Schädliche Links erkennen und entwerten: das neue XOVI Disavow Tool!

22.10.2015

Verheerende Traffic-Einbrüche und dementsprechende Umsatz-Einbußen sind Folgen des Google Pinguin Updates. Websites und Online Shops, die Opfer des Pinguin Updates wurden, brauchten meist viele Monate um sich von den schwerwiegenden Folgen des Updates zu erholen. Damit Webmaster zukünftig ruhiger schlafen können, hat XOVI auf der diesjährigen dmexco in Köln ein neues Tool vorgestellt: Das Disavow-Tool.

Einige Webmaster werden bereits vom Disavow-Tool gehört haben, schließlich bietet Google selbst ein Disavow-Tool an, mit dem Webmaster schädliche Links entwerten lassen können. Doch woher wissen Webmaster, welche Links dem eigenen Backlinkprofil schaden und welche die eigene Website bzw. den eigenen Online Shop stärken? XOVI ist sich dieser Problematik bewusst und hat daher ein neues Tool in die XOVI Suite implementiert, welches Webmastern dabei hilft schädliche Links zu erkennen und zu entwerten.

Was sind überhaupt schädliche Links?

Backlinks stellen aus Sicht der Suchmaschine eine Empfehlung dar und werden daher zur Relevanz-Bewertung herangezogen. Da Websites und auch Online Shops durch gute Backlinks zu relevanten Suchanfragen erheblich im Suchmaschinenranking steigen können, wird auch die Qualität der Backlinks von der Suchmaschine bewertet. Um gegen bestehende Unnatürlichkeiten im Bereich Backlinks anzugehen, hat Google das Pinguin Update ausgerollt, welches vor allem folgende Links im Fokus hat:

  • Links mit einem sehr harten Anchortext (z.B. „Urlaub“)
  • Links aus dem Footer (Side-wide und im nicht sichtbaren Bereich)
  • Backlinks, die unnatürlich zustande gekommen sind (z.B. kommerziell)
  • Unnatürlich schnelle Backlinkentwicklung (Zeitraum)
  • Links aus Linklisten, Artikelverzeichnissen und Webkatalogen
  • Links von thematisch irrelevanten Websites (Unnatürlichkeit)

Wie können Webmaster schädliche Links identifizieren?

Viele Webmaster wissen gar nicht, welche Backlinks überhaupt auf die eigene Internetpräsenz zeigen und riskieren so, dass sie von einem Pinguin-Update getroffen werden. In Zeiten, in denen die Qualität des eigenen Backlinkprofils eine essentielle Rolle spielt um zukünftig weiterhin organischen Traffic über die Suchmaschine erhalten zu können, sollten Webmaster stets ausführlich über die Entwicklung des Backlinkprofils informiert bleiben, damit sie gegebenenfalls eingreifen können.

XOVI bietet in der XOVI Suite V3 genau diese relevanten Informationen. Während bereits in der Vergangenheit das Backlinkprofil einer Website bzw. eines Online Shops analysiert werden konnte, kann nun noch detaillierter die Qualität jedes einzelnen Backlinks analysiert werden. Mit dieser Neuerung können Webmaster nun nicht nur wesentlich professioneller und präziser arbeiten, sondern sie sind auch in der Lage Probleme im Bereich Backlinks zu erkennen, noch bevor die Internetpräsenz von der Suchmaschine abgestraft wurde.

Wie funktioniert das XOVI Disavow Tool?

Jede Internetpräsenz, die mit Hilfe von XOVI genauer analysiert und betreut wird, sollte als Projekt angelegt werden, damit auch alle Funktionen genutzt werden können, so auch das Disavow Tool. Dieses neue Tool finden Webmaster in der Navigation unter: „Disavow“.
Das Disavow-Tool ist in insgesamt 4 weitere Optionen geclustert. So finden Webmaster folgende Optionen vor:

Analyse-Verwaltung

In diesem Bereich finden Webmaster ihre in der Vergangenheit durchgeführten Analysen. So kann auch noch zu einem späteren Zeitpunkt auf diese Analysen zugegriffen werden. Des Weiteren kann im Bereich „Analyse-Verwaltung“ auch eine neue Analyse gestartet werden. Dazu muss nur auf den Button „Neue Analyse starten“ geklickt werden.

Analyse

Im Bereich „Analyse“ finden Webmaster detaillierte Informationen zu den bereits durchgeführten Analysen und zu den bewerteten Links. Dazu gehören beispielsweise die gefundenen Links, die analysierten Links und die gefundenen Domains. Des Weiteren helfen Charts und Grafiken bereits auf den ersten Blick zu erkennen, inwieweit die Qualität des eigenen Backlinkprofils gefährdet ist.

