Content-Strategien für besseres SEO | XOVI
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Content-Strategien für besseres SEO

Die Content-Produktion und SEO gehen Hand in Hand. Hier lernst du, auf welche SEO-Faktoren du bei der Content-Erstellung achten solltest, wie du deinen Content mit einer SERP-Analyse für Seite 1 fit machst und wie du deinem alten Content mit Republishing wieder neues Leben einhauchst — und dabei deinen Traffic steigerst und Rankings verbesserst.

Wie erstelle ich guten Content?

SEO Kompass Titelbild für "Welche SEO-Faktoren sind bei der Content-Erstellung wichtig?" "

Ein beachtlicher Teil deiner SEO-Strategie ist sicherlich die Erstellung von Content, um bei relevanten Keywords gute Rankings zu belegen und Besucher auf deine Seite zu locken. Damit der Content Menschen begeistert, ihnen weiterhilft (und idealerweise Kunden aus ihnen macht) und gleichzeitig gute Platzierungen bei Google & Co. erreicht, gibt es inhaltlich, formell und technisch einiges zu beachten. Was genau, erfährst du jetzt.

Content-SEO erstreckt sich über drei Bereiche, hinter die du unbedingt ein Häkchen setzen solltest:

Der erste ist qualitativ hochwertiger, lösungsorientierter Content, der zugleich Mehrwert liefert und einfach zu konsumieren ist.

Der zweite Bereich betrifft das Einmaleins des Onpage-SEO für eine Beitrags-Seite.

Der letzte Bereich beschäftigt sich mit dem Content-Prozess – von der Ideen-Findung bis hin zur Performance-Dokumentation.

Immer, wenn du neuen Content erstellst oder bereits existierenden Content überarbeitest (Republishing, siehe unten), nimm dir unsere Content-SEO-Checkliste zur Hand und arbeite sie Schritt für Schritt ab.

Deine SEO & Content Checkliste

Content-Fokus

SEO ist inzwischen viel mehr, als Backlinks und die einst so vehement umgesetzte Keyword-Dichte. Suchmaschinen wollen immer die Suchintention erfüllen und die beste Antwort auf die Suche liefern. Die beste Antwort besteht nicht nur aus den hilfreichsten Informationen, sie müssen auch auf eine Art und Weise präsentiert werden, dass sie leicht verständlich und unterhaltsam sind. Achte also darauf, dass dein Content die folgenden Faktoren erfüllt:

Nützlich & informativ

Wer etwas sucht, möchte meist ein Problem lösen, eine Frage beantworten, sich das Leben leichter machen. Der Anlass der Suche wird auch Nutzer- bzw. Suchintention genannt. Es bedarf an Informationen, Anleitungen, Produkten oder Dienstleistungen. Deine Aufgabe ist es, Antworten auf seine Fragen zu liefern und die beste Lösung zu bieten.

SEO Kompass TippSelbstverständlich haben wir für dich ausführliche Artikel vorbereitet, die dir die Nutzer- und Suchintention genau erklären und dir verraten, wie du Nutzerfragen entdeckst und beantwortest.

Icon "To-Do"Hilf dem Leser konkret weiter. Überlege dir, vor welchen Herausforderungen der User steht, warum und wie er sie lösen möchte und beantworte häufig gestellte Userfragen. Biete beispielsweise Lösungen in Form von Infografiken, Checklisten, Anleitungsvideos etc. an.

Glaubwürdig

Je besser du deine Aussagen mit Fakten untermauern kannst, desto … besser. Links zu Quellen erhöhen die Glaubwürdigkeit deiner Seite. Sie beweisen dem Leser, dass du

  • dich mit dem Thema auskennst
  • deine Quellen offen legst
  • dem Leser weiterführende Informationen bietest

Hohe Qualität

Im Web stehen wir einer stündlich wachsenden Content-Flut gegenüber, in der wir uns behaupten müssen. Das ist mit nichtssagenden, allgemein gehaltenen Inhalten kaum möglich. Wenn du deine Leser aber an dich binden und potenzielle Kunden aus ihnen machen möchtest, solltest du ihnen qualitativ hochwertigen Content bieten. Das betrifft nicht nur die Inhalte, sondern auch die Form. Erstelle einzigartige, hochwertige und fehlerfreie Inhalte, die gegenüber der Konkurrenz einen Mehrwert bieten.

Engagiert

Mach deine Inhalte nicht zum Frontalunterricht in der Textwüste. Menschen sind visuelle Wesen. Veranschauliche deinen Content mit Bildern oder gar Videos. Sie sorgen meist für ein viel schnelleres und einfacheres Verständnis der zu vermittelnden Inhalte. Besser noch: Bringe deine Leser dazu, sich aktiv mit deinen Inhalten zu beschäftigen.

SEO Kompass TippRechner, Umfragen, Quizzes, Spiele und andere interaktive Inhalte erhöhen die Interaktion mit deiner Seite – und damit auch die Time on Site. Das gilt übrigens auch für Videos.

SEO-Fokus

Titel

Seiten- / Beitragstitel

Immer wenn du einen neuen Beitrag erstellst, benötigt er natürlich auch einen Seiten- bzw. Beitragstitel. Der Titel ist die wichtigste Überschrift des Dokuments. Daher wird sie mit dem H1-Tag <h1> ausgezeichnet. Wichtig ist, dass die H1 ein griffiger Titel ist, der folgende Anforderungen erfüllt:

Die H1

  • fasst den Inhalt knackig zusammen
  • weckt das Interesse des Lesers
  • enthält das wichtigste Keyword und ggf. weitere relevante Begriffe
  • kommt auf deiner Domain nur einmal vor

Überschriften / H-Tags

Die H-Überschriften geben deinem Dokument eine Struktur bzw. Hierarchie. Durch die Kennzeichnung einer H3 zeigst du beispielsweise an, dass der entsprechende Abschnitt der H2 untergeordnet ist.

Über die H1 haben wir bereits gesprochen. In die H1 gehören dein Keyword und eventuell weitere relevante Begriffe hinein. Idealerweise bringst du Keyword und/oder relevante Begriffe auch in den Zwischenüberschriften, also H2,3,4… unter. Bei einem gut strukturierten, thematisch relevanten Text geschieht das meistens ohnehin von selbst.

Erzwinge aber nichts. Wenn du nicht in jeder Überschrift dein Keyword stehen hast, ist das kein Weltuntergang. Die Suchmaschinen sind inzwischen intelligent genug, um die Relevanz deines Textes auch so einzuordnen. Schließlich schreibst deinen Content in erster Linie für deine Leser. Dem sollte das Lesen nicht zum Graus werden, weil du auf Teufel komm raus überall noch das Keyword hinein gezwängt hast.

