Linkbuilding

Alle Grundlagen für erfolgreiches Linkbuilding

Linkbuilding ist ein großes, oft heiß diskutiertes Thema in der Suchmaschinenoptimierung. Doch warum ist Linkbuilding eigentlich so wichtig? Wie sollte dein Backlink-Profil aussehen? Wie führst du einen Linkaudit durch und was zeichnet einen guten Backlink überhaupt aus? Finde es heraus!

Warum ist Linkbuilding wichtig für SEO?

Vernetzungen mit anderen Websites sind für SEO essentiell

Was ist Linkbuilding?

Kurz erklärt: Im Linkbuilding (auch Link Building oder Link-Building geschrieben) geht es um die gezielte Akquise hochwertiger Verlinkungen von fremden Websites (Backlinks) sowie das strategische Setzen von Verlinkungen innerhalb der eigenen Website (interne Links).

Warum sollte ich Linkbuilding betreiben?

Linkbuilding oder auch Linkaufbau ist einer der drei Grundpfeiler der Suchmaschinenoptimierung (SEO). Meistens bezieht sich der Begriff Linkbuilding nur auf den Aufbau von Backlinks. Suchmaschinen bewerten die Relevanz einer Website unter anderem daran, wie gut sie mit anderen Websites vernetzt ist. Es geht also um die Anzahl und Art der Backlinks. Denn in den Augen der Suchmaschine ist eine Verlinkung von einer Website zu einer anderen ein Zeichen für gute Inhalte, die dem User einen Mehrwert bieten. Und je mehr Webseiten deine Inhalte verlinken, desto besser. Das ist jetzt erst einmal sehr allgemein gesprochen, natürlich gibt es hier noch einiges zu beachten. Dazu erfährst du weiter unten mehr.

Zum Linkbuilding zählt aber auch der strategische Aufbau von internen Verlinkungen. Denn Verlinkungen können eine große Hilfe bei der Strukturierung einer Website sein. Das sorgt für eine User Experience, da der Nutzer leicht relevante Informationen auf deiner Seite finden kann und auch die Navigation dadurch einfacher wird. Dasselbe gilt übrigens auch für die Crawler der Suchmaschinen. Eine gute interne Verlinkung hilft ihnen beim Erfassen, Verstehen und Einordnen deiner Website in den Index.

Das Ziel von Linkbuilding ist also, die Relevanz und damit Auffindbarkeit (Ranking) der eigenen Website in Suchmaschinen wie Google, Bing oder DuckDuckGo zu erhöhen und dem User die Navigation auf deiner Website zu erleichtern.

Was ist ein Backlink?

icon backlinksTechnisch gesehen ist ein Backlink die Verlinkung deiner Domain von einer fremden Website. Doch warum entstehen Backlinks? Backlinks werden gesetzt, wenn die Inhalte deiner Domain also so hochwertig oder sinnvoll angesehen werden, dass sie dem Leser einen Mehrwert bieten. Backlinks sind also als Empfehlung oder Referenz zu verstehen.

Suchmaschinen legen für die Platzierung deiner Inhalte in den Suchergebnissen unter anderem auch die Anzahl und Qualität (Linkprofil) dieser eingehenden Links und ihrer Websites zugrunde. Je mehr hochwertige Backlinks du von möglichst vielen fremden Websites bekommst, desto besser. Denn das bedeutet, dass deine Inhalte immer wieder von anderen empfohlen werden. Für Suchmaschinen ist dies ein entscheidendes Kriterium für die Relevanz deiner Seite.

Was ist Linkjuice?

Einst war der PageRank DIE Messlatte für den Erfolg einer Website.

Der PageRank ist ein Algorithmus, der eine Website anhand ihrer eingehenden Links bewertet und das Ergebnis in einer Zahl ausdrückt.

Mit einem hohen PageRank kam auch eine hohe Relevanz der Website daher. Und ein Backlink von einer Seite mit hohem PageRank hatte einen größeren Einfluss auf das eigene Ranking, als ein Backlink von einer schwachen Website.

Mit der zunehmenden Bedeutung qualitativ hochwertigen Contents hat der PageRank inzwischen massiv an Bedeutung verloren. Denn er reflektiert zwar die Verlinkungsstruktur, nicht aber den Inhalt einer Website.

Dennoch werden Websites nach wie vor bewertet – nur die Faktoren hierfür sind vielfältiger geworden. Und nach wie vor kann ein Backlink einer starken Seite (wie etwa die Frankfurter Allgemeine Zeitung) der eigenen Domain einen stärkeren Ranking-Boost geben, als der einer kleineren Website (z.B. ein kleiner Nischen-Blog). Man spricht dabei von einer “Vererbung” der Stärke einer Website an eine andere. Oder eben von Linkjuice bzw. Link-Power.

Was sind follow und nofollow Links?

Links sind zum Klicken da. Natürlich wollen dann auch die Suchmaschinen wissen, was es am anderen Ende zu sehen gibt. Daher sind alle Links automatisch “follow” Links. Nur, wenn man dem Crawler die Tür vor der Nase zu schlägt, macht er kehrt. Diese Tür ist das “nofollow” Attribut.

Dieses Attribut wurde 2005 von Google eingeführt. Es soll verhindern, dass Backlinks aus Foren, Kommentaren oder werblichen Inhalten genutzt werden, um das eigene Ranking zu verbessern.

Das bedeutet auch: Ein “nofollow” Link vererbt auch keinen Linkjuice.

SEO Tipp

“nofollow” soll demnach immer dann eingesetzt werden, wenn es sich nicht um redaktionelle, sondern um bezahlte Inhalte handelt. Das gilt auch für Inhalte, die durch Schenkungen (z.B. des Produkt/der Leistung) entlohnt wurden.

So sieht ein “nofollow” Link aus:

<a href=”http://www.domain.de/” rel=”nofollow”>sinnvoller Linktext</a>

Du setzt das rel=”nofollow” Attribut also nach der URL in das HTML des Hyperlinks. Einige CMS (oder zugehörige Plugins) bieten die Möglichkeit, im Editor einfach ein Häkchen bei “nofollow” zu setzen. Ist das bei dir nicht der Fall, trägst du das Attribut im Text-Editor (HTML Ansicht) in den Link ein.

Das bedeutet auch für dein Linkprofil: Nicht jeder Backlink zählt. Sobald einer deiner Backlinks mit dem “nofollow” Attribut ausgezeichnet ist, hat er keinen Einfluss auf dein Linkbuilding – weder positiv noch negativ. Trotzdem gehören sie zu einem natürlichen Linkprofil dazu und solange die Anzahl an “nofollow” Backlinks verhältnismäßig gering ist, brauchst du dir um dein Linkprofil keine Sorgen zu machen.

SEO TippEin “nofollow” Link ist aber nicht wertlos – auch wenn sich dadurch deine Rankings nicht verbessern, können auch “nofollow” Links wertvollen Traffic und damit mögliche Leads und Conversions liefern.

