Onpage-Fehler und wie man sie behebt – Teil II

Onpage Source Code

04.07.2017

Wir haben vor einiger Zeit schon Maßnahmen erklärt, die man relativ schnell durchführen kann, um die Performance einer Website zu verbessern. Heute setzen wir das fort und präsentieren einen zweiten Teil.

Unnötige Seiten im Index

Sie möchten mit dem Impressum oder der Datenschutzerklärung bei Google gefunden werden? Klar – es schadet nicht wirklich, aber nötig ist es nicht. Zudem bindet es unnötiges Indexbudget. Google wird die Seiten zwar finden und crawlen, aber sie müssen nicht indexiert werden. Das schafft Platz für wichtigere URLs, die dafür in den Index sollen, es aufgrund des limitierten Indexbudgets aber nicht schaffen. Nicht zu verwechseln ist das mit dem Crawlingbudget. Google vergibt einmal ein Crawlingbudget für jede Seite und ein Indexierungsbudget. Beim Crawlingsbudget vergibt die Suchmaschine eine bestimmte Anzahl von URLs, die überhaupt nur gecrawlt werden. Das genaue Budget von von Google nicht bekannt gegeben. Ein zweites Budget betrifft die Indexierung. Also hier entscheidet Google, wie viele der gecrawlten Seiten auch in den Index aufgenommen werden.

Was kann man also tun? SEO-irrelevante-Seiten werden in den Meta Robots-Angaben auf NOINDEX gestellt und so von einer Indexierung ausgeschlossen. Solche Seiten können z. B. die eine Login-Seite sein, die AGB, das Impressum, die Datenschutzseite, bei Shops z. B. auch die Warenkorb- und die Checkout-Seite sowie Seiten mit Duplicate Content (z. B. wenn es identische Produktbeschreibungen, jedoch z. B. mit kleinen Änderungen wie Farbe oder Größe).

Blockierte Inhalte in der robots.txt

Als Anweisungen für Bots nutzt man idealerweise die robots.txt. Dies ist eine einfache Textdatei, die auf das Root-Verzeichnis der Website hochgeladen wird. In dieser Datei erklärt man, welche Dateien und oder Verzeichnisse nicht gecrawlt werden dürfen. Die Bots werden somit wirklich ausgesperrt. Meta-Robots-Anweisungen wie NOINDEX werde dann gar nicht erst gelesen. Wichtig zu wissen: Diese robots.txt ist nicht verbindlich. Die Suchmaschinen halten sich jedoch in der Regel trotzdem daran.

Achten Sie bei der Erstellung darauf, dass Google auch CSS- und Javascript-Dateien lesen kann. In der Search Console könnten Sie sonst so einen Fehler aufgezeigt bekommen.

Search Console Tipps für CSS und JS Dateien

Geben Sie also dieses Verzeichnis in der robots.txt unbedingt frei. Testen Sie anschließend in der Search Console die aktualisierte Datei. Hierfür gibt es eine Funktion.

Search Console Robots.txt Tester

Sollten dort immer noch Fehler sein, so werden diese im Tool angezeigt und man kann nochmal prüfen.

Vor wenigen Wochen haben wir die Funktion der robots.txt ausführlich erläutert in einem eigenen Blogbeitrag hier im XOVI SEO Blog.

Interne Links

Interne Links sind ein toller Hebel im Bereich SEO. Seitdem der Pinguin-Algorithmus in den Kernalgorithmus eingearbeitet wurde hat das Thema Linkaufbau gefühlt wieder Hochkonjunktur. Grundsätzlich sollte man auch auf den Aufbau von externen Verlinkungen nicht verzichten, wenn sie hochwertig sind. Webmaster und SEOs unterschätzen aber oft den Hebel der internen Verlinkungen. Sie wirken jedoch für die Suchmaschine genauso wie die externe Verlinkung. Der Vorteil bei der internen Verlinkung ist jedoch, dass man ohne negative Konsequenzen zu befürchten auch mit harten Money-Keywords intern verlinken kann.

In der Google Search Console gibt es auch für eine Analyse der internen Verlinkungen ein Tool

Search Console interne Links

Hier kann man die Seiten sehen, die am häufigsten intern verlinkt sind. Wenn man hier z. B. dann das Impressum oder die Kontaktseite findet, dann besteht Handlungsbedarf. Gemäß der reinen Lehre sind die am häufigsten verlinkten Seiten auch die wichtigsten. Mit einer intelligenten internen Verlinkung kann man Google auf wichtige Content-Seite aufmerksam machen und dort die Wichtigkeit erhöhen.

Wir haben auch hier das Thema interne Verlinkung in einem gesonderten Blogbeitrag geschrieben.

URL-Struktur (sprechende URLs)

Schauen Sie sich Ihre URL-Struktur einmal an. Es ist zwar kein Rankingfaktor und auch die URL-Länge ist grundsätzlich aus technischen SEO-Gründen irrelevant. Google sagt selbst, dass URLs mit bis zu 1000 Zeichen ohne Probleme gelesen werden können. Trotzdem raten wir zu kurzen und sprechenden URLs. Warum?

Sprechende URLs sind URLs, die man ganz normal lesen kann. Sie enthalten idealerweise keine Parameter und sollten auf keinen Fall Sonderzeichen enthalten. Ein negatives Beispiel kann man im Screenshot aus der Search Console sehen. Nutzen Sie die URL auch, um das zu optimierende Keyword dort zu implementieren.

Zudem erscheint eine URL ja auch im Suchergebnistreffer von Google. Es ist für den User – und für ihn optimieren Sie Ihre Seite ja. Gestalten Sie Ihre URLs also vertrauenswürdig und kurz. Sie profitieren ggf. von einer höheren Click Through Rate (Klickrate).

Bilder optimieren

Optimieren Sie Ihre verwendeten Bilder – insbesondere aus Gründen der Ladezeitenoptimierung.

  • Komprimieren Sie die Bild-Dateien bevor Sie sie auf den Server hochladen. Ein empfehlenswertes, kostenloses Online-Tool ist erreichbar unter tinypng.com. Dort kann man PNG-Dateien und JPG-Dateien ohne Qualitätsverlust komprimieren
  • Definieren Sie die Größe in Pixel. Geben Sie bei der Einbindung von Bilder auf Ihrer Website die Größen mit an und laden Sie am besten die Bilder direkt in der benötigten Größe hoch. Oftmals wird einfach eine große Bilddatei hochgeladen und dann nur verkleinert eingebunden. Der Browser muss jedoch die große Bilddatei laden, nur um sie dann hinterher verkleinert anzuzeigen.
  • Vergeben Sie einen Bild-Title und ein Alt-Attribut. Google kann Bilder noch nicht verstehen und es wird wohl auch noch einige Zeit dauern, bis Google das kann. Insofern helfen Sie dem Crawler, in dem Sie einen Title und ein Alt-Attribut vergeben. Verwenden Sie dabei auch das Keyword, auf welches die Seite optimiert wird.
  • Keyword in der Bild-URL: Ein kleiner Tipp wäre auch noch die Nutzung des Keywords im Dateinamen des Bildes und damit dann hinterher in der Bild-URL. Es hat vielleicht nur einen kleinen Effekt – da es jedoch wenig Arbeit macht, sollten Sie diese Chance nicht ungenutzt lassen.

Fazit

Wir haben Ihnen heute fünf weitere Onpage-Maßnahmen vorgestellt, die Sie angehen können. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg.

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