SEO Kompass TippHier erfährst du mehr über SEO-Überschriften. Lerne alles was du wissen musst über die richtige Auszeichnung deines Contents, die Relevanz von h-Tags für dein SEO und welche Fehler du unbedingt vermeiden solltest.

Meta-Title

Dann gibt es auch noch den Title-Tag, auch Meta-Title genannt. Er ist der Titel deiner URL und wird mit <title> ausgezeichnet. Viele Content Management Systeme übernehmen den Beitragstitel (H1) automatisch als Meta-Title.

Der Meta-Title wird in den Suchergebnisseiten als Titel deines Snippets ausgegeben. Daher ist es wichtig, dass du dich auch hier an die dieselben Anforderungen hältst, die auch für die H1 gelten – mit der zusätzlichen Herausforderung, dass du hier nur ca. 65 Zeichen zur Verfügung hast.

Meta-Description

Die Meta-Description ist eine Kurzbeschreibung deiner URL. Sie wird in der Regel ebenfalls für die Beschreibung im Snippet der Suchergebnisse angezeigt. Die Description sollte weitere wichtige Informationen über die Inhalte preisgeben oder die Besonderheiten deines Angebots darstellen. Doch auch hier ist der Platz begrenzt: Die Kunst ist es, den User in ca. 135 Zeichen zu überzeugen, auf der Suchergebnisseite auf dein Suchergebnis zu klicken. Dann wird das Snippets auch auf mobilen Geräten vollständig angezeigt.

Title und Description bilden zusammen mit der URL das Snippet in den Suchergebnissen.

Screenshot eines SERP Snippets mit Beschriftung für Title, URL und Description

Merke-IconAuf der Suchergebnisseite von Google ist das Snippet der Erstkontakt von einem potenziellen Leser / Kunden mit deiner Seite. Es muss also überzeugen, damit sich der User nicht für eines der anderen Suchergebnisse entscheidet.

SEO Kompass Tipp Wenn du mehr darüber wissen willst, wie du das perfekte Snippet schreibst, lies unseren Artikel über Snippet Optimierung.

Image Alt-Text

Der Alt Text, bzw. Alt-Tag, wird für Bilder hinterlegt und steht für alternativen Text. Er wird dann eingeblendet, wenn das Bild nicht angezeigt werden kann — warum auch immer. Der Text sollte also das beschreiben, was die User normalerweise auf dem Bild sehen würden.

Der Alt-Tag wird auch von den Suchmaschinen ausgelesen, um das Bild in die Suchergebnisse einordnen zu können. Deswegen verwenden SEOs in der Beschreibung auch Keywords bzw. relevante Begriffe. Allerdings ist der Alt-Tag keine SEO-Pflicht:

Suchmaschinen können also die Bedeutung es Bildes aus dem umliegenden Text extrahieren, wenn sie dort klar formuliert wird. Wer auf Nummer Sicher gehen möchte, fügt ihn trotzdem ein.

Merke-IconDer Alt-Text dient allerdings auch der Barrierefreiheit im Netz: Menschen mit Sehbehinderungen können sich den Alt-Text vorlesen lassen. Der Alt-Text ist also auch eine Frage der User Experience.

Links

Ausgehende Links sind ein wichtiger Pfeiler der Content-Arbeit. Mit ihnen stellst du deinem Leser beispielsweise Quellen, Verweise oder tiefergehende Informationen zur Verfügung. Das schafft Vertrauen und damit eine gute Autorität. Damit dein Leser deine Seite nicht verlässt, solltest du Links in einem neuen Tab öffnen. Das machst du mit dem Attribut target=_blank.

Das Öffnen eines neuen Tabs birgt Sicherheitslücken. Um diese zu schließen, solltest du target=_blank immer mit rel=noopener kombinieren. Setze dazu folgenden Befehl am Ende des HTML-Links ein:

<a href="https://deinedomain.de/deinbeitrag/" target="_blank" rel="noopener">

WDF*IDF Analyse

Unterziehe deinen Text einer Textoptimierung mit WDF*IDF Analyse, zum Beispiel mit der XOVI Suite. Sie vergleicht deinen Inhalt mit dem der aktuellen Top 10 Suchergebnisse zu deinem Keyword. So erfährst du, welche Begriffe (Keyword und andere, relevante Wörter) wie häufig genutzt werden. Du siehst also auf einen Blick, ob dir beispielsweise noch Begriffe fehlen oder falls du es mit deinem Keyword etwas zu gut gemeint hast. Dieses Wissen ermöglicht es dir, deinen Inhalt mindestens genauso gut zu machen, wie die Top 10 — und dann noch etwas besser.

Die Content-Produktion Schritt für Schritt

Du hast dein Keyword oder Thema und weißt nicht so richtig, wo du jetzt genau mit der Erstellung deines Contents anfangen sollst und an was du alles denken musst? Bevor du einfach munter drauflos schreibst, solltest

  1. Recherchiere Inhalte und erkenne Trends.
  2. Kenne dein Publikum und den Wettbewerb.
  3. Finde ein Thema und nehme ggf. einen Standpunkt ein.
  4. Gibt es bereits passenden Inhalt, dem man republishen könnte?
  5. Existieren leistungsstarke, themenverwandte Inhalte für die interne Verlinkung?
  6. Definiere Fokus-Keyword und recherchiere die Suchintention.
  7. Identifiziere und beantworte Nutzerfragen rund um dein Thema.
  8. Füge Fakten strategisch hinzu.
  9. Unterstütze deine Inhalte mit Bildern und Videos. Vergiss das Alt-Tag nicht.
  10. Behalte den Zweck des Contents im Auge
  11. Erzähle eine Geschichte für emotionale Bindung.
  12. Strukturiere deinen Content so, dass er schnell zu scannen und navigieren ist.
  13. Binde eine aussagekräftige Conversion-Box ein.
  14. Stelle die Inhalte im CMS ein. Achte auf Lesbarkeit und Page Speed.
  15. Optimiere deine Metadaten für ein klickstarkes Snippet.
  16. Überprüfe Inhalt, HTML, Tags etc. auf Richtigkeit.
  17. Bewerbe deinen neuen Content online
  18. Dokumentiere die Performance (Ranking, Traffic, Time on Site, Conversions) und teile sie intern.

Die SERP-Analyse: Was braucht mein Content, um zu ranken?

Titelbild für "Die SERP-Analyse: Was braucht mein Content, um zu ranken?"

