Wie erhalte ich mehr Klicks auf meinen Rankings

07.12.2015

SEO ist ein schwierig gewordenes Geschäft. Google hat im Laufe der Zeit seinen Algorithmus immer weiter angepasst und verbessert, so dass man eben nicht mit jeder beliebigen Seite auf Seite 1 oder sogar Platz 1 in den Suchergebnissen bei Google kommt.

Hat man es dann mal geschafft, dann sollte man auch dafür sorgen oder versuchen zu beeinflussen, dass sein Ergebnis in den Rankings auch angeklickt wird. Dafür machen wir ja Suchmaschinenoptimierung. Es ist ein Mittel zum Zweck und der Zweck lautet: qualifizierter Traffic auf die Seite zu bekommen und Conversions zu erzielen. Das können Verkäufe im Shop sein oder z. B. Anfragen über ein Kontaktformular für eine Dienstleistung oder vielleicht auch erstmal nur die Eintragung in einen Newsletter. Kurzum: wir wollen nicht nur gefunden werden, sondern auch „geklickt“ werden.

Die Konkurrenz in den Suchergebnistreffern (SERPs = Search Engine Result Page) ist natürlich hoch. Über und unter mir finden sich andere Ergebnisse. Selbst, wenn ich auf Platz 1 zu einem Keyword stehe befinden sich oft darüber noch Anzeigen, die viele Google-User trotz Deklaration immer weniger unterscheiden können von organischen Treffen. Neben den organischen Treffern gibt es auch oft Anzeigen. Ich stehe also in großer Konkurrenz.

serps

Wie man auf dem Screenshot sehen kann, ist in den roten Kästen Werbung zu sehen, die durch adwords gebucht werden. Es handelt sich hier um den sichtbaren Bereich bei einer sehr üblichen Auflösung eines Bildschirms. Drei Viertel der angezeigten Ergebnisse sind also bezahlte Werbung und die Ergebnisse im grünen Kasten sind die organischen Rankings, die sich mit SEO beeinflussen lassen. Natürlich kann man noch weiter runter scrollen, da folgen weitere Ergebnisse als nur die drei, aber Studien haben ergeben, dass viele Google-User überhaupt nicht mehr scrollen.

Nun kommt es darauf an, dass der Google-User eben meine URL anklickt und ggf. bei mir Kunde wird und eben nicht bei der Konkurrenz.

Meta-Daten optimieren

Der Suchergebnistreffer meiner Domain sollte also idealer Weise so gestaltet sein, dass er zum klicken anregt. Hier mal ein negatives Beispiel:

parfum schlechtes beispiel 1

Das ist ein Ergebnis für das Keyword „Parfum“. Man sieht wohl, dass es ein neues Parfum „Victorinox Swiss Army“ gibt, aber der Text darunter hält mich doch vom klicken ab. Ich „erfahre“ ja schon in den Suchergebnissen von Google, dass ich das im Titel genannte Parfum dort wohl nicht finden werde bzw. die Website kann ja nicht gefunden werden. Also weiter zum nächsten Treffer. Chance vertan.

Und hier noch so ein Beispiel:

parfum schlechtes beispiel 2

Hier erfahre ich also Inhaltsstoffe des Parfums und dass das Parfum wohl die Anforderungen zum Import….. erfüllt. Kein schöner Treffer, wenn ich ein Parfum online bestellen möchte. Auch der Titel regt dazu nicht an, es sei denn ich suche gezielt das Parfum aus der „Liz Peyer-Creation“. Ich habe aber eigentlich nur nach dem Keyword „Parfum“ gesucht.

Was ist passiert? Hier hat sich Google einfach einige Sätze oder Satzfragmente aus dem Content auf der URL gezogen. Eine Optimierung hat hier anscheinend nicht stattgefunden.

Was sollte einen guten Title ausmachen?

  • Das Hauptkeyword steht ganz vorne
  • Der Title enthält eine Handlungsaufforderung für den User
  • Er ist nicht zu lang, denn der Platz ist begrenzt. Google kürzt dann mit Punkten ab, wenn der Title zu lange ist. Es bemisst sich aber nicht nach Zeichen, sondern Pixeln. Mit ca. 58 Zeichen sollte man auf der sicheren Seite sein. Ansonsten gibt es verschiedene Snippet-Tools, um die Title korrekt zu erstellen
  • Der Title sollte zum Klicken anregen

gutes_beispiel

Hier haben wir zwei Beispiele, die ganz gut sind. Bei beiden steht das Keyword weit am Anfang – bei „imwalking.de“ sogar ganz am Anfang. Beide haben eine Handlungsaufforderung „…günstig online bestellen bei I´m Walking“ bzw. „…. jetzt online kaufen!“

Wie kann man das beeinflussen?

Google nutzt hier den Meta-Title einer Website. Je nach System kann man das ganz einfach ändern. Die meisten Content-Management-Systeme lassen das schon mit Bordmitteln zu oder man kann sich Plug-ins dazu nehmen (Wie z. B. bei WordPress), um den Title anzupassen. Auch Shopsysteme wie Shopware oder plenty lassen dies zu.
Der Meta-Title ist übrigens auch ein Rankingfaktor für Google. Während wir hier in diesem Blogartikel eher auf die Erhöhung der Klickrate abzielen, ist auch klar, dass man den Title auch auf das Keyword hin optimieren sollte, um Google eindeutige Signale zu senden.

Description

Ein weiteres Element des Suchergebnistreffers bei Google sind die zwei hellgrauen Zeilen unter dem Titel bzw. der rankenden URL. Auch diese zwei Zeilen kann ich beeinflussen. Diese Zeilen zieht sich Google in der Regel aus der Meta-Beschreibung, also der Description. Hier sollte man es mit dem Unterbringen von Keywords allerdings nicht übertreiben (Keyword Stuffing), auch wenn man vergleichsweise mehr Platz hat als im Title. Google zieht sich in solchen Fällen irgendeinen Textausschnitt aus der URL und zeigt diesen an. Dieser ist aber ja in der Regel nicht optimiert. Dass Google das so macht, ist oft zu beobachten.

Wie sollte also eine gute Description aussehen?

  • Sie sollte dem Google-User schon verraten, was ihn bei Klick erwartet
  • Sie sollte ebenfalls eine Handlungsaufforderung enthalten
  • Das Keyword sollte natürlich darin vorkommen – aber nicht spammy
  • Es sind konkrete USP eingebaut „Große Auswahl“, „Schnelle Lieferung“
  • Man kann zusätzlich noch Sonderzeichen einfügen, die sich von anderen Treffern abheben

Wir nehmen nochmal das Beispiel von eben:

gutes_beispiel

Fast ideal ist die Description von „I´m Walking“. Keyword wird zwei Mal genutzt – einmal ganz am Anfang. Es sind Sonderzeichen enthalten (Häkchen), konkrete USPs sind angegeben: „Über 200 Marken“, „Auf Rechnung“, „Gratis Rückversand“….. Eine Aufforderung ist „Bequem online shoppen“. Einziges Manko – die Beschreibung ist etwas zu lang und wird am Ende abgeschnitten.

Tamaris hat in einer relativ kurzen Description (Platz wird nicht optimal genutzt) drei Mal das Keyword verbaut. Es werden keine Kundenvorteile genannt, sondern nur eine Handlungsaufforderung formuliert „Kaufen Sie ….“ Sonderzeichen werden hier nicht genutzt – sind aber auch keine Pflicht.

Rich Snippets

Nicht nur durch den Title und die Description kann man sein Suchergebnistreffer klickfreudiger machen, sondern auch mit technischen Mitteln. Es gibt z. B. die Möglichkeit eine Sternchenbewertung einzufügen oder bei Back- oder Kochrezepten kann man ein Bild der Speise mit anzeigen lassen.
Hier mal zwei Beispiele:

Sternchenbewertung:

sternchen

Kochrezept – hier gibt es sogar ein Bild und Sternchen:

rezept

Diese Suchergebnistreffer heben sich doch deutlich von Standard-Treffern ab. Sie fallen besser auf und werden daher deutlich öfter geklickt.

Umsetzen lässt sich dies mit schema.org. Google gibt ausführlich Auskunft über diese Möglichkeit und stellt auch ein Testing-Tool dafür zur Verfügung.

Wie hilft Ihnen XOVI bei der Optimierung?

Im Onpage-Tool von XOVI werden die Meta-Daten analysiert. XOVI zeigt Dir unter den Fehler, Hinweisen und Tipps an, wenn kein Title-Tag genutzt wird oder keine Description definiert wurde. Auch wenn Title und Description zu lang oder zu kurz sind, gibt XOVI einen Hinweis inkl. Angabe der betreffenden URLs. Hier kann man dann nochmal genauer schauen und die Meta-Daten optimieren.

Fazit

Mit etwas Aufwand und Liebe zum Detail lassen sich die Suchergebnistreffer bei Google beeinflussen und attraktiver für die Nutzer von Google machen. Man kann sich deutlich von Suchergebnissen der Konkurrenz abheben. Die Klickrate ist übrigens auch ein Rankingfaktor, denn sie sendet ja an Google auch User-Signale. Je mehr meine URL angeklickt wird, desto relevanter scheint sie zu sein. Hinter dem Suchergebnistreffer sollte den User natürlich auch dann das erwarten, was in Title und Description angekündigt wurde. Sonst springen die Besucher schnell wieder ab und senden negative User-Signale an Google. Das wiederum ist schlecht fürs Ranking – also bitte optimieren, aber nichts versprechen, was nicht zu halten ist.

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