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Was ist die IP-Adresse?

IP-Adresse ist die deutsche Kurzform für Internet Protocol Address. Dabei handelt es sich um die Adresse eines Gerätes innerhalb eines Netzwerkes. Jedes Gerät hat eine IP-Adresse, die innerhalb eines Netzwerkes einmalig ist. So kann gewährleistet werden, dass angeforderte Datenpakete an die richtige Adresse übermittelt werden. Dabei gibt die IP-Adresse Hinweise auf Standort und Provider des Nutzers. Die 32-Bit-IP-Adresse (IPv4) ist das derzeit gängige Format. Sie besteht aus vier – jeweils durch einen Punkt getrennten – Zahlenblöcken mit Zahlen von 0 bis 255. Die Umstellung auf ein neues Format (IPv6) ist allerdings schon absehbar.

Statische und dynamische IP-Adressen

Man unterscheidet zwischen dynamischen und statischen IP-Adressen. Beide Arten werden verwendet. Ein Gerät hat eine statische IP-Adresse, wenn sich die Adresse auch bei mehrmaligen Einwählen ins Netzwerk nicht ändert. Dynamische IPs hingegen werden immer wieder neu verteilt. So teilt der Provider dem Nutzer zum Beispiel eine freie IP-Adresse zu, sobald dieser sich ins Internet einwählt. Beim nächsten Einwählen wird ihm eine neue IP-Adresse zugeteilt. Da Flatrate-Tarife inzwischen üblich sind, stellen die IP-Adressen keine Rechnungsgrundlage mehr dar. Sie dürfen daher nicht länger als sieben Tage vom Provider gespeichert werden.

Aufbau einer IP-Adresse

So sieht eine IP-Adresse im klassischen LAN zum Beispiel aus: 192.168.2.1 Der vordere Teil der IP-Adresse ist die Netzwerkadresse, der hintere Teil die Hostadresse. Wenn zum Beispiel zwei Computer in einem LAN miteinander verbunden sind, muss der Netzwerkteil der IP-Adresse übereinstimmen, damit die beiden Geräte miteinander kommunizieren können. Im Internet wird die Kommunikation von Geräten unterschiedlicher Netzwerkadressen mit einem Router realisiert. Die Umstellung auf 128-Bit-Adressen (IPv6) wird demnächst nötig, da es bald nicht mehr genügend Adressen gibt, um jedem Gerät eine einzigartige IP zu geben. Via IPv4 stehen etwas mehr als 4 Milliarden Adressen zur Verfügung mit IPv6 werden es 340 Sextillionen sein. Damit sollten dann in jedem Fall genügend IP-Adressen zur Verfügung stehen.

Wie die IP-Adresse Aufschluss über den Nutzer gibt

Die IP-Adresse ist mehr als eine bloße Zahlenfolge, die Adresse gibt durchaus Aufschluss über das Gerät bzw. den Nutzer. So werden IP-Adressen zum Beispiel bereichsweise an bestimmte Provider, Behörden oder auch Unternehmen vergeben. Man kann also anhand der IP-Adresse etwas über den Provider bzw. Standort des Nutzers erfahren, weil zum Beispiel alle IP-Adressen, die mit 154 beginnen, an einen bestimmten Provider vergeben werden.

Auffindbar dank IP-Adresse

Anhand der IP-Adresse seines Gerätes, ist der Nutzer im Internet auffindbar. Wer anonym surfen möchte, muss seine IP daher verschleiern. Der Browser TOR leitet den Nutzer zum Beispiel so oft um, dass ein Zurückverfolgen der IP – wenn überhaupt – nur mit großem Aufwand möglich ist. Diese Umleitungen verlangsamen die Surfgeschwindigkeit allerdings erheblich.

Die Relevanz der IP-Adresse für die Suchmaschinenoptimierung

IP-Adressen spielen für die Suchmaschinenoptimierer durchaus eine Rolle, denn Google bezieht die IP-Adresse bei der Bewertung einer Seite mit ein. Wenn es zum Beispiel viele Backlinks zwischen Seiten gibt, die beim gleichen Provider gehostet sind, kann Google auf unerlaubtes Linkbuilding schließen. Dann geht die Suchmaschine davon aus, dass die Seiten vom gleichen Webmaster oder gleichen Unternehmen aufgesetzt wurden und die Verlinkungen zur künstlichen Verbesserung der Backlinkstruktur vorgenommen wurden.