Weiter oben hast du gelernt, wie du grundsätzlich guten Content erstellt. Doch wie findest du heraus, was Menschen zu einem konkreten Keyword bzw. Thema wirklich interessiert? Was muss in deinem Content enthalten sein, damit du in den Suchmaschinen mit den besten Suchergebnissen auf der ersten Seite mithalten kannst?! Die Antwort liefert dir — die erste Seite.

Schweinchen mit Mütze und Lupe, das die SERPs untersucht

Ganz genau: Du musst ‘nur’ einen analytischen Blick auf die erste Seite der Suchergebnisse werfen; die dort rankenden Seiten liefern dir die Anforderungen an deinen Content, wenn auch du in den Top 10 mitspielen möchtest. Dieser Prozess wird auch als SERP-Analyse bezeichnet. SERP steht hierbei für Search Engine Result Page — zu deutsch Suchergebnisseite.

Wie das geht und worauf du dabei achten solltest, erfährst du jetzt anhand eines konkreten Beispiels: Lass uns Fliesen verlegen. Außerdem erhältst du am Ende eine umfangreiche Checkliste, die du dir auch herunterladen kannst.

Wie sind Suchergebnisseiten aufgebaut und auf welche Snippets muss ich achten?

Eine Search Engine Result Page (oder SERP) besteht — je nach eingegebenem Keyword — aus unterschiedlichen Suchergebnissen. Ein einzelnes Suchergebnis wird auch Snippet genannt.

Anzeigen

Die ersten Suchergebnisse (meist sind es vier) sind von Webseiten-Betreibern geschaltete Anzeigen. Du erkennst sie an dem gefetteten Wort Anzeige als erstes Wort des Suchergebnisses. Auch am Seitenende findest du häufig noch einmal Anzeigen.

Auch Shopping-Ergebnisse (Product Listing Ads, kurz PLA) sind inzwischen kostenpflichtige Bild-Anzeigen. Du findest sie mit den klassischen Anzeigen über den organischen Suchergebnissen oder aber rechts über ihnen.

Organische Ergebnisse

Organische Suchergebnisse sind die altbekannten Suchergebnisse mit dem blauen, klickbaren Seitentitel, der URL und einem Beschreibungstext (der sogenannten Description). Mitunter können noch weitere Elemente, wie Bewertungen oder weiterführende Links enthalten sein. Klassischerweise enthält eine Suchergebnisseite 10 organische Suchergebnisse; gelegentlich können es auch weniger sein.

Diese organischen Suchergebnisse erhalten ihre Platzierung aufgrund der Evaluation der Suchmaschine.

Universal- und Extended Search-Ergebnisse

Universal Search-Ergebnisse sind alle Suchergebnisse, die

  1. keine Anzeige sind
  2. kein “klassisches” Suchergebnis (Blauer klickbarer Seitentitel, URL + Beschreibungstext) sind

Welche Universal Search Ergebnisse an welcher Stelle eingeblendet werden, hängt ganz vom eingegebenen Keyword und der zugehörigen Suchintention ab.

Zu Universal Search Ergebnissen zählen

  • Videos
  • Bilder
  • Nachrichten
  • Lokale Google Maps-Ergebnisse
  • App-Boxen

Extended Search Ergebnisse sind keine klickbaren Suchergebnisse per se. Stattdessen handelt es sich um extrahierte Informationen aus ggf. mehreren organischen Suchergebnissen der Top 10 und / oder internen Daten der Suchmaschine. Diese Informationen werden mithilfe von strukturierten Daten in der Suchergebnisseite u.a. als Direct Answers oder Knowledge Graphen / Featured Snippets gesondert aufbereitet.

  • Direct Answers (einfache und kurze Antworten auf die Suchanfrage, keine Links), z.B.
    • Aktienkurse
    • Daten
    • Wetter
  • Knowledge Graph (Informations-Boxen mit Bild, Textausschnitt und Link), z.B.
    • Definitionen
    • Informationen zu Individuen, Unternehmen, Orten
    • Rezepte
    • Flüge
    • Termine & Kinoprogramme
    • Nutzerfragen
    • Umrechner

Screenshot der SERPs mit Klassifizierung der Suchergebnisse

SERP-Analyse von organischen Suchergebnissen

Für die SERP-Analyse — und um herauszufinden, wie der ideale Content für das Keyword Fliesen verlegen aussieht — betrachten wir die organischen Suchergebnisse und erstellen basierend auf den Ergebnissen unsere Inhalte. Auch auf die Extended- und Universal-Search Suchergebnisse werfen wir einen kurzen Blick.

Die SERP-Analyse hilft dir dabei herauszufinden, wie dein Content inhaltlich und formal aussehen sollte, um beim ausgewählten Keyword in den Top 10 Suchergebnissen überhaupt mitspielen zu können.

SEO Kompass Tipp Hier erfährst du, wie du mit dem Einsatz von strukturierten Daten deinen Content für Featured Snippets optimierst.

Das 3-Punkte-Programm der SERP-Analyse

Aus den Suchergebnisseiten kannst du wertvolle Informationen ziehen, die deine Content-Erstellung (und Content-Optimierung beim Republishing) maßgeblich beeinflussen.

SERP-Analyse: Suchintention identifizieren, Position 1 analysieren und vergleichen, Sonderfälle in den SERPs identifizieren und analysieren

Die SERP-Analyse in der Praxis: Lass uns Fliesen verlegen

Endlich ins Eigenheim oder in die Eigentumswohnung. Egal, ob Neubau oder Renovierung; um Geld zu sparen legen viele Eigentümer selbst Hand an. Dank dem Internet kann man sich viel schnell selbst beibringen. Also Fliesen verlegen googeln und los geht’s.

Screenshot der Google-Suchmaske mit dem keyword "Fliesen verlegen"

Nachdem wir an den Anzeigen, Universal- und Extended Search Ergebnissen vorbei gescrollt haben (hierzu später mehr), erhalten wir die organischen Ergebnisse.

Punkt 1: Die Suchintention — Wer etwas sucht, hat etwas vor: Fliesen verlegen

Die Suchintention ist der Auslöser für eine Suchanfrage. Grundsätzlich lässt sie sich in drei Kategorie unterteilen:

Informational: Es wird nach Informationen gesucht; der User will also etwas zu einem Thema wissen (z.B. eine Erklärung oder Anleitung)
Transactional: Der User möchte etwas kaufen, erhalten (z.B. Newsletter) oder downloaden (z.B. eBook)
Navigational: Der User sucht eine bestimmte Website, eine bestimmte Unterseite oder einen physischen Ort

Schritt 1 der SERP-Analyse: Die Suchintention analysieren

SEO Kompass Tipp Falls du mehr über die Suchintention und Keyword-Klassen erfahren möchtest, haben wir einen ausführlichen Artikel für dich erstellt.