Domains

Nicht nur die einzelnen Links werden in der Disavow-Analyse bewertet, sondern auch die verlinkenden Domains. Im Bereich „Domains“ erhalten Webmaster detaillierte, technische Informationen über die verlinkenden Domains, die voraussichtlich auch die Suchmaschine bei der Bewertung der Qualität der Backlinks miteinfließen lassen wird. Diese Informationen helfen dem Webmaster dabei den Wert eines jeden Backlinks leichter zu ermitteln.

Anchortexte

In Zeiten des Google Pinguin Updates gehören (zu harte) Anchortexte zu den Hauptgründen, weshalb eine Internetpräsenz von der Suchmaschine abgestraft wird. Aus diesem Grund finden Webmaster unter „Anchortexte“ eine Auflistung der genutzten Anchortexte, sodass sehr leicht Verhältnisse ermittelt werden können (beispielsweise das Verhältnis von Brand-Anchortexten zu Keyword-Anchortexten). Auch hier kann sehr schnell analysiert werden, ob Handlungsbedarf im Bereich Anchortexte besteht.

Eine Disavow-Analyse durchführen

Bevor eine neue Analyse durchgeführt werden kann, müssen zu Beginn relevante Einstellungen vorgenommen werden, damit die XOVI Crawler auch genau die Links finden und bewerten können, die der Webmaster vorgibt.

Schritt 1: Allgemein

Im „allgemeinen Bereich“ werden vorwiegend die Basis-Informationen abgefragt. Dazu gehören:

  • Name der zukünftigen Analyse
  • Projekt: (Hier bitte das vorher angelegte Projekt auswählen)
  • Domain: (Welche Domain soll genau analysiert werden)
  • Analyseart: Welche Subdomain(s) sollen analysiert werden?
  • Domainthema: (Thematischer Schwerpunkt der Domain?)
  • Abstrafung: (Wählen zwischen: Ja, Nein, Ich weiß es nicht)

Schritt 2: Import

XOVI bietet Webmastern die Möglichkeit eine eigene Linkliste in die zukünftige Analyse zu importieren, die dann bei der Qualitätsbewertung miteinbezogen wird. Um die Qualität der Linkbewertung so hoch wie möglich zu halten, bietet XOVI gleich mehrere Verfahren an Links in die Bewertung miteinzubeziehen.

  1. Die eigene Linkliste
    Webmaster, die bereits über eine Liste an eigenen Backlinks verfügen, können diese entweder als Datei direkt hochladen, oder manuell einfügen. Hierzu können die Links einfach kopiert und eingefügt werden. Des Weiteren bietet XOVI die Möglichkeit an eine bereits erstellte Disavow-Datei zu analysieren. Auch diese kann bequem mit wenigen Klicks importiert und analysiert werden.
  2. APIs relevanter Anbieter
    Damit die eigene Linkanalyse noch erfolgreicher wird, können Backlink-Daten von externen Anbietern mit in die eigene Analyse fließen. XOVI bietet im Bereich „Import“ an, die Backlink-Daten von Ahrefs und Majestics über die dafür vorgesehene Schnittstelle zu importieren. Webmaster, die für diese Tools einen API Key besitzen, können diese eintragen und bequem die Backlink-Daten mitanalysieren lassen.

Schritt 3: Crawling

Damit auch nur die Links gecrawlt und bewertet werden, die der Webmaster benötigt, können im Bereich „Crawling“ noch präzisere Einstellungen vorgenommen werden. So kann ausgewählt werden, ob nofollow-Links gecrawlt werden sollen, welche Suchmaschine im Fokus stehen soll und welche Links ignoriert werden sollen. Auch hier kann entweder eine Liste hochgeladen werden, oder einzelne Links manuell hinzugefügt werden. Vor allem Webmaster sehr große Websites, die über sehr viele Backlinks verfügen, sollten diese Einstellungen nutzen um die eigenen Analysen zu priorisieren. So sollten beispielsweise erst die Links analysiert werden, die einen Anchortext mitgeben (follow) und erst im Nachgang die nofollow-Links.

Schritt 4: Regeln

Um die Analyse jedes einzelnen Links so hochwertig wie möglich durchführen zu können, hat XOVI Regeln und Kriterien festgelegt, nach denen die Links analysiert werden. Insgesamt gibt es 46 verschiedene Link-Kriterien, nach denen schädliche Backlinks identifiziert werden. Das Besondere an diesen Regeln ist, dass Webmaster selber festlegen können, nach welchen Kriterien die eigenen Backlinks analysiert werden sollen. So können beispielsweise nur die Regeln ausgewählt werden, die aus Sicht des Webmasters als besonders kritisch anzusehen sind. Regeln, die aus Sicht des Webmasters nicht analysiert werden sollen, können mit wenigen Klicks bequem deaktiviert werden, sodass jede Analyse den eigenen individuellen Wünschen entspricht.

