei zu sein. Vielleicht geht es sich ja nächstes Jahr bei uns aus. Auf jeden Fall toll, dass es so etwas in einem kleinen Land wie Österreich überhaupt gibt. Die Seo-Szene in Österreich ist erst im Aufbau. Bin gespannt, was da noch so kommen wird in nächster Zeit.

    lg andi aus der Steiermark