Der GTM erklärt: Das Google Tag Manager Handbuch von Michael Janssen

Das Buch Google Tag Manager - Das umfassende Handbuch von Michael Janssen
Anna Maria von Kentzinsky

Anna Maria von Kentzinsky | 06.02.2019

Cover des Google Tag Manager Handbuch von Michael JanssenDruckfrisch knistert der Einband des Google Tag Manager – Das umfassende Handbuch von Michael Janssen beim ersten Aufschlagen. Druckfrischer könnte es kaum sein, erschien die Erstauflage doch erst im November 2018. Der Online-Daten Analyst hat all sein Wissen zum Google Tag Manager in 411 Seiten zusammengetragen – 411 einfach verständliche Seiten gespickt mit praxisorientierten Anleitungen und praktischen Erklärungen.

Das Google Tag Manager Handbuch nimmt einen mit auf Entdeckungstour in die (für viele Marketer) unerforschten Weiten des gleichermaßen mächtigen und komplexen Online Marketing Tools von Google. Das Dickicht aus Pixeln, Containern, Tags, Triggern, Datenschichten und Variablen wird mit dem Handbuch zu einem Trimm-Dich-Pfad, der fit für den Google Tag Manager macht. Gepaart mit zahlreichen Schritt für Schritt Anleitungen und wirklich brauchbaren Praxisbeispielen sollte das Handbuch bei jedem auf dem Schreibtisch liegen, der mit dem Tag Manager arbeitet.

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Inhaltsverzeichnis
Über den Autor
Michael Janssen im Podcast
Was ist der Google Tag Manager?
An wen richtet sich das Handbuch?
Was erwartet den Leser inhaltlich?
Fazit

Michael Janssen: Autor, Datenanalyst und Trainer

Michael JanssenMichael Janssen ist Datenanalyst und Berater für datenbasiertes Online-Marketing. Zu seinen Kunden zählen große Online-Shops, Webportale und Firmen mit SaaS-Produkten.

Er hilft Unternehmen, ihren Datenschatz zu heben und gibt sein Wissen rund um Google Analytics europaweit in Vorträgen, in Seminaren, auf seinem Blog zedwoo.de und im Podcast Beyond Pageviews weiter. Natürlich gehört er auch zum XOVI Expertenrat und hat hier bereits über die Conversion Verknüpfung im Google Tag Manager geschrieben. Jetzt hat er sein Profil erweitert und im November 2018 das Google Tag Manager Handbuch herausgebracht.

Mehrmals im Jahr können Wissbegierige seine Google Tag Manager und Google Analytics Seminare bei der XOVI Academy buchen. Das zweitägige Google Tag Manager Seminar führt in die Funktionsweise des Tag Managers ein, erklärt Begriffe, Datenschichten, Tracking, Pixel, Probleme, Stolperfallen, Tipps und Tricks.

ZUM GTM SEMINAR

Michael Janssen im XOVI Podcast

Im Podcast mit XOVI erklärt Michael Janssen, warum Webanalyse die Grundlage für effektives Online Marketing ist. Die Daten müssen nicht nur erfasst, sondern auch ausgewertet und richtig interpretiert werden, damit daraus dann Handlungen abgeleitet werden können:

Der Google Tag Manager – ist das nicht Analytics?

Was ist der Google Tag Manager eigentlich? Mit dieser Frage beschäftigt sich Autor Michael Janssen als erstes. Denn viele setzen den Google Tag Manager (kurz GTM) mit dem Code-Snippet von Google Analytics gleich – und liegen falsch.

Was ist der Google Tag Manager?

Logo des Google Tag Manager

Der Google Tag Manager ist ein kostenloses System für die Erstellung, Einbettung, Zusammenführung und Verwaltung von Tags zum Sammeln von Online Marketing Daten für verschiedene Analyse Tools.

Der Google Tag Manager vereinfacht die Erstellung und Implementierung von Tags, die aus Quellcode (z.B. HTML oder JavaScript) bestehen und normalerweise von Webentwicklern erstellt und eingebettet werden müssen. Auf diese Weise können auch individuelle Trackings zeitnah und mit deutlich geringer Abhängigkeit von Webentwicklern umgesetzt werden.

Gleichzeitig zeigt der Google Tag Manager alle auf einer Website implementierten Tags sowie ihren Status an und sorgt so für eine bessere Übersicht.

Was ist der Google Tag Manager nicht?

