Pagespeed mit XOVI optimieren

06.03.2015

PageSpeed ist bereits seit 2010 ein Rankingfaktor im Suchmaschinenalgorithmus und spielt auch als relevanter Conversionfaktor eine tragende Rolle. Aus diesem Grund ist es wichtig dafür zu sorgen, dass die Ladezeiten der eigenen Website möglichst gering sind, so dass sowohl Suchmaschinencrawler als auch (potentielle) Kunden in sehr kurzer Zeit in der Lage sind, die Informationen zu finden, die sie auch wirklich suchen.

Warum spielt die Ladezeit mittlerweile so eine große Rolle?

Wie schon im Einleitungssatz beschrieben, muss hier zwischen User und Suchmaschinencrawler differenziert werden. Meist ist es so, dass überladene Seiten, die sehr bild- und bannerlastig sind, den Fokus weniger auf die Informationen und den Content legen, sondern eher auf (Werbe)einnahmen. Das ist sowohl aus Sicht der Suchmaschinen, als auch aus Sicht der User nicht vorteilhaft, da der Content stets im Vordergrund stehen sollte. Suchmaschinen legen großen Wert auf Qualität und darauf, dass die Bedürfnisse der User umfassend befriedigt werden. Wenn nun eine Website sehr lange lädt, dann führt das zu Unzufriedenheit bei den Usern und voraussichtlich auch zu einer kurzen Verweildauer auf der Seite, da sich seitens der User schnell nach Alternativen umgesehen wird.

Zudem ist die Suchmaschine auch daran interessiert, dass die zu crawlende Website möglichst schnell aufrufbar ist, sodass neue Dokumente zügig verarbeitet werden und in den Suchmaschinenindex aufgenommen werden können. Aus diesem Grund sollte man als Webmaster dafür sorgen, dass die eigene Website möglichst performant ist, sodass das Nutzererlebnis auf der Seite positiv bleibt. Hier wird zwischen zwei Arten von Ladezeiten unterschieden.

1.) Die Ladezeit

Von der Ladezeit wird meist gesprochen, wenn es darum geht, wie lange es dauert den gesamten Inhalt einer Website zu laden und darzustellen.

2.) „Time to first byte“.

Von „time to first byte ist die Rede, wenn es darum geht, wie lange es dauert bis der Browser vom Webserver die erste Information erhält.

Was kann ich tun, damit meine Website schneller lädt?

Möchte man als Webmaster die Ladezeit seiner Website verbessern, dann hat man viele Möglichkeiten diese zu optimieren. Lange Ladezeiten haben meist nicht nur eine Ursache, sondern viele. Die Hauptursachen sind:

  • Ressourcen müssen einzeln abgerufen werden und nicht gebündelt
  • Ressourcen müssen bei jedem Laden vollständig neu geladen werden
  • Ressourcen werden nicht komprimiert
  • Ressourcen werden nicht ausgelagert

Im Folgenden werden die Optimierungsmöglichkeiten detailliert vorgestellt:

Minimierung der Anzahl der Http-Requests

Wenn eine Website aufgebaut wird, dann werden vom Webserver die entsprechenden Ressourcen abgerufen. Je mehr Ressourcen abgerufen werden müssen, umso mehr Anfragen werden an den Server gestellt, was einen direkten Einfluss auf die Ladezeit hat. Beispielsweise sollte die Anzahl an externen Skripten, CSS und Bildern verringert werden, die nicht notwendigerweise geladen werden müssen. Je mehr Anfragen der Server bearbeiten muss, desto langsamer wird die Seite laden.

Javascript sollte reduziert werden

Javascript sollte möglichst komprimiert werden, sodass die zu ladenden Ressourcen kleiner werden. Möchte man als Webmaster die Ladezeit optimieren, dann kann man neben der Komprimierung auch zu Beginn des Seitenaufbaus nur Javascript laden lassen, welches für die korrekte Darstellung der Website benötigt wird. Nicht benötigtes Javascript sollte zu einem späteren Zeitpunkt nachgeladen werden.

Nur ein CSS-Stylesheet nutzen

Damit CSS auch gecached werden kann, sollten Stylesheets zur einer CSS-Datei zusammengefasst werden, die dann im der Seite angegeben wird. Diese Funktion kann allerdings nur genutzt werden, wenn auf „Inline-CSS“ verzichtet wird. So ist es möglich auch die CSS-Datei cachen zu lassen. Durch diesen Cache-Vorgang müssen Ressourcen, die bereits in der Vergangenheit geladen wurden, nicht erneut abgerufen werden.

Browser-Caching effizient nutzen

Wenn ein Dokument von einem User aufgerufen wird, dann werden die relevanten Informationen wie beispielsweise Bilder vom Webserver abgerufen. Sollte der User zu einem späteren Zeitpunkt die Seite erneut aufrufen, dann werden so relevante Inhalte, die bereits in der Vergangenheit geladen wurden, via Browser-Cache geladen und können schneller zur Verfügung gestellt werden. Da sich die Inhalte natürlich auch ändern können, kann in dem jeweiligen Http-Header ein Ablaufdatum festgelegt werden, ab wann die Inhalte erneut abgerufen werden sollen und ob die Inhalte überhaupt gecached werden sollen. Möchtest du die Ladezeit deiner Website verringern, dann solltest du den Browser-Cache nutzen um bereits in der Vergangenheit geladene Ressourcen und noch gültige Ressourcen nicht erneut abrufen zu lassen.

