Pokémon Go Marketing: So profitierst du vom Trend des Jahres

Pokemon Go Marketing

26.07.2016

So einen großen Trend gab es im Internet lange nicht mehr: Seit in diesem Jahr „Pokémon Go“ erschienen ist, sieht man auf der Straße immer mehr Leute, die gebannt auf ihr Smartphone starren und die kleinen Taschenmonster fangen. Ob nun Pikachu, Glumanda oder all die anderen Pokémons… die Jagd ist eröffnet und die User kennen kein Halten mehr. Dabei ist Pokémon Go nicht einfach nur ein amüsantes Spiel. Für die Entwickler von Niantic und der „Pokémon Company“ könnte sich die Jagdlust der User zu einer Goldgrube entwickeln – und nicht nur für die! Viele lokale Geschäfte besonders in Ballungszentren können sich eigentlich schon die Hände reiben, denn für den Point Of Sale (POS) gibt es zahlreiche Möglichkeiten, mit cleverem Pokémon Go Marketing vom Trend des Jahres zu profitieren…

Shops können Erscheinen von Pokémons beeinflussen

Als Inhaber oder Betreiber eines Geschäfts zum Beispiel in der City von Hamburg, Berlin, Köln oder München kann man beeinflussen, wo genau ein Pokémon erscheint. Voraussetzung dafür ist der Pokéstop. Logische Folge: Wenn du als Ladenbetreiber dafür sorgen kannst, dass in deinem Geschäft Pokémons auftauchen, dann wirst du auch Leute in dein Geschäft bekommen, die diese Pokémons fangen wollen.

Selbstverständlich sollte es eine gewisse thematische Relevanz geben. Ich vermute, dass man in einen Laden für Rollatoren zwar auch viele Pokémons bekommen würde, leider aber nicht die korrekte Zielgruppe. Das heißt nicht, dass nur angesagte Szeneläden für Gamer mit Pokémon Go Marketing am lokalen POS durchstarten können. Grundsätzlich geht es darum, den Pokémon Go Spielern Anreize zu schaffen, ein Geschäft zu betreten.

Die Idee mit den Pokémons direkt im Laden ist da schon nicht schlecht und aktuell ist das auch einer der wenigen Mechanismen, um offiziell von Pokémon Go im lokalen Marketing zu profitieren. Aber wie immer sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt und clevere Geschäftsleute haben schon längst erkannt, wie sie vom Trend des Jahres profitieren.

Rabatte für Pokémon Go Spieler im Geschäften

Ich selbst habe in Hamburg und Berlin schon Geschäfte gesehen, in denen offensiv mit Pokémon Go „geworben“ wird. Simples Beispiel: Wer als Pokémon Go Spieler Level 10 erreicht hat, bekommt bei seinem Einkauf 10 Prozent Rabatt. Bei Level 20 sind es 20 Prozent – und so weiter. Bei Level 100 wäre nach diesem Prinzip natürlich Schluss (die aktuelle Grenze ist Level 40), aber als Inhaber kannst du selbst entscheiden, wie weit du gehen willst.

Pokemon Go XOVI SchiggyAnderes Beispiel: Wenn es (vielleicht in der Zukunft) möglich ist, das Erscheinen bestimmter Pokémons in einem Laden zu forcieren, dann lässt sich auch daraus eine Rabattaktion basteln. Nehmen wir mal Pikachu, der ist auch mir am besten vertraut, weil mein Sohn selbstverständlich Pokémon kennt und Pikachu ist der Pokémon einer der Hauptfiguren der TV Serie – das aber auch nur als Randnotiz…

Wichtig für das Pokémon Go Marketing am lokalen POS: Wenn Pikachu (oder ein anderes Pokémon) in einem Geschäft gezielt erscheinen kann, dann lassen sich Rabattaktionen damit realisieren. Auch hier ganz simpel: „Fange Pikachu in unserem Laden und du bekommst 5 Prozent Rabatt!“ Das geht auch mit mehreren Pokémons: „Fange 3 Pokémons in unserem Laden und erhalte 10% Rabatt auf deinen nächsten beiden Einkäufe!“ – und so weiter…

Pokémon Go Marketing ist cleveres POS Marketing

Es ist gar nicht notwendig, gebannt auf die offiziellen Rabattmöglichkeiten zu warten. Wer seinen Laden und seine Zielgruppe kennt, wird wissen, wie sich diese Leute in den POS locken lassen. Ganz unabhängig davon ist es aber natürlich schon heute spannend zu sehen, was die „offiziellen Möglichkeiten“ sein könnten. Denkbar: Große Konzerne kooperieren direkt mit den Machern von Pokémon Go und können so dafür sorgen, dass das Thema auf der einen Seite noch bekannter wird – als eigener Vorteil stünden viel mehr potenzielle Kunden vor der Tür, eben weil man in Kooperation mit dem Hersteller mehr anbieten kann.

Das sind Möglichkeiten, die „herkömmlichen“ Inhabern von lokalen Geschäften fehlen. Oder doch nicht? Pokémon Go basiert auf Ingress, einem ähnlichen Spiel, das es schon seit Jahren gibt. Entsprechend viele Koordinaten wurden bereits erfasst und so ist die Zahl der „Pokéstops“ teilweise recht hoch. Pokéstops sind markante Punkte, an denen man sich als Spieler mit virtueller Ausrüstung versorgen kann.

Auch wenn man als Ladenbesitzer nicht selbst aktiv wird und einfach nur Glück hat, kann man bereits profitieren: Steht ein Pokéstop unmittelbar vor einem Geschäft, dann bekommt dieser Laden ganz automatisch mehr Aufmerksamkeit von der „Laufkundschaft“ – und das kann sich natürlich in mehr Sales auswirken.

Pokéstops ausrüsten und Gamer anlocken

Wie auch viele andere Gaming Apps lebt Pokémon Go von In-App-Käufen. Simples Prinzip: Das Spiel an sich ist gratis, man kann aber virtuelle Ausrüstung gegen Bares dazukaufen. Schon jetzt ist es für Ladenbetreiber möglich, Pokéstops mit zusätzlichen Ködern auszustatten. Zwar nur für jeweils 30 Minuten, dafür aber auch für weniger als einen Euro.

Die Folge ist, dass in der unmittelbaren Umgebung häufiger neue Pokémon erscheinen, die dann von den Spielern gefangen werden. Auf diese Weise steigt die Anzahl potenzieller Kunden in der direkten Umgebung eines Geschäfts teilweise beträchtlich – denn immer dort, wo sich lukrative Pokéstops oder überdurchschnittlich viele Pokémons befinden, bilden sich schnell Ansammlungen von Gamern, die die Ausrüstung haben und die Pokémons fangen wollen.

Im Code der Pokémon Go App wurden jetzt angeblich die Worte „sponsored“ und „mcdonalds“ gefunden – ein Indiz dafür, dass die Macher von Pokémon Go nun auch damit beginnen, große Konzerne ins Boot zu holen. Auf diese Weise würden ganz neue Möglichkeiten von Rabatten Realität werden und der Hype um Pokémon Go sich vermutlich weiter verstärken. Ob und wie gut diese Maßnahmen funktionieren, wird sich in ein paar Monaten zeigen – und es ist auch fraglich, ob Pokémon Go sich als Spiel auf dem aktuell hohen Verbreitungsniveau überhaupt wird halten können.

Fazit

Fakt ist, dass Pokémon Go und die sich abzeichnenden Möglichkeiten in Sachen Vermarktung dafür sorgen, dass sich das lokale Marketing am Point Of Sale (POS) verändert. Inhaber von Geschäften bekommen mehr Möglichkeiten, um potenzielle Kunden in den Laden zu locken – aktuell mag das mit Pokémon Go möglich sein, in Zukunft wird es andere Spiele geben, die ähnlich funktionieren. Wichtig ist, dass die Möglichkeiten erkannt und genutzt werden, bevor ein Trend wieder verschwunden ist. Maßgeblich bleiben von Pokémon Go wird die Erkenntnis, dass Shops offline von Online Marketing profitieren, wenn es zum Beispiel mit lokalem Marketing gekoppelt wird. Der aktuelle Trend von Pokémon Go schlägt genau in diese Kerbe und ist genau deswegen zum jetzigen Zeitpunkt so lukrativ. Das Prinzip an sich wird aber auch später funktionieren, wenn die Ära „Pokémon Go“ schon lange abgelöst ist…

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