Google kündigt Stärkung des Mobile-Friendly-Updates an

Google mobile friendly Update

18.03.2016

Bereits vor dem 21. April 2015 war das Wort „Mobilegeddon“ in aller Munde. Google hatte angekündigt, dass zu diesem Datum für die Google-Suche auf mobilen Endgeräten ein neuer Ranking-Faktor gelten soll – nämlich die Nutzerfreundlichkeit für Mobilgeräte. Google verfolgt damit das Ziel, dass Webseiten auf mobilen Geräten optimal angezeigt werden sollen. Die Zielsetzung ist sicher in Ordnung, denn wer surft mit seinem Smartphone schon gerne auf Seiten, wo man ständig „ranzoomen“ muss und das Design nicht responsiv oder mobilfähig ist. Zudem beschränkt sich die Nutzerfreundlichkeit nicht nur auf die Darstellung der Inhalte, sondern auch auf die Inhalte selbst. „Responsive Content“ ist das Stichwort. Die Lesegewohnheiten sind je nach Device eben unterschiedlich. Auf Smartphones sind kürzere Texte mit hoher Informationsdichte besser zu lesen. Barbara Ward hat dazu in unserem Blog schon im letzten Jahr einen informativen Artikel verfasst.

„Mobilegeddon“ wurde das Update dann in der Branche genannt, weil befürchtet wurde, dass Websites, die die Ansprüche nicht erfüllen in den Suchergebnissen der mobilen Suche weit nach unten durchgereicht werden und das Ganze in einem Mobile-SEO-Desaster endet. Nun – wir konnten feststellen, dass dies so nicht eingetreten ist. Google hat in der Folge erklärt, dass nicht-optimierte Webseiten trotzdem gute Rankings erhalten können, wenn die Inhalte hochwertig sind. So ist es dann auch gekommen. Das Desaster blieb aus.

Update angekündigt

Gary Illyes von Google hat nun im Webmaster-Blog von Google mitgeteilt, dass sie dem „Mobile-friendly Update“ eine Aktualisierung und Verstärkung verabreichen wird und dieser Faktor in der mobilen Suche künftig ein stärkeres Gewicht haben wird. Ziel ist es noch mehr mobile-optimierte Inhalte in den Suchergebnissen anzuzeigen. Es handelt sich also nicht um ein neues Update, sondern um die Verstärkung der Gewichtung im Zusammenspiel mit den vielen anderen Rankingfaktoren im Google-Algorithmus. Die Änderungen sollen ab Mai 2016 greifen – also fast genau ein Jahr nach der erstmaligen Einführung dieses Faktors. Erfahrungen aus dem vergangenen Jahr zeigen, dass sich diese Veränderungen auch wirklich nur auf die mobilen Suchergebnisse auswirken. Am Anfang war noch spekuliert worden, ob das auch Auswirkungen auf die Desktop-Suche hat. Das ist nicht der Fall. Eine saubere technische Optimierung kann sich aber natürlich trotzdem positiv auf die Rankings im Desktop-Ranking auswirken. Das hat dann aber nichts mit dem Mobile-Friendly-Update zu tun.

Wer bereits im letzten Jahr seine Website mobile-freundlich optimiert hat, der braucht jetzt gar nichts zu tun. Das Update wirkt sich dann auf die eigenen Domains nicht aus. Wer das bisher nicht gemacht hat, sollte sich mit dem Thema jetzt aber durchaus auseinander setzen. Google hat hierfür schon im letzten Jahr ein Test-Tool heraus gebracht. Damit kann man prüfen, ob die eigene Seite aus Sicht von Google schon gut optimiert ist.

Wir haben als Beispiel mal unsere eigene Website von XOVI getestet:

Test auf Optimierung für Mobilgeräte

Unsere Seite ist gut für mobile Endgeräte optimiert. Google zeigt uns aber auch, dass zwei „vorübergehende Fehler“ aufgetreten sind. Die können wir uns dann nochmal genauer anschauen und die Seite noch verbessern. Grundsätzlich haben wir aber bezüglich des mobile-friendly Updates nichts zu befürchten.

Was gilt für Google als mobilfreundlich?

Im Leitfaden für Mobilgeräte gibt Google selbst den Webmastern hier einige Tipps. Als häufigste Fehler werden z. B. die folgenden von Google näher erklärt:

  1. Blockierte JavaScript-, CSS- und Bilddateien
  2. Nicht abrufbare Inhalte
  3. Fehlerhafte Weiterleitungen
  4. Für mobile Seiten spezifische 404-Fehler
  5. App-Download-Interstitials
  6. Irrelevante gegenseitige Verlinkungen
  7. Langsame mobile Seiten

Das sind schon einige Ansatzpunkte um seine Website für mobile Devices zu optimieren. Im Leitfaden werden diese Punkte näher erläutert und erklärt.

Interessant zu wissen: Der Googlebot für mobile Search

Für alle Webmaster, die sich die Crawlingdaten in den Logdateien näher anschauen ist vielleicht interessant zu wissen, wie sich der Googlebot ausgibt, wenn er auf der Seite zu finden ist. Hier hat auch Google wieder für Transparenz gesorgt.

Bisher gab sich der Googlebot wie folgt zu erkennen:

Mozilla/5.0 (iPhone; CPU iPhone OS 8_3 like Mac OS X) AppleWebKit/600.1.4 (KHTML, like Gecko) Version/8.0 Mobile/12F70 Safari/600.1.4 (compatible; Googlebot/2.1; +http://www.google.com/bot.html)

Ab dem 18. April 2016 wird das der folgende User-Agent sein:

Mozilla/5.0 (Linux; Android 6.0.1; Nexus 5X Build/MMB29P) AppleWebKit/537.36 (KHTML, like Gecko) Chrome/41.0.2272.96 Mobile Safari/537.36 (compatible; Googlebot/2.1; +http://www.google.com/bot.html)

Wie überwache ich meine mobilen Google-Rankings?

Die XOVI Suite bietet mit dem Monitoring-Tool hier eine hervorragende Möglichkeit die mobilen Rankings bei Google zu überwachen. Das Keyword-Monitoring bietet nicht nur die Möglichkeit aus fast 200 Google-Länderversionen zu wählen, sondern eben auch das Device auszuwählen. Man kann bei XOVI die Desktop-Abfrage, die Tablet-Abfrage oder die Smartphone-Abfrage simulieren und die Rankings dazu ermitteln lassen. Wichtig zu wissen, dass sich das Mobile-friendly-Update lediglich auf die Smartphone-Abfrage bezieht und nicht z. B. auch auf Tablets. Bei Tablets gelten die Ranking-Faktoren der Desktop-Suche.

Wir gehen also ins Monitoring Tool und fügen die wichtigsten Keywords hinzu.

XOVI Keyword Monitoring Tool für das mobile Update

Die mobilen Rankings werden nach dem Hinzufügen im Monitoring im ausgewählten Intervall überwacht. So behält man stets den Überblick, ob die Maßnahmen zur Optimierung der Nutzerfreundlichkeit auf mobilen Geräten zum Erfolg führen oder nicht. Wenn man beide Devices auswählt – also PC und Handy, dann kann man die Rankings auch optimal vergleichen.

Unter dem Menüpunkt Keywords > Monitoring > Monitoring OVI wird dann für das angelegte Keyword-Set auch ein individueller OVI-Wert für die mobile Suche errechnet und im Zeitverlauf dargestellt. Man kann also mit den XOVI SEO Tools die Entwicklung der mobilen Rankings für das Keyword-Set individuell überwachen – nach Device getrennt.

Nochmals betont: nicht allein technische Veränderungen auf der Website sorgen für ein gutes Ranking in der mobilen Suche, sondern auch die die Qualität des Contents. Wenn der Mitbewerber zwar seine Seite technisch nicht optimiert hat, aber bessere Inhalte mit Mehrwert für den User anbietet, dann wird Google diese Seite im Zweifel bevorzugen.

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  • Sehr ausführlicher Artikel! Jetzt müsste man sich nur besser darauf vorbereiten …