5+1 einfache SEO-Tricks, mit denen Sie besser ranken

30.12.2015

Suchmaschinenoptimierung ist ein Handwerk, welches natürlich einige Kenntnisse voraussetzt. Es gibt viele komplizierte Methoden die Rankings zu verbessern, aber es gibt auch einfache „Hebel“, die oft vernachlässigt werden, aber einen echten Einfluss auf die Rankings haben können. Wir zeigen hier heute fünf Tricks, die man einfach umsetzen kann.

Grundvoraussetzung für eine gute Sichtbarkeit bei Google ist eine saubere Onpage-Optimierung. Wer diese Hausaufgaben nicht macht, vergeudet viel Potential.

Projekt anlegen und Onpage-Analyse starten

Legen Sie die zu untersuchende Domain als Projekt in XOVI an. Das geht am schnellsten über das Menü oben in der Kopfzeile im Tool. Sie finden dort ein Menü „Projektverwaltung“ und einen Menüpunkt „+Projekt anlegen“. Folgen Sie dann den Schritten, die dort vorgegeben sind und achten Sie darauf, dass Sie im letzten Schritt die Onpage-Analyse starten.
seo-projektverwaltung

Je nach Umfang der Website, also wie viele Unterseiten die Website aufweist, dauert es etwas bis die Onpage-Analyse erstellt ist. Der Onpage-Crawler von XOVI crawlt dann die Website und alle ihre Unterseiten und untersucht den Quellcode nach Verbesserungsmöglichkeiten hinsichtlich der Suchmaschinenoptimierung.
Wir haben für diesen Artikel mal die Domain blume2000.de genommen. Einfach als Beispiel.

Trick 1: Interne Verlinkung

Rufen Sie nun die Analyse im Onpage-Tool auf. Der Weg dorthin ist über die Hauptnavigation Onpage > Analyseverwaltung. Dort wählen Sie dann die Analyse Ihrer Domain aus und gelangen dann automatisch in den Überblick. Nun schauen wir uns die internen Verlinkungen an. Die finden sich in der Hauptnavigation im Pfad: Onpage > Analyse > Ankertexte > Alle Interne Links. Dort erhalten wir nun eine Übersicht über die internen Verlinkungen.
interne-links

Wie wir an dem Screenshot sehen können, wird vorne zunächst der Ankertext genannt und dann die Ziel-URL. Die nächste Spalte verrät den http-Status-Code der Ziel-URL und darauf legen wir nun unser Augenmerk. Der Status 200 bedeutet OK – die Seite ist ganz normal erreichbar.
Suchen Sie hier Ziel-URLs, die einen Status 404 ausweisen. Das bedeutet, dass die Seiten nicht erreichbar sind. Hier wird also eine URL intern verlinkt, die aber nicht mehr existiert. Das passiert gerne bei Veränderungen auf der Seite oder bei Relaunches. In Onlineshops ist das manchmal der Fall, wenn ein Produkt nicht mehr im Sortiment ist und die URL zur Produktseite entfernt wird.
Der Google-Crawler folgt den internen Verlinkungen und stellt hier fest, dass es eine Seite gibt, die nicht erreichbar ist. Vor dem Hintergrund, dass jede Website nur ein bestimmtes Crawling-Budget von Google bekommt, wird hier eine wertvolle Ressource verschwendet. Google crawlt diese Seite immer und immer wieder, weil sie ja noch intern verlinkt ist.

Klickt man nun auf die Ziel-URL mit dem Status-Code 404, dann findet man dort eine Onpage-URL-Detailansicht wieder. Wenn man dort etwas nach unten scrollt sieht man eine Tabelle mit den Reitern „Intern“, „Extern“, „Eingehende Links“. Wählt man dort den Reiter „Eingehende Links“ aus, weiß man genau auf welchen Seite die nicht mehr vorhandene URL verlinkt wird und kann die Links entweder ersetzen oder komplett löschen.

Links

Nicht nur für Google, sondern natürlich auch für den Besucher Ihrer Website sollten Sie die internen Verlinkungen immer korrekt halten. Es ist ja schon ärgerlich, wenn man auf eine Fehlerseite kommt, denn dann erhält Ihr Besucher nicht die gewünschte Information, die er sich bei Klick auf den Link erhofft hat.