Fazit

Backlinks sind ein zentraler Rankingfaktor der Suchmaschinen. Ohne Backlinks kann eine Website so gute Inhalte und so gute User Experience haben, wie sie will – gute Rankings und damit eine gute Auffindbarkeit wird sie ohne hochwertige Backlinks wohl nicht erreichen. Kaum ein Webmaster kann es sich leisten, auf die natürliche Entstehung von Backlinks zu warten, so wie Google es in seinen Richtlinien vorsieht. Denn wenn man nicht auffindbar ist, wie sollen andere Webmaster dann all die Mehrwert-trächtigen Inhalte finden, um sie zu verlinken?! Hier beißt sich die Katze in den Schwanz.

Wie genau Linkbuilding funktioniert und welche Linkbuilding Strategien es gibt, erfährst du in den bald folgenden Artikeln.

Eine strategische interne Verlinkung hilft bei der Strukturierung deiner Website. Das erhöht die Lesbarkeit deiner Seite für Mensch und Maschine gleichermaßen. Außerdem kannst du innerhalb deiner Website Schwerpunkte auf besonders wichtige Seiten (z.B. Landing Pages) setzen, indem viele interne Links auf sie zeigen und du Linkjuice über interne Links gezielt weiterleitest.

Linkbuilding ist also die Kunst

  • durch Überzeugungsarbeit möglichst viele hochwertige Backlinks von möglichst vielen verschiedenen Quellen aufzubauen und schlechte Backlinks abzubauen.
  • den internen Linkaufbau geschickt aufzusetzen, um wichtige Seiten zu fördern und die Navigation zu erleichtern.

Wie sollte dein Backlink-Profil aufgebaut sein?

Du möchtest dein Linkprofil ausbauen und so neue, wertvolle Backlinks generieren. Doch wo fängt man da an? Wie findest du heraus, wie dein Backlink-Profil idealerweise aufgebaut sein sollte? Ein guter Ansatzpunkt ist die Analyse der Linkprofile deiner härtesten Konkurrenten. Sie kann dir konkrete Ideen liefern, die du für deine Linkbuilding-Strategie nutzen kannst.

Was ist ein Backlink-Profil?

Ein Backlink-Profil ist die Zusammensetzung aller Backlinks einer Domain. Es geht also nicht einfach um die Anzahl der Backlinks, sondern auch um die Relevanz und Diversität der Link-gebenden Quellen. Auch die Position (Header, Footer, Fließtext, Kommentar, Forum etc.), Art und Weise, wie diese Backlinks zustande kommen (z.B. Textlink mit Ankertext oder Bildlink) und wie sie gekennzeichnet sind (follow vs. nofollow), werden berücksichtigt.

Suchmaschinen wie Google möchten natürlich, dass diese Backlinks und damit auch dein Backlink-Profil ‘natürlich’ – also ohne dein Zutun – zustande kommen. Das ist im Linkbuilding nicht möglich. Stattdessen wird versucht, ein möglichst natürliches Backlink-Profil zu imitieren, um bessere Rankings zu erlangen und keine Google Penalty zu erhalten.

Was bringt mir eine Backlink-Konkurrenzanalyse?

Das ideale Backlink-Profil herauszufinden, ist in den vergangenen Jahren immer schwieriger geworden. Seit der permanenten Integration des Penguin Updates 2016 in den Core-Algorithmus von Google sind alte Faustregeln für Backlink-Profile, wie beispielsweise 80% Follow-, 20% Nofollow-Links nicht mehr allgemeingültig. Stattdessen variiert die Zusammensetzung der Linkprofile je nach Branche. In anderen Worten: Im Finanzbereich könnte eine Follow/Nofollow-Verteilung beispielsweise bei 70 zu 30 liegen, im Gesundheitsbereich aber schon wieder ganz anders aussehen.

Merke-IconEs gilt also, das ideale Backlink-Profil deiner Branche zu identifizieren. Nimm dafür die Backlink-Profile der online erfolgreichsten Konkurrenz genau unter die Lupe, werte die Ergebnisse aus, vergleiche sie mit deinem Backlink-Profil und extrahiere konkrete Handlungsanweisungen. Die Struktur des Backlink-Profils deiner Branche ist die Grundlage für alle weiteren Maßnahmen und Strategien, die du für dein Linkbuilding entwickelst und umsetzt.

 

Die Backlink-Konkurrenzanalyse hilft dir herauszufinden

  • wie viele Backlinks du haben solltest
  • wie das Follow/Nofollow-Verhältnis aussehen sollte
  • Wie groß der Anteil an Text- und Bildlinks sein sollte
  • uvm.

Sie gibt dir also konkrete, Branchen-spezifische Handlungsanweisungen an die Hand. Damit stocherst du beim Linkbuilding nicht mehr im Dunkeln herum, sondern hast klare, erfolgsorientierte Daten, nach denen du dein Backlink-Profil aufbauen kannst.

Was benötige ich für die Analyse der Backlink-Profile?

Für die Konkurrenzanalyse benötigst du ein gut aufgestelltes SEO-Tool. Wir verwenden die XOVI Suite. Nur so kommst du an die Daten, die du für eine Analyse der Backlink-Profile benötigst – unabhängig davon, ob es dabei um dein eigenes Profil geht oder um das anderer Domains.

Neben dem SEO Tool benötigst du sonst nur noch eine Tabelle (Excel, Google, was auch immer du gerade zur Hand hast).

Kein Muss, aber eine Arbeitserleichterung sind zwei Bildschirme. So kannst du die Tabelle und das SEO Tool gleichzeitig und ohne großes Hin- und Herklicken nutzen.

Merke-IconBei der Konkurrenzanalyse vergleichst du die Domains miteinander und nicht etwa einzelne Unterseiten. Würdest du Unterseiten miteinander vergleichen, hättest du nur die Linkprofile dieser URLs. Die können im Detail auch interessante Ergebnisse an den Tag legen, zum Beispiel dann, wenn du den Grund für die Rankings dieser Seiten zu einem bestimmten Keyword herausfinden möchtest.

Hier soll es aber nicht um einzelne Rankings gehen, du willst schließlich die Backlink-Profile der Domains ermitteln und vergleichen.

Wie führe ich eine Backlink-Konkurrenzanalyse durch?

Wichtig ist natürlich, dass du weißt, wer deine härteste Konkurrenz ist. XOVI listet sie dir allerdings ebenfalls auf und liefern die wichtigsten Daten direkt mit.

Für eine ausführliche Konkurrenzanalyse legen wir eine Tabelle an, die die wichtigsten Daten pro Domain erfassen kann. So kannst du die Datensätze hinterher ganz leicht miteinander vergleichen.

Welche Daten gehören in die Tabelle für die Backlink-Analyse?

Damit du weißt, wie dein Backlink-Profil aufgebaut sein sollte, benötigst du natürlich auch die Daten, an denen du dich später orientierst.

