Strukturierte Daten richtig implementieren: So geht's | XOVI
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Strukturierte Daten richtig implementieren

Der enorme Vorteil für Webmaster und Suchmaschinen
Kevin Jackowski

Kevin Jackowski | 23.03.2021

Titelbild, Rich Snippet mit strukturierten Daten im Hintergrund

Webmaster und Unternehmen, die heutzutage conversionstarken Traffic über die organische Suche der Suchmaschinen erhalten möchten, müssen nicht nur mit Qualität und Quantität überzeugen, sondern auch innerhalb der Suchergebnisse optimal performen.

Während in der Vergangenheit lediglich Faktoren wie „Domainname, Domainendung, Title, Description und URL“ Einfluss auf die Wahrnehmung der User in den Suchergebnissen hatten, spielen mittlerweile auch einige technische Faktoren eine entscheidende SEO-Rolle.

Nur, wenn die entsprechenden Dokumente einer Website eine für die Suche sehr hohe Relevanz aufweisen und diese Dokumente auch optisch in den Suchergebnissen positiv auffallen, kann nachhaltig conversionstarker SEO Traffic generiert werden.

Rich Snippets sind ein Hingucker

Eine hervorragende Möglichkeit in den Suchergebnissen positiv aufzufallen sind Rich Snippets. Bei Rich Snippets handelt es sich um Snippets, die mit zusätzlichen Informationen (wie z.B. Bewertungen) angereichert werden.

Sie sind nicht nur optisch auffälliger, sondern aufgrund ihrer zusätzlichen Informationen auch hilfreicher. Dadurch, dass diese Rich Snippets oft wichtige Zusatzinformationen anzeigen, bieten sie den Usern so einen erhöhten Mehrwert.

Für XOVI sehen die Rich Snippets derzeit so aus:

Google SERP XOVI Sitelinks

Doch wie genau können Webmaster und Suchmaschinen von strukturierten Daten profitieren und wie lassen sich diese genau in Dokumente implementieren? Im Folgenden findest du wichtige Erklärungen und hilfreiche Tipps, wie du strukturierte Daten für deinen SEO Erfolg nutzen kannst.

Strukturierte Daten – Hintergründe und Formate

Suchmaschinen müssen Inhalte und den Kontext der verschiedenen Dokumente korrekt interpretieren und anschließend die thematische Relevanz der Dokumente in Bezug auf die Suchanfrage ermitteln. Ihr Ziel ist es ja, stets die Bedürfnisse der User bestmöglich zu befriedigen. Das gelingt nur, wenn die Suchergebnisse (und somit auch die angezeigten Dokumente) auch wirklich den gewünschten Mehrwert bieten.

Sitelinks wurden einst über die Google Search Console gesteuert

Google spielt bei vielen Websites in den Suchergebnissen sogenannte Sitelinks aus. Sie sollen Nutzern die Navigation auf der Website erleichtern. Die Systeme untersuchen die Linkstruktur. Durch die Anzeige verschiedener Links will Google dem Nutzer Wege und Zeit sparen und schnell die gewünschten Informationen anzeigen.

Aus SEO-Sicht ist es natürlich sehr positiv, wenn Google für die eigene Domain Sitelinks ausspielt und in den Suchergebnissen oben anzeigt. Das bedeutet, dass man einen großen Teil des Bildschirms einnimmt und erst viel weiter unten die anderen Suchergebnistreffer erscheinen. Die Klickwahrscheinlichkeit ist dabei natürlich höher.

Schon immer war es so, dass man nicht selbst bestimmen konnte, ob Sitelinks ausgespielt werden und wenn ja, welche URLs ausgewählt werden für die vier Unterseiten. Das hat Google ganz allein bestimmt.

Bisher gab es allerdings die Möglichkeit bestimmte Seiten für die Sitelinks auszuschließen. Man konnte Google also über die Search Console (früher Webmaster Tools) mitteilen, dass bestimmte URLs auf keinen Fall in den Sitelinks auftauchen sollte. Z. B. hat Google gerne das Impressum in den Sitelinks angezeigt. Das ist natürlich nicht wirklich effektiv für den Domaininhaber, denn nach dem Impressum suchen die Nutzer nur in den seltensten Fällen aktiv.

Google hat diese Funktion 2016 gestrichen. Und nun?

Sitelinks und Zusatzinformationen dank strukturierter Daten

Webmaster und Unternehmen können die Suchmaschinen bestmöglich dabei unterstützen, den Inhalt ihrer Dokumente korrekt zu interpretieren. Schließlich hat diese entscheidende Interpretation zur Folge, ob zukünftig überhaupt Traffic über die organische Suche der Suchmaschinen generiert werden kann.

Eine sehr gute Möglichkeit, den Suchmaschinen hilfreiche Zusatzinformationen zukommen zu lassen, sind strukturierte Daten (mit Hilfe von schema.org). Mit Hilfe dieser Auszeichnungen können Inhalte von Dokumenten z.B. thematisch definiert werden und entscheidende Zusatzinformationen angegeben werden, die so wiederum essentiellen Kontext schaffen können.

So sind beispielsweise strukturierte Daten für das Local SEO sehr interessant. Alles, was ortsbezogen ist (z.B. Standorte, Events oder Unterkünfte) können so direkt in den Suchergebnissen angezeigt werden.

So können beispielsweise folgende Inhalte ausgezeichnet werden:

  • Seitennavigation (für Sitelinks)
  • Search Box
  • Produkte
  • Unternehmensinformationen
  • Fragen (FAQs)
  • Jobs
  • Videos
  • Bücher
  • Blogposts
  • Podcasts
  • Apps
  • Veranstaltungen
  • Rezepte
  • Unterkünfte

Doch nicht nur die verschiedenen Arten von Inhalten spielen im Bereich der Suchmaschinenoptimierung eine wichtige Rolle, sondern auch die möglichen Formate wie diese Daten (Angaben) eingebunden werden. So kann das schema.org – Vokabular auf mehrere Arten eingebunden werden.

Zu diesen Formaten gehören:

  • Microdata
  • RDFa (Resource Description Framework in Attributes)
  • JSON-LD (JavaScript Object Notation for Linked Data)

Welches Format für welche Inhalte?

In der Vergangenheit wurden häufig RDFa und Microdata verwendet, um den Suchmaschinen hilfreiche Informationen mit Hilfe des schema-org Vokabulars zukommen zu lassen. Inzwischen erfreut sich das skriptbasierte JSON-LD Format steigender Beliebtheit.

Das liegt sicherlich vor allem auch daran, dass das JSON-LD Format von Google empfohlen wird (Stand 04.05.2020).

 

Inhalte korrekt mit JSON-LD auszeichnen

Auch wenn viele Unternehmen und Webmaster um die erhebliche Relevanz und die vielen Vorteile strukturierter Daten wissen, so scheuen sie sich dennoch häufig, diese zu implementieren. Dabei haben sie oft die Sorge, Fehler zu machen, die sich wiederum negativ auf ihren SEO Erfolg auswirken könnten. Auch technische Unsicherheiten und mangelndes SEO Know-how können bei der Implementierung der strukturierten Daten hinderlich wirken.

Dass ihnen dabei viele SEO Potenziale und somit auch möglicher Umsatz entgehen könnten, ist ihnen häufig nicht bewusst. Im Folgenden finden Webmaster, Unternehmen und Marketingverantwortliche viele wichtige Tipps und Erklärungen, wie auch sie von mit Hilfe von JSON-LD und dem Vokabular von schema.org ihre Dokumente korrekt auszeichnen können.

Über JSON-LD

Während sich bei Auszeichnungen z.B. mit Hilfe von Formaten wie Microdata, oder auch RDFa Attribute im Quelltext eines Dokuments wiederfinden, wird JSON-LD wiederum als Skript-basiertes Markup separat vom Quelltext verwendet, was wiederum einige Vorteile mit sich bringen kann. So kann bei Überarbeitungen bzw. Veränderungen der Auszeichnungen der jeweilige Quelltext eines Dokuments unangetastet bleiben, was für viele Unternehmen aufgrund dieser enormen Flexibilität häufig eine wesentliche Optimierung des Workflows mit sich bringen kann. Dabei wird das<script>-Tag entweder im <head> Bereichs des HTML-Dokuments eingefügt, oder auch im <body>. Der <head>-Bereich sollte dabei i.d.R. wenn möglich bevorzugt werden.

Der Aufbau des JSON-LD Codes

Möchte man die Dokumente der eigenen Website oder des eigenen Online Shops mit Hilfe des JSON-LD Formats auszeichnen, sollte man sich genauer mit der Syntax auseinandersetzen. Dieser Prozess ist zum Einen sehr wichtig, um ein Gefühl für die vielen verschiedenen Möglichkeiten und Vorteile zu entwickeln (beispielsweise kann JSON-LD plattformübergreifend verwendet werden) und zum anderen auch um eventuelle Unsicherheiten abzubauen.

Zum Aufbau der Auszeichnung wird folgende Struktur verwendet:

  • <script type=”application/ld+json”&gt (Hinweis auf JavaScript und JSON-LD)
  • @context (Referenz, welches Vokabular verwendet wird (z.B. schema.org))
  • @type (Um welchen Typ handelt es sich (z.B. ein Rezept))
  • Die entsprechenden Properties und Werte (des jeweiligen Typs)
<script type='application/ld+json'>
{
"@context": "http://www.schema.org",
"@type": "Event",
"name": "Beispiel - Das Beispiel-Event",
"url": "URL des Beispiel-Events",
"description": "Hierbei handelt es sich um ein ganz besonderes Beispiel-Event. ",
"startDate": "2020-04-12T12:00",
"endDate": "2020-04-14T12:00",
"location": {
"@type": "Place",
"name": "Name des Veranstaltungsorts",
"sameAs": "URL des Veranstaltungsorts",
"address": {
"@type": "PostalAddress",
"streetAddress": "Adresse des Veranstaltungsorts",
"addressLocality": "Stadt des Veranstaltungsorts",
"addressRegion": "Region des Veranstaltungsorts",
"postalCode": "Postleitzahl des Veranstaltungsorts",
"addressCountry": "Land des Veranstaltungsorts"
}
},
"offers": {
"@type": "Offer",
"description": "Beschreibung des Angebots",
"url": "URL des Angebots",
"price": "Preis des Angebots"
}
}
</script>

Weitere Möglichkeiten diesen Event-Code anzureichern wären:

  • availability (Verfügbarkeit)
  • image (Bild)
  • performer (Künstler)
  • organizer (Organisator)
  • JSON-LD Code testen

Damit der JSON-Code auch wirklich den Suchmaschinen dabei helfen kann die Inhalte der jeweiligen Dokumente korrekt zu interpretieren und zukünftig keine Fehler auftreten, bietet Google beispielsweise ein Testing Tool für strukturierte Daten an (Stand: 04.05.2020). Hier haben Unternehmen und Webmaster die Möglichkeit ihren Code prüfen zu lassen.

Mehr dazu unter: https://search.google.com/structured-data/testing-tool

Fazit:

Es gibt viele gute Gründe, weshalb sich Unternehmen und Webmaster intensiver mit strukturierten Daten auseinandersetzen sollten. Ein wesentlicher Grund lautet, dass bei der Verwendung von strukturierten Daten die Suchmaschinen, die Webmaster und auch die User von dieser Implementierung profitieren können. Die Suchmaschinen können so Inhalte von Dokumenten leichter interpretieren, die User erhalten einen zusätzlichen Mehrwert und die Webmaster können vom organischen Traffic profitieren. Wer in Zukunft erfolgreiche SEO Strategien planen und umsetzen möchte, sollte in diesen unbedingt strukturierte Daten berücksichtigen.

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