Trick 2: Weiterleitungen und Weiterleitungsketten

Interne Links sollten immer auf das direkte Ziel führen und nicht nochmal weiter geleitet werden – wieder aus mehreren Gründen: zum einen ist es nicht gut für Google. Wie in Tipp 1 beschrieben muss Google dann mehr URLs crawlen als eigentlich nötig und auch die Ladezeit erhöht sich, was für den Besucher der Website auch eine kleine Verzögerung bedeutet beim Aufbau der Seite.

Unterscheiden sollten wir natürlich noch permanente Weiterleitungen und temporäre Weiterleitungen. Es kann ja durchaus vorkommen, dass Seiten dauerhaft von der Website entfernt wurden, weil der Inhalt nicht mehr aktuell ist oder auf einer anderen URL zusammen gefasst wurde. Leiten Sie dann diese URLs mit einer sog. 301-Weiterleitung weiter. 301 ist der http-Statuscode und bedeutet permanente Weiterleitung. Man signalisiert dann den Suchmaschinen, dass sich die Inhalte dauerhaft nicht mehr auf der alten URL befinden und es diese URL dauerhaft nicht mehr geben wird.

Die temporäre Weiterleitung weist den Statuscode 302 aus. Dieser bedeutet, dass zwar die Inhalte auf der ersten URL derzeit nicht erreichbar sind und auf einer anderen URL, der Ziel-URL, zu finden sind. Sie signalisieren Google damit aber, dass die alte Seite irgendwann wieder aktiviert wird und deshalb wird Google diese URLs weiterhin crawlen. Wenn es wirklich nur eine temporäre Verschiebung der Inhalte ist, dann ist das völlig in Ordnung. Wenn Sie aber wissen, dass die Weiterleitung dauerhaft sein sollte, dann richten Sie direkt eine 301-Weiterleitung ein.

Was Sie unbedingt auch vermeiden sollten sind Weiterleitungsketten. Auch hier wird unnötiges Crawling-Budget verschwendet. Im Onpage-Tool finden Sie unter Onpage > Analyse > Server > Weiterleitungen eine Tabelle mit Weiterleitungsketten.

seo-urls

Hier mal ein Beispiel von blume2000.de

  • Die URL http://www.blume2000.de/Firmenservice-Lassen-Sie-Blumen-sprechen/
    wird weiter geleitet auf: http://www.blume2000.de/firmenservice

    Man sieht – hier wurde eine verkürzte URL genutzt und die längere URL mit einer 301-Weiterleitung auf diese verkürzte URL weiter geleitet.

  • Nun wird diese URL: http://www.blume2000.de/firmenservice nochmal weiter geleitet per 301-Weiterleitung auf http://www.blume2000.de/firmenservice/

    Wo ist der Unterschied? Am Ende der zweiten URL ist noch ein Backslash.

  • Optimaler Weise wird der Zwischenschritt einfach weg gelassen. Man leitet die längere URL einfach direkt auf die URL mit dem Backslash weiter. Dann hat man das Ziel direkt erreicht und der Crawler spart sich das Crawlen und lesen der kurzen URL ohne Backslash.

    Im Onpage-Tool finden Sie noch eine Reihe von Möglichkeiten, wie man die Seite noch Optimieren kann. Besonders unter Onpage > Analyse > Überblick die Tabelle mit den Fehlern, Hinweisen und Tipps sei ans Herz gelegt.

    Trick 3: Ladezeiten

    Schon lange hat Google bekannt gegeben, dass einer der vielen Rankingfaktoren die Ladezeiten einer Seite sind. Warum? Nun – Google möchte einer Suchanfrage dem Google-Nutzer nicht nur die qualitativ besten Websites anzeigen, sondern die Seite sollte auch gut zu bedienen sein.

    Google nennt das positive „Nutzererfahrung“. Also welche Erfahrungen macht ein User, wenn er auf Ihre Website kommt und diese sehr lange braucht bis sie vollständig geladen ist. Viele User springen dann schnell ab, weil sie eine längere Wartezeit nicht akzeptieren.
    Google misst die Ladezeiten übrigens über eine Toolbar in Chrome. Matt Cutts von Google erklärt in diesem 2-Minuten-Video (Englisch mit deutschem Untertitel) schön, wie Google da vorgeht.

    Auch bei der Optimierung des Pagespeed hilft XOVI natürlich in der All-in-one Suite. Im Onpage-Tool wurde eigens ein Pagespeed-Monitoring-Tool implementiert. Legen Sie im ersten Schritt eine URL zur Analyse an. Im Feld „URL“ kann man jede beliebige URL der Website einfügen, wenn man die Ladezeit dieser Seite messen möchte.

    seo-pagespeed-analyse

    Der Crawler von XOVI besucht nun die Seite und misst die Zeit, die gebraucht wird, bis die Seite komplett geladen wird. Dabei wird nicht nur die Antwortzeit des Webservers berücksichtigt, sondern auch die internen und externen Dokumente, die geladen werden müssen. Interne Dokumente können z. B. Bilder sein und externe Dokumente sind oft z. B. per iframe eingebundene Dateien. Hier in dem Blogartikel wird z. B. das Youtube-Video von extern hinzu geladen. Das ist so eine externe Quelle. Je mehr Anfragen „Requests“ benötigt werden, desto länger ist die Ladezeit und desto schlechter ist die Nutzererfahrung Ihres Website-Besuchers.

    Das Tool heißt Pagespeed-Monitoring, da man diese URL auch automatisch mehrfach überwachen kann. Dazu einfach beim Anlegen der URL das Abfrageintervall von „Einmalig“ auf „1 Woche“ ändern. Dann crawlt XOVI automatisch jede Woche die Seite und hält die Ergebnisse fest. So hat man einen schönen Überblick, ob die Seite vielleicht mal zufällig etwas langsamer war oder ob es sich um ein dauerhaftes Problem handelt.

    Was aber tun, wenn die Ladezeit wirklich zu hoch ist? Auf der Ergebnis-Seite der Pagespeed-Analyse findet sich ganz unten ein Block mit konkreten Handlungsempfehlungen zur Verbesserung der Ladezeiten. Diese sind von Yahoo (Y-Slow-Empfehlungen) und von Google selbst.

    seo-pagespeed

    Hier erhält man konkrete Hinweise auf Optimierungsmöglichkeiten. Oft sind hier allerdings technische Programmierkenntnisse erforderlich.

    Tipp 4: Broken Pages

    Kommen wir zum nächsten Tipp. Nämlich die Backlinks. Damit verlassen wir den Bereich der Onpage-Optimierung und kommen zur Offpage-Optimierung. Links sind nach wie vor ein wichtiger Rankingfaktor bei der Bewertung einer Website durch Google. Früher war mal Masse statt Klasse angesagt. Das bedeutete, dass eine Seite umso wichtiger war, je öfter sie von externen Websites verlinkt wurde.

    Das ist heute nur noch bedingt richtig, denn die Links sollten themenrelevant sein und nicht willkürlich gesetzt sein. Google spricht von „natürlichen“ Links. Hier im XOVI-Blog hat Kevin Jackowski erklärt was ein „schlechter Link“ überhaupt ist.

    Im Linktool erhalten wir einen Überblick über die Anzahl der Backlinks, die eine Website auf sich vereinen kann, z. B. von wie vielen Domains auf meine eigene Domain verlinkt wird.

    Wichtig hierbei ist jetzt, dass die Linkziele auf meiner Website auch erreichbar sind. Das ist das gleiche Prinzip wie bei den internen Verlinkungen aus Tipp 1 – vielleicht aber noch schlimmer. Es kommt ein Website-Besucher von einer externen Seite per Backlink auf Ihre Seite und landet dann auf einer 404-Fehlerseite, weil die Seite nicht mehr existiert. Das ist natürlich weder für den Websitebesucher angenehm (Nutzererfahrung), noch für Google, weil der Google-Crawler von dieser Fehlerseite in der Regel keine weiteren internen Links findet, denen er folgen kann.

    Da es bei blume2000.de keine nicht erreichbaren Seiten gibt, haben wir hier einfach mal die Domain gewechselt auf www.koeln.de
    Nun wechseln wir in den Unterpunkt Links > Broken Pages. Dort erhalten wir von XOVI nun also eine Liste mit URLs, die nicht mehr erreichbar sind, aber externe Backlinks auf sie verweisen.

    seo-broken-pages

    Ich sehe hier also, dass eine Seite zu einem Spendenskandal nicht mehr erreichbar ist. Der http-Statuscode lautet auch 404. Trotzdem wird die Unterseite von verschiedenen Unterseiten der Domain www.internetcologne.de verlinkt. Diese Links sind aber wertlos, weil sie ja auf eine Seite zielen, die nicht erreichbar ist.
    Lösung: Wir leiten die nicht mehr erreichbare URL per 301-Weiterleitung auf eine andere URL weiter, wo der Inhalt jetzt zu finden ist. (Siehe Tipp 2). Somit landen weder Websitebesucher noch Suchmaschine in einer Sackgasse.

    Tipp 5: Inhalte überarbeiten

    In den ersten vier Tipps sind hauptsächlich technische Dinge angesprochen worden. Natürlich ist für ein gutes Ranking auch ein guter Inhalt erforderlich. Man kann seine Seite onpage noch so gut optimiert haben, wenn der Inhalt für die gewünschten Keywords nicht relevant ist, dann hat das sehr wenig Sinn. Man muss sich immer die Fragen stellen: Warum sollte Google meine Seite im Ranking besser bewerten als die, die bereits oben stehen? Habe ich wirklich die bessere Seite mit den qualitativeren Inhalten?

    Was ist mein Mehrwert?
    XOVI hilft hier mit einem Textoptimierungstool auf der Basis von WDF*IDF. Wie man pragmatisch an die Sache herangeht zeigen wir hier im fünften und letzten Tipp.
    Wir wechseln zunächst ins Keyword-Tool und dort in den Punkt „Alle Keywords“. Also folgen Sie bitte dem Pfad Keywords > Alle Links. Wir erhalten dort alle Keywords, zu denen XOVI ein Ranking für die Domain in den TOP 100 bei Google gefunden hat.

    Wir möchten nun die Seiten optimieren, die für bestimmte Keywords zwar schon Rankings haben, aber eben noch nicht in den TOP 10, also auf der ersten Seite der Suchergebnistreffer von Google. Hierzu nutzen wir den Positionsfilter und ändern ihn auf 11 – 100 ab. Es werden also alle Rankings ab der zweiten Suchergebnisseite angezeigt. Zusätzlich verwenden wir den Filter auf das Suchvolumen und verändern die untere Schwelle auf 100 ab. Das sind 100 Suchanfragen bei Google pro Monat (Durchschnittswert). Damit haben wir Keywords, die auch eine gewissen Anzahl an Suchanfragen bei Google haben. Sonst lohnt sich die Optimierung nicht.
    seo-alle-keywords

    Wir markieren nun ein Keyword, auf das wir optimieren möchten – hier z. B. das Wort „günstig blumen versenden“. Die Domain rankt damit auf Platz 11 und das Keyword hat ein Suchvolumen von 140 pro Monat.

    Über die Box in der ersten Spalte wähle ich das Keyword aus und scrolle ans Ende der Tabelle. Dort finde ich im Aktionsmenü den Punkt „Textoptimierung starten“. Man wird automatisch ins Textoptimierungstool geleitet, in dem man unten rechts dann die Textanalyse starten kann. Ihre URL die bereits zum ausgesuchten Keyword rankt, wird mit den Inhalten der Seiten verglichen, die bereits vor Ihnen auf den TOP10 bei Google platziert sind.

    Man erkennt dann in verschiedenen Charts, welche Keywords noch in meinen Text eingebaut werden sollte. Beim Keyword „günstig blumen versenden“ zeigt das Tool an, dass andere Websites z. B. folgende Keywords nutzen: blumen, blumenstrauss, blumenversand, rosen etc. Diese sollten in Ihrem Text auch vorkommen um mehr Relevanz für das Keyword zu erhalten. Überarbeiten Sie Ihre Texte dahingehend und testen Sie, welche Verbesserungen sich in den Rankings einstellen.

    Extra-Tipp:

    Unser letzter Tipp soll einfach Mut machen: Suchmaschinenoptimierung ist keine Raketenwissenschaft. Google lässt sich zwar nur ungern in die Karten schauen, aber viele Dinge, die zu einer Verbesserung Ihrer Sichtbarkeit führen, sind bekannt.

    Unser Zusatztipp lautet also: Gehen Sie es an! XOVI hilft Ihnen! Viel Erfolg.

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    • Vor allem das Textoptimierungstool finde ich interessant! Das dürfte einem die Arbeit bei der Artikeloptimierung wesentlich vereinfachen und die Chancen für bessere Rankings erhöhen. :-)