  • Anzahl der Backlinks
  • Anzahl der linkgebenden Domains
  • Anzahl der IP Adressen
  • Prozentsatz der Backlinks auf die Startseite (Surface-Links)
  • Prozentsatz der Backlinks auf Unterseiten (Deep Links)
  • Prozentsatz von Textlinks (Ankertexte)
  • Prozentsatz von Bildlinks
  • Prozentsatz von Weiterleitungen
  • Prozentsatz von Follow-Links
  • Prozentsatz von Nofollow-Links

Anzahl der Backlinks
Hier siehst du, wie viele Backlinks die jeweilige Domain insgesamt hat. Im Vergleich mit deiner Konkurrenz kannst du sehr schnell herauslesen, ob du tendenziell zu wenige, zu viele oder genau die richtige Menge an Backlinks hast. Aber Achtung: Die Anzahl der Backlinks sagt noch nichts über die Qualität der Links aus. Die solltest du mindestens für dein eigenes Backlink-Profil untersuchen. Das kannst du mit einer Disavow-Analyse machen.

Anzahl der linkgebenden Domains
Hier kannst du sehen, von wie vielen Domains du deine Backlinks bekommst. Wenn die Anzahl der Domains vergleichsweise niedrig ausfällt bedeutet das, dass du immer wieder Backlinks von einigen wenigen Domains bekommst. Das könnte ein Hinweis auf Link-Kooperationen sein. Ist die Zahl der Domains hoch, sind viele Seiten auf dich aufmerksam geworden und haben dich verlinkt.

Anzahl der IP Adressen
Domains liegen auf IP Adressen. Domains, die unabhängig voneinander sind, befinden sich auf jeweils eigenen IP Adressen. Hat ein Unternehmen jedoch mehrere Domains, befinden sie sich oft auf demselben Server und haben dieselbe IP Adresse. Das Verhältnis von Domains zu IP Adressen gibt also Hinweise darauf, ob unter den Domains eher viele unabhängige oder viele zusammenhängende Domains sind. Hast du viele Backlinks von Domains mit derselben IP Adresse, deutet das auf künstlichen Linkaufbau hin.

Anzahl der Backlinks auf die Startseite
Backlinks auf die Startseite werden auch als Surface-Links oder Flat-Links bezeichnet. Grundsätzlich ist der Sinn von Backlinks, dem Leser weiterführende Informationen zu liefern, die ihm einen Mehrwert bieten. Startseiten liefern diesen Mehrwert in der Regel nicht oder nur begrenzt.

Anzahl der Backlinks auf Unterseiten
Diese Backlinks werden auch Deep-Links genannt. Sie führen tiefer in die Website hinein und zeigen auf eine Unterseite, etwa auf einen weiterführenden Blogbeitrag oder auf ein spezifisches Produkt. Ihr Vorteil ist, dass sie in der Regel themenrelevante, spezifische Inhalte verlinken und so die User Experience verbessern. Daher werden Backlinks auf Unterseiten eher als Qualitätsmerkmal gesehen, als Backlinks auf Startseiten.

Prozentsatz von Textlinks
Textlinks sind Verlinkungen, die im Fließtext klickbar sind. Sie sind am weitesten verbreitet, weswegen 90% oder mehr nicht ungewöhnlich sind.

Prozentsatz von Bildlinks
Diese Verlinkungen befinden sich auf Bildern. Man gelangt also bei einem Klick auf das Bild auf die Zielseite. Bildlinks sind in der Regel deutlich seltener, als Textlinks. Visuell starke Seiten können natürlich auch einen deutlich höheren Anteil an Bildlinks aufweisen.

Prozentsatz von Weiterleitungen
Diese Zahl gibt dir an, wie viele Backlinks du von Seiten hast, die nicht mehr existieren. Das bedeutet, dass diese nicht mehr existierenden Seiten dann auf die deine Domain weitergeleitet werden.

Prozentsatz von Follow-Links
Alle Links sind automatisch erst einmal Follow-Links. Diese Art ist natürlich, schließlich werden Links für den User als Empfehlung gesetzt. Suchmaschinen folgen Follow-Links um einzuschätzen, wie wertvoll die Information am anderen Ende ist. Daher sind Follow-Links ein Muss für die Suchmaschinenoptimierung.

Prozentsatz von Nofollow-Links
Nofollow-Links gibt es erst seit 2005. Sie werden vom Webcrawler nicht verfolgt. Er weiß also nicht, was sich auf der Zielseite befindet. Du zeichnest einen Link mit dem Nofollow Attribut aus um zu signalisieren, dass es sich hierbei um gekaufte Links handelt. Nofollow-Links vererben auch keinen Linkjuice und sind für dein SEO nutzlos. Allerdings können sie guten Traffic bringen, daher können sie durchaus nützlich sein. Zu einem natürlichen Linkprofil gehören auch Nofollow-Links dazu.

All diese Datensätze sollte dir ein gutes SEO-Tool für jede Domain liefern, die du untersuchen möchtest.

Die XOVI Suite liefert dir alle wichtigen Daten, die du zur Analyse eines Backlink-Profils benötigst

Daten auswerten

Am einfachsten lässt sich die Analyse von Backlink-Profilen an einem konkreten Beispiel erklären. Je mehr Mitbewerber du in die Analyse aufnimmst, desto genauer kannst du Tendenzen erkennen. Im Video zeigt dir Martin Brosy, wie du in 20 Minuten die Daten der Backlink-Profile von dir und deiner Konkurrenz bekommst und erläutert Ansatzpunkte für die eigene Strategie.

Nehmen wir an, Blume2000.de ist unsere Seite. 3 starke Konkurrenten sind Fleurop, Floraprima und Euroflorist. Also ermitteln und vergleichen wir die Backlink-Profile unserer Beispiel-Domain mit der ihrer Konkurrenz.

Liste der Mitbewerber in der XOVI Suite

Du solltest natürlich wissen, wie sich die einzelnen Domains auf dem Markt positionieren. Welche Domain rankt tendenziell immer vor dir? Trage die Domains am besten direkt nach Markt-Stärke in die Tabelle ein, sodass du auch immer im Blick hast, wer stärker bzw. schwächer aufgestellt ist, als du.

Wir übertragen jetzt die Daten von jedem Backlink-Profil in die zuvor angelegte Tabelle.

Abweichungen identifizieren und interpretieren

Schau dir die Tabelle jetzt genau an und gehe die Daten nach und nach durch. Mache dir Notizen.

Backlinks

Icon natürliche BacklinksUnsere Domain Blume2000 ist mit mehr als 52.000 Backlinks ganz gut aufgestellt. Wir haben deutlich mehr Backlinks als Floraprima und Euroflorist. Um mit Fleurop Schritt zu halten, müssten wir etwa 180.000 Backlinks aufbauen. Da wir hier gut aufgestellt sind, ist der Aufbau weiterer Backlinks nicht die erste Priorität.

Handlungsanweisung: keine

Domains

Hier ist das Verhältnis von Backlinks zu Domains wichtig, nicht die reine Anzahl. Ziel ist es also herauszufinden, ob dein Verhältnis dem deiner Konkurrenten ähnlich ist, oder nicht.

Domain Backlinks Domains Links pro Domain
Blume2000 52.043 2.119 24,56
Fleurop 228.454 3.473 65,78
Floraprima 18.913 1.117 16,93
Euroflorist 17.383 444 25,54

Vergleichen wir einmal Blume2000 und Fleurop: Bei Blume2000 kommen durchschnittlich 24,56 Backlinks von einer Domain, bei Fleurop sind es 65,78 Backlinks. Das bedeutet, dass Blume2000 im Durchschnitt Backlinks von mehr Domains bekommt, als Fleurop. Floraprima hat mit 16,93 das geringste Verhältnis, mit Euroflorist ist Blume2000 etwa gleichauf.

Merke-Icon Je geringer das Verhältnis, desto besser. Schließlich sind wenige Backlinks von einer Domain eher ein Zeichen für natürlichen Linkaufbau, als viele Backlinks von einer einzigen Domain.

Großer Ausreißer ist unser stärkster Konkurrent Fleurop, der die mit Abstand höchste Zahl an Backlinks pro Domain aufweist. Hier müsste man sich die Zusammensetzung und Qualität der Backlinks noch einmal genauer anschauen.

Handlungsanweisung: keine

IP Adressen

Auch hier untersuchen wir wieder das Verhältnis. Dabei wollen wir herausfinden, wie viele Domains durchschnittlich auf einer IP Adresse liegen. Das ist schließlich ein starker Hinweis darauf, dass diese Domains derselben Person bzw. demselben Unternehmen gehören. Ist das der Fall, wurden hier höchstwahrscheinlich Absprachen getroffen – was unter künstlichen Linkaufbauf fällt. Das sehen die Suchmaschinen nicht gern. Deswegen gilt auch hier: je geringer das Verhältnis (also je weniger Domains pro IP Adresse), desto besser.

Domain Domains IP Adressen Domains / IP Adresse
Blume2000 2.119 1.623 1,3
Fleurop 3.473 2.392 1,45
Floraprima 1.117 444 2,5
Euroflorist 444 516 0,86

Hier gibt es keine nennenswerten Ausreißer. Floraprima liegt etwas über den anderen Mitbewerbern, allerdings nicht mit deutlichem Abstand.

Handlungsanweisung: keine

Backlinks auf Start- und Unterseiten

Domain Surface-Links (%) Deep-Links (%) Verhältnis gerundet
Blume2000 39,25 60,75 40:60
Fleurop 86,73 13,27 85:15
Floraprima 22,14 77,86 20:80
Euroflorist 73,54 26,46 75:25

Hier könnten die Ergebnisse kaum gegensätzlicher ausfallen. Es lässt sich keine Tendenz herauslesen, welches Verhältnis von Startseiten- zu Unterseiten-Links in dieser Branche ideal ist.

Handlungsanweisung: Du solltest jetzt noch weitere Mitbewerber zum Vergleich heranziehen um herauszufinden, ob sich dann genauere Aussagen treffen lassen. Ist das Ergebnis weiterhin so divers, könnte es sein, dass das Verhältnis von Surface-/Deep-Links für diese Branche nicht sonderlich relevant ist.

Text- und Bildlinks

Schauen wir uns jetzt die Prozentzahl der Text- und Bildlinks an. Achte dabei bitte darauf, dass Links aus Formularen nicht berücksichtigt wurden und Links aus Weiterleitungen separat behandelt werden. Daher sind die Summe von Text- und Bildlinks nicht 100%.

Domain Textlinks (%) Bildlinks (%)
Blume2000 37,51 53,19
Fleurop 9,85 88,77
Floraprima 48,31 50,67
Euroflorist 60,55 38

Normalerweise sind Textlinks mit einem Anteil von 90% oder mehr keine Seltenheit. Das ist hier allerdings deutlich anders, was sich wahrscheinlich auf die visuell sehr starke Branche zurückführen lässt. Der Anteil an Bildlinks ist mit 38-89% sehr hoch.

Hier könnte es für Blume2000 nun zwei mögliche Richtungen geben, um die Auswirkungen zu testen: Entweder du machst es Floraprima und Euroflorist nach und erhöhst deinen Anteil an Textlinks. Oder du machst es wie dein stärkster Konkurrent und baust exzessiv Bildlinks auf.

Handlungsanweisung: Auch in diesem Fall ist es sinnvoll, die Daten um zwei bis drei weitere Mitbewerber zu ergänzen. Wenn sich dann deutliche Tendenzen ablesen lassen, hast du eine konkrete Richtung. Versuche dann, dich deinen Mitbewerbern anzunähern.

Weiterleitungen

Domain Weiterleitungen (%)
Blume2000 9,3
Fleurop 1,38
Floraprima 0,94
Euroflorist 1,46

Das ist eine ziemlich klare Sache. Blume2000 hat zu viele Backlinks aus Weiterleitungen. Während sich die Konkurrenz zwischen 0,9 und 1,5% bewegt, sind es bei Blume2000 9,3%.

Handlungsanweisung: Backlinks aus Weiterleitungen auf ca. 1,2% reduzieren, z.B. per Disavow. Dazu eine Disavow-Analyse der Weiterleitungs-Links durchführen und auf Basis der Ergebnisse entscheiden, ob und welche Links tatsächlich entwertet werden können.

Follow vs. Nofollow

Domain Follow (%) Nofollow (%)
Blume2000 78,21 21,97
Fleurop 98,84 1,16
Floraprima 97,21 2,79
Euroflorist 97,38 2,62

Das Verhältnis von Follow- zu Nofollow-Links deiner Mitbewerber zeichnet ein klares Bild: Du musst Follow-Links aufbauen und Nofollow-Links abbauen. Denn während deine Mitbewerber ziemlich deutlich 97 und 98% Follow-Links aufweisen, sind es bei Blume2000 lediglich 78%. Das entspricht vielleicht noch der alten Faustregel von einem 80/20 Verhältnis, diese lässt sich auf deine Branche aber nicht anwenden.

Vielleicht hast du die Möglichkeit, die Nofollow-Links direkt in Follow-Links umzuwandeln. Exportiere die Liste der Nofollow-Domains. Schau ob es Sinn macht, sie zu kontaktieren und um eine Entfernung des Nofollow-Tags zu bitten. Der sollte schließlich nur für bezahlte und für Suchmaschinen irrelevante Inhalte verwendet werden. Ansonsten baue weitere Links auf und achte darauf, dass kein Nofollow-Tag enthalten ist.

Handlungsanweisung: Nofollow-Links von 22 auf 2% reduzieren.

Die Ergebnisse der Backlink-Konkurrenzanalyse

Wir haben die Daten des eigenen Backlink-Profils mit dem unserer Mitbewerber verglichen. Wo nötig, beziehst du noch mehr Mitbewerber in deine Analyse mit ein. Wenn du dir zu jedem Datensatz eine Handlungsanweisung notierst, hast du hinterher eine aussagekräftige Liste, die du zum zielgerichteten Ausbau deines Backlink-Profils nutzen kannst.

Hier noch einmal die konkreten Handlungsanweisungen unserer Beispiel-Analyse im Überblick:

  • Backlinks: keine
  • Domains: keine
  • IP Adressen: keine
  • Text- und Bildlinks: Weitere Mitbewerber analysieren, dann ggf. Bildlinks erhöhen oder reduzieren.
  • Weiterleitungen: Backlinks aus Weiterleitungen auf 1,2% reduzieren.
  • (No)Follow-Links: Nofollow-Links von 22 auf 2% reduzieren

Linkaudit: Wie ermittle ich die Qualität meiner Backlinks?

So bewertest du die Qualität deiner Backlinks

Bevor du damit beginnst, dir Linkbuilding-Strategien zu überlegen, solltest du erst einmal die Qualität deiner bestehenden Backlinks überprüfen. Schwarze Schafe in deinem Backlink-Profil können Sichtbarkeit und Rankings negativ beeinflussen.

Linkaudit: Ein Backlink unter der LupeDieser Prozess wird auch Backlink-Audit oder Linkaudit genannt und ist Teil des SEO-Audits, einer Domain-weiten Bestandsaufnahme aller SEO-relevanten Faktoren. Du erfährst heute, warum du dein Backlink-Profil im Auge behalten solltest und wie du so einen Linkaudit durchführst.

Was ist ein Backlink-Audit?

Audit ist der englische Ausdruck für (Über-) Prüfung, bzw. Kontrolle. Bei einem Backlink-Audit oder auch Linkaudit geht also darum, deine Backlinks auf ihre Qualität hin zu überprüfen, schädliche Backlinks zu entfernen und so die Gesamtqualität deines Backlink-Profils zu verbessern.

Du kannst es auch mit dem Ausmisten deines Kleiderschranks vergleichen: Schaue dir jedes Teil genau an. Entsorge alles, was beschädigt oder veraltet ist und dir nicht mehr passt. Übrig bleibt nur das, was dir wirklich einen Nutzen bringt.

Warum ist ein Backlink-Audit wichtig?

Backlinks sind nach wie vor eines der Top-Rankingfaktoren in der Suchmaschinenoptimierung. Durch die Verlinkung von Anderen messen die Suchmaschinen die Relevanz – und damit letztlich auch die Rankings – deiner Domain. Doch Backlink ist nicht gleich Backlink. Galt einst noch das Motto “Viel hilft viel”, haben sich die Suchmaschinen längst zu “Klasse statt Masse” entwickelt.

Die Qualität und damit die Kraft (auch Linkjuice genannt) von Backlinks wird durch zahlreiche Faktoren ermittelt. Dazu gehören beispielsweise:

  1. Sichtbarkeit der Link-gebenden Seite
  2. Authority und Trust der Link-gebenden Seite
  3. Relevanz der Link-gebenden Seite zu deiner (werden ähnliche Themen behandelt?)
  4. Position des Links innerhalb des Dokuments

Merke-IconEin Backlink-Audit ist ein absolutes MUSS, wenn deine Domain früher zahlreiche Links gekauft hat. Das gilt besonders dann, wenn diese Verlinkungen von fragwürdigen oder komplett themenfremden Domains kommen.

Backlink-Audit nach Google Penalty

Deine Rankings sind plötzlich eingebrochen und du weißt nicht, warum? Dann kann es sein, dass du dir eine Google Penalty eingefangen hast – also eine Abstrafung für die Nichteinhaltung der Google Richtlinien für Webmaster. Die meisten Abstrafungen sind algorithmischer Natur, du wirst also nicht darüber informiert.

Es kann auch sein, dass du eine Benachrichtigung über eine Google Penalty erhalten hast. Dann handelt es sich um eine manuelle Abstrafung. Die Benachrichtigung erhältst du über die Google Search Console.

Wenn du eine Google Penalty befürchtest, kommst du um einen Backlink-Audit nicht herum. Dann musst du dein Profil auf unnatürliche (z.B. gekaufte oder getauschte Links) überprüfen und diese entwerten.

Wie führe ich einen Linkaudit durch?

Ein Linkaudit ist ein kontinuierlicher Prozess, der aus vier Phasen besteht:

Der Linkaudit besteht aus vier zyklischen Phasen

Phase 1: Die Backlink-Inventur

Im ersten Schritt musst du erst einmal Daten sammeln. Um herauszufinden, wie viele Backlinks du eigentlich hast und von wem sie stammen, benötigst du ein Tool. Dazu kannst du die Google Search Console und/oder ein SEO Tool verwenden. Letzteres liefert dir mehr Daten.

Backlink-Export mit der Google Search Console

Informationen zu deinen Backlinks liefert auch die Google Search Console. Unter Links siehst du zwei Spalten mit Informationen zu externen und internen Links.

Die Google Search Console listet alle externen und internen Links sowie die Top-verweisenden Websites

 

Die externen Links kannst du oben rechts als Excel-Datei oder Google Tabelle herunterladen.

SEO Kompass TippAm besten lädst du die Backlink-Tabellen für www.domain.de und domain.de herunter. Denn die Google Search Console behandelt diese wie zwei unterschiedliche Domains. Führe die Daten dann in einer Tabelle zusammen.

Die Google Search Console liefert dir allerdings nur die Liste deiner externen Links. Was du für eine Backlink-Analyse aber auch noch benötigst, sind Maßstäbe, mit denen du die Qualität der Backlinks ermitteln kannst.

Backlink-Daten von einem SEO Tool

Etwas einfacher ist der Backlink-Audit mit einem SEO Tool. Wir nutzen die XOVI Suite. Sie liefert dir alle erdenklichen Daten zu deinem Linkprofil. Dazu gehören beispielsweise neue und verlorene Backlinks, und für die spätere Bewertung wichtige Anhaltspunkte wie Domain-Vielfalt, Ankertexte, Start-/Deeplink-Verhältnisse oder das follow/nofollow-Verhältnis. Der Vorteil ist, dass du deine Backlink-Daten nicht manuell exportieren und analysieren musst, sondern alles direkt im SEO Tool erledigen kannst.

Die XOVI Suiite liefert die alle wichtigen Daten deines Backlink-Profils

Phase 2: Die Bewertung deiner Backlinks

Jetzt ist es an der Zeit, die erfassten Backlinks nach Qualität, bzw. Penalty-Risiko zu bewerten.

Wenn du ausschließlich mit der Google Search Console arbeiten möchtest, musst du selbst Kriterien-Katalog zusammenstellen. Damit bewertest du die Qualität und das Risiko einer Abstrafung für jeden einzelnen Link. Dazu kannst du Googles Qualitätsrichtlinien für Linktauschprogramme heranziehen. Sie liefern Beispiele für Backlinks, die sich negativ auf deine Rankings auswirken.

Wann ist ein Backlink schädlich?

Icon unnatürlicher BacklinkEs ist nicht immer ganz einfach, einen schädlichen Backlink zu erkennen. Schließlich haben zahlreiche Faktoren Einfluss auf seine Qualität. Hier sind ein paar Anhaltspunkte, die dir bei der Einschätzung helfen werden. Es handelt sich dann um

  • Domains aus dem Bereich Hacking, Adult oder Pharma
  • nicht indexierte Domains
  • Domains mit Malware
  • getauschte oder gekaufte Links
  • optimierte, Keyword-harte Ankertexte mit hohem CPC-Wert
  • Forenkommentare mit Link
  • themenfremde Seiten
  • minderwertige Inhalte (Thin Content)
  • Seiten mit viel AdSense Inhalten
  • Links im Footer

SEO-Tools legen sogar noch mehr Kriterien zugrunde, die unterschiedlich ins Gewicht fallen. Hier kannst du individuell festlegen, welche Kriterien für deinen Linkaudit herangezogen werden und welche nicht.

Screenshot der Analyse-Faktoren für Backlinks in der XOVI Suite

Die Regeln der Disavow Analyse in der XOVI Suite kannst du individuell festlegen

Backlink-Analyse mit XOVI

Ein gutes SEO-Tool erfasst nicht nur deine Backlinks, sondern verfügt auch über zahlreiche Kriterien zur Qualitätsbewertung, bzw. Risiko-Einschätzung. Ein guter Hinweis auf ein Risiko ist immer ein sehr geringer OVI der linkgebenden Domain sowie ein niedriger PageRank.

Die Disavow Analyse hilft dir bei der Risiko-Einschätzung deiner Backlinks

Die Risiko-Einschätzung hilft dir dabei zu entscheiden, ob der Backlink deiner Domain gut tut, oder eben nicht. Gehe auch hier jeden Link einzeln durch. Schaue dir genau an, welche der Risiko-Kriterien angeschlagen haben und um was für eine Domain es sich dabei handelt. Du kannst die Links dann bewerten und festlegen, ob die URL oder die gesamte Domain in die Disavow-Liste mit aufgenommen werden soll.

SEO Kompass TippDas XOVI Disavow Tool ist ein mächtiges Werkzeug für deinen Linkaudit. Natürlich haben wir auch einen Artikel für dich, der dir Schritt für Schritt und ganz genau erklärt, was das Disavow Tool alles kann und wie du effektiv mit ihm arbeitest.

Backlink-Analyse mit Majestic

Dieses Tool liefert dir ebenfalls eine Menge Daten über deine Backlinks, ist aber kein umfassendes SEO Tool. Um die Qualität deiner Backlinks einzuschätzen, solltest du bei Majestic die Werte Trust Flow und Citation Flow checken.

Achte besonders auf Trust Flow und Citation Flow

Der Trust Flow wird auf einer Skala von 0 – 100 angegeben. Je niedriger der Trust Flow, desto weniger interessant ist ein Backlink für dich. Das bedeutet aber nicht, dass ein niedriger Trust Flow alleine einen schädlichen Backlink ausmacht und der Link deswegen entfernt werden sollte.

Sind allerdings der Trust- und der Citation Flow sehr niedrig, ist das ein starker Indikator dafür, dass es sich um einen schädlichen Backlink handelt, der entwertet werden sollte.

Ist der Trust Flow niedrig, der Citation Flow aber hoch, schau dir die linkgebende URL einmal genau an. Dann kann es beispielsweise sein, dass der Backlink von einer jungen Website stammt, er aber in einem hochwertigen und relevanten Artikel untergebracht ist – kein Grund zur Sorge.

Phase 3: Management – schlechte Links loswerden

Jetzt hast du die Backlinks identifiziert, die deiner Seite schaden könnten oder sich sogar bereits negativ auf dein Ranking auswirken.

Achtung! Achte bitte auf folgendesBeim Entwerten von Links solltest du bedacht vorgehen. Entwerte nur Links, bei denen du dir ganz sicher bist, dass sie deiner Seite schaden. Denn das Entfernen der falschen Backlinks kann sich negativ auf deine Rankings auswirken.

Nun gilt es, sie aus deinem Linkprofil zu entfernen. Dazu stehen dir zwei Möglichkeiten zur Verfügung:

1. Webmaster kontaktieren und um nofollow-Attribut oder Entfernung des Links bitten

Nimm Kontakt zum Webmaster oder einer anderen verantwortlichen Person der Quellseite auf. Kontaktdaten dazu findest du in der Regel im Impressum. Vielleicht sind sie ja kooperativ und versehen den Link zu deiner Seite mit dem nofollow-Attribut (dann folgt ihm der Crawler nicht mehr) oder nehmen ihn gänzlich von ihrer Seite. Um die Zusammenarbeit so leicht wie möglich zu machen, solltest du ihnen auf jeden Fall zwei Informationen liefern:

  1. Die URL, von der der Backlink gesetzt wurde
  2. Die URL, die entfernt werden soll

Bitte also freundlich um die Entfernung des Backlinks. Am besten gibst du ihm dabei auch einen Zeitraum an, in dem die Entfernung idealerweise durchgeführt wird. Wenn keine Reaktion kommt, schreibst du nach ein oder zwei Wochen einen Reminder, dann einen weiteren. Hat sich bis zu dem Zeitpunkt nichts getan, kannst du die Domain bzw. den Backlink guten Gewissens in die Disavow-Datei aufnehmen.

2. Schädliche Links per Google Disavow für ungültig erklären

Wenn alle Kontaktversuche nichts nützen, kannst du die schweren Geschütze auffahren und die ungewollten Backlinks bei Google zum Disavow einreichen. Google kann die Links natürlich auch nicht löschen. Aber die gemeldeten schädlichen Backlinks fließen dann nicht mehr in die Bewertung deiner Website mit ein.

SEO Kompass Tipp Achte bei der Erstellung der Datei auf das richtige Format. Wenn du deinen Linkaudit beispielsweise bisher mit Excel durchgeführt hast, musst du die Backlinks jetzt in eine Textdatei (.txt) mit UTF-8 oder 7-Bit-ASCII Codierung exportieren. Dabei bekommt jeder Backlink eine eigene Zeile. Hier findest du eine ausführliche Erklärung von Google, wie du eine Disavow-Datei erstellst.

Ein gutes SEO-Tool stellt während der Bewertung automatisch eine Google Disavow-Datei zusammen, die du bereits im richtigen Format herunterladen kannst. Das Erstellen der Liste mit dem SEO-Tool reicht jedoch noch nicht aus, um die Links zu entwerten. Du musst die Datei noch in der Google Search Console hochladen.

Hier kannst du deine Links für ungültig erklären:

https://www.google.com/webmasters/tools/disavow-links-main

Merke-Icon Google benötigt immer die Liste mit ALLEN Links, die für ungültig erklärt werden. Das bedeutet, dass deine Disavow-Datei mit der Zeit wächst. Du musst beim nächsten Linkaudit also die erweiterte Datei einreichen und NICHT eine Liste, die nur die neuen Backlinks enthält.

SEO Kompass Tipp Um den Überblick zu behalten, kannst du deine Liste mit Kommentarzeilen versehen. Sie beginnen mit einem Hashtag (#) und werden beim Auslesen durch Google nicht berücksichtigt. So kannst du dir Notizen machen

Screenshot des Disavow Bereichs der Google Search Console

Wähle jetzt noch die Domain aus, zu der die Backlinks gehören und klicke auf “Links für ungültig erklären”. Du wirst zu einer neuen Seite weitergeleitet, wo du die Disavow-Datei hochladen kannst. Klicke dann auf “Senden”.

Wie lange dauert es, bis Google meine Links entwertet hat?

Die Entwertung der Links kann laut Aussage der Google Search Console mehrere Wochen dauern. Der Disavow wird aktiv, sobald Google das Web neu crawlt und die angegebenen Seiten verarbeitet.

Hinweis der Google Search Console über die Dauer des Disavow-Prozesses

Die tatsächliche Dauer hängt aber letztlich davon ab, für wie relevant die Suchmaschine die URL hält. John Müller hat sich erst vor Kurzen in einem Tweet dazu geäußert und schreibt, dass wichtige URLs häufiger gecrawlt werden und die Entwertung damit schneller von statten geht. Handelt es sich allerdings um eine unwichtige URL, brächte auch ein Disavow wohl kaum sichtbare Änderungen.

Merke-Icon Da die Links nicht gelöscht sondern lediglich nicht mehr berücksichtigt werden, existieren sie ja weiterhin. Deswegen werden sie auch weiterhin in der Google Search Console und in deinem SEO-Tool als eingehende Links angezeigt.

Phase 4: Neuprüfung

Jetzt sind die schädlichen Link entfernt, auf nofollow gesetzt oder per Disavow entwertet worden. Nun ist es an der Zeit, den neuen Status deines Linkprofils zu ermitteln. Führe dafür eine erneute Analyse durch. Ein SEO-Tool sollte dir jetzt Insgesamt sollte dein Backlink-Profil jetzt eine höhere Qualität aufweisen. Stelle dabei vor allem sicher, dass du beim Disavow keinen schädlichen Link vergessen hast.

Im SEO-Tool solltest du die Veränderungen in der Risiko-Berwertung direkt ablesen können.

Wie oft sollte ich einen Backlink-Audit durchführen?

Ein Linkaudit sollte mindestens alle 3 Monate durchgeführt werdenDu solltest einen Linkaudit auf jeden Fall zu Beginn deiner SEO-Maßnahmen durchführen, um dich mit deinen Backlinks und ihrer Qualität vertraut zu machen und dich von Anfang an schnellstmöglich von schlechten Links zu trennen. Also immer dann, wenn du das SEO für eine Domain übernimmst.

Um eine Google Penalty von Anfang an zu vermeiden und das Link-Risiko so gering wie möglich zu halten, sind regelmäßige Linkaudits eine unverzichtbare Maßnahme. Füge die Überprüfung des Linkprofils deinen regelmäßigen Aufgaben hinzu. Auch hier folgst du dem Prozess für den Backlink-Audit.

SEO Kompass Tipp Wir empfehlen dir, monatlich einen Backlink-Audit durchzuführen. Wenn du allein SEO betreibst und du ‘nebenbei’ noch zahlreiche andere Aufgaben hast, kannst du den Linkaudit auch alle 3 Monate durchführen.

Fazit:

Die Implementierung eines kontinuierlichen Linkaudit-Prozess ist eine unabdingbare Maßnahme für eine prophylaktische SEO-Strategie. Mit regelmäßigen Backlinkaudits (monatlich bis alle drei Monate) hältst du das Risiko einer Google Penalty auf einem Minimum und stellst sicher, dass sich dein Backlink-Profil nicht negativ auf deine Rankings auswirkt. Gehe bei der Entwertung von Backlinks aber mit Bedacht vor und ziehe im Zweifel einen Disavow-erfahrenen SEO zu Rate. Denn Backlinks fälschlicherweise für ungültig zu erklären, kann sich ebenfalls negativ auf deine Rankings auswirken.

Was zeichnet einen guten Backlink aus?

So erkennst du einen guten Backlink

Wir haben es bereits angesprochen: Es gibt natürliche und unnatürliche Backlinks. Aber was macht die Qualität eines Links eigentlich konkret aus?

Kurz zusammengefasst:

Ein Backlink ist qualitativ hochwertig, wenn die Website

  • indexiert istIcon hochwertiger Backlink
  • sich mit ähnlichen Themen beschäftigt
  • qualitativ hochwertige Inhalte aufweist
  • eine hohe Authority hat
  • selbst viele gute Backlinks hat
  • aus Fließtext verlinkt (statt z.B. Footer)
  • den Link mit follow-Attribut auszeichnet
  • Ein Backlink gilt als minderwertig, wenn die Website
  • minderwertige Inhalte hat (z.B. Thin Content)
  • viele ausgehende Links hat
  • pornographische, pharmazeutische oder Glückspiel-Inhalte enthält
  • themenfremde Inhalte aufweist
  • Malware enthält
  • über den Link keinen Mehrwert liefert

Die Faktoren und deren Gewichtung für die Einstufung von Backlinks sind vielfältig und werden von den Suchmaschinen natürlich nicht im Detail preisgegeben. Allerdings haben Webmaster und SEO-Experten seit der Existenz von Backlinks und SEO Vermutungen angestellt, Tests durchgeführt und Erfahrungen gesammelt. Daraus ist ein Wissen entstanden, das auch SEO Tools wie XOVI nutzen, um Backlinks zuverlässig zu bewerten.

XOVI legt 46 individuell einstellbare Regeln zur Bewertung von Backlinks zugrunde

Die Merkmale für die Evaluierung minderwertiger oder gar schädlicher Links laut dem Disavow Tool der XOVI Suite

SEO Kompass TippSEO-Tools wie die XOVI Suite verfügen über Backlink Analysen, mit denen du dein eigenes Linkprofil genauso analysieren kannst, wie das deiner Mitbewerber. So kannst du mit wenigen Klicks herausfinden, welche Links dir weiterhelfen, und welche nicht (und was du dann tun kannst). XOVI greift dabei auf einen Katalog von 46 Kriterien zurück, die bei Bedarf individuell zusammengestellt werden können.

12 Faktoren für gute Backlinks

Der Link wird geklickt

Eins der wichtigsten Qualitätsmerkmale von Backlinks überhaupt lautet: Nutzung. Links, die geklickt werden, generieren in den meisten Fällen relevanten Traffic. Wichtig ist dass die User, die über den Link auf die Webseiten kommen, zur eigenen Zielgruppe gehören. Wenn über diesen Link dauerhaft zielgruppenrelevanter Traffic generiert wird, dann handelt es sich um einen qualitativ hochwertigen Link.

SEO Kompass Tipp Das gilt übrigens auch für nofollow-Links. Sie fließen zwar nicht in die SEO-Bewertung mit ein, aber auch nofollow-Links können wertvollen Traffic liefern. Daher sind nofollow-Links nicht automatisch wertlos.

2. Der Link bringt Mehrwert

Links stellen eine Empfehlung dar. Oft werden sie dazu genutzt, User auf andere themenrelevante Dokumente hinzuweisen, die ihren Bedürfnissen entsprechen. Wenn die Bedürfnisse des Users tatsächlich nach Klicken des Links durch die Inhalte der verlinkten Seite befriedigt werden, dann hat dieser Link seinen eigentlichen Zweck erfüllt. Das wird auch die Suchmaschine zu honorieren wissen.

3. Der Link befindet sich im Fließtext

Links, die sich direkt im Fließtext befinden, sind aus Sicht der Suchmaschine besonders wertvoll. Schließlich erhält der User so innerhalb des Contents weiterführende Informationen. Zudem fällt es der Suchmaschine leichter den Link thematisch einzuordnen, da auch der Fließtext um den Link mit in die Interpretation des Links einfließt. In anderen Worten: Ein Link, der von thematisch passendem Text umgeben ist, stellt aus Sicht der Suchmaschine ein Link von hoher Relevanz dar. Denn der Webmaster/SEO/Redakteur hat sich dazu entschlossen, eine externe Website bzw. Online Shop zu empfehlen und nimmt damit sogar in Kauf, dass User seine eigene Website verlassen.

