Was ist ein Virtueller Server? | XOVI

XOVI Glossar

Was ist ein virtueller Server?

Der virtuelle Server, auch Virtual Private Server oder kurz vServer genannt, generiert eine künstliche Kopie einer Servermaschine. Dadurch kann dieser in mehrere Einzelteile zerlegt werden. Jeder virtuelle Server verfügt dann über sein eigenes Betriebssystem, wodurch die Administratoren unabhängig voneinander arbeiten können.

Parallelen zu echten Servern

Die Basis von echten und virtuellen Servern ist funktional gesehen dieselbe. Alle Anwender können bei Bedarf Programme auf dem vServer installieren und benutzen. Die Systemeinstellungen sind frei wählbar. Durch vorinstallierte Programme wie Webserver und Mail Server kann der Administrator sofort seine Arbeit beginnen. Durch mehrere Benutzerkonten und Zugriffsrechte gestaltet der Admin dann eine Umgebung wie bei einem physischen Server. Die Verwaltung von Mails und anderen Dokumenten lässt sich somit separieren.

Struktur eines vServers

Wir können in einem Beispiel annehmen, dass der Server in vier virtuelle Server aufgeteilt wurde. Der Einfachheit nennen wir sie vServer 1, vServer 2 usw. Das Visualisierungssystem führt dabei alle zusammen und bestimmt den Grundaufbau. Von hier aus lassen sich alle vServer verwalten. Dieses System wurde auf der Hardware gespeichert und kontrolliert folgende Aufgaben:

  • Virtuelle Server erhalten Ressourcen vom Arbeitsspeicher, CPU und Speichermeiden.
  • Die Abgrenzung der einzelnen virtuellen Server untereinander durch das Visualisierungssystem. Die vServer können keine Ressourcen verändern die das System einem anderen vServer zugesichert hat.
  • Das Visualisierungssystem verwalten die vServer, inklusive dem Starten oder Stoppen des Servers.

Vorteile vom vServer

Vom Prinzip her haben wir bei einem vServer dasselbe Angebot wie bei einem Webhosting-Service. Der virtuelle Server kann jedoch mehr Rechenleistung erbringen, da ihm keine physische Grenzen gesetzt werden, was sich schon allein am Speicherplatz bemerkbar macht. Außerdem verfügt er über eine sehr schlanke Kostenstruktur im Vergleich zu realen Servern. Der vServer zeigt sich zudem unabhängig, da hier kein anderer Nutzer eingreifen kann, wenn dies nicht erwünscht ist. == Nachteile vom vServer ==

Hinter jedem vServer steht ein Wirtsystem und genau von diesem ist er abhängig. Der Hauptserver verteilt die Zugriffsrechte und Ressourcen für die einzelnen vServer. Sollte es beim Wirtsystem zu einem Neustart kommen, wird auch der laufende vServer davon betroffen sein. Trotz genauer Verteilung der Ressourcen kann es bei gleichzeitigem Zugriff aller vServer auf das Wirtsystem zu kleinen Leistungseinbußen kommen.

Den richtigen vServer wählen

Die preislichen Unterschiede bei Anbietern von vServern sind immens. Viele Angebote erscheinen zu teuer und bieten nur wenig Leistungen an. Bei unerfahrenen Anbietern kann es auch zu Ausfällen kommen. Ein guter vServer verlangt nicht zu viel Geld und bringt dieses ins Verhältnis zur Leistung. Hierfür sollte der Kunde die gestellte Hardware und den Support auf die Probe stellen, denn beide müssen zuverlässig und stets erreichbar sein. Realistisch betrachtet sind Ausfälle des vServers bis zu einem Prozent akzeptabel, weil es immer mal wieder Wartungsarbeiten am System gibt. Neukunden sollten sich ein kleines Paket mit zehn Gigabyte an Traffic kaufen und sich mit dem Arbeiten auf einem virtuellen Server vertraut machen. Ein Upgrade ist in der Regel dann immer noch möglich.

vServer und die Suchmaschinenoptimierung

Beim Kauf einer Domain sollte der Kunde wissen, ob diese auf einem virtuellen Server gehostet ist. Denn dann teilt er sich den Server mit anderen und wenn deren Webseiten einen schlechten Einfluss haben, bspw. durch Spam-Angriffe, dann greift Google in Härtefällen zur Sperrung der IP-Adresse. Davon sind dann alle Nutzer desselben Wirtsystems betroffen. Ein virtueller Server ist in einigen Eigenschaften unbegrenzt, weshalb er sich perfekt für Dateien und Informationen, sowie umfangreiche Dienstleistungen anbietet. Das Konfigurieren eines eigenen Webservers oder E-Mail-Servers gelingt hiermit ebenfalls. Neben dem Betreiben einer Webseite hat der Nutzer zudem Zugriff auf seine Daten von diversen Orten. Wer sich für einen vServer entscheidet, der sollte die Angebote hinsichtlich Preis und Leistungsumfang ausgiebig vergleichen.