Der Google Tag Manager ist kein Analyse Tool. Er wertet die erfassten Daten nicht aus, sondern leitet sie an das jeweilige Analyse Tool weiter, das mit dem Tag Manager verknüpft ist.

Wer braucht das Google Tag Manager Handbuch?

Ob Neuling oder schon erfahrener GTM-Veteran ist eigentlich egal, jeder wird im Handbuch neues Wissen und praktische Tricks entdecken, die den Arbeitsalltag erleichtern oder sogar ganz neue Türen öffnen. Das Werk von Michael Janssen ist ein Praxisbuch und richtet sich an alle, die regelmäßig mit dem Google Tag Manager arbeiten müssen oder wollen. Dazu zählt jeder, der Online Marketing Maßnahmen seines Unternehmens bzw. Kunden oder Userverhalten erfassen, messen und auswerten muss.

Diese Online Marketing Maßnahmen können sein:

  • Sammeln von Browserdaten, z.B. Seitenaufrufe, Sitzungsdauer und Scroll-Tiefe
  • Nutzer außerhalb der Website verfolgen, z.B. für Retargeting
  • Versorgung von Marketing Tools mit Daten, z.B. Newsletter-Abos oder Warenkorb-Aktionen
  • Einbinden von Social Media Buttons oder Conversion Tracking von Facebook-Anzeigen
  • Setzen von Cookies

Durchgeführt werden diese Maßnahmen von Online Redakteuren, Online Marketern, Webanalysten, SEOs, Webmastern, Webentwicklern oder auch Agenturen. Überwiegend sind das “Nicht-Entwickler”. Dementsprechend sind sie nicht oder nur wenig mit Programmier- und Auszeichnungssprachen wie JavaScript, HTML oder CSS vertraut. Auch den sichere Umgang mit dem Quellcode der Website beherrschen da wahrscheinlich nur wenige.

Anders gesagt: Wer effizientes, individuelles und Daten-getriebenes Online Marketing betreiben will, ohne den Überblick zu verlieren, braucht den Google Tag Manager. Und wer den Google Tag Manager braucht, braucht das  Handbuch. Sonst macht man sich unnötig das Leben schwer. Denn das Tool ist so umfangreich, wie es mächtig ist und ohne professionelle Anleitung riskiert man Fehler, die einem im schlimmsten Falle die Website lahm legen.

Das Handbuch ist mehr als nur ein Nachschlagewerk. Klar, es erklärt den Google Tag Manager von der Pike auf. Doch Michael Janssen geht noch weiter und liefert praktische Hacks, sinnvolle Arbeitsprozesse und Anregungen zur Integration in den Arbeitsalltag gleich mit.

Vom blutigen Anfänger zum Fortgeschrittenen

Die ersten Kapitel sind auch für diejenigen leicht verständlich, die bis dato noch keinen Kontakt mit dem Google Tag Manager, JavaScript oder Quellcode hatten. Mit jedem Kapitel steigt der Schwierigkeitsgrad leicht an.

Das merkt man allerdings kaum, denn die Beispiele sind so organisiert und praxisorientiert, dass man mit jeder gestellten Aufgabe tiefer in das Tool einsteigt, vertrauter wird und weitere Funktionen kennen lernt. Das ist vor allem der schrittweisen Anleitung mit zahlreichen Screenshots zu verdanken, die im gesamten Buch zu finden ist. Die gewählten Praxisbeispiele sind ab der ersten Aufgabe für den Arbeitsalltag nützlich und können sofort eingesetzt werden.

Im Laufe der Zeit werden die Aufgaben komplexer. Ehe man sich versieht, weiß man sicher mit dem Google Tag Manager umzugehen und auch Code-Schnipsel sind kein Buch mit sieben Siegeln mehr.

Was erwartet den Leser inhaltlich?

Michael Janssen nimmt den Leser bei seiner Reise durch den GTM an die Hand.

Kapitel 1 Den Google Tag Manager kennen lernen führt in den Tag Manager ein, erklärt die grundlegende Funktion, die wichtigsten Anwendungsbeispiele und Begriffe sowie für wen der Google Tag Manager in Frage kommt.

Erst ab Kapitel 2 steckt man einen ersten vorsichtigen Zeh in die seichten Gewässer des Tag Managers. Die Praxis beginnt: Den Container einsatzfähig machen erklärt Anhand des Google Analytics Messwert “Seitenaufrufe” Schritt für Schritt, wie man

  • die vier wichtigsten Elemente Container, Tags, Trigger und Variablen,
  • wie man das Google Tag Manager Konto einrichtet,
  • einzelne Felder ausfüllt
  • Container auf der Website installiert
  • die ersten Tags einbaut

Kapitel 3 widmet sich dann der Benutzeroberfläche des GTM. Die große Übersicht über die Oberfläche zielt darauf ab, dass man sich bereits nach kurzer Zeit im Tag Manager gut zurecht findet. Das Wissen, wo sich welche Funktionen, bzw Menüpunkte befinden, erleichtert die Arbeit mit dem GTM und sorgt für Zeitersparnis. Der Leser wird vertraut gemacht mit

  • der Kontoverwaltung
  • der Containerübersicht
  • der Versionsübersicht
  • der Verwaltung

Kapitel 4 Schlüsselfertig: Das Tag-Vorlagensystem ist der Grund, warum der GTM das Handling von Tags für “Nicht-Entwickler” so einfach macht. Anstatt selbst JavaScript Code für jeden Tag schreiben zu müssen, bietet der Google Tag Manager eine Reihe von Tag-Vorlagen, die nur noch über ein Eingabeformular vorbereitet werden müssen. Hinaus kommt einsatzfertiges JavaScript. Die Benennung, das testen und Veröffentlichen von Tags wird Anhand eines Praxisbeispiels durchexerziert.

Kapitel 5 bietet Die richtige Gelegenheit: Trigger. Jedes Tag brauch einen Trigger. “Trigger” bedeutet übersetzt “Auslöser” und genau das ist die Funktion des Triggers: Er definiert, wann die Fähigkeit eines Tags ausgelöst wird. Dieses Ereignis kann automatisch oder benutzerdefiniert sein. Im Kapitel erklärt der Autor ausführlich, wie Trigger im GTM funktionieren: von der Erstellung über das Debuggen bis hin zu ihren zahlreichen Bedingungen.

Kapitel 6 Title, URL und Co: Umgang und Arbeit mit Variablen beschäftigt sich mit Platzhaltern. Es gibt Werte, die einfach immer wieder benötigt werden. Hierfür bietet der GTM den Einsatz von Variablen in Tags, Triggern und sogar in Variablen selbst an. Das Kapitel gibt einen Überblick über die verschiedenen Variablen-Typen, ihren Einsatz und das Debugging sowie über vorgefertigte und benutzerdefinierte Variablen.

Kapitel 7 macht den Deep Dive in Benutzerdefinierte Tags und Variablen. Denn trotz der schieren Vielfalt der vorgefertigten Tags und Variablen gibt es im Alltag immer mal wieder spezielle Fälle, die maßgeschneiderte Lösungen erfordern. Auch hier setzt der GTM dem Anwender keine Grenzen – die JavaScript und HTML Kenntnisse möglicherweise schon. Denn ab hier ist Programmierwissen gefragt, das sich fortgeschrittene GTM-Nutzer auf jeden Fall aneignen sollten. Was man bei benutzerdefiniertem JavaScript und HTML beachten muss, verrät Michael Janssen hier.

Kapitel 8 schaut über den Tellerrand des GTM hinaus in Richtung Website. Daten in der Website bereitstellen: die Datenschicht beschäftigt sich mit der Verbindung zwischen Website-Inhalt und Google Tag Manager. Die Datenschicht (man kann sie sich als Atmosphäre eines Website-Planeten vorstellen, die vom Programmierer/Server/Programmcode mit Daten zur Website gefüllt wird) ist ein virtuelles Konstrukt. Sie ist mit Daten angereichtert, die sich normalerweise nicht in der Website befinden oder extrahiert werden müssten. Diese Daten werden so gespeichert, verarbeitet und weitergegeben, dass möglichst viele Tools sie nutzen können. In diesem Kapitel lernen wir

  • dass Daten aus der Datenschicht wiederverwendbar sind
  • die Unterschiede zwischen Scraping und Datenschicht
  • die Datenschicht für Google Analytics mit WordPress zu nutzen
  • die technische Seite der Datenschicht

Kapitel 9 Debugging und Vorschau: Immer kontrollieren bringt näher, wie man Tags, Trigger und Variablen – vor allem benutzerdefinierte – vor der Veröffentlichung auf Herz und Nieren testet. Dabei stellt der Autor die im GTM enthaltene Vorschau vor und geht auf weitere Tools und Plugins ein, die für fehlerfreie und sichere Ausführung von Tags, Triggern, Variablen und Datenschichten sorgen.

Kapitel 10 Veröffentlichen: Versionen und Workspaces zeigt, wie auch große Teams komplexere Aufgaben effizient mit dem Google Tag Manager umsetzen können. Der Autor zeigt unterschiedliche Wege auf, wie mit dem GTM strukturiert gearbeitet werden kann – auch dann, wenn nicht alle Teammitglieder Zugang zum GTM haben oder mehrere Teammitglieder gleichzeitig im Tag Manager arbeiten. Zu den Möglichkeiten zählen

  • die Versionsübersicht,
  • die Sichtbarmachung von Änderungen,
  • das Anlegen und Veröffentlichen von Umgebungen und
  • Arbeitsbereiche

Kapitel 11 Der Google Tag Manager in der Praxis. Wie praktisch. Dieses Kapitel fühlt sich an wie ein kleines Geschenk. Michael Janssen hat hier die Tags zusammengetragen, die er selbst am meisten nutzt oder “extrem praxisrelevant” sind. Dazu gehören beispielsweise das Tracken von externen Linkklicks, Downloads, YouTube Videos und PromoClicks aus Google Analytics, der Einbau von Criteo Tags oder die Implementierung von Facebook Pixeln.

Kapitel 12 Der Google Tag Manager mit AMP und Apps verlässt die inzwischen so vertrauten HTML-Gefilde und begibt sich auf die Pfade anderer Systeme. Hier erfährt der Leser, wie er den Google Tag Manager auf AMP-Seiten und in Verbindung mit Apps nutzt. Denn hier ändert sich der Umgang mit Containern und der Umfang des GTM.

Kapitel 13: Der Google Tag Manager 360. Alles, was der Leser bis zu diesem Punkt gelernt hat, gehört zu dem kostenlosen Funktionsumfang des GTM. Und der ist gewaltig. Darüber hinaus gibt es jedoch Anwendungsbereiche im Enterprise-Umfeld, die für den einen oder anderen wichtig werden. Auf diese kann man in der kostenpflichtigen 360-Suite zugreifen. Dazu zählen:

  • beliebig viele Arbeitsbereiche
  • Freigabe-Workflows
  • Zonen für ergänzende Konfigurationen
  • Service-Level Agreements

Kapitel 14: Tipps, Tricks und Vereinfachungen. Hilfe zur Selbsthilfe: In diesem Kapitel zeigt der Autor verschiedene Wege auf, die das Arbeiten mit dem GTM vereinfachen. Er nennt eine Reihe von Tools für den GTM, stellt Blogs vor, die sich mit dem Tag Manager befassen und gibt Tipps, wie man den Umgang mit dem Google Tag Manager schnell und effizient meistert.

Fazit: Must-Have für Marketer

Lange Rede, kurzer Sinn: Wer mit dem Google Tag Manager arbeitet oder arbeiten möchte, sollte sich dieses Handbuch zulegen. Es gibt kein anderes Nachschlagewerk, das sich ausschließlich und so umfassend mit dem Google Tag Manager beschäftigt. Erst recht gibt es kein anderes Buch, das den Balanceakt schafft, für “Nicht-Entwickler” verständlich zu sein und gleichzeitig auch JavaScript Nerds neues Futter zu geben.

Auch wenn das Handbuch erst seit wenigen Monaten auf dem Markt ist, wird es bereits jetzt als “Standardwerk” bezeichnet:

“Man spürt, dass der Autor Ahnung vom Google Tag Manager hat und dieses Wissen gerne weitergibt. Neben der Beschreibung der Funktionen enthält das Buch sehr viel Praxisbeispiele und zusätzlich zeigt er auch, wie man die Fehler in der eigenen Implementierung finden kann … Für mich ist das Buch „Google Tag Manager: Das umfassende Handbuch“ schon jetzt das Standardwerk zu diesem Thema und ein Muss für jeden, der den Google Tag Manager einsetzt.” (Quelle)

“Wir als Online Marketing Agentur haben tagtäglich mit Tracking Problemen zu kämpfen. Häufig ist dann auch der Tag Manager im Spiel. Das Buch half unserem Team, sich in die Materie einzuarbeiten und einen sehr guten Überblick zu verschaffen” (Quelle)

“Ich kann das Google Tag Manager Handbuch klar empfehlen, denn obwohl ich schon seit einigen Monaten mit dem Tag Manager arbeite, konnte ich viel aus dem Buch ziehen. Es ist meiner Meinung nach sowohl für Einsteiger, die sich erstmals mit dem GTM befassen möchten, als auch für Fortgeschrittene, die seit Jahren damit arbeiten, geeignet.”(Quelle)