Die Suchmaschine selbst hat natürlich auch ein großes Interesse daran, die Suchintention zu erkennen und zu bedienen — also genau die passenden Inhalte anzuzeigen. Andernfalls würden die Menschen nicht finden, was sie suchen und eine andere Suchmaschine nutzen.

Um sicherzustellen, dass Google die Suchintention richtig einschätzt, testet die Suchmaschine verschiedene Ergebnisse und misst die Reaktionen der User. Bei einem etablierten Keyword (eines, das über eine lange Zeit gesucht wird) hat Google die Suchintention identifiziert und spielt passende Inhalte aus; hier wird es sehr schwer bis gar unmöglich, mit abweichenden Inhalten in den Top 10 mitzuspielen.

Umso wichtiger also, dass du die Suchintention erfüllst und deinen Content entsprechend erstellst oder optimierst. Bleiben wir bei unserem Beispiel. Um herauszufinden, welche Inhalte Menschen erwarten, die nach Fliesen verlegen suchen, gleichen wir sie mit den drei Kategorien der Suchintention ab:

Die Suchintention hinter dem Keyword Fliesen verlegen könnte also sein

Informational: Der User möchte wissen, wie er Fliesen selbst verlegt

Transactional: Der User möchte Fliesen und Zubehör kaufen, die er beim Fliesenverlegen benötigt

Navigational: Der User sucht nach einem ganz bestimmten Angebot oder Artikel über Fliesen verlegen.

Das Keyword Fliesen verlegen weist auf eine beabsichtigte Handlung hin, die der User durchführen möchte; für die Durchführung sucht er nun Informationen — genauer genommen eine Anleitung. Die Suchintention wäre also Informational.

Schau dir die einzelnen Suchergebnisse (Snippets) genauer an. Hier ranken ausschließlich Artikel mit Anleitungen die Laien und Heimwerkern Schritt für Schritt erklären, wie sie selbst Fliesen verlegen können. Bis auf zwei Ausnahmen enthält jeder Snippet-Title die Begriffe (Boden)Fliesen verlegen + Anleitung, wobei (Boden)Fliesen verlegen an erster Stelle oder sehr weit vorn im Title steht.

Screenshot der organischen SERPs von "fliesen verlegen"

Die Universal- und Extended-Search Ergebnisse können dir ebenfalls helfen, die Suchintention zu bestimmen und evtl. sogar zu verfeinern. In unserem Fall sehen wir über den organischen Suchergebnissen Anleitungsvideos und Nutzerfragen, wie man (als Laie bzw. Anfänger) Fliesen verlegen kann:

Identifizierung der Suchintention mit Universal- und Extended Search-Ergebnissen

Die Suchintention ist ganz klar eine Anleitung zum Verlegen von Fliesen für Laien.

Icon "To-Do"Für die Content-Erstellung bedeutet das: Wir müssen Inhalte schaffen, die sprachlich und inhaltlich von Laien verstanden und einfach umgesetzt werden können. Das bedeutet beispielsweise das Erklären von Dingen, die ein professioneller Handwerker als selbstverständlich erachten und wahrscheinlich nicht erwähnen würde sowie einen Verzicht auf Fachausdrücke.

Punkt 2: Was macht Position 1 so besonders?

Du weißt, Suchmaschinen positionieren die Suchergebnisse danach, wer ihrer Meinung nach die beste Antwort liefert. Was macht Position 1 also besser als alle anderen? Schau dir an dieser Stelle Position 1 ganz genau an und vergleiche sie dann mit den restlichen Suchergebnissen.

Aktuell rankt OBI auf Platz 1 zu Fliesen verlegen.

Mach eine Snippet-Analyse

Bevor wir allerdings die einzelnen URLs miteinander vergleichen, beginnen wir in den SERPs selbst und vergleichen die Snippets.

Screenshot des Snippets von Position 1 zum Keyword "Fliesen verlegen"

Das Snippet von Position 1 ist kurz und knackig gehalten.

  • Der User erfährt im Title ganz konkret, was ihn erwartet: Eine Anleitung zum Bodenfliesen Verlegen in 9 Schritten. Der Title wird nicht abgeschnitten.
  • Das Datum verrät, dass es sich um eine kürzlich veröffentlichte oder überarbeitete Anleitung handelt. Es ist das jüngste Suchergebnis.
  • Die Description liefert einen kurzen Überblick über die wichtigsten Schritte der Anleitung. So weiß der User, was ihn erwartet. Sie ist 133 Zeichen lang und wird nicht durch … abgebrochen.

Die Snippets der übrigen Positionen haben in vielen Fällen zu lange Titles und Descriptions. Das führt dazu, dass sie vor Satzende abgeschnitten werden. Die hier angezeigten Descriptions sind häufig von Google selbst erstellt, was auf nicht oder unzureichend optimierte Snippets hindeutet. Das ergab ein Vergleich mit den tatsächlich hinterlegten Metadaten.

Merke-Icon Ist Google mit der vorgegebenen Description einer URL nicht zufrieden, setzt die Suchmaschine eine eigene Description aus dem Seiteninhalt zusammen. Damit verlierst du die Kontrolle über dein Snippet. Hier findest du eine Anleitung, wie du dein Snippet optimieren kannst, damit dir das nicht (mehr) passiert.

SEO Kompass Tipp Mit dem Browser-Addon SEO META in 1 CLICK kannst du Title, Description und mehr jeder geöffneten Seite abrufen. So kannst du auch vergleichen, ob die in den SERPs angezeigten Snippets von den hinterlegten Metadaten abweichen.

Analysiere den Content

Verlasse jetzt die SERPs und sieh dir die Seite auf Position 1 genau an. In unserem Beispiel ist das die Anleitung von OBI.

In einer kurzen Einleitung wird dem User zusammenfassend der Ablauf beim Fliesenverlegen erläutert. Darauf folgen wichtige vorbereitende Informationen zu Trittsicherheit, Abriebklassen und der Ermittlung des Fliesenbedarfes.

Auf die Einleitung folgt eine bebilderte Schritt-für-Schritt-Anleitung. Bei den Bildern handelt es sich um Grafiken, die sich auf das Wesentliche des entsprechenden Schrittes konzentrieren. Die wichtigsten Punkte werden zuerst in einer übersichtlichen Liste zusammengefasst, darauf folgt eine ausformulierte Anleitung zur Umsetzung. Werden darin benötigte Werkzeuge und Materialien erwähnt, ist die entsprechende Kategorieseite des Online-Shops von OBI verlinkt.

Ausschnitt des Contents von Position 1 des Keywords

Abschließend erhält der User eine Checkliste mit allen Werkzeugen und Materialien, die er für das Fliesenverlegen benötigt.

Zusammenfassende Checkliste mit den wichtigsten Punkten

Die Sprache ist leicht verständlich, es gibt keine unnötigen Fachbegriffe und die Satzstruktur ist simpel gehalten.

Das Magazin-Design von OBI ist ablenkungsfrei und auf das Wesentliche reduziert; hier gibt es keine Sidebars und keine unerwünschte Werbung. Unter dem Artikel befinden sich Kacheln mit weiteren Anleitungen rund um das Thema Fliesen.

Analyse-Punkte für das erste Suchergebnis

Wie gut ist die Seite technisch optimiert?

Suchmaschinen wie Google berücksichtigen für die Platzierung auch den technischen Zustand einer Seite. Der Grund: Stolpert der User über technische Fehler, bleibt in 404-Sackgassen hängen oder braucht die Seite sehr lange zum Laden, steigt die Frustration — und damit letztlich auch die Unzufriedenheit mit den Suchergebnissen und der Suchmaschine selbst.

Merke-Icon Hervorragender Content ist dein größtes Ass im Ärmel. Es hilft dir aber wenig, wenn es zu einem abgegriffenen und beschädigten Kartenspiel gehört, das keine Spielfreude mehr bereitet. Um das Potenzial deines Contents nicht zu schmälern, sollte deine Seite auch (SEO-)technisch topfit sein.

Ergebnis der XOVI Onpage-Analyse von OBI

Der Baumarkt hat seine Website technisch gut optimiert, wie die XOVI Onpage-Analyse zeigt. Hier liegt der Optimierungsgrad bei 90% für SEO und bei 81% für Technik. Mit 66% ist inhaltlich allerdings noch Luft nach oben. Da das OBI-Magazin sehr gut ausgearbeitet ist, sind es wahrscheinlich die zahlreichen Produktseiten mit wenig und teils ähnlichen Texten, die sich hier niederschlagen.

Liste mit allen gefundenen Optimierjngspunkten der Domain obi.de

Wie unterscheidet sich Position 1 von den restlichen Suchergebnissen?

Nachdem du dir das erste Suchergebnis ganz genau angeschaut hast ist es an der Zeit, es mit den restlichen organischen Ergebnissen der ersten Seite zu vergleichen.

Frage dich:

  • Welche Inhalte /Themen/Fragen bearbeiten alle/die meisten Suchergebnisse?
  • Welche Medien und Content-Formate nutzen sie?
  • Wie lang sind die Inhalte?
  • Wie wird der Inhalt dem User vermittelt und präsentiert?
  • Warum sind diese Inhalte nicht auf Platz 1?

Punkt 3: Finde den Sonderfall

Während du dir die Suchergebnisse genau anschaust, wird dir sicherlich auffallen, falls es ein Suchergebnis gibt, das sich deutlich von den restlichen unterscheidet. Befindet sich beispielsweise ein Shop zwischen Artikeln oder umgekehrt? Rankt ein Foreneintrag, der den Usern eine brennende Frage beantwortet?

Außergewöhnliche Suchergebnisse identifizieren und analysieren

Diese Sonderfälle sollten eigentlich nicht da sein, schließlich erfüllen sie die Suchintention nicht — oder etwa doch? Es ist sehr wahrscheinlich, dass dieser Sonderfall auf der ersten Seite rankt, weil er dem User etwas liefert, das alle anderen Ergebnisse nicht mitbringen.

Jetzt ist es an dir herauszufinden, was das ist und dieses ‘gewisse Etwas’ auch in deinen Content zu integrieren. So schließt du mit deinem Content eine Lücke und bietest den Usern (und damit der Suchmaschine) einen Mehrwert, den die Konkurrenz nicht mitbringt.

In unserem Beispiel rankt eine Seite (mein-eigenheim.de auf Position 2), die keine Anleitung über den Prozess des Fliesenlegens liefert. Stattdessen geht der Artikel darauf ein, worauf man beim Fliesenlegen achten muss, um ein ästhetisches Ergebnis zu erhalten; z.B durchgehende Fugenverläufe, einheitliche Verlegerichtungen, die Vermeidung von Schnittkanten, das Setzen von optischen Akzenten, und mehr. Es könnte also sinnvoll sein, solche Hinweise in die Anleitung zu integrieren.

Setze die Ergebnisse in deinem Content um — und setze noch einen drauf

Um auf der ersten Seite mitspielen zu können, muss dein Content mindestens genauso gut sein, wie die bereits rankenden Seiten. Was diese Seiten mitbringen, hast du dir gerade genau angeschaut. Die SERP-Analyse hat einige interessante Einblicke zutage befördert. Gehen wir sie anhand unserer 3-Punkte SERP-Analyse einmal durch.

  1. Die Suchintention: Für das Keyword Fliesen verlegen erwarten User Anleitungen, wie sie als Laie Fliesen selbst verlegen können.
  2. Position 1: Verfasse eine Anleitung, die
    1. übersichtlich (gute Formatierung),
    2. leicht verständlich (einfache Sprache),
    3. visuell (erklärende Bilder / Grafiken),
    4. alle Werkzeuge und Materialien auflistet und verlinkt
    5. weiterführende Artikel verlinkt und
    6. Technisch einwandfrei ist
  3. Der Sonderfall: Integriere Informationen über Fugenverläufe, Schnittkanten etc. an relevanten Stellen.

Dein Job ist es der Suchmaschine einen guten Grund liefern, eine dieser Seiten (am besten sogar Platz 1) durch deine zu ersetzen. Das bedeutet: Du musst noch einen drauf setzen.

Frage dich: Was könnte einem Menschen noch helfen, das Verlegen von Fliesen erfolgreich durchzuführen? Vielleicht wäre eine Kombination der Inhalte der Suchergebnisse sinnvoll.

Analyseergebnisse in der Content-Erstellung umsetzen

Merke-Icon Bei einer Kombination von Inhalten aus verschiedenen Suchergebnissen sollst du auf keinen Fall Inhalte kopieren. Das wäre ein Plagiat und du musst deinen Content selbst schreiben. Vielmehr sollen sie dir als Inspirationsquelle dienen, wie du deinen Content aufbauen könntest.

Du erinnerst dich: Die Universal Search-Ergebnissen waren Videos. Gerade bei Arbeiten wie dem Fliesenverlegen können Videos viel Erklärungsbedarf decken.

  • Erstelle ein Anleitungsvideo und integriere es in deine Anleitung. Stelle am Seitenanfang das komplette Video zur Verfügung und jeweils ein passend geschnittenes zu jedem einzelnen Schritt.

In den Suchergebnissen waren Nutzerfragen. Mach sie dir zunutze, achte auf Formulierungen und beantworte die Fragen.

  • Mach bereits im Titel und Meta-Title (Snippet-Title) deutlich, dass es sich um eine Anleitung für Laien/Anfänger handelt. Integriere die Fragen in deinen Content und beantworte sie dort.

Nicht jeder Mensch hat auf einer Baustelle Zugang zum Internet, möchte eine Anleitung beim Fliesenverlegen nicht auf einem kleinen Handybildschirm entziffern müssen oder das Handy vor Beschädigungen schützen.

  • Biete die Anleitung als PDF zum Download an. So können Menschen sie ausdrucken und mit auf die Baustelle nehmen.

Fazit & Checkliste: Die SERP-Analyse liefert die Anleitung für deinen Content

Die Suchergebnisse verraten dir ganz genau, was die Menschen über ein Thema bzw. eine Suchanfrage (Keyword) wissen möchten und was nicht. Alles was du tun musst, ist die Suchergebnisse strukturiert unter die Lupe zu nehmen und die Ergebnisse in deinem Content umzusetzen. Schau dir an, was deine Konkurrenz tut, und wie. Dabei hilft dir die SERP-Analyse. Wir haben für dich eine umfassende Checkliste mit allen Punkten erstellt, die du dir herunterladen kannst.

Anleitung für die SERP-Analyse
🥇 SERP-Analyse: Checkliste 🥇

Was ist Content-Republishing und wie funktioniert es?

Titelbild für "Was ist Content-Republishing und wie funktioniert es? "

Du schreibst fleißig neuen Content und hast bereits ein kleines oder großes Archiv angesammelt? Dann sollte Republishing fester Bestandteil deiner Content-Strategie werden. So stellst du sicher, dass auch deine existierenden Inhalte immer aktuell bleiben und der Traffic- und Conversion-Fluss nicht einbricht.

Du erfährst jetzt, was genau Content-Republishing (nicht) ist, was die Ziele sind, worauf du achten musst, und mehr.

Was ist Content-Republishing?

Republishing ist eine Strategie des Content-Marketings. Übersetzt bedeutet Republishing die Wieder-Veröffentlichung von bereits existierenden Inhalten auf Websites.

Dabei wird älterer Content inhaltlich aktualisiert und so erweitert, dass er dem User den größtmöglichen Nutzen bringt. Darüber hinaus wird er aktuellen SEO-Standards angepasst. Anschließend wird der Content unter derselben URL mit aktuellem Datum “wieder” veröffentlicht und verbreitet.

Für das Republishing werden Kriterien festgelegt, anhand derer Inhalte für die Überarbeitung ausgewählt werden.

Was ist Content-Republishing nicht?

Es gibt weitere Content-Marketing-Maßnahmen, die dem Republishing ähneln.

Republishing ist die inhaltliche und technische Aktualisierung, eine zeitgemäße Optimierung für Suchmaschinen sowie das erneute Seeding von bereits bestehenden Inhalten unter derselben URL. Die Überarbeitung des Inhalts, die Optimierung SEO-technischer Faktoren und das erneute Seeding auf relevanten Content-Marketing-Kanälen müssen Hand in Hand gehen, um von Republishing zu sprechen.

Postest du z.B. nur einen alten Artikel auf Facebook, ohne ihn zu überarbeiten, spricht man von Reposting.

Beim Repurposing wird ein bestehender Inhalt in einem neuen Format veröffentlicht und geteilt. Der bestehende Content wird dabei nicht verändert, seine Inhalte werden jedoch adaptiert und in ein neues Format gebracht.

Was sind die Ziele von Content-Republishing?

Im Grunde verfolgst du dieselben Ziele, die du bei der Erstellung von neuen Inhalten verfolgst. Das können die Steigerung von Traffic, Sichtbarkeit, Rankings, Conversions und Leads sein.

Der Unterschied ist:
Die Erstellung von Content kostet Zeit und Ressourcen, der Qualitätsanspruch ist hoch — denn nur durchdachter, User-zentrierter Content mit Mehrwert wird dir etwas nützen.

Einmal gepublished, nimmt die Effektivität des eines Artikels (z.B. Traffic oder Conversions) mit der Zeit in den meisten Fällen immer mehr ab. Die Inhalte veralten oder verschwinden in den Tiefen deines Archivs — wo sie kaum noch jemand findet.

Mit Republishing hauchst du ihnen neues Leben ein, staubst sie ab und holst sie zurück ans Tageslicht. Durch die Überarbeitung und erneute Veröffentlichung kannst du den Traffic-Fluss stabil halten oder sogar steigern.

In der Regel kostet die Überarbeitung bestehender Inhalte (je nach ihrem Zustand natürlich) deutlich weniger Zeit, als die komplette Neuerstellung.

So sparst du jede Menge Zeit und Ressourcen, hältst deine Inhalte aktuell, kannst das Ranking verbessern und Reichweite über Social Media generieren.

Republishing kann folgende Ziele verfolgen:

  • Traffic stabilisieren / erhöhen
  • Conversions & Leads generieren
  • Sichtbarkeit & Rankings verbessern
  • Reichweite steigern
  • sich als Experte eines Themas etablieren
  • Backlinks aufbauen
  • Zeit sparen
  • Ressourcen sparen
  • aktuell bleiben

Welcher Content eignet sich (nicht) für Republishing?

Für das Republishing kommen grundsätzlich alle Inhalte infrage, die auch in mehreren Monaten oder gar Jahren noch von Interesse für den User sein können und sich für die Verbreitung über Content Marketing Kanäle eignen.

Für das Repbulishing eignen sich

  • Blog-Posts
  • Ratgeber
  • Magazine
  • Anleitungen
  • Whitepaper
  • e-Books
  • Infografiken
  • Vorlagen

Es gibt auch eine Reihe von Inhalten, die für das Republishing eher weniger geeignet sind.

Für das Republishing eignen sich Inhalte nicht, die

  • schon nach kurzer Zeit nicht mehr aktuell sind (z.B. News),
  • von einer Veränderung nicht profitieren würden oder
  • sich nicht für die Verbreitung über Social-Media-Kanäle, Newsletter und Co eignen.

Wie wähle ich passenden Content aus? (Kriterien)

Wie findest du nun heraus, bei welchem Content Republishing besonders erfolgsversprechend ist? Schließlich willst du datengetriebende Entscheidungen treffen und nicht blindlings entscheiden müssen.

Merke-Icon Wir gehen davon aus, dass du die SEO-Performance der URLs zu deinen wichtigsten Keywords wöchentlich überwachst und dokumentierst. Tust du dies noch nicht, empfehlen wir dir es dringend.

Die gute Nachricht: Es gibt zahlreiche Kriterien für das Republishing. Welche für deine Content-Strategie am wichtigsten sind, musst du selbst entscheiden. Denn die verschiedenen Kriterien spielen in verschiedene Ziele bzw. Funktionen deines Contents hinein.

Top-Traffic-Bringer

Der Name verrät es bereits: Top-Traffic-Bringer sind die Inhalte, die den meisten Traffic (also die meisten Besucher) auf deine Seite bringen. Auf den Lorbeeren solltest du dich aber nicht ausruhen, sondern sie als Ansporn nehmen, noch besser zu werden. Halte diese Inhalte deswegen unbedingt aktuell, um den Traffic-Fluss konstant zu halten oder sogar zu steigern. Deine Traffic-stärksten Seiten solltest du regelmäßig überprüfen und dich fragen, ob ein neues Republishing Sinn macht.

User-Signals

Gute User-Signals verraten dir, dass die Menschen deinen Content mögen.

  • Eine lange Verweildauer,
  • eine niedrige Return to SERP-Rate
  • und eine hohe Scrolltiefe

deuten darauf hin, dass dein Content komplett gelesen wird und den Menschen einen Nutzen bringt. Baue hierauf auf, um beispielsweise deine Leads und Conversions zu erhöhen.

Frage dich: Was fehlt auf deiner Seite, damit User zu Kunden werden?

Icon "To-Do" Frage dich auch, was deinem Content noch fehlt, damit sich User noch länger auf deiner Seite aufhalten. Finde zum Beispiel heraus, ob es rund um das Thema Userfragen gibt, die du beantworten kannst.

Evergreens

Evergreens ist der Content, der das ganze Jahr hinüber Relevanz hat und bei den Usern sehr beliebt ist. Einige von ihnen werden sich sicherlich auch unter deinen Top-Traffic-Bringern tummeln. Auch sie solltest du hegen und pflegen und regelmäßig unter die Leute bringen.

SEO-Chancen

Dann gibt es noch Content, der die Chance hat, durch Republishing bessere Rankings zu erreichen und so mehr Traffic auf deine Seite zu bringen. Diese Einblicke erhältst du mit einem guten SEO- & Keyword-Tool und Google Analytics. Schauen wir uns die SEO-Chancen einmal genauer an.

Icon "To-Do" Es ist wichtig, dass du mindestens einmal pro Woche einen SEO-Report für deinen Content erstellst. Nur so kannst du notwendige Maßnahmen und Chancen erkennen, deinen Erfolg messen und dokumentieren und datengetriebene Maßnahmen ergreifen.

Chancen-Keywords

Hier handelt es sich um Seiten, die im Vergleich zur Vorwoche um mindestens 20 Positionen gestiegen sind. Eignen sie sich für das Republishing, kann die Aktualisierung und erneute Verbreitung schnell zu einem weiteren großen Sprung nach oben beitragen.

Schwellen-Keywords

Für Republishing bestens geeignet sind Schwellen-Keywords. Das sind Inhalte, die auf den Seiten 2 und 3 der Suchmaschinen ranken, also die Positionen 11 bis 30. Sie stehen auf der “Schwelle” zur ersten Seite.

Überarbeitest du diese Inhalte, hast du gute Chancen, dass sie es in die Top 10 der Suchergebnisse schaffen und so wieder richtig Traffic auf deine Seite bringen können.

Verlierer-Keywords

Verlierer-Keywords sind Seiten, dessen Ranking im Vergleich zur Vorwoche gefallen sind. Sie haben also Positionen verloren. Dann gilt es, den Content wieder “wettbewerbsfähig” zu machen und die alte Position zurückzuerobern — oder eine noch bessere zu erhalten.

Niedrige Click-Through-Rate

Eine niedrige Click-Through-Rate, also Klicks auf dein Suchergebnis, kann beispielsweise auf ein schlecht optimiertes Snippet hindeuten.

Icon "To-Do" Wirf hier also einen besonderen Blick auf deine Metadaten und verbessere sie. Achte nicht nur auf Keywords, sondern stelle den Nutzen des Contents für den User in den Vordergrund.

SEO Kompass TippIn den Suchergebnissen sind Snippets der Erstkontakt des Users mit deiner Seite. Sie entscheiden darüber, ob ein User deinen Content sehen will, oder nicht. Hier erfährst du, wie du überzeugende Snippets schreibst.

Viele Backlinks

Viele Backlinks sind bereits ein Beweis dafür, dass Andere deinen Content für empfehlenswert halten. Das lieben die Suchmaschinen und belohnen diese Inhalte mit guten Rankings.
Durch das Republishing verbesserst du diesen Content noch weiter. Das erneute Seeding hilft ebenfalls, um auf deine großartigen Inhalte aufmerksam zu machen und noch mehr der wertvollen Verlinkungen zu erhalten, deine Position zu verbessern und den Traffic zu steigern.

Content-Migration

Content-Migration ist eine weitere Chance für dein SEO. Früher wurde für jedes Keyword ein einzelner Beitrag verfasst — eine längst überholte SEO-Methode.
Heute siegt Content, der ein Thema aus allen Blickwinkeln beleuchtet und brennende Fragen beantwortet — und das auf einer URL. Du hast hier die Wahl, Republishing zu betreiben und den Content auf der am besten performenden URL zusammenfassen oder du löschst die alten Inhalte und erstellst eine ganz neue Seite.

Icon "To-Do" Hast du also mehrere URLs, die eigentlich als ein großer Artikel viel mehr Sinn ergeben würden, solltest du den Content auf eine einzige URL umziehen, aufarbeiten und die alten URLs auf die neue weiterleiten.

Merke-Icon Ob du dafür eine ganz neue URL wählst oder die mit den besten SEO-KPI wie Position, Traffic und Backlinks nimmst, bleibt dir überlassen. Wichtig ist nur, dass die nicht mehr benötigten URLs auf Entwurf gesetzt und 301-Weiterleitungen auf die finale URL eingerichtet werden. Auch sollten interne Verlinkungen in den alten Artikeln und im “neuen” Content gelöscht bzw. angepasst werden.

Social-Media-Stars

Diese Inhalte erhalten in sozialen Netzwerken wie Facebook viel Resonanz. Die Menschen liken, kommentieren und teilen deinen Content. Sie zeugen also von hohem Engagement: Je aktueller die Inhalte sind und je mehr sie exakt die Themen treffen, die deine Zielgruppe auf dem jeweiligen Kanal gerade beschäftigt, desto beliebter können sie werden.

Was hält dich also davon ab, den Content noch weiter zu verbessern und in regelmäßigen Abständen auf genau den Kanälen zu teilen, wo er so beliebt ist? Achte aber darauf, dass du einige Wochen oder Monate vergehen lässt, bevor du einen Inhalt erneut teilst.

Logo des fiktiven Online-Shops "Felix & Fifi"Nehmen wir unseren fiktiven Online-Shop “Felix & Fifi: Im Blog gibt es einen Artikel über die Gefahren, Hunde bei warmen Wetter im Auto zu lassen. Ein wichtiges Thema, auf das besonders im Frühjahr und Sommer aufmerksam gemacht werden sollte und großes Potenzial hat, geteilt zu werden. Im Winter hingegen wird es wohl kaum Beachtung finden. Ein Republishing macht hier im Frühsommer Sinn.

Icon "To-Do" Plane also saisonale Themen für die entsprechende Saison ein und republishe existierenden Content, indem du neue Erkenntnisse oder aktuelle Entwicklungen hinzufügst oder ihn mit neuen medien anreicherst.

Ungeschliffene Diamanten

Ungeschliffene Diamanten sind Inhalte, von denen du absolut überzeugt bist, die aber schlechte Rankings haben und kaum Traffic oder Engagement bringen.

Icon "To-Do" Hier könnte eine Keyword-Optimierung helfen, um bessere Rankings zu erhalten. Oder vielleicht hast du bei der ersten Veröffentlichung auch einen schlechten Zeitpunkt für das Seeding erwischt. Bist du von dem Content überzeugt, solltest du versuchen, ihm mit Republishing zu Erfolg zu behelfen.

Wie groß sollte der Republishing-Anteil meiner Content-Strategie sein?

In viel zu vielen Unternehmen liegt der Fokus allein auf der Produktion neuer Inhalte. Denn sie bringen ja den Traffic, nicht der alte Content. Dass das aber mit ein bisschen Arbeit anders sein kann, wird oft vergessen.

Lass deine existierenden Inhalte nicht versauern. Du hast so viel Zeit und Arbeit investiert, so viel Recherche betrieben, so viel Nerven und Mühe und Liebe investiert. Da wäre es doch viel zu schade, dass deine Follower sie nur einmal zu Gesicht bekommen. Oder dass sie nur mittelmäßig ranken, weil der Inhalt nicht gepflegt wird.

Eine kleine Website eines Startups mit nur einer Handvoll Blogbeiträgen hat natürlich nicht die Grundlagen, um einen Schwerpunkt auf Republishing zu legen. Bei einer etablierten Website mit Blog, Ratgeber und News-Sektion oder einem Magazin sieht das natürlich ganz anders aus. Hier schlummert ein über Jahre aufgebautes Archiv, das die Welt gern mal wieder zu Gesicht bekommen darf.

Content-Strategie Pie-Chart mit 50% Republishing-AnteilJe größer dein Repertoire an Content ist, desto größer sollte in deiner Content-Strategie der Fokus auf Republishing sein. Wenn du bereits viele geeignete Inhalte hast, solltest du mindestens 50% deiner Zeit für das Republishing einplanen. Die verbleibende Zeit investierst du in die Erstellung neuer Inhalte, Repurposing und SEO-Analysen.

Worauf muss ich beim Republishing achten?

Hast du die Inhalte identifiziert, die sich für das Republishing eignen, solltest du sie nach Dringlichkeit priorisieren und ggf. Nach saisonalen abhängigkeiten untersuchen. Anschließend arbeitest du sie in deinen Redaktionsplan ein.

Dann arbeitest du deinen Republishing-Content nach und nach ab, wie es der Redaktionsplan dir vorgibt. Du kannst Republishing wie eine umfassende Content-Optimierung verstehen. Gehe dabei mit derselben Sorgfalt vor, wie bei der Content-Erstellung.

Content aktualisieren:

  • Inhaltliche Aktualität überprüfen, ggf. Inhalte ergänzen
  • Nutzerfragen identifizieren und beantworten
  • Inhaltsverzeichnis mit Sprungmarken einfügen
  • Überschriften-Struktur überprüfen
  • Interne Verlinkung stärken (ein- und ausgehend)
  • Titel- und Vorschaubild für Social Media überprüfen
  • Medien einfügen (Bilder, Videos, Infografiken…)
  • Alt-Texte optimieren
  • Keyword-Optimierung durchführen
  • Metadaten optimieren
  • Datum aktualisieren
  • Beitrag / Seite aktualisieren

Hast du deinen Content überarbeitet und veröffentlicht, verbreitest du ihn wie deinen neuen Content auch über die üblichen Kanäle.

Welche technischen Voraussetzungen gibt es?

Beim Republishing wird nicht nur der Content selbst aktualisiert, sondern die komplette Seite. Auch sollte dein neuer alter Beitrag wieder ganz vorn im Blog / Ratgeber / Magazin erscheinen

Es gibt drei technische Voraussetzungen, die dein CMS für das Republishing mitbringen sollte:

  • URL ohne Datum ( z.B. felixundfifi.de/hund-im-auto statt felixundfifi.de/2020/06/hund-im-auto)
  • Veröffentlichungsdatum muss veränderbar sein
  • Headlines können geändert werden, URL bleibt gleich

WordPress und andere CMS bringen die für das Republishing benötigten Funktionen bereits mit. Ob sie aktiv sind, hängt allerdings von den Einstellungen deines CMS ab. Hier musst du ggf. nachjustieren.

Icon "To-Do"Ist deine Website oder dein Blog so eingestellt, dass Monat und Jahr in der URL enthalten sind, solltest du eine globale Anpassung in Betracht ziehen. Die Umstellung solltest du einem erfahrenen ITler überlassen. Stelle sicher, dass auch alle alten Artikel eine angepasste URL erhalten und Weiterleitungen eingerichtet werden.

Fazit: Lasse Republishing Teil deiner Content-Strategie werden

Hast du bereits einen größeren Fundus an Content, sollte Republishing fest zu deiner Content-Strategie gehören und bis zu 50% deines Redaktionsplanes ausmachen.

Denn Republishing stellt die strategische Optimierung und Aktualisierung existierenden Contents dar, steigert die Qualität deiner Inhalte und verbessert dein SEO und deinen Traffic. Ganz nebenbei sparst du auch noch Zeit und Ressourcen.