Wie funktioniert eine Logfile Analyse? | XOVI

XOVI Glossar

Wie funktioniert eine Logfile Analyse?

Die Logfile Analyse ist eine Methode, um die Anzahl der Zugriffe auf einen Server zu ermitteln. Diese Zugriffe entsprechen in der Regel auch den Aufrufen der auf dem Server platzierten Website. Die Logfile Analyse ist allerdings eine sehr rudimentäre Methode, die heutzutage kaum noch verwendet wird. Es gibt andere Methoden die nicht nur weniger aufwendig, sondern auch genauer sind. Analyse-Tools arbeiten heutzutage meist mit dem sogenannten Page Tagging.

Woher kommt das Logfile?

Logfiles erstellt ein Webserver automatisch: Jeder Zugriff auf den Server wird mit einem Zeitstempel im Logfile eingetragen. Betrachtet man die Anzahl der Eintragungen innerhalb eines bestimmten Zeitraumes kann man so die Anzahl der Zugriffe auf eine Website innerhalb dieses Zeitraums ermitteln.

Die Analyse

Die Logfile-Analyse ist in der Regel nicht manuell möglich, es sei denn die Anzahl der Serverzugriffe ist so gering, dass sie manuell vom Webmaster ausgelesen werden können. Daher gibt es spezielle Tools für die Auswertung der Logfiles. Die Logfile Analyse hat einige Vorteile gegenüber anderen Analysemethoden.

So werden die Logfiles zum Beispiel lokal gespeichert und können auch lokal analysiert werden. Wer ein Tools wie Google Analytics nutzt, übermittelt seine Statistiken an Google. Bei einer Logfile Analyse ist das nicht nötig. Da das Tracking nicht mit einem Skript erfolgt, lässt es sich auch nicht so einfach unterbinden, wie zum Beispiel ein Tracking durch Google Analytics. Ein Serverzugriff wird vom Server grundsätzlich mit einem Zeitstempel versehen und in das Logfile eingetragen.

Im Bezug auf Downloads ist die Logfile Analyse zudem sehr genau, da der Server auch aufzeichnet, ob und wie weit ein Download zu Ende geführt wurde. Demgegenüber gibt es allerdings eine ganze Reihe von Nachteilen dieser Analysemethode, die letztendlich auch dazu geführt haben, dass die Logfile Analyse heute nicht mehr häufig zum Einsatz kommt. So werden zum Beispiel Aufrufe einer Seite aus dem Cache nicht mitgezählt, was sich nachteilig auf Datenerhebung bezüglich wiederkehrender Besucher auswirkt.

Im Hinblick auf wiederkehrende Besucher ist auch das Tracking der IPs ein Problem: Andere Analysetools erkennen es, wenn ein Besucher mit dynamischer und somit anderer IP auf die Website zurückkehrt. Bei der Logfile-Analyse ist das nicht möglich. Auch Aktionen innerhalb der Seite können nicht richtig aufgezeichnet werden. Das Benutzerverhalten innerhalb der Website lässt sich also nur bedingt bis gar nicht analysieren. Der Aufwand ist ebenfalls ein Problem: Die Logfiles müssen durch eine zusätzliche Software analysiert werden, dazu müssen sie dieser Software allerdings erst einmal zugänglich gemacht werden. Die manuelle Überführung der Logfiles in eine solche Software ist enorm arbeitsaufwendig.

Die Relevanz der Logfile Analyse für die Suchmaschinenoptimierung

Suchmaschinenoptimierer haben mit der Logfile Analyse die Möglichkeit, unabhängig von Drittanbietern Statistiken über die eigene Website zu erstellen. In der Regel wird diese Analyse allerdings nur noch als Kontrolle genutzt, um zum Beispiel herauszufinden, ob das Tracking durch Google Analytics richtig funktioniert.