SEO Kompass Tipp Setze ausgehende Links immer mit den HTML-Tags target=”_blank” und rel=”_noopener”. Damit werden externe Links in einem neuen Tab geöffnet. User verlassen dadurch nicht automatisch deine Seite, sondern erhalten die weiterführenden Inhalte in einem neuen Tab. Wir haben hier für dich eine praktische Vorlage, die du einfach kopieren kannst:

<a href=""URL" target="_blank" rel="noopener">

4. Links von Autoritäten

Links von Websites, die aufgrund ihrer qualitativ hochwertigen Inhalte im Laufe der Jahre das Vertrauen der Suchmaschine erhalten haben, sind besonders wertvoll. Die Suchmaschine geht davon aus, dass diese Autoritäten auch nur auf besonders hochwertige Quellen verlinken werden. Ein weiterer Vorteil von Backlinks von Autoritäten besteht darin, dass diese in den meisten Fällen bereits selber ein sehr starkes Backlink-Profil besitzen, sodass ein Teil des Linkjuice so an die eigene Website bzw. den eigenen Online Shop weitergegeben wird.

5. Der Link ist als Link erkennbar

Links sollten für User als solche erkennbar sein. So können sie leicht entscheiden, ob sie die weiterführenden Informationen hinter dem Link erhalten möchten oder nicht. Wenn ein User also auf der Suche nach weiterführenden Informationen ist und auf den ersten Blick einen Link finden kann, der zu den gewünschten Informationen führt, dann ist dieser Link hilfreich.

6. Der Link befindet sich im sichtbaren Bereich

Links, die sich im sichtbaren Bereich befinden, werden voraussichtlich von der Suchmaschine besser bewertet, als Links, die sich sehr weit im unteren Bereich des Contents befinden. Das liegt voraussichtlich daran, dass die Suchmaschine davon ausgeht, dass die relevanten Informationen meist zu Beginn genannt werden. Wenn sich nun also ein externer Link in diesen relevanten Informationen befindet, dann muss dieser wichtig sein und zur Erläuterung der Inhalte beitragen.

7. Weiche Anchortexte

Ankertexte sind der anklickbare Text eines Links. Sie können aus nur einem (Key-)Wort oder einem ganzen Satz bestehen. Seit dem Pinguin-Update sollten Webmaster darauf achten, dass möglichste wenige Backlinks mit harten Ankertexten verlinkt wurden. Auch wenn es der Webmaster der verlinkenden Seite gut meinte und extra nur mit einem Keyword verlinkte, sollte dieser Link geändert werden. Ankertexte sollten mittlerweile „weich“ sein und den verlinkten Inhalt bestmöglich beschreiben.

SEO Kompass Tipp Mehr Infos zu Ankertexten findest du im Artikel “Wie funktioniert internes Linkbuilding?”.

8. Der Link ist natürlich

Ein guter Backlink ist ein Link, dessen Inhalte den Webmaster/SEO/Redakteur so überzeugt haben, dass er diese den Lesern bzw. seiner Zielgruppe empfehlen möchte. Mit einer langfristigen Content-Marketing Strategie werden hochwertige und einzigartige Inhalte erstellt die das Potenzial haben, wegen ihrer Qualität häufig verlinkt zu werden. Hierzu eignen sich vor allem eigene Studien, Branchenreports, Infografiken, Umfrageergebnisse und andere Inhalte, die für die eigene Zielgruppe einen erheblichen Nutzen darstellen. Im Grunde alles, was Userfragen rund um das entsprechende Thema beantwortet.

9. Linkgebende Seite ist themenrelevant

Ein weiterer relevanter Qualitätsfaktor lautet: Themenrelevanz. Suchmaschinen achten darauf, ob die Link-gebende Website bzw. Online Shop thematisch zu ähnlichen Keywords und Termen gefunden wird, wie die verlinkte Website. Die Suchmaschine geht davon aus, dass in den meisten Fällen nur dann eine Verlinkung sinnvoll ist. Du solltest daher bei der Beurteilung deines Backlink-Profils darauf achten, dass bei den Link-gebenden Seiten die thematische Relevanz gegeben ist.

10. Beide Link-Attribute sind essentiell

In der Vergangenheit wurden oft ausschließlich „Follow-Links“ Beachtung geschenkt. Jeder Link ist erst einmal ein Follow-Link, es sei denn du stattest ihn mit dem Attribut rel=”nofollow” aus. Follow bzw nofollow definieren, ob ein Crawler diesem Link folgen darf und ob Linkjuice weitergegeben wird.

Wie bereits erwähnt, sind nofollow Links nicht automatisch wertlos. Das liegt daran, dass nofollow-Links zu einem natürlichen Linkprofil dazugehören. Gleichzeitig haben sich die Suchmaschinen weiterentwickelt und ihr Ziel, immer die beste Antwort zu liefern, bezieht immer mehr das Verhalten der User auf einer Website mit ein.

Faktoren wie zielgruppenrelevanter Traffic, CTRs und Verweildauer haben an Bedeutung gewonnen haben, hat sich die Funktion des nofollow-Links geändert. Auch wenn dieser keinen Linkjuice und Ankertext überträgt, kann dieser sehr qualifizierten Traffic liefern, welcher an den eigenen Inhalten interessiert ist und sogar Conversions auslöst. Aus diesem Grund können auch nofollow Links sehr qualitativ hochwertige Links sein.

Dennoch sollte nicht vergessen werden, dass das Einfügen des nofollow-Attributs eine bewusste Entscheidung ist. Sie signalisiert der Suchmaschine, dass dieser Link anders behandelt werden soll als die anderen. Grundsätzlich setzt du einen nofollow-Link immer dann, wenn du mit dem Webmaster der anderen Website in irgendeiner Art kooperierst. Hier findest du eine Liste der Anlässe, wann du das nofollow-Attribut einsetzen solltest.

11. Wenig ausgehende Links

Backlinks von Seiten, die sehr wenige ausgehende Links besitzen sind wertvoller, da der Backlink somit mehr Linkjuice erhält, welcher auf die eigene Website fließen kann. Auch die Suchmaschine kann so leichter feststellen, dass es sich bei dem Link um einen besonderen Link handelt, da die verlinkende Website generell wenig ausgehende Links besitzt. Hierzu muss allerdings ergänzt werden, dass Suchmaschinen es generell auch zu schätzen wissen, wenn Webmaster andere Inhalte verlinken. Die Einschätzung, dass „kein Backlinkjuice rausgegeben werden darf“, ist nicht mehr aktuell.

12. Intern hoch priorisiert

Auch die interne Verlinkung spielt bei der Qualität von Backlinks eine wichtige Rolle. Dokumente, die intern häufiger als andere verlinkt werden, werden als relevanter gewichtet, als weniger verlinkte Dokumente. Zudem erhalten diese über die interne Verlinkung mehr Backlinkjuice als andere Dokumente. Wenn nun diese intern hoch priorisierten Dokumente einen Backlink beinhalten, dann erhält die verlinkte Seite mehr wirksamen Backlinkjuice.