Schritt 5: Abschließen

Im letzten Schritt können Webmaster auswählen, wann die Backlink-Analyse gestartet werden soll. Zudem können weitere Einstellungen vorgenommen werden, wie beispielweise das Zusenden eines Ergebnis-Reports per E-Mail. Wenn die Option „Alle Backlinks sofort crawlen und evaluieren“ gewählt wurde und die Analyse gespeichert wird, dann wird mit dem Crawling der Backlinks begonnen.

Zusatztipp: Da das Backlinkprofil regelmäßig beobachtet werden sollte, wurde die Option „Analyse wiederholen“ implementiert. So können Webmaster regelmäßig Informationen über den aktuellen Stand ihres Backlinkprofils bequem per E-Mail erhalten.

Analyse und Disavow-Prozess

Nachdem XOVI die Auswertung der Backlink-Analyse abgeschlossen hat, erhält der Webmaster eine Liste aller gefunden Links mit folgenden Zusatzinformationen:

  • Backlink
  • Ankertext
  • Regeln (Welche Regeln wurden gefunden)
  • Risiko (Einschätzung basierend auf den gefunden Regeln)
  • Bewertung
  • Details
  • Disavowed

Mit Hilfe dieser Analyse erhalten Webmaster detaillierte Informationen darüber, welche Links gefunden wurden und inwieweit diese aus Sicht der Suchmaschine als problematisch angesehen werden können. Jeder einzelne Link kann genauer analysiert werden, sodass die Qualität des eigenen Backlinkprofils gesichert werden kann. Mit Hilfe des „Detail-Icons“ erhalten Webmaster zudem präzise Informationen darüber, welche Regeln den Link als risikoreich eingestuft haben. So kann leichter nachvollzogen werden, weshalb ein Link laut XOVI ein Risiko darstellt.

Der besondere Vorteil der Analyse besteht darin, dass die einzelnen Links mit Hilfe von „Daumen hoch“ und „Daumen runter“ bewertet und markiert werden können. Nachdem diese markiert wurden, werden diese gespeichert und können zu einem späteren Zeitpunkt disavowed werden. Dazu findet man unter „Analyse“ den Button „Google Disavow Datei erstellen“. Möchten Webmaster die als „schlecht“ markierten Links von Google entwerten lassen (disavow), dann kann mit wenigen Klicks eine Google Disavow Datei erstellt werden, die dann der Suchmaschine zur Verfügung gestellt wird.

Der Link Wizard

Vor allem Webmastern mit geringerem SEO Know-how fällt eine präzise Linkanalyse häufig schwerer, daher hat XOVI den Link Wizard implementiert. Im Link Wizard können Webmaster direkt nachvollziehen wo der Link gesetzt wurde (incl. Vorschau), wie dieser Link eingebaut wurde und inwieweit der Link von XOVI als qualitativ hochwertig eingeschätzt wird. Somit können sich Webmaster bequem durch die einzelnen Links klicken, den Link genauer analysieren, ihr eigenes Urteil mit der Einschätzung von XOVI vergleichen und diesen ggf. entwerten lassen. Folgende Informationen finden Webmaster im Link Wizard:

  • Quell URL
  • Ziel URL
  • Ankertext
  • Link Status (follow/nofollow)
  • Regeln
  • OVI
  • Seitenweite Links
  • Backlinks
  • Google PageRank
  • Online seit

Im Link Wizard wird die Qualität eines Links nicht nur mit Hilfe von Kennzahlen und Regeln ermittelt, sondern der Webmaster erhält genügend Informationen um eigenständig entscheiden zu können, ob es sich bei diesem Link um einen Link handelt, den er in seinem Backlinkprofil behalten möchte. Damit der Abschluss der Bewertung möglichst effizient ist, kann ein Link bequem mit „Daumen hoch“ und „Daumen runter“ bewertet werden.

Das Google Disavow-Tool

Google bietet Webmastern die Möglichkeit Links, die auf die eigene Website zeigen, zu entwerten, sodass diese zukünftig nicht mehr in die Bewertung der Website miteinfließen. Damit diese Links entwertet werden können, benötigt die Suchmaschine eine Textdatei, die die Links enthält, die entwertet werden sollen. XOVI erstellt basierend auf der Bewertung des Webmasters diese Datei, sodass diese mit wenigen Klicks der Suchmaschine zur Verfügung gestellt werden kann. So wird die Chance erheblich verringert, zukünftig vom Pinguin-Update abgestraft zu werden.

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