CSS-Sprites nutzen

Mit Hilfe von CSS Sprites können mehrere Bilder zu einem (großen) Bild zusammengefasst werden. Wenn nun beispielsweise ein Icon in diesem „zusammengefasst Bild“ angezeigt werden soll, dann wird nur dieser bestimmte Teilbereich angezeigt, sodass User nicht das ganze Bild sehen, sondern nur die relevanten Flächen. Häufig kommen CSS-Sprites bei Buttons, Icons und Logos zum Einsatz. Dadurch, dass nun nur ein Bild geladen werden muss und nicht mehr viele einzelne, wird die Anzahl an Http-Requests verringert, was einen schnelleren Seitenaufbau zur Folge hat.

Datei-Komprimierungen mit gzip

Damit die Größe der zu ladenden Ressourcen möglichst gering wird, können beispielsweise Javascript und CSS mit gzip komprimiert werden. So komprimiert der Server vor der Auslieferung die benötigten Ressourcen und sendet diese an den Webbrowser, der diese wieder entpackt. Mit dieser Methode kann meist ein hoher Prozentsatz der Gesamtladezeit eingespart werden.

Vermeide Weiterleitungen (301)

Auch wenn 301-Weiterleitungen aus SEO-Sicht sehr sinnvoll sind (u.a. durch die Weitergabe von wichtigem Backlinkjuice) sollten Weiterleitungen wenn möglich vermieden werden, da die neuen URLs vom Browser bearbeitet werden müssen um später entsprechende Ressourcen laden zu können. Der Browser muss dann nach Zugriff auf die neue URLs wieder auf eine Antwort des Webservers warten, was auch eine längere Ladezeit zur Folge hat. Redirect Chains (Weiterleitungen auf Weiterleitungen) sind zudem nur nicht für die Suchmaschinencrawler problematisch, sondern auch für die Dauer des Seitenaufbaus. Aus diesem Grund sollte die Anzahl der Weiterleitungen möglichst minimiert werden.

PageSpeed-Optimierung mit XOVI

XOVI hilft Webmastern dabei die Geschwindigkeit der eigenen Website / Shop zu verbessern und somit das Nutzererlebnis und das Crawling zu optimieren. Meist laden nicht alle Dokumente einer Website besonders lange, sondern nur bestimmte, wie beispielsweise die Startseite. Möchte man diese optimieren, dann findet man auf der linken Seite in der Navigation unter „Onpage“ den Reiter „PageSpeed Monitoring“.

Pagespeed optimieren mit XOVI: Übersicht

Pagespeed optimieren mit XOVI 1

Hier kann unter „Neue URL überwachen“ ein Projekt ausgewählt werden, welches zuvor angelegt wurde und die URL eingetragen werden, die optimiert werden soll.
Es empfiehlt sich zudem auch eine vollständige XOVI-Onpage Analyse mit der eigenen Website durchzuführen um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie hoch die durchschnittliche Ladezeit der Domain ist.

Nachdem die URL eingetragen wurde, erhält man von XOVI eine ausführliche Analyse, die folgende Punkte beinhaltet:

Pagespeed optimieren mit XOVI: Performance Indikatoren

Pagespeed optimieren mit XOVI: Performance Indikatoren

  • Google PageSpeed Score
  • YSlowScore
  • Dauer der Ladezeit
  • Anzahl der Requests
  • Anzahl Anfragen an externe Domains
  • Seitengröße in MB

Um Webmastern das Erkennen von Ladezeitenproblemen möglichst einfach zu machen, wurden die analysierten Daten grafisch aufbereitet, sodass recht schnell Ladeschwächen bzw. Optimierungspotentiale des Dokuments zum Vorschein kommen.

Welche Daten stellt XOVI zur Verfügung?

Damit die PageSpeed Optimierung möglichst effizient erfolgen kann, stellt XOVI folgende Charts und Diagramme zur Verfügung:

  • PageSpeed im Verlauf
  • Ladezeit nach Typ
  • Ladezeit nach Hosts
  • Requests nach Typ
  • Requests nach Hosts
  • PageSpeed Details
  • Timeline/ YSlow Empfehlungen / Google PageSpeed Empfehlungen

Damit die Anzahl der Requests und der zu ladenden Ressourcen verringert werden kann, findet man im Bereich „Timeline“ eine Übersicht der verschiedenen Requests. Hier werden zudem noch „Statuscode“, „Größe“, „Ladezeit“ und „Ladezeitpunkt“ angegeben, sodass man als Webmaster umfassend darüber informiert wird, welche Ressourcen wann geladen werden und wie groß diese sind.

So ist es möglich schnell zu erkennen, welche Ressourcen für die zu lange Ladezeit verantwortlich sind und kann diese entsprechend optimieren. Dadurch, dass auch Google Pagespeed implementiert wurde, erhalten Webmaster so Tipps direkt von der Suchmaschine. Besonders von Vorteil ist, dass diese Tipps gleich priorisiert werden, sodass es Websitebetreibern leichter fällt zu entscheiden, mit welchen PageSpeed-Optimierungen begonnen werden soll.

Pagespeed optimieren mit XOVI: Google Empfehlungen

Pagespeed optimieren mit XOVI: Google Empfehlungen

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  • Tolle Arbeit. Vielen dank für ihre informationen. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg.