Das XOVI-Affiliate-Tool als Backlinkquelle nutzen

25.04.2014

Oft erhalten wir die Rückmeldung von unseren Kunden, dass das Affiliate-Tool nicht so interessant für sie sei, weil sie kein eigenes Partnerprogramm betreiben und deshalb z. B. keine neuen Publisher für ihr eigenes Partnernetzwerk suchen. Insofern sei auch die Konkurrenzanalyse in diesem Bereich nicht so interessant.

Heute möchten wir einen Nutzen des Tools vorstellen, der für viele SEOs doch interessant sein könnte. Wir suchen uns mit dem Affiliate-Tool neue Quellen für Backlinks.

Nun wollen wir also beschreiben, wie man das Affiliate-Tool von XOVI nutzen kann, wenn man selbst z. B. eine eine Website betreibt, aber eben kein eigenes Partnerprogramm aufsetzen möchte und auch nicht bei Affilinet und Co. mitmischen möchte.

Auch, wenn es eine Vielzahl von Rankingfaktoren bei Google gibt, die bestimmen, mit welchem Keyword eine Domain in den Suchergebnissen ranken, so ist der Einfluss von Backlinks immer noch sehr hoch. Er hat aufgrund verschiedener Updates von Google sicherlich in den letzten Jahren abgenommen und der Fokus geht eindeutig weg von Masse an Backlinks zu wirklich guten Backlinks.
Hier ist z. B. die Themenrelevanz hervor zu heben. Auf einer Website über Plüschtiere nutzt eben ein Backlink für eine Website zum Thema Oldtimer nicht so stark, als wenn der Backlink auf einer Seite gesetzt ist, die sich ebenfalls mit dem Thema beschäftigt und selbst ein hohes Vertrauen bei Google genießt. Unter Umständen schadet der Backlink eher als er nützt.

Nehmen wir also an, Sie betreiben einen Reiseblog. Sie bereisen verschiedene Städte und berichten dann über die Destinationen. Sie beschreiben die Highlights in der Stadt und erläutern Sehenswertes des Ortes. Sie möchten nun also, dass Ihr Blog sichtbarer wird und dazu zählen natürlich auch relevante Backlinks – vorzugsweise aus der Reisebranche, wo vielleicht auch andere Blogger berichten. Ob Ihr Euren Blog selbst monetarisiert soll hier mal keine Rolle spielen.

Wir schauen uns z. B. mal die Domain tui.com im Affiliate-Tool von XOVI an:

xovi_affiliate_abb1

Wir bekommen im Überblick nun angezeigt, dass XOVI bei drei Netzwerken Publisher gefunden hat, die für tui.com werben. Diese sind in diesem Beispiel TradeDoubler, Affilinet und Zanox.

Wichtig zu wissen ist, dass XOVI nie 100% der Publisher finden kann, weil hierzu erforderlich ist, dass die Partner-ID noch im Link zu sehen ist. Die Links der Netzwerke auf die Merchants haben eine gewisse Struktur. Wenn diese von den Publishern verschleiert werden, dann kann XOVI diese auch nicht als Affiliate-Links identifizieren. In diesem Beispiel gibt es aber ja eine Menge Publisher, nämlich 185 Domains, die für den Reisekonzern Werbung machen.

Unter dem Kuchendiagramm gibt’s dann direkt eine Liste, welche Publisher das genau sind:

xovi_affiliate_abb2

Wir finden dort also nun Domains zum Thema Ferienhäuser, zum Thema Bali, zum Tegernsee und
z. B. zu Mallorca. Anhand des OVI kann man direkt in der Tabelle erkennen, wie sichtbar die Domain selbst ist, die für TUI wirbt. Je höher der OVI ist, desto sichtbarer ist also die Website bei Google. Das erhöht natürlich auch die Sichtbarkeit für einen Backlink zu Ihrer Website.
Man kann also nun die einzelnen Publisher durchsehen und schauen, ob da ein Blog oder eine Website dabei ist, die sich für eine Anfrage für einen Backlink lohnt. Manche Seiten sind ausschließlich mit dem Ziel des Geldverdienens aufgesetzt und haben entsprechend viel Werbung auf der Seite. Andere sind aber durchaus als Backlinkquelle geeignet. Die Beurteilung obliegt natürlich Ihnen, aber mit dem XOVI Affiliate-Tool können Sie potentielle Backlinkquellen ermitteln.

Das sind natürlich nur Auszüge. Die Vorgehensweise lässt sich auf viele Branchen übertragen.
Hinweis: Die Screenshots sind bereits aus der neuen XOVI-Version V3 Revolution. Natürlich gibt es die Funktionen auch in der noch aktuellen Version. Dort einfach auf die Domain aufrufen und auf das Affiliate-Tool klicken.

Wie funktioniert Affiliate-Marketing?

Kurz zur Systematik von Affiliate-Netzwerken für diejenigen, die sich mit der Materie noch nicht so auseinander gesetzt haben. Im Bereich des Online-Handels gibt es einige Online-Händler (Merchants), die Partnerprogramme betreiben, um den eigenen Umsatz über Werbepartner (Publisher) anzukurbeln und im Internet eine möglichst große Verbreitung zu bekommen. Affiliate-Marketing ist zu einer eigenen Disziplin im Bereich des Online-Marketings geworden. Hierzu baut der Merchant, also der Hersteller/Online-Händler, ein eigenes Partnerprogramm wie Amazon oder auch XOVI auf oder er wird Partner in einem Netzwerk wie Affilinet, Zanox, Belboon, TradeDoubler etc. Affiliate-Netzwerke bringen also Publisher und Merchants zusammen. Es geht natürlich auch beides. Man kann ein eigenes Partnerprogramm betreiben und sich einem der Netzwerke anschließen.

Webseitenbetreiber, die zwar keinen eigenen Online-Shop haben und keine Produkte selber herstellen, aber dennoch mit ihrer Website Geld verdienen möchten, können sich ebenfalls bei den Netzwerken anmelden und sich für eine Teilnahme an einem Programm der Merchants über diese Plattformen bewerben. Wird man angenommen, so erhält man Werbemittel in Form von Bannern oder Textlinks, die man auf seiner Website einbauen kann. Klickt nun ein Besucher der Website des Publishers auf diese Banner oder auf einen Textlink wird er auf die Website des Merchants weiter geleitet. Kauft er dort ein, erhält der Publisher eine Provision. Es gibt hier verschiedene Bezahl-Modelle. Manchmal wird die Provision verdient, wenn der Websitebesucher einkauft (Pay-per-Sale), manchmal reicht es, wenn er durch Anforderung eines Angebots zunächst nur seine Kontaktdaten hinterlässt (Pay-Per-Lead). Es gibt auch noch weitere Modelle. Welche genau kann man natürlich in diesen Netzwerken erfahren.

Diesen Beitrag teilen