Broken Links – eine verkannte Chance des Linkbuildings

Broken Link Statistik

11.02.2016

Heute möchten wir Ihnen eine Methode vorstellen, mit der Sie Ihre Maßnahmen im Linkaufbau erweitern können. Bei der Methode wandeln wir „Broken Pages“ und „Broken Links“ in funktionierende Links um. Das geht einmal auf der eigenen Seite und auch – mit Hilfe der jeweiligen Webseitenbetreiber – auf fremden Domains. Wir erklären hier beide Möglichkeiten.

Was sind „Broken Links“

Unter Broken Links verstehen wir Links, die bei Klick nicht mehr „funktionieren“. Sie verweisen auf Inhalte, die es nicht mehr gibt oder z.B. wegen fehlerhafter Linksetzung auch nie gegeben hat. In der Regel wird dann ein http-Statuscode 404 oder 410 vom Server zurückgegeben. Bei gut optimierten Seiten gelangt man auf spezielle 404-Seiten. Oftmals kommt aber nur eine Fehlermeldung.

Kümmern wir uns also um diese Broken Pages – Onpage

Eine Website unterliegt ständigen Veränderungen. Oft werden alte Inhalte gelöscht oder es ändert sich die URL-Struktur. Seiten sind nicht mehr erreichbar oder es wurden z. B. zwei Blogartikel mit ähnlichem Inhalt zu einer neuen Seite zusammengefasst. Nun kann es aber vorkommen – und das wäre ja zunächst mal positiv – dass Webseitenbetreiber Ihre Inhalte gut finden und auf eigenen Blogs oder Websites verlinken. Dies wäre ein natürlicher Linkaufbau, der von Google befürwortet wird. Wenn dann keine Weiterleitung eingerichtet ist, landet derjenige, der auf den Link klickt auf einer 404-Seite. Der Linkjuice der linkgebenden Domain ist damit hinfällig. Google kann Ihre Seite nicht weiter crawlen und landet in einer Sackgasse.

Mit dem XOVI Linktool kann man diese „Broken Links“ ganz einfach herausfiltern und die Fehler beheben und damit die Backlinkqualität, aber auch die Quanität optimieren.
Als Beispiel nehmen wir das Stadtportal unserer Domstadt Köln. Wir rufen zunächst also oben rechts im Eingabefeld die Domain www.koeln.de auf.

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Wir wechseln dann ins Linktool von XOVI und gehen dann direkt auf die Funktion im Hauptmenü „Broken Pages“. Es erscheint eine Liste an Seiten der Domain, die nicht erreichbar sind, die sog. Broken Pages.

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Man sieht in der Liste, dass nicht nur HTML-Seiten betroffen sein können, sondern auch Dateien – z. B. Bilder – also in der Regel .jpg oder .png-Dateien. Durch einen Klick auf das Plus-Symbol am Ende einer jeden Zeile kann man sehen, welche externen Backlinks genau auf diese nicht erreichbaren Seiten oder Dateien verweisen. Ein Backlink also, der eigentlich gewollt ist, aber seine Wirkung gar nicht entfalten kann.

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Hier sehen wir, dass eine Unterseite von koeln.de, in der es um den „Heider Bergsee“ geht, nicht mehr erreichbar ist. Das prüfen wir mal schnell und rufen die URL auf. Das geht am schnellsten durch Klick auf das Kettensymbol.

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Wir sehen: die URL wurde auf ein speziell eingerichtete 404-Seite weiter geleitet. Es kommt nicht nur der Hinweis, dass die aufgerufene Seite nicht vorhanden ist, sondern es gibt viele interne Links zur Auswahl zur Verfügung, damit der Besucher weiter klicken kann. Trotzdem natürlich nicht so schön.

Nun schauen wir uns die Linkquelle an, von der aus diese Seite nicht mehr erreichbar ist.

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Und siehe da – es ist ein Webkatalog-Eintrag bei allesklar.de. Hier muss man – wie bei jedem Link – nun überlegen, ob man diesen Link wieder „nutzbar“ machen möchte oder ob er lieber weiterhin ins Leere gehen soll zum Schutz vor dem Pinguin Update.

Nehmen wir nun also an, wir möchten, dass der Link der Domain koeln.de wieder nützt, dann leiten wir per 301-Weiterleitung die alte URL (http://www.koeln.de/koeln/freizeit/freizeitsportist bei mir im Postausgang, 16.3. habe ich ihn eingeladen für Dienstag oder donnerstag/schwimmen/heider_bergsee_34038.html) auf eine existierende Seite um. Idealerweise gibt es eine neue Seite, die einen ähnlichen Inhalt hat und beim Thema „Heider Bergsee“ ist das sogar so. Wir können also die o. g. URL auf diese URL hier http://www.koeln.de/koeln/was_ist_los/veranstaltungsorte/badeseen_in_koeln_und_umgebung_heider_bergsee_in_bruehl_34038.html weiter leiten und der Linkjuice von allesklar.de würde weiter geleitet auf die neue Seite.

Fazit

Hier kann man auf relativ einfache Art und Weise bestehende Backlinks, die durch Änderungen auf der eigenen Page ihre Wirkung verloren haben, reaktivieren und für die eigene Seite nutzbar machen. Der umständlichere Weg wäre den Betreiber der linkgebenden Domain anzuschreiben und um Änderung des Links zu bitten. Mit der Umleitung hat man das alles selbst in der Hand. Durch die XOVI SEO Tools findet man schnell die Broken Pages und kann entsprechende Maßnahmen einleiten.

Kümmern wir uns nun um Brocken Links – Offpage

Diese Methode wie oben beschrieben kann man etwas abgewandelt auch mit externen Webseiten machen. Es ist keine neue Methode, sondern ausgebufften SEOs und Linkbuildern schon länger bekannt. Da wir aber auch immer wieder SEO-Einsteiger im Kreise unserer Leser haben, gehen wir hier – weil es gerade gut passt – darauf ein.

Bei der Methode suchen wir uns auf externen Seiten, die eine gewisse Themenrelevanz haben Backlinks, die auf externe Ziele verweisen, die jedoch nicht mehr erreichbar sind. Wir suchen quasi Broken Links auf externen Seiten. Das kann man per Hand machen, in dem man sich diese Webseiten sucht und dann jeden externen Link anklickt und prüft, ob dieser noch funktioniert. Das ist u. E. aber zu aufwändig und auch hier hilft das XOVI Tool weiter. Diesmal aber das Onpage-Tool.

Hierzu ist ein kleiner Workaround notwendig. Wir müssen um eine Onpage-Analyse zu starten zunächst ein Projekt anlegen. Wir haben das in einem Blogartikel kürzlich ausführlich beschreiben. Auf diesen Blogbeitrag möchten wir deshalb hier verweisen. Gut zu wissen: die Anzahl der Projekte sind bei XOVI unbegrenzt. Sie können also ohne Sorgen einfach Projekte für Ihre Mitbewerber anlegen. Das Löschen von Projekten ist natürlich hinterher auch ganz einfach möglich.

Nach dem Anlegen des Projektes wechseln wir dann ins Onpage-Tool in die Analyseverwaltung und legen starte eine neue Onpage-Analyse.

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Sobald die Onpage-Analyse durchgelaufen ist, schauen wir uns im Menüpunkt „Analyse“ > „Externe Verlinkungen“ > „Alle externen Links“ die Liste der externen Links an. XOVI gibt zu den gefundenen externen Verlinkungen direkt auch den Status-Code an. Bei kürzen Listen sieht man die externen Links mit dem http-Code 404 oder 410 auf einen Blick. Bei längeren Listen nutzen Sie einfach den Filter der XOVI Tabelle und filtern nach dem http-Code.

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Was ist nun zu tun? Schreiben Sie den Inhaber der Seite an!

Wenn Sie Inhalte auf Ihrer eigenen Website haben, die dem Inhalt der eigentlich verlinkten Website entsprechen, dann bieten Sie dem Webseitenbetreiber an, dass er den „kaputten“ Link austauscht gegen einen Link auf Ihre Unterseite, die genau das Thema behandelt. Man kann das in den meisten Fällen recht einfach erkennen, wenn man sich den Text der Seite anschaut, von der aus verlinkt wurde.

Wenn man keine Inhalte hat, dann kann man überlegen, ob man eine neue Unterseite erstellt und passenden Content erstellt, der zur linkgebenden Domain passt. Als Inspiration kann man übrigens die zu ersetzenden URL mal in einem Webarchiv wie http://archive.org/web/ eingeben und schauen, was früher dort zu finden war. Aber Vorsicht: Nicht einfach kopieren. Die meisten Texte sind urheberrechtlich geschützt und das Kopieren schlicht und einfach illegal. Man kann sich aber den Text durchlesen und sich Ideen für eigene Inhalte holen.

Fazit

Auch in dieser Methode steckt viel Potential. Webseitenbetreiber werden in der Regel dankbar für einen Hinweis sein. Natürlich sollte man in seiner Mail freundlich sein, sonst wird es nix mit dem Backlink.

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  • Wenn man die Onpageanalyse dann noch für Mittbewerber durchführt und sich deren externe Brokenlinsk anschaut, kann man nochmals Links einsammeln gehen :)

  • In der Tat kommt über diese Art des Linkbuildings des Öfteren an interessante Backlinks.