Branding

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Brand ist der englische Begriff für Marke, Branding heißt so viel wie Markenbildung. Der Begriff Branding umfasst damit alle Prozesse, die mit der Etablierung einer Marke verknüpft sind. Branding ist ein gängiger Begriff der Marketingbranche und stets mit dem Ziel verknüpft, sich von der Konkurrenz abzuheben. Ein Branding sollte daher immer individuell sein.

Marketing-Kampagnen mit dem Fokus auf Branding

Jede Marketing-Kampagne hat ein bestimmtes Ziel. Ein solches Ziel kann zum Beispiel die Absatzförderung eines bestimmten Produktes sein oder auch Markenbildung. Geht es um letzteres, wird bei Werbemitteln darauf geachtet, dass die Marke selbst im Mittelpunkt der Kampagne steht. Bei der Produktwerbung stände das Produkt im Mittelpunkt, die Marke eher im Hintergrund. Durch eine Branding-Kampagne soll aber die "Brand-Awareness" (dt. Markenbekanntheit) gefördert werden. Die Kunden sollen die Marke wiedererkennen, klar von anderen Marken unterscheiden können und sie stets im Hinterkopf haben. Oft geht es dabei auch um die Verknüpfung einer Marke mit einem bestimmten Lifestyle, bzw. einer bestimmten Haltung. Branding ist daher insbesondere für Marken interessant, die Marktanteile nicht durch Kostenführerschaft gewinnen. Im Online-Bereich ist Branding in den letzten Jahren ebenfalls immer wichtiger geworden. So werden viele Branding-Kampagnen im Internet zur Reichweitenerhöhung eingesetzt. Zunächst spielten dabei besonders Suchmaschinenmarketing, insbesondere Google AdWords und Bannerwerbung eine große Rolle, mittlerweile ist auch Social Media Marketing aus Branding-Kampagnen nicht mehr wegzudenken. Zwar wird für die Analyse und Erfolgskontrolle geprüft, wie oft eine Person ein Werbemedium zu Gesicht bekommen hat (Opportunity To See), doch nichtsdestotrotz ist der Erfolg einer Branding-Kampagne schwer zu messen, schließlich geht es bei der Markenbekanntheit um die Präsenz der Marke in den Köpfen der Menschen. Zudem benötigt der Aufbau einer Marke viel Zeit, bis zu mehreren Jahren. Insofern sollten Branding-Kampagnen immer langfristig geplant werden, wobei sich am transportierten Image nicht mehr viel ändern darf, da sonst der Branding-Effekt vorausgegangener Kampagnen verpufft.

Mit dem Webauftritt zur Marke

Wer im Besitz einer Marke ist, möchte natürlich, dass diese von Google als Marke identifiziert wird. Von einer manuellen Prüfung auf Markenechtheit seitens Google ist nicht auszugehen. Tatsächlich weiß man kaum, inwieweit Google in der Lage ist Markennamen als solche zu erkennen. Es gibt allerdings eine ganze Reihe von Kriterien, die möglicherweise entscheidend sein könnten. So sollte der Markenname allein in der Domain stehen, die am besten wiederum mit mehreren Länderendungen registriert ist. Aktiivät in den sozialen Medien darf natürlich nicht fehlen. Für die Relevanz einer Marke spielt das Suchvolumen ebenso eine Rolle, wie das Alter der Domain und eine entsprechend große und qualitative Backlinkstruktur. Der Kontext dieser Links sollte ebenfalls zur Marke passen. Für den eigenen Namen sollte eine Marke in den Suchergebnissen von Google grundsätzlich an erster Stelle stehen. Auch eine Erscheinung in relevanten Newsinhalten wird von Google höchstwahrscheinlich honoriert. Markeninhaber sollten unbedingt Anzeigen via Google AdWords auf den Brandnamen und markenrelevante Keywords schalten, dazu kann die Wortmarke bei Google eingetragen werden. Im Internet ist die Gefahr, dass der Name geklaut wird relativ hoch. Daher sollte die Marke unbedingt durch das deutsche oder europäische Markenrecht geschützt werden. Wie bereits erwähnt, zuverlässige Angaben über die Relevanz der oben genannten Kriterien für Google gibt es nicht. Wer allerdings diese Kriterien berücksichtigt, hat in jedem Fall gute Chancen, als Brand bewertet zu werden. Davon abgesehen, ist keines dieser Kriterien kontraproduktiv, sondern in jedem Fall der Markenbekanntheit förderlich. Wer einen Onlineshop betreibt, sollte ebenso vorgehen, unabhängig davon ob er den Shop als Marke etablieren möchte.

Die Relevanz von Branding für die Suchmaschinenoptimierung

Mit dem 2009 schrittweise eingeführten Vince Update, wurden bekannte Marken aus der Offline-Welt prominenter in den Suchergebnissen platziert. Markenbekanntheit wurde somit offiziell zum Ranking-Faktor. Das liegt nach Angaben von Google aber weniger an dem Markennamen selbst, als vielmehr am Trust , am PageRank, an der Qualität und an der Domain der zugehörigen Webseiten. Denn letztendlich hängen diese Merkmale eng mit der Markenbekanntheit zusammen. Wer außerdem einmal als Marke anerkannt wurde, wird nicht so schnell von Google abgestraft - soweit die Erfahrung. Insofern sorgt der Markenstatus für einen Vertrauensbonus seitens